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Meine ersten Tage danach mit Diabetes 2
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am 29.01.2017 07:59:23 | IP (Hash): 1759149528
Hi
nun ja, das mit dem Bilderlink hat noch nicht so funktioniert, aber ich Schraube noch dran.
Möchte euch mal an meinem vorherigen Essgewohnheiten teilnehmen lassen um vielleicht hier die Wurzel meines Problems zu finden.
Als Handwerker ist man ja den ganzen Tag gut beschäftigt, was u.a. auch dazu geführt hat das ich bis Do. den 26.1. sehr gut gelebt habe.
Frühstück bzw. Brunch, so ab 10.30 Uhr denn morgens bring ich außer Kaffee nichts runter:
wahlweise
3 Brote mit Wurst Frischkäse Marmelade oder
2 paar Weißwürst mit Brezn, oder
5 Rühreier mit Schinken, dazu habe ich immer Wasser getrunken, also je nach Lust und Laune
So ab 13.30 Uhr der gang zum Kühlschrank:
500g Magerjoguhrt 1,5 % mit frischen Früchten ( Blaubeeren oder Himbeeren ) untergerührt, also so nen Pott voll, oder wahlweise 2 Scheiben Brot mit Wurst.
Zischen durch mal ein paar Wiener mit Senf und einer Scheibe Brot oder Semmel
15.00 Uhr Nüsse geröstet und gesalzen aber nicht gerade wenig, dazu ein Haferl Kaffee mit Milch und 1 Stück Würfelzucker.
um 17.00 Uhr das erste Bier ! ( Ab 18.00 Uhr wurde bis jetzt immer gekocht )
Essen dann immer so um 18.30 - 19.00 Uhr.
Bis dahin hatte ich dann schon mein zweites Bier.
Da meine Frau doch immer sehr geschmackvoll und kräftig deftig kocht
hat man noch ein 3tes Bier hinterher geschoben.
Je nach dem wie deftig das ganze Essen ausgefallen ist gabs noch einen kurzen als Absacker
Tagsüber unterwegs wurde auch mal bei der Fa. Mc D. im Drive in angehalten, oder man hat sich aus dem handschuhfach nen 3er Bifi Roll reingezogen.
Seit Freitag 27.1.
Mogens: Haferl Kaffee kleiner Spritzer Milch keinen Zucker
halbes Vollkornbrot mit etwas Frischkäse und Medium Wasser
Vormittags: Wasser
früher Nachmittag ( 13.30 Uhr )
viertel Vollkornbrot mit Hühnchenwurst (fettreduziert ohne KH )
halbe rote Paprika mit einer Priese Salz ( Rohkost )
Nachmittags: Wasser, Wasser ca. 1,5 Liter
Abends: z.B. gestern: Karottengemüse mit 4 Stückchen in Olivenöl gebratene Hühnchenbrust ges. viellecht 120 g
dazu Wasser
Vor dem Bett gehen Wasser.
Ich denke das ich seit 3 Tagen täglich auf 2- 2,5 Liter Wasser komme.
Seit gestern merke ich das die Nachmittagsmüdigkeit irgendwie weg ist.
Ich kann mich auch täuschen aber mein lädiertes Auge scheint etwas besser geworden zu sein, meine ich ?!?
Da meine Frau sich solidarisch erklärt hat, und auch mitmacht fällt einem das ganze viel leichter.
Ich sags euch Leute, mir hat es am Freitag in der Arztpraxis irgendwie im Hirn einen Schalter umgelegt.
Ich möchte schon fast behaupten das am Freitag für mich ein neues Leben begonnen hat. Komisch ist nur das mir diese Umstellung irgendwie nichts ausmacht, also so von wegen Hungergefühl oder so was, ich komme mir vor als ob mich jemand hypnotisiert hätte.
Weitere Veränderungen : sehr häufiger Harndrang ( klar bei der Menge Wasser !)
Der Urin riecht jetzt irgendwie anders , kann das an den Nieren liegen, und der Wasserkur ??
Aktuell freue ich mich auf mein halbes Vollkornbrot mit Hühnchenwurst und mein Medium Wasser.
Mein Nachbar hat eine 12 Jährige Tochter mit Typ 1 die habe ich gestern besucht
er hat sich total über meine geschenkten Bierreserven gefreut, na ja ich habe mich dann mal mit seiner Tochter ( Vanessa ) unterhalten über Diabetes und so.
Sie hat jetzt als Typ 1 so einen runden Button am Oberarm zum Blutzucker messen, das finde ich toll, vielleicht kaufe ich mir so was auch.
Ach ja, Mein Nachbar hat mit Fischölkapseln empfohlen mit Omega 3 die sollen angeblich das Cholesterin senken, was haltet ihr davon ?
Grüße
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
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am 29.01.2017 15:59:57 | IP (Hash): 2036085098
Wie Du bislang gelebt hattest, leben Millionen Menschen und kriegen keinen Diabetes. - Und dass mein Leben sich grundlegend verändern müsse hat mir mein Dok damals bei meiner Diagnose direkt wörtlich gesagt - und ich hab verdammt lange gebraucht, bis ich meinen Diabetes als meinen engsten Lebenspartner akzeptiert und als meinen unermüdlichsten Gesundheits-Coach erkannt und anerkannt hatte.
Zuerst war da diese fiese Krankheit, die in 1991 noch sehr sicher direkt von meinem Leben sowohl an Jahren wie auch an Qualität abfressen wollte, auch wenn ich zu 100% nach Doktors Ansage leben würde. Klar war das Leben unter der ärztlichen Vorgabenfuchtel eingeschränkt. Und dann bin ich viele Jahre ja als längst erwachsener Mann wien Schülerlein beim Lehrer zur Zeugnisausgabe beim Dok zum Quartalscheck angetreten.
Grundsätzlich zu ändern hab ich daran erst was angefangen, als mir dieses Schülerlein-Verhalten über wurde. Ich wollte mich nicht mehr vom Dok danach beurteilen lassen, wie gut oder nicht ich seine Vorgaben befolgt hatte, nicht zuletzt, weil angefangen hatte mir aufzufallen, dass manche dieser Vorgaben wenigstens bei mir nicht zu den vorgegebenen Zielen passten.
Dazu beigetragen hat damals auch das Internet. Da hatte ich Vorläufer zu den heutigen Foren gefunden, Newsgroups, damals die für mich interessanteste d.s.m.d. de.sci.medicine.diabetes, und darin den Ursprung zu dieser tollen Anleitung zum gezielt eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Blutzucker http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
Was ich in der Gruppe noch sehr schnell lernte, war das fortlaufende Mitschreiben ganzer Tage. Denn verschieden Tagesabläufe machen verschiedene BZ-Verläufe. Morgens um 6 konnte ich mit nem anderen BZ in den Tag starten als morgens um 8 oder 9. Und ob ich direkt nach dem Mittagessen für eine halbe Stunde zu Fuß für Besorgungen in der Stadt unterwegs war oder erst ne halbe Stunde vor dem Abendessen, war im Blutzucker-Verlauf sehr unterschiedlich zu sehen. Der Rat aus der Gruppe: Nutze und kultiviere, was für Dich BZ-senkend funktioniert! Klar, hat jeder auf seine Weise geschrieben, und gegenseitiges Beißen war damals auch manchen Tag an der Ordnung ;)
Hab auch son Vanessa Knopf. Ist zwar teuer, wenn man ihn selbst bezahlen muss, aber es gibt kaum ne eindeutigere Möglichkeit zu erkennen und zu respektieren, dass der BZ keine einzelnen Messzahlen sind, sondern dass es sich dabei um einen beständigen und sich beständig wandelnden Verlauf handelt. Und dass dieser Verlauf mit jeder Wendung immer um ne halbe bis ne Stunde hinter dem her läuft/hinkt, was man just dafür getan hat.
So weit erstmal, und gutes Gelingen :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.