Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Trotz Fastentag keine Änderung

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 7
    Mitglied seit: 11.02.2017
    am 22.02.2017 09:26:40 | IP (Hash): 1241215889
    Hallo, habe gestern mal einen Fastentag eingelegt u.d wollte schauen wie sich das auf meinen Blutzuckerspiegel auswirkt.
    Habe außer 2 Tassen Kaffee mit wenig Milch 1,5% und 2 Tassen Gemüsesaft nur Wasser getrunken.
    Heute Morgen 6:15 Blutzuckerwert 98 bis 9:00Uhr nur einen Kaffee getrunken . Jetzt vor dem Frühstück hab ich 111.
    Habe keine anstrengende Arbeit oder so gemacht. Warum geht der Blutzucker hoch?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 22.02.2017 09:46:16 | IP (Hash): 2108455638
    Hi!

    Ob Dein Blutzucker wirklich angestiegen ist?

    Dein BZ-Testgerät hat eine erlaubte Abweichung, ich denke, Du kannst auf Deinen Blutzucker stolz sein.
    Welchen Diabetes-Typ hast Du denn?

    ---
    DO NOT FEED THE TROLL!!!
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.02.2017 10:35:48 | IP (Hash): 178359368
    Nieren und Leber produzieren beständig Glukose aus Eiweiß. Das fällt beim beständigen Umbau unseres Organismus immer ab. Und wenn wir wirklich länger nix essen, wird dafür auch direkt Gewebe-Masse aufgelöst. Allerdings in größerem Umfang nur die ersten Tage, bis die meisten Zellen des Organismus sich wieder aus Fett mit Energie versorgen können. Dann wird zum größten Teil das Speicherfett abgebaut und Glukose nur noch zur Versorgung der kleinen Bereiche gebildet, die unbedingt auf die Versorgung mit Glukose angewiesen sind. Beim Fasten wird öfter höher als sonst ansteigender morgentlicher Nüchtern-BZ beobachtet.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 45
    Mitglied seit: 21.02.2017
    am 22.02.2017 11:40:00 | IP (Hash): 294865938
    Hi Jürgen
    Heisst dies, dass wenn ich extrem faste, also eigentlich fast nichts esse, der Körper die Glukose selbst holt? Bzw. kann ein ganz gesunder auch nicht unterzuckern da der Körper dann selbst in der Lage ist Glukose aus Reserven zu bilden so dass der Blutzucker hoch bleibt?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 22.02.2017 12:16:44 | IP (Hash): 991063678
    Sylvia9 schrieb:
    Heisst dies, dass wenn ich extrem faste, also eigentlich fast nichts esse, der Körper die Glukose selbst holt? Bzw. kann ein ganz gesunder auch nicht unterzuckern da der Körper dann selbst in der Lage ist Glukose aus Reserven zu bilden so dass der Blutzucker hoch bleibt?

    Genauso ist es.

    Leber und Nieren stellen die Glukose hauptsächlich aus Eiweiß her. Bei längerem Fasten oder einer low-carb-Ernährung ohne genügend Eiweiß besteht deshalb die Gefahr, das Muskeln abgebaut werden.

    Rainer
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 22.02.2017 12:29:18 | IP (Hash): 2116288603
    Das Aufsteh-Phänomen ( Dusk-Phänomen).

    Für Typ 1 beschreibt es Dr. Taupe als eine Ausschüttung von Hormonen, die den Kreislauf anheben und stabilisieren sollen. Diese Hormone haben als Nebenwirkung eine Erhöhung des Blutzuckers zu Folge.

    Deswegen müssen einige Typ 1er, vor den Aufstehen, einen kleinen SchußBolus geben.
    ----'--'-----''-
    DO NOT FEED THE TROLL!!!
    Bearbeitet von User am 22.02.2017 12:30:05. Grund: -
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 22.02.2017 17:54:42 | IP (Hash): 515171523
    Sylvia9 schrieb:
    Hi Jürgen
    Heisst dies, dass wenn ich extrem faste, also eigentlich fast nichts esse, der Körper die Glukose selbst holt? Bzw. kann ein ganz gesunder auch nicht unterzuckern da der Körper dann selbst in der Lage ist Glukose aus Reserven zu bilden so dass der Blutzucker hoch bleibt?



    Ja und Nein.
    Ja, es ist möglich Kohlehydrate über eine biochemischen Reaktion, mit den Namen Gluconeogenese , zu erzeugen, ohne Zufuhr von Glukose von aussen.

    Allerdings, hat alles eine Grenze. Stoffwechselgesunde die z.B. im Hungerstreik treten, extrem Fasten oder, Magesüchtige können in eine Unterzuckerung kommen. Auch Leistungsportler die mehr Glucose verbrauchen als gespeichert ist, oder Produziert werden kann, können, wenn nicht genügend Glukose von aussen zugeführt wird, in eine Unterzuckerung kommen.
    ----'--'-----''-
    DO NOT FEED THE TROLL!!!
    Bearbeitet von User am 22.02.2017 18:00:25. Grund: Vertippt
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.02.2017 18:11:43 | IP (Hash): 178359368
    Bei Extremsport ist der Organismus auf Glukose als Energielieferant gepolt und kann eben in Situationen mit extremem Energieverbrauch, also praktisch provoziert, unterzuckern.

    Beim Fasten braucht der Organismus noch ganze 40g Glukose am Tag, und das auch bei körperlichem Einsatz, denn die Muskulatur und große Teile des Hirns versorgen sich dann mit Fett als Energielieferant. Eine Unterzuckerung ist damit praktisch ausgeschlossen und sollte nicht mit der Leistungsgrenze verwechselt werden, die ein Fastender in aller Regel deutlich eher als jemand mit ganz normaler Ernährung erreicht.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 22.02.2017 18:22:02 | IP (Hash): 515171523
    Jürgen,
    Eventuell, auch für dich interessant, es gibt eine Vermutung, die wissenschaftlich nicht bewiesen ist, dass extremes (krankhaftens) Fasten/ Anorexie, mit den Folgen des Entstehens von Ketonen, nicht Diabetiker zu Diabetikern werden lässt. Es wurde/wird vermutet, dass Ketone im Übermaß Betas angreifen.

    Diese Diabetes Patienten fallen unter den Typ 3 Diabetes - Diabetes auf Grund von Fehlernährung.

    ----'--'-----''-
    DO NOT FEED THE TROLL!!!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 22.02.2017 18:42:52 | IP (Hash): 1487872460
    Cracktros schrieb:
    Eventuell, auch für dich interessant, es gibt eine Vermutung, die wissenschaftlich nicht bewiesen ist, dass extremes (krankhaftens) Fasten/ Anorexie, mit den Folgen des Entstehens von Ketonen, nicht Diabetiker zu Diabetikern werden lässt.

    Hallo Cracktros,

    eventuell auch für dich interessant. Diese Vermutungen sind falsch und werden gerne von LC-Gegner aus der Tasche gezogen, um andere von so einer Ernährung abzuhalten. Hier wird einfach physiologische Insulinresistenz mit der krnakhaften pathologischen Insulinresistenz in einen Topf geworfen und alles kräftig ducheinandergeschmissen.

    Diese Behauptung beschränkt sich übrigens nicht nur auf Anorexie, sondern wird der ketogenen Ernährung insgesamt zugeschrieben.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.02.2017 18:45:43 | IP (Hash): 178359368
    Du verwechselst da was:

    Bei ketogener Ernährung gibt es mehr Ketone nur in der Übergangsphase von Glukose zu Fett. Wenn die nach 2-3 Tagen bis längstens ner Woche gelaufen ist, kannst Du trotz so genannt ketogener Ernährung im Urin immer weniger Ketone nachweisen bis nach so um 4 Wochen gar keine mehr. Und dann gibt die Leber nur noch so viel Ketone aus, wie z.B. von großen Teilen vom Hirn gebraucht werden. Und bei jungen Epileptikern, die manchmal über Jahre mit extrem ketogener Ernährung behandelt und dabei auch sehr engmaschig untersucht werden, ist meines Wissens kein erhöhtes Diabetes-Risiko bekannt.

    ABER bei den von Dir damit in einen Topf geworfenen Ernährungsstörungen findest Du ein beständiges Hin- und Her zwischen glukogen und ketogen mit sehr viel mehr als normal an Ketonen, und da ist nicht auszuschließen, dass die Betas die auf die Dauer nicht mögen - so wie sie ja auch auf die Dauer nicht zu viele Glukone - Glucotoxizität - mögen ;)

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 22.02.2017 19:01:52 | IP (Hash): 515171523
    Rainer schrieb:
    Cracktros schrieb:
    Eventuell, auch für dich interessant, es gibt eine Vermutung, die wissenschaftlich nicht bewiesen ist, dass extremes (krankhaftens) Fasten/ Anorexie, mit den Folgen des Entstehens von Ketonen, nicht Diabetiker zu Diabetikern werden lässt.

    Hallo Cracktros,

    eventuell auch für dich interessant. Diese Vermutungen sind falsch und werden gerne von LC-Gegner aus der Tasche gezogen, um andere von so einer Ernährung abzuhalten. Hier wird einfach physiologische Insulinresistenz mit der krnakhaften pathologischen Insulinresistenz in einen Topf geworfen und alles kräftig ducheinandergeschmissen.

    Diese Behauptung beschränkt sich übrigens nicht nur auf Anorexie, sondern wird der ketogenen Ernährung insgesamt zugeschrieben.



    Anorexie und Lowcarb haben nichts miteinander zu tun!

    Warum auf Abwehr gehen, weill es einen Zusammenhang zwischen Diabetes Typ 3 und Anorexie gibt?
    Was hat Lowcarb mit Anorexie zu tun?
    Übrigens: Dieser Typ Diabetes hat nichts mit Resistenz zu tun!

    ----'--'-----''-
    DO NOT FEED THE TROLL!!!
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 7
    Mitglied seit: 11.02.2017
    am 23.02.2017 09:34:24 | IP (Hash): 1241215889
    Oh, da hab ich ja eine Diskussion losgetreten. :)

    Ich bin frischer Typ 2. Weiß nicht wie lange ich das schon hab, aber wurde durch Zufall vor 4 Wochen festgestellt mit Nüchternwert von 230 und Langzeitwert von 7,4.
    Habe kein übergewicht bewege mich recht viel an der Arbeit( Handwerker) und bin grad 37 geworden.
    Mein Arzt hat mir Metformin verschrieben. Da nehme ich morgens und Abends eine halbe.Habe aber erst in vier Wochen einen Termin beim Diabetologen.
    Im Moment versuch ich der Bauchspeicheldrüse und Leber was gutes zu tun und ernähre mich fast ausschließlich von Gemüse Geflügel und Eiweißbrot.
    So ein Fastentag soll ja ganz gut sein in der Woche.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 23.02.2017 10:56:53 | IP (Hash): 737268678
    Danke für die Rückmeldung! Lostreten is in lebendigen Foren immer, und ein bisschen von der Info, mit der wir hier rumgeschmissen haben, kannste doch sicher auch brauchen, oder? Vielleicht als generelle Richtschnur auch die hier http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf ? Daumendrück

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 7
    Mitglied seit: 11.02.2017
    am 23.02.2017 11:18:59 | IP (Hash): 1111053299
    Möchte auch gleich noch ein frage Anhängen.

    Vor ca. 6 Jahren bin ich ins Krankenhaus gekommen weil meine Nerven angegriffen waren. Doppelbilder und Muskelschwäche in den Beinen. Millier Fischer Syndrom hatte man diagnostiziert.
    Zum gleichen Zeitpunkt fing bei mir meine Hautprobleme an den Händen an. Mehre Hausärzte konnten nicht feststellen woher die kommen.
    Ca. Alle 4 Wochen wird bei mir die Haut an den Fingerkuppen richtig fest wie Hornhaut.
    Kurz danach reist die Haut ein und schält sich. Nach ein bis zwei Wochen ist alles wieder gut.
    Jetzt habe ich mir gedacht das könnte natürlich auch von der Diabetes kommen. Auch wenn damals die Blutwerte im Krankenhaus in Ordnung waren hat man aber immer Blut abgenommen wenn ich schon 10 Stunden nichts gegessen hatte. Weil man sich dann erst entscheiden konnte das ich im Krankenhaus bleiben soll.
    Kann das damit zusammen hängen?

    Werd vielleicht auch bald merken ob das mit den Händen wieder kommt. Wenn ich jetzt auf den Blutzucker achte.
    Danke
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 23.02.2017 22:42:54 | IP (Hash): 374004084
    Hallo Badflex,

    das ist nicht ausgeschlossen, ich halte es aber eher für unwahrscheinlich. Solche Störungen verschwinden nicht einfach wieder nach 14 Tagen wenn sie vom Diabetes kommen.

    Allerdings könnte dein Diabetes diese Probleme verschärfen und eventuell dazu führen, dass der Spuk nicht mehr nach 1... 2 Wochen vorbei geht. Deshalb lohnt es sich für dich auf jeden Fall, auf eine gute BZ-Führung zu achten. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

    Alles Gute, Rainer