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Blutzuckermeßgerät - sehr ungenau

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    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 08.05.2017 20:28:20 | IP (Hash): 1493137003
    Hallo liebe Gemeinde,

    vor 1 Jahr und einem Monat wurde bei mir Diabethes Typ 2 festgestellt. Die Kontrolle mit einem Blutzuckermeßgerät ist zwar nur bei Insulinpflicht angesetzt, aber um die Medikation gerade am Anfang korrekt einstellen zu können, bekam ich vom Diabethologen ein BZ-Meßgerät, das GluckoMan Aero. Mit dem durfte ich dann auch in gewissen Abständen mehrere Werte am Tag notieren und bekam Metformin. Nachdem dies alles an den Hausarzt zurückübergeben wurde, brauchte ich keine Werte mehr zu messen, tat es aber doch liebend gern zur Eigenkontrolle, um davon für meine Ernährung zu lernen und Bewegung usw.

    Durch persönlich verschriebene Bewegung im Ausdauersektor und geringfügige Anpassung der Ernährung speckte ich ab, so dass im November das Metformin verläufig abgesetzt wurde. Seit dem wird lediglich alle 3 Monate Blut abgezapft. Mit dem Meßgerät hab ich seit dem aber immer noch regelmäßig morgens den Nüchtern-BZ gemessen und gerade um die Weihnachtszeit bei *Sündenfällen* ;)

    Schon letztes Jahr ist mir eine gewisse Differenz in den Meßwerten beim Arzt (venöses Blut) zum BZ-Meßgerät aufgefallen. Eine geringe Differenz sollte ja normal sein. Aber dieses Mal ist es besonders drastisch. 15 Minuten vor der Blutabnahme hatte ich mit dem Meßgerät einen Wert von 115, was seit Februar bei mir der morgendliche Durchschnittswert war (von 110 - 125). Der vom Labor ermittelte Wert war aber im Februar schon 78 (BZ-Meßgerät hatte 110 angezeigt) und dieses mal 83.
    Von meinem Hausarzt werde ich kein neues BZ-Meßgerät mehr bekommen, da ich mit der Weile als Prädiabethes geführt werde und er auch ohnehin keine in seiner Praxis hat.
    Aber mit meinem jetzigen weiterzumessen, macht auch keinen Sinn mehr, da es wohl eher die Tageszeit als den BZ-Wert anzeigt.
    Gut die Kosten für die Streifen (50 Stück für 25 Euro) waren bislang überschaubar und nicht stark an der Schmerzgrenze. Zumindest waren mir die 25 Euro meiner Gesundheit wert.

    Klar, beiß ich meiner Gesundheit zu Liebe auch in den sauren Apfel, mir selbst ein neues Gerät zu kaufen,

    Aber mal so in die Runde gefragt, Welche Möglichkeiten habe ich noch? Gibt es eine Möglichkeit mein altes Gerät neu eichen zu lassen? Welche Kosten kommen dafür auf mich zu. Und falls das nicht möglich ist, welche Alternative käme für mich in Frage? Ich wills ja nicht zum Spaß messen, sondern schon mit einem gewissen ernsten Hintergrund, wo die Werte möglichst genau sein sollten. Und den BZ-Meßgeräten im Discounter trau ich dafür nicht so recht über den Weg....
    Achso, ich bin aber noch im DMP-Programm der Krankenkasse.

    Viele Grüße

    Bearbeitet von User am 08.05.2017 20:39:15. Grund: Ergänzung
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    am 08.05.2017 21:39:14 | IP (Hash): 850966190
    Hallo Laurana.

    du siehst das Problem an einer vollkommen falschen Stelle. Die Messgeräte gibt es von den meisten Herstellern umsonst oder man kann sie für einen geringen Obolus kaufen. Das Geld verdienen die Hersteller mit den Teststreifen.

    Such dir ein Gerät aus, welches du gern haben möchtest und versuche dann, möglichst günstig an eins heranzukommen. Das Gerät kannst du dir nach Berichten über die Genauigkeit und nach den Teststreifenpreisen auswählen. Ich würde dir allerdings dringend raten, bei den Markengeräten zu bleiben. Mit Geräten mit besonders billigen Teststreifen, die es auch gibt, kommst du vom Regen in die Traufe.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 08.05.2017 21:40:27. Grund: .
  • Cracktros

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    am 08.05.2017 21:49:23 | IP (Hash): 1205779062
    Teststreifen haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie ungenau werden, wenn sie lange gelagert werden.
    Wie lange halten sich bei Dir 50 Teststreifen?

    ----'--'-----''-
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    am 08.05.2017 23:13:20 | IP (Hash): 1493137003
    Im Schnitt 30 - 40 Tage. Ich kauf sie auch nicht auf Vorrat, sondern meistens, wenn nur noch knapp 10 übrig sind in der Verpackung.
    Allerdings weiß ich nicht wie lange die dann schon in der Apotheke lagen.
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    am 09.05.2017 00:01:04 | IP (Hash): 94144669
    Auch die besten handelsüblichen Messgeräte und Teststreifen streuen in ihrer Anzeige locker um bis zu plusminus 10% um den Laborwert aus dem selben Blutstropfen.
    UND ne viertel Stunde zwischen 2 Labor-Messungen kann schon einen Unterschied von 20-50mg/dl und mehr ausmachen.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 09.05.2017 07:45:51 | IP (Hash): 2108455638
    Guten Morgen!

    Solange Du bei den "amtlichen" Testgeräten für zuhause bleibst, wirst Du keine 100 % Genauigkeit erreichen.

    Auch die Bayer-Schätzeisen sind nur "genau" innerhalb der erlaubten Toleranz.

    "Leverkusen, 27.05.2014 - Das Blutzuckermesssystem Contour XT von Bayer liegt mit seinen Messwerten zu 100 Prozent im Toleranzbereich der neuen ISO-Norm 15197:2013 - seine Messqualität ist besser, als es die Mindestanforderungen der ISO-Norm verlangen. Zu diesem Ergebnis gelangt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Instituts für Diabetes Technologie Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH Ulm1, die führende Blutzuckermessgeräte in Bezug auf ihre Messgenauigkeit untersuchte. Auch im hypoglykämischen Grenzbereich unter 70 mg/dl weist das Contour XT Blutzuckermessgerät eine hohe Messgenauigkeit auf. Die Studie belegt, dass Contour XT damit zur Spitzengruppe der getesteten Blutzuckermesssysteme gehört."

    Ein typischer Werbetext, auf den so mancher reinfällt... ;))

    Die hier angegebenen "Genauigkeitswerte" kannst Du getrost vergessen.

    ---
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    http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
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    am 09.05.2017 08:50:51 | IP (Hash): 1991615858
    Vor dem Hintergrund der gesunden BZ-Schwankungen über den Tag wie in dieser Grafik https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d8/Glucose-insulin-day-german.svg/800px-Glucose-insulin-day-german.svg.png und vor dem Hintergrund der gesunden Streubreite des Verlaufs um mehr als plusminus 10mg/dl sehe ich keinen ernsthaften Grund für sone Genauigkeits-Diskussion.

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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 10.05.2017 00:55:28 | IP (Hash): 708935069
    Hallo Laurana,

    dein bisher vom Arzt zur Verfügung gestelltes Meßgerät kannst du als kostenfreies Testgerät erhalten über
    http://www.GlucoMenareo.de/Jetzt-testen
    Dieses ist Iso-zertifiziert, du bist das Ding gewohnt, dabei kannst du durchaus bleiben.

    Deine beobachtete Abweichung der Messung im Zeitverlauf mit Handgerät zum Laborwert kann durchaus an deinem Umgang mit den Sensoren liegen.
    Diese Sensoren (unabhängig der Messgerätmarke) sind generell besonders empfindlich gegenüber Feuchtigkeit:
    Hände gut abtrocknen.
    Deckel öffnen, Behältnis kippen, Sensoren werden durch den Deckel aufgefangen.
    Einen Sensor mit spitzen Fingern nehmen, in der Mitte des Sensors - nicht vorn, nicht an den Kontakten, in Messgerät einsetzen - zur Messung
    Aber vorher noch die Vorrats-Sensoren über den Deckel wieder in das Behältnis zurück stupsen und Deckel schließen.
    So kurz wie möglich die Sensoren der Luftfeuchtigkeit ausssetzen.
    Das Behältnis der von mir verwendeten Sensoren (andere Marke) hat innen eine dickere Beschichtung, um Feuchtigkeit auffangen zu können, dies ist jedoch nur begrenzt. Also so kurz wie möglich offen lassen.

    Dein Hausarzt wollte dir ev. sagen, messen ist nicht notwendig und Entzug des Gerätes ist eine erzieherische Maßnahme ;-).
    Geräte sind jedenfalls als Praxis und für Einzelmenschen kostenlos und freigiebig verfügbar.
    An den Sensoren wird verdient, nicht am Gerät.

    Das angesprochene Contour XT oder auch Next
    lässt sich auch kostenlos anfordern
    https://diabetes.ascensia.de/produkte/testgeraet-hier-bestellen
    (Nicht mehr Bayer, sondern Panasonic
    http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2016/160109.html)

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 10.05.2017 01:39:38. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 12.05.2017 08:20:35 | IP (Hash): 162737138
    Danke Elfe für die Links :)
    Ich hab mich dort jetzt bei der Glukomen-Seite registriert. Mal schauen, ob ich das Gerät jetzt bekomme.

    Die Ungenauigkeit der Meßwerte hab ich hier nur angesprochen, da es mir selbst ein wenig seltsam vorkam.. Bis Januar hatte ich Nüchternwerte von 90 - 100 und wußte somit, dass ich selbst mit Toleranz im normalen Bereich liege. Seit Februar ist der Wert immer ein wenig weiter nach oben gegangen. Die 3. Packung Teststreifen frisch aus der Apotheke hat daran auch nichts geändert, so dass ich eigentlich schon wieder fest damit gerechnet habe, Metformin nehmen zu müssen bei Nüchternwerten um die 120 und einem errechneten HbA1C-Wert von 6,2. Um so größer war natürlich die Freude, wo ich die BZ-Werte erfahren habe und der Arzt mir sagte, dass wir uns in 3 Monaten wiedersehen zur Blutabnahme :D
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    am 13.05.2017 09:45:59 | IP (Hash): 56566952
    Hallo Laurana,

    ich habe noch eine Idee, was du probieren könntest, solange du das neue Gerät noch nicht hast:

    Tausche die Batterie. Du wärst nicht die erste, bei der das Gerät zu hohe Werte anzeigt, nur weil die Batterie nicht mehr gut genug ist. Die Batterieanzeige kommt bei manchen Geräten viel zu spät.