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Diabetologen davon überzeugen, Insulin zu verschreiben
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am 13.06.2017 20:12:16 | IP (Hash): 1183080390
Hallo zusammen,
ich möchte meinen Diabetologen gerne darum bitten, mir Insulin zu verschreiben, da ich denke, dass das nötig ist. Mein Körper scheint Glucose so gut wie gar nicht aufzunehmen, da ich trotz ausreichend essen am verhungern bin (da ich eine langjährige Essstörung hatte, weiß ich, wie sich das anfühlt und es ist absolut nicht lustig. Fühle mich schon gar nicht mehr wie ein Mensch, weil das Gehirn einfach nicht richtig funktioniert durch den Hunger und KH-Mangel).
Bisher nehme ich nur Metformin 1000mg, was leider gar keinen spürbaren Effekt hat. Mein HbA1c ist mit 6,7 gar nicht soo schlecht (hat sich allerdings schnell erhöht), aber wie gesagt spüre ich das Ungleichgewicht extrem.
Deshalb würde ich es gerne mit Insulin versuchen, habe aber Angst, dass mein Diabetologe das nicht macht, weil mein HbA1c nicht so schlimm ist, wie bei manch anderem. Wie kann ich ihn überzeugen, es dennoch zu versuchen? Oder gibt es irgendwelche anderen Wege, dem Körper dabei zu helfen, die Glucoseaufnahme in die Zellen wieder zu regeln?
Vielen Dank und liebe Grüße,
Marienkäfer -
am 13.06.2017 20:48:50 | IP (Hash): 248847508
Hallo Marienkäfer,
das Gehirn nimmt Glukose ohne Insulin auf. Bai hohem BZ hat es eher zu viel als zu wenig Glukose. Die anderen Körperzellen holen sich die Energie aus allem was da ist, egal ob Glukose, Fett oder Eiweiß. Die Erklärung für dein schlechtes Gefühl kann so nicht stimmen.
Ansonsten kannst du es bei deinem Diabetologen nur versuchen. Es kommt ganz darauf an, wie er so denkt und ob er einen guten oder schlechten Tag hat. Diabetologen sind aber oft auch sehr aufgeschlossen gegenüber Patienten, die sich Insulin wünschen. Sie haben schließlich genug mit solchen Leuten zu tun, die auf keinen Fall Insulin spritzen wollen. Ich drück dir die Daumen, dass du Erfolg bei ihm hast.
Beste Grüße, Rainer -
am 14.06.2017 01:38:19 | IP (Hash): 1924133644
Der ist auch gut, das Gehirn bräuchte kein Insulin um Glukose auf
zu nehmen und da kann man sich fragen warum dann das Gehirn
auch Insulin produziert ?
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am 14.06.2017 08:56:59 | IP (Hash): 1897583371
Gute Frage, fragt sich die Wissenschaft auch. Vor allem, weil da nur vergleichsweise Spuren produziert zu werden scheinen im Vergleich zu der Menge, die das Hirn bräuchte, wenn es für die Aufnahme der Glukose, die es bei glukogener Ernährung beständig braucht, Insulin nötig hätte.
Übrigens, rote Blutkörperchen brauchen auch kein Insulin für ihre Glukose-Aufnahme. Auf die Weise können sie einen Diabetiker im Labor gesund fressen, wenn das Teströhrchen mit dem Blut lange genug rum steht ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Cracktros
Rang: Gastam 14.06.2017 12:13:22 | IP (Hash): 975592159
Man kennt nicht alles ganz genau
Aber, die Medizin meint beobachtet zu haben dass, Schädigungen an den Zentralen Nervensystem dann entstehen, wenn eine lange Diabetesdauer vorliegt und der Blutzucker zu lange schlecht eingestellt ist. Häufige hoche Werte abwechselnd mit häufigen leichten bis mittel-schwerer Hypoglykemie schädigt das ZNS.
Für das ZNS schädlich sind auch Hirninfarkte, für die, Diabetiker empfänglicher sind als Stoffwechsel-Gesunde.
Die Wissenschaft meint -auch- Beobachtet zu haben, dass die Denkleistung bei Diabetikern -durch den Diabetes- reduziert wird. Bei Typ 2 Diabetes muss dafür keine lange Diabetesdauer vorliegen.
Weitere Situationen können verminderte Denkleistung -kurzzeitig- verursachen:
-Unterzucker,
-Ketosen,
-Hyponatriämie
Eventuell ist es gar nicht so schlecht, wenn sich dieses Gefühl einschleicht, mit behandelnden Ärzten darüber zu reden.
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DO NOT FEED THE TROLL!!! -
am 14.06.2017 12:42:50 | IP (Hash): 975638313
Cracktros schrieb:
... Die Wissenschaft meint -auch- Beobachtet zu haben, dass die Denkleistung bei Diabetikern -durch den Diabetes- reduziert wird. Bei Typ 2 Diabetes muss dafür keine lange Diabetesdauer vorliegen...
Das könnte ein mögliche Erklärung für einige hier zu beobachtende Vorgänge darstellen.
5 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.06.2017 13:03:10 | IP (Hash): 1601004385
Hallo
Ich glaube es wäre ratsam dem Arzt zunächst alle Symptome/Gefühle/Probleme möglichst genau zu beschreiben.
Es liest sich etwas als ob du dich schon auf eine Lösung eingeschossen hast ohne das überhaupt die Ursache feststeht. -
Cracktros
Rang: Gastam 14.06.2017 13:46:47 | IP (Hash): 412999261
Es ist müssig über etwas zu diskutieren, wenn Fragesteller nicht antworten.
Was versteht man unter dem Gefühl "verhungern" im Zusammenhang mit der Denkleistung? Werden hier etwa Fressatecken beschrieben? Oder macht die Verschlechterung der Werte so viel Angs, dass das Denken gehemmt ist, dass Gehirn aber eine Assoziation zum Verhungern bildet? Oder, liegt doch eine physiologische Störung vor?
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 14.06.2017 13:47:52. Grund: - -
am 14.06.2017 20:01:56 | IP (Hash): 1183080390
Vielen Dank an alle!
Ich habe meinem Arzt schon beschrieben, wie ich mich fühle, darauf kam nur die Antwort, dass mir da nicht geholfen werden könne und meine Ernährungsberaterin hatte mir geraten, nochmals mit dem Diabetologen über eine andere Medikation zu sprechen, da mein HbA1c in kurzer Zeit angestiegen ist und die Ursache von dem Ganzen wahrscheinlich in einer Entgleisung des Stoffwechsels liege (auch Aussage des Arztes).
@Cracktros, verhungern im Zusammenhang mit der Denkleistung bei mir persönlich fühlt sich so an: kann kaum lesen, kann keine normalen Unterhaltungen führen (max 5 Minuten, danach nehme ich nichts mehr auf), kann nicht rechnen oä, komplexe Gedankengänge unmöglich, Konzentration so gut wie nicht vorhanden. In den letzten Wochen beobachtete ich eine Verschlechterung der Symptomatik.
Das Ganze wurde mit steigendem BZ schlimmer.
Essattacken sind keine vorhanden, habe einen starken Würgereflex und kann nur sehr langsam essen. -
Cracktros
Rang: Gastam 14.06.2017 21:28:14 | IP (Hash): 412999261
Nun bin ich verwirrt. Dein Arzt diagnostiziert einen entgleisten Diabetes, bei einen HbA1c von 6,5?
Und warum kann er dir nicht helfen oder dorthin Überweisen wo geholfen werden kann?
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am 14.06.2017 22:12:03 | IP (Hash): 1897583371
Wie ich die Darstellung verstehe, ist da zuerst das, was da als Entgleisung bezeichnet wird, und daraus entwickelt sich der Diabetes, oder?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 14.06.2017 22:18:11 | IP (Hash): 769363450
Wie waren denn die BZ-Werte der letzten Tage?
Ist es sicher dass du einen Typ2 hast und nicht vielleicht doch Typ1? -
Cracktros
Rang: Gastam 14.06.2017 22:25:15 | IP (Hash): 412999261
Also, wenn ich mit diesen Symptomen zum Arzt gehe, dann fragt er nach meinen Blutzuckerwerten der lezten zwei Wochen oder, er misst den aktuellen Blutzuckerwert. Dannach wird es hektisch und ein Krankenwagen bringt mich ins Krankenhaus. Egal welche Fachrichtungder Arzt hat. Ich bin Typ 1 Diabetiker.
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am 15.06.2017 04:40:40 | IP (Hash): 1221590823
Da hast Du aber einen guten Arzt, als 1 vom 10 da die 9 anderen
nur akademische Flöten sind welche sich kaum um die Patienten
kümmern und das bei so etwas individuellem wie Diabetes.
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am 15.06.2017 10:38:42 | IP (Hash): 1183080390
hjt_Jürgen schrieb:
Wie ich die Darstellung verstehe, ist da zuerst das, was da als Entgleisung bezeichnet wird, und daraus entwickelt sich der Diabetes, oder?
Ja, genau.
Warum die Ärzte nicht helfen können, weiß ich auch nicht. Vielleicht ist es die Kombination aus Essstörung und Diabetes, die schwierig ist, aber andererseits muss es doch auch da eine Behandlung geben?
Werde sowieso bald in eine Klinik gehen und hoffe, dass die mir da besser helfen können.
Ich war auch vor kurzem mal in der Notaufnahme, weil es mir so schlecht ging, aber da wurde mir ebenfalls gesagt, dass sie mir nicht helfen können (nach Blut- und Urintest). Verliere so langsam das Vertrauen in Ärzte. -
am 15.06.2017 10:42:09 | IP (Hash): 1183080390
Pelzlöffel schrieb:
Wie waren denn die BZ-Werte der letzten Tage?
Ist es sicher dass du einen Typ2 hast und nicht vielleicht doch Typ1?
Mein BZ ist relativ gleichbleibend morgens nüchtern bei 120-130 und vormittags bei 150-180. Messe aber nicht täglich.
Mein Arzt hat Typ 2 diagnostiziert. Aus meiner Familie hat sonst niemand Diabetes und ich vermute, dass es sich bei mir aufgrund der Essstörung entwickelt hat. -
am 15.06.2017 11:44:09 | IP (Hash): 187676168
Entgleisung bedeutet im Zusammenhang mit Diabetes urspünglich die gleichzeitige seeehr übermäßige Anwesenheit von Glukose und Ketonen im Blut. Die viel zu vielen Ketone übersäuern das Blut zu ner Ketoazidose und sorgen für Rückwärtsessen.
Inzwischen finde ich den Begriff immer häufiger auch ohne Ketoazidose, wenn nur der Blutzucker innerhalb kürzerer Zeit vergleichsweise hoch - wenigstens über 300mg/dl - ansteigt und dann nen halben Tag und länger da bleibt.
Dazu passt eigentlich nicht, was Du schilderst. Und dazu passt auch nicht, wie Du’s dir mit zu wenig Insulin zu erklären versuchst. Dein HBA1c von 6,8 liegt im Bereich einer sehr guten ärztlichen Einstellung, in dem praktisch keine Symptome beobachtet und keine Medikationen verstärkt werden.
Deswegen würde ich an Deiner Stelle darauf dringen, dass bei weiteren Untersuchungen solche Möglichkeiten sehr viel mehr untersucht werden, die Deinen Symptomen entsprechen.
Dabei ist mir schon klar, dass die Medizin zu vielen Symptomen und vor allem Kombinationen davon viele mögliche Erklärungen haben kann oder manchmal auch überhaupt keine. Daumendrück, dass da jemand Hilfe für Dich findet.
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Cracktros
Rang: Gastam 15.06.2017 17:12:16 | IP (Hash): 953488159
Genau. Es werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Zum Beispiel wird nach Ketonen gesuch . Aber. die Anwesenheit von Ketonen bedeutet nicht, dass eine Ketose vorhanden ist. Erst muss auch der pH-Wert eine Übersäuerung anzeigen.
Was mich aber interessiert ist, warum meinst du, dass das Insulin Dir helfen kann und nichts anderes?
P.S.
Ich Frage, weill beim Typ 2 Diabetes eine Vielzahl von Therapie Möglichkeiten existiert. Die Vielfalt, der Möglichkeiten, wirkt auf mich schon verwirrend. Als Typ 1 Diabetiker gibt es nur Insulin und mehrere Möglichkeiten es zu injizieren. Aber beim Typ 2, da gibt es so viel......
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Bearbeitet von User am 15.06.2017 17:34:01. Grund: P.S.