Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Insulinarten und Insulinwirkung

  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 16.01.2017 00:18:43 | IP (Hash): 912657811
    Ich finde das ist eine Neu Diskussion wert

    Maxim schrieb:
    Die Insuline

    Ich hatte versucht über die verschiedenen Insuline schlauer zu werden, aber das ist nicht ganz
    einfach



    Zitat:

    "Insuline werden s.c. (Subkutan) gespritzt, das heißt ins Unterhautfettgewebe. Die Wirkdauer eines Insulins ist von seiner Dosis abhängig. Je höher die Dosierung umso länger die Wirkdauer. Ein Normalinsulin kann bei hoher Dosierung viel länger als 4 Stunden wirken. Dasselbe gilt auch für Verzögerungsinsuline."

    Quelle:
    https://www.diabetes-news.de/produkte/insuline/wirkprofile-der-insuline-2/wirkprofile-der-insuline
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 134
    Mitglied seit: 13.01.2017
    am 16.01.2017 00:35:25 | IP (Hash): 542579802
    Ich habe da nicht so an Mickey Mouse Diagramme gedacht wie im präsentierten Link hier,
    sondern echte Wirkungsdiagramme wo man die Glukose mg/dl und Zeit ablesen kann.

    Ich hatte diesen Link den schematischen Verlaufdarstellungen auch gesehen.
    Da aber nicht mit zusätzlichen Erläuterungen definiert ist wie, dass die Zahlen
    zustande gekommen sind, den Link dann nicht verwendet.

    Es ist mir klar, dass nebst Stimmungslagen, Erkältungen, etc., die Glukose und somit
    auch die Wirkung von Insulinen beeinflusst werden. Z.B. Menschen mit höherer Darmaktivität
    schnelleren Verdauung sind schlechtere Verwerter wo die Glukose auch weniger hoch geht
    beim Essen und Menschen mit niedrigerer Darmaktivität längeren Verdauung sind bessere
    Verwerter wo die Glukose höher geht beim Essen, was in der Sache auch noch eine Rolle spielt.

    Wenn ich von echten Wirkungsdiagrammen wo man den Glukose- Verlauf in mg/dl und die Zeit
    ablesen kann, dann spreche ich von Diagrammen welche ihren Anfang bei 180-200mg/dl haben
    und dann Zeitmässig ca. 80mg/dl als tiefsten Punkt und Wirkungsende erreichen und dann die
    Glukose wieder ansteigt. Solche Diagramme gemacht bei 10-20 verschiedenen Personen um
    ein Mittelwertwirkungsdiagramm mit einer Bandbreite vom Kürzesten und Längsten auch
    aufgezeigt. Solche Diagramme wären nützlich für jeden Diabetiker, aber die Insulinhersteller
    welche jährlich Milliardenumsätze machen, haben bis heute leider nicht daran gedacht.
    .

    Bearbeitet von User am 16.01.2017 18:44:04. Grund: .
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 16.01.2017 00:47:36 | IP (Hash): 912657811
    Wie wäre es zu Anfang mit solch einer Kurve, die Zeigt wie Unterschiedlich die Kurve verlaufen kann, in Abhängigkeit der verabreichten Insulindosis?
    Lanthus in vergleich zu NPH Insulin.

    https://compendium.ch/data/pictures/DF_10716_1_5.gif
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 134
    Mitglied seit: 13.01.2017
    am 16.01.2017 01:14:05 | IP (Hash): 542579802
    Ja mit dieser Kurve vom compendium.ch kann man schon etwas anfangen auch wenn es nicht ganz
    das ist was ich mir gewünscht hätte, aber eine gewisse Orientierung hat man wenigstens.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 16.01.2017 05:40:46 | IP (Hash): 8018504
    Insulinarten und Insulinwirkung.

    Genaue Kurven mit exakter Senkung in mg/dl und Zeit wird man nicht finden.

    Bolusinsuline sind in der Wirkung abhängig von Tageszeit, gespritzer Menge, Resorptionsgeschwindigkeit, Wärme, körperlicher Aktivität, Gesundheit und noch ein bisschen mehr.

    NPH, Levemir oder Lantus arbeiten jeweils komplett anders - Lantus direkt im Blutkreislauf ist quasi fast-acting. Levemir ist ein bisschen BZ-abhängig in der Leistung und NPH ist der Klassiker, meist 3 x am Tag und mit deutlichem Wirkgipfel.
    Dosis wieder individuell abhängig, nicht nur vom Körpergewicht.

    Da eine genaue Tabelle zu erstellen ist Utopie.


    Das Märchen mit den 2,5 Stunden für Apidra/Humalog/NovoRapid findet man meist bei Anwendern, die nach 2,5 Stunden Korrektur spritzen und von häufigen unerklärlichen Hypos 4 Stunden nach dem Essen berichten....
    Bearbeitet von User am 16.01.2017 05:41:34. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 134
    Mitglied seit: 13.01.2017
    am 16.01.2017 14:59:48 | IP (Hash): 542579802
    Die Insuline

    Ich hatte versucht über die verschiedenen Insuline schlauer zu werden, aber das ist nicht ganz
    einfach da fast keine Wirkungsdiagramme publiziert sind und die angegebenen Std. Zahlen
    variieren und sind wahrscheinlich nach dem verbleibenden Insulingehalt im Blut gemessen
    und nicht nach der Glukosereduzierendenwirkung.
    So bin ich selbst an die Sache gegangen weil es mir etwas komisch vorkam
    und ich den Eindruck hatte, dass die Wirkungszeiten wesentlich kürzer sind.
    Mein CGM war mir da sehr behilflich, aber wegen der ca. 10 Minuten Messverzögerung im
    unteren Bereich als sich wieder eine Kurve anfing zu bilden, hatte ich dann alle 5 Minuten
    immer eine Fingermessung gemacht um den tiefsten Punkt zu finden.

    Für Apidra und Novorapid sind die publizierten Zahlen mit einer Wirkungsdauer von 2 ½ bis
    4 Std. angegeben, aber die Hersteller selbst machen keine Angaben darüber.
    Gemäss meinen Messungen bin ich aber nur auf 1:30h plus/minus 5 Minuten gekommen bis
    dass keine weitere Reduktion mehr möglich war und das könnte auch erklären weshalb man
    manchmal so Achterbahn fährt insbesondere bei grösseren Hauptmahlzeiten oder schwereren
    länger verdaulichen Pizzas, Spagetti Bolognese mit viel Bolognese zum guten Schmecken, etc.,
    wo die Verdauung eher bei 3-4 Stunden ist und nicht wie bei leichteren nicht fettigen Sachen
    von nur 2-2,5 Stunden.
    Ich weiss nun nicht wie diese 1:30h bei Apidra oder Novorapid auch von Mensch zu Mensch
    variieren und erwähne nur, dass die Wirkungszeit aber um so viel weniger ist als publiziert.
    Vielleicht können Andere das auch mal austesten.

    Wenn man nun die Apidra oder Novorapid von nur 1:30h betrachtet, dann kann das eigentlich
    nur für leichtes oder nicht so umfangreiches Frühstücken, wenn überhaupt richtig, oder nur für
    rasch eine Semmel mit Butter und Aufstrich mit Kaffee auf die Schnelle, oder Abends vielleicht
    etwas leichteres vor dem Schlafen sein. Das ist aber sicher nicht genügend um das normale
    Körpergewicht zuhalten.
    Die Rapid Insuline haben sicher ihre Vorteile wenn man von höherer Glukose möglichst rasch
    wieder herunter unter 100mg/dl will, oder für rasche kleinere Korrekturen nach dem Essen
    oder für generell leicht und schnell verdauliche Sachen.
    Aber was ist mit den grösseren Hauptmalzeiten ?

    Im Moment scheint es auch fast wie eine Mode zu sein wo einfach Rapid Insulin mit
    Basalinsulin verschrieben wird und damit soll dann alles gut sein und der Diabetiker
    kann dann sehen wie man damit zurechtkommt.

    Das hat mir die Idee gegeben, dass die Rapid Insuline für grössere Hauptmahlzeiten mit
    der Verdauung auch von der grösseren Menge von 3-4 Stunden, eigentlich die doppelte
    Glukose reduzierende Wirkungsdauer haben sollten und bin dann bei Insuman Rapid von
    Sanofis fündig geworden. Gegenüber Apidra 4 Einheiten wird das Insuman Rapid mit 6-8
    Einheiten gespritzt wegen der doppelt längeren Wirkungsdauer.

    Daraus ergibt sich die Idee, welche man mit dem Arzt absprechen sollte, dass der
    Diabetiker zum Rapid Insulin und Basalinsulin auch noch das Insuman Rapid bekommt
    und dann so mit den 3 verschiedenen Insulinen seinen individuellen Bedarf abdeckt.
    (Es ist mir klar, dass so etwas mit 3 verschiedenen Insulinen wahrscheinlich noch nicht
    publiziert ist, aber es könnte vielleicht der idealmögliche Kompromiss der Praxis sein.)

    Zum Lantus mit nur knapp 22-24 Std. Wirkdauer ist das Toujeo von 26-28 Std. Wirkdauer zu
    erwähnen, da es eigentlich so ist wie das Lantus von Anfang an hätte sein sollen für eine
    bessere und stabilere Basalwirkung um die Lantus Startphase von 4 Stunden nach jedem
    spritzen zu kompensieren mit der vorgängig gespritzten Dosis. Das Tuojeo soll auch eine um
    20-40% reduzierte Hypo Wirkung haben. Toujeo ist aber 3x konzentrierter als Lantus und gibt
    entsprechend kleinere Beulen weil 3x weniger Volumen gespritzt wird und ist nur in Fertigpens
    erhältlich wo dann 1 Einheit wie 1 Einheit von Lantus ist.
    Nur mal laut gedacht, sage ich dass sich eine Umstellung von Lantus auf Toujeo lohnt.
    Sanofi beim Toujeo Insulin empfiehlt nun, dass die Basaleinstellung gemäss der morgendlichen
    NBZ Nüchtern Blutzuckermessungen von 3-7 Tagen im Bereich von 80-100mg/dl gemacht wird.

    .
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 16.01.2017 16:38:43 | IP (Hash): 744218330
    Ich gehe von einer großen individuellen Streubreite ALLER Insuline aus. Also bei 1.000 INSULINERn locker 1.000 völlig voneinander abweichende Wirkkurven. Und dann auch noch von einer z.T. erheblichen Streubreite ein und desselben Insulins im Tagesverlauf bei ein und der selben Person.

    Kann also bei mir nur für mich selbst die Wirkverläufe der von mir genutzten Insuline messen. Ok, ich gehe davon aus, dass unter Millionen Insulinern einige hundert sehr ähnliche Wirkverläufe wie ich beobachten können, aber das ist ohne passende Vernetzung völlig irrelevant.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 16.01.2017 17:47:25 | IP (Hash): 486549602
    Maxim schrieb:
    Die Insuline

    Ich hatte versucht über die verschiedenen Insuline schlauer zu werden, aber das ist nicht ganz
    einfach da fast keine Wirkungsdiagramme publiziert sind und die angegebenen Std. Zahlen
    variieren und sind wahrscheinlich nach dem verbleibenden Insulingehalt im Blut gemessen
    und nicht nach der Glukosereduzierendenwirkung.


    Vielleicht hilft ja weiter, sich jeweils die Zulassungsdokumente für die EU anzusehen.
    Grafiken/Kurven auf den Seiten 9 - 11 und viel viel Text.

    NovoRapid
    http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Product_Information/human/000258
    /WC500030372.pdf

    Lantus
    http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/EPAR_-_Product_Information/human/000284/WC500036082.pdf

    Apidra
    http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/EPAR_-_Product_Information/human/000284/WC500036082.pdf

    Toujeo
    http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Product_Information/human/000309/WC500047935.pdf
    Bearbeitet von User am 16.01.2017 17:48:10. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 16.01.2017 18:16:12 | IP (Hash): 8018506

    Maxim schrieb:
    Im Moment scheint es auch fast wie eine Mode zu sein wo einfach Rapid Insulin mit
    Basalinsulin verschrieben wird und damit soll dann alles gut sein und der Diabetiker
    kann dann sehen wie man damit zurechtkommt.




    Damit kommt man sehr gut klar.

    Du solltest Dein CGM ablegen und erstmal Deine Insuline verstehen:

    - Schulung
    - Tagebuch führen
    - Splitting Bolus und Einstellung Basalrate lernen.


    Danach kannst Du gerne ein Referat über Insuline halten ;)

     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 16.01.2017 19:27:47 | IP (Hash): 1205783160
    Am einfachsten einzustellen, wenn kein Dawn-Phänomen vorliegt, ist die Nacht. In der Nacht gibt es keine Störungen durch Bewegung oder Nahrungsaufnahme. Streßhormone, die Resistenzen verursachen werden heruntergefahren. Und die Nacht macht ca 1/3 des HbA1C aus.

    Für Zeiten an denen keine Nahrungsaufnahme erfolg ist das Basalinsulin Verantwortlich. Schulbuchmäßig sieht das Ideale Verhältnis von BasalInsulin zu Gesamtinsulin ca. 40 % bis 60 % Basalinsulin vor. Schulbuchmäßig sieht der Gesamtbedarf eines Menschen -also der Bedarf an Basalinsulin plus Bolusinsulin- pro Tag (24 h) 0,5 bis 1 I.E pro KG Körpergewicht vor. Schon bei dieser schulbuchmäßigen Betrachtung des Insulinbedarfs fällt auf, dass eine große Spannbreite besteht.


    Bearbeitet von User am 16.01.2017 20:56:17. Grund: Verkürzt
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 134
    Mitglied seit: 13.01.2017
    am 16.01.2017 20:18:48 | IP (Hash): 542579802
    Elfe

    Bei den Diagrammen der EU Registration
    ( Die KE der Mahlzeiten nicht definiert. Tmax = Zeitpunkt der höchsten Konzentration )
    - NovoRapid hat 2,8h Wirkdauer mit Tmax 40min ( Im Text erwähnt Wirkung 4-6h )
    - Lantus hat 24h Wirkdauer, der Auslauf ist nicht gezeigt.
    - Apidra hat 6h Wirkdauer mit Tmax 1h.
    - Insuman Rapid, kein Diagramm gefunden aber Text:
    Pharmakodynamische Wirkung
    Insuman Rapid ist ein Insulin mit raschem Wirkungseintritt und kurzer Wirkdauer. Bei Subkutaner Gabe
    beginnt die Wirkung innerhalb von 30 Minuten, liegt die Phase maximaler Wirkung 1 bis 4 Stunden nach
    Injektion und die Wirkdauer zwischen 7 und 9 Stunden.
    http://ec.europa.eu/health/documents/community-register/2012/20120703123632/anx_123632_de.pdf

    Bei meiner Messart bin ich bei Apidra nur auf 1,5h gekommen.
    .
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 16.01.2017 20:24:09 | IP (Hash): 1205783160
    Maxim schrieb:
    Elfe


    Bei meiner Messart bin ich bei Apidra nur auf 1,5h gekommen.
    .



    Welcher Messart und für was wurden die 1,5 h verwendet?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 16.01.2017 21:10:19 | IP (Hash): 8018506
    Maxim, was genau ist Dein Problem mit den Insulinen?

    Apidra ist ein tolles Insulin zu Mahlzeiten aller Arten und zur Korrektur.

    Man kann es räumlich und/oder zeitlich splitten und somit den persönlichen Ansprüchen anpassen.

    Mit Altinsulinen klappt das nicht so gut....


    Deshalb mein Rat:

    Lerne den Umgang mit EINEM Bolusinsulin.
    Deinen Beiträgen zufolge hast Du keine Erfahrung mit dem Bolus - jedes weitere Insulin verwirrt Dich noch mehr.

    1 Einheit Apidra kann tatsächlich nach 1,5 Stunden bei Dir "durch" sein - hast Du mal verschiedene Tageszeiten ausprobiert?
    Bearbeitet von User am 16.01.2017 21:11:07. Grund: .
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 16.01.2017 21:26:46 | IP (Hash): 1205783160
    Wobei es nicht einfach ,gar unmöglich, ist dass aktive Insulin, mit Hausmitteln zu bestimmen. Mit Hausmitteln - also BZ Messungen oder CGM- kann nur indirekt darüber geschlossen werden. In weit diese Messungen, das tatsächlich aktive Insulin wiedergeben, Zeigt sich erst bei einem Buffet oder einer Fressorgie. Erst hier überschneiden sich genügend Kurven um Chaos zu erzeugen ;-)
    Also, die hohe Kunst der Insulinierung für die Fortgeschrittenen. :-)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 17.01.2017 01:43:46 | IP (Hash): 486549602
    Deine Testmethodik ist eher untauglich.

    Maxim schrieb:

    Ich hatte das 5x an verschiedenen Tagen so gemacht. 4 Std. nach einer Mahlzeit im der
    Ruhephase, 10g Zucker in Wasser gelöst getrunken und dann 20 Minuten später das Apidra
    für 1 KE gespritzt und dann geschaut wie die Wirkung verläuft mit der Zeit gemessen wo
    sich dann wieder eine Kurve bildet und es entweder flach am tiefsten Punkt weiter geht oder
    sich wieder etwas erhöht und so bin ich dann auf die 1:30 plus/minus 5 Minuten gekommen.
    Nun hatte ich gedacht, dass sowas mit 10-20 verschiedenen Personen gemacht wurde um
    dann eine Durchschnittskurve zu erhalten, aber Fehlanzeige da nichts so zu finden war.
    .


    Insuline sind den wirklichen Lebenssituationen angepasst, also Mahlzeiten mit den Grundbaustoffen - für Kohlenhydrate wird das Insulin gebraucht, Fett/Eiweiß verlangsamen diese Wirkung. Normale Mahlzeiten sind nach 3 - 5 h verdaut und passt.
    Niemand hat Zeit im Alltag, erst mit Humaninsulin zu spritzen und dann mit gewissem zeitlichen Abstand sämtliche Störer - Lehrer, Chefs, Kinder ... - zu ignorieren, weil gegessen werden muss.

    Pizza ist DAS Beispiel für schwerverdauliches. Dafür wird empfohlen, das Kurzzeitinsulin zu teilen und ev. Zusatzeinheiten (FPE) zu spritzen.
    http://www.lifeline.de/themenspecials/diabetes/leben/fett-protein-einheit-als-neue-berechnungshilfe-id37410.html

    In deiner Messart hast du 10 g Zucker in Lösung und nur - hoffentlich mit Faktor - für 1 KE gespritzt.
    Mit der Lösung kannst du einen Blutzuckeranstieg minütlich messen, ist für einen Diabetiker nur als Hypo-Hilfe anzuraten, 1 Einheit Insulin ist zu gering. Die Menge an Insulin verlängert auch die Wirkungsdauer (Text lesen der EU-pdf's).

    Der Umgang mit Insulin/Essen lässt sich nicht in einfache Rechenformeln zu pressen.
    Dabei sind viele persönliche Parameter zu berücksichtigen und wird insgesamt ausgetestet.

    Im besten Fall treffen sich die eintröpfelnden Zuckermoleküle der Nahrung mit dem eintröpfelnden Insulin der berechneten Menge und Spritzzeitpunkt.

    Persönlich möchte ich nicht noch ein drittes Insulin haben. Passe da eher die Mahlzeiten auch der Wirkungszeit des Insulins an - wie sowieso schon per KHs - und weil mir die FPE-Berechnung zu umständlich ist.
    Bearbeitet von User am 17.01.2017 01:48:12. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 134
    Mitglied seit: 13.01.2017
    am 17.01.2017 06:05:42 | IP (Hash): 542579802
    Elfe

    Bin mit 1KE Zucker von um 110mg/dl auf 180-190mg/dl und dann 3 Einheiten
    Apidra gespritzt und geschaut wie lange es dauert um bei ca. 80mg/dl wieder
    einen leichten Anstieg zu haben, um zu sehen nach welcher Zeit der tiefste
    Punkt erreicht ist und dann so auf die 1,5h gekommen wo die Wirkung
    zu Ende war. Mit 1KE Zucker hatte ich eine kleine Mahlzeit simuliert.

    Beim CGM wenn man es mit dem Computermonitor verbindet hat man eine
    wunderschöne Kurve in Minutenschritten und der leichte Anstieg bei ca. 80mg/dl
    war bedingt mit der etwas höheren Grundeinstellung des Basalinsulins.

    Beim Insuman Rapid Insulin, habe ich gedacht, dass als zusätzliches es auf der Seite
    gehalten werden könnte als Pizza-Schlemmerbuffet Insulin und so auch untergewichtige
    Typ 1 Diabetiker eine bessere Möglichkeit zur Gewichtsnormalisierung hätten, ohne
    grosse Probleme wegen langer zu hoher Glukose.
    .

    Bearbeitet von User am 17.01.2017 13:24:24. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 17.01.2017 06:15:05 | IP (Hash): 8018506
    Maxim schrieb:
    Elfe

    Bin mit 1KE Zucker von um 110mg/dl auf 180-190mg/dl und dann 3 Einheiten
    Apidra gespritzt und geschaut wie lange es dauert um bei ca. 80mg/dl wieder
    einen leichten Anstieg zu haben, um zu sehen nach welcher Zeit der tiefste
    Punkt erreicht ist und dann so auf die 1,5h gekommen wo die Wirkung
    zu Ende war. Mit 1KE Zucker hatte ich eine kleine Mahlzeit simuliert.
    .



    Aaaaaalso.

    10 g Zucker heben rund 80 mg/dl?

    3 Einheiten Apidra... Warum 3 ?

    was soll denn "um 80 herum" einen Anstieg bewirken?

    Wie simuliert man denn mit 3 Würfelzucker eine Mahlzeit?


    Sehr seltsame Versuchsanordnung...
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 17.01.2017 18:56:28 | IP (Hash): 315923283
    @Maxim,
    wie soll dein Versuchsaufbau verhindern, dass Du den Aktiven Bolus in voller Gänze erwischt und aktiver Bolus z.B keine Basallücken schließt?
    Bearbeitet von User am 17.01.2017 22:41:31. Grund: Rechtschreibung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 134
    Mitglied seit: 13.01.2017
    am 17.01.2017 19:03:15 | IP (Hash): 1983654780
    Cracktros

    Lantus, Toujeo oder Tresiba Basalinsuline haben keine Basallücken.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 17.01.2017 19:11:14 | IP (Hash): 315923283
    @Maxim
    jemals ICT - als Typ 1 Diabetiker*in, also mit absoluten Insulinmangel- erlebt?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 18.01.2017 02:33:00 | IP (Hash): 8018506
    Maxim schrieb:

    Lantus, Toujeo oder Tresiba Basalinsuline haben keine Basallücken.




    Mit Lantus kann man garantiert Basallücken haben - spätestens dann wird Lantus gesplittet.

    Und woher hast Du die Info, das mit Toujeo oder Tresiba die Basaldecke zu bestimmten Tageszeiten nicht zu dünn oder zu heftig ist?
    Schonmal was von erhöhtem Bedarf morgens und sehr geringem Bedarf nachts gegen 2.00 Uhr und nachmittags gegen 15.30 Uhr gehört?
    Bearbeitet von User am 18.01.2017 02:33:48. Grund: .
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 18.01.2017 17:08:21 | IP (Hash): 579946563
    ob M überhaupt weiß, was alles Basallücken sein können?


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 134
    Mitglied seit: 13.01.2017
    am 18.01.2017 17:22:29 | IP (Hash): 1983654780
    Jürgen
    Es geht hier in der Sache nur um wie ich den Apidra Test gemacht hatte
    und bei jeweils ca. 80mg/dl dann den weiteren Anstieg abwartete um den
    durch Apidra verursachten tiefsten Punkt und so das Wirkungsende zu
    bestimmen.
    Nachdem die Basaleinstellung etwas höher als 80mg/dl war, war das auch
    gut möglich zu sehen, weil auch keine Basallücken vorhanden waren.

    Dass Lantus nur in der Registration 24h hat, aber in Realität dann als knapp
    meistens nur 21-23h hat, das ist schon lange bekannt und deshalb wurde
    auch das Toujeo mit 26-28h wie eigentlich das Apidra von Anfang an hätte
    sein sollen, dann von Sanofi richtig gemacht.
    Schwankungen in der Start- oder End- Phase gegenüber dem Tmax werden
    nicht als Basallücken bezeichnet, sondern als Wirkungsschwankungen.

    .

    Bearbeitet von User am 18.01.2017 18:04:36. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 18.01.2017 18:17:29 | IP (Hash): 8018504
    Der Apidra-Test ist im Versuchsaufbau absolut fehlerhaft.

    Das ganze geht schon los mit dem Unterschied Wirkkurve und Basallücke.
    Denn: Auch der Basalbedarf ist Tageszeitabhängig. Nicht ohne Grund kann man bei Insulinpumpen in kleinen Zeitabständen Basalraten programmieren.

    Die 1,5 Stunden Apidra-Wirkzeit (mit dem immernoch nicht geklärten erwartetem Anstieg als Wirkzeitende) können - wie Cracktros vermutet) tatsächlich während einer Basalschwäche gewesen sein.

    Und was bedeutet denn "Basaleinstellung etwas höher als 80mg/dl" ?

    Meinst Du man kann eine Basalrate auf einen festen Wert einstellen ? ? ?
    Bearbeitet von User am 18.01.2017 18:21:09. Grund: .