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Patientendatensicherheit
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Renate
Rang: Gastam 24.12.2008 00:12:09
Hallo an alle, bin am Programm (Typ I) vom Anfang an beteiligt. Mein Diabetologe übermittelt die Daten ohne Namen. Ja. An wen eigentlich ? Ist es möglich, dass Leute, die Interesse und Kenntnisse haben, an meine Werte kommen ? Wie wird es mit dem Datenschutz gehandhabt ? Wie sind Eure Erfahrungen ?
Liebe Grüße,
Renate -
klausdn
Rang: Gastam 24.12.2008 12:03:44
hallo renate,
deine zweifel sind nicht unberechtigt.
1. die ersten dmp papuerformulare waren
a. so absolut "idiotisch" mit den durchschlägen , daß praktisch nichts sinnvolles "gelesen" werden konnte,
b. wurden sie um die halbe welt zum auswerten verschickt(weils da billiger war)
2. die jetzige praxis mit i-net, ist nicht besser - auswertung / gehen "verloren" / ...
"und" ohne identifizierungsmöglichkeit nutzt das verschicken der daten nichts, denn die kasse muß nachweisen daß "du" den drei monats takt eingehalten hast. und das geht nicht ohne identifikation.
die schuld an dieser misere liegt eindeutig bei der schlimmen ulla, denn dort sind solche sachen ausgebrütet worden, eben ua auch ohne über persönlichen datenschutz nachzudenken.
"aber" wenn jemand meint die elektronische gesundheitskarte wäre außer -teuer- sinnvoller ,
der hat nicht begriffen "wer" da so mal reinsehen kann.
die wird auch mit völlig abstrusen argumenten den menschen aufgeschwatzt.
-da kann der arzt im notfall nachschauen - was soll der na machen hilfe leisten oder lesen ?
-da ist die blutgruppe drauf - weshalb ?
mfg. klaus von klausdn -
Barbara
Rang: Gastam 24.12.2008 12:45:58
Ja, Klaus hat vollkommen recht ! Aus dem Grunde habe ich mich in dem DMP nicht einschreiben lassen. Ich bekomme auch alle Untersuchungen und Schulungen ohne Programm. Das mit der versicherungskarte ist das auch so ein Problem.
Nun wollen wir mal sehen, wie es mit dem Fond
im nächsten Jahr wird.
Nun erstmal ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr wünscht Euch
Barbara -
Jürgen
Rang: Gastam 24.12.2008 13:33:23
Eure Bedenken scheinen mir zwar zutreffend, aber ich sehe mit den DMPs keine zusätzliche Datenmenge in Umlauf. Denn da wird nichts erhoben und verschickt, was nicht eh schon munter in Umlauf wäre.
Einziger Grund für's Einschreiben: Die kranke Kasse durfte rein formal die Daten nur mit Einwilligung der Versicherten verwenden, um einen Chroniker-Bonus aus dem Risikostrukturausgleich geltend machen zu können. Dass die Daten alle vorher schon bekannt waren, musste eigentlich jedem spätestens dann klar sein, wenn ihn seine Kasse zum Einschreiben eingeladen hat. Diese formale Bedingung ist für den Gesundheitsfond weggefallen, und so durchforsten viele Datenspezis bei Krankenkassen und Abrechnungsagenturen und ... seit Monaten alles nach möglichen Bonuspunkten für ihre Auftraggeber, für die vor allem alles das positiv zählt, was wir Versicherte in irgend einer Form längerfristig haben könnten.
Und im Zuge der Abrechnungsprozeduren bleiben unsere Gesundheits- und Krankheitsdaten bei ihrer elektronischen Reisetätigkeit mit Sicherheit nicht auf die D-Grenzen beschränkt. Ich halte es daher für naiv zu glauben, dass ich in dem Geschäft wirklich mit einer Unterschrift mehr oder weniger einen Riegel bewegen könnte.
Mit besten Wünschen zum Fest & Jahreswechsel, Jürgen -
Renate
Rang: Gastam 24.12.2008 18:05:48
Vielen Dank an alle, die geantwortet haben. Ich bin inzwischen überzeugt, dass so ziemlich jeder an die Daten in DMP dran kommen kann.
Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, wünscht Euch
Renate -
Ella
Rang: Gastam 25.12.2008 10:25:52
Hallo Renate,
das vor ein paar Jährchen als soo wichtig definierte DMP ist im nächsten Jahr sowieso out, die KK kriegen die lukrative Kopfpauschale nicht mehr..
Und was vom Datenschutz der unsäglichen Gesundheitskarte zu halten ist, kann man überall lesen.
Zumal ausgerechnet die Telekom daran beteiligt ist.
von Ella -
Jürgen Ney
Rang: Gastam 25.12.2008 13:26:12
Hallo, ich bin Typ 2 Diabetiker und seit Anfang diesen Jahres im DMP-Programm. Ich habe kein Problem damit, habe sogar extra den Arzt gewechselt, weil der letzte sich nicht am DMP-Programm beteiligen wollte. Zuviel Arbeit für zu wenig Geld. Seit ich von Mitte November bis Mitte Dezember 08 zur Reha war, werde ich von diversen Diabetes-Versandfirmen mit Angeboten zugeschissen. Das nervt wirklich und ich bin echt sauer, dass die Klinik meine Daten einfach so weitergibt. Euch allen frohe Feiertage! Gruß Jürgen von Jürgen Ney -
Hajo Janse
Rang: Gastam 25.12.2008 20:50:19
Hallo
Eben nicht zuviel auf die Gesundheitskarte schimpfen.
Er hat ein grosses Vorteil, Medis unverträglichkeiten und aktuelle Medis gebrauch steht auf der Karte.
Beim Notfall in KK sehr hilfreich wenn mann selbst keine Aussage machen kann.
Wird zirka 25.000 weniger Medis Vergiftigungen geben, manchen enden sogar tötlich.
Die Karte selbst ist super sicher, Probleme gibt es wer darf die Karte lesen?
Deine Daten sind so wie so beim KK und viele Andern bekannt heute, nur im Notfall nicht direkt greifbahr, dies letzte ist für uns von Vorteil.
Somit trägt mann jetzt seine Akte auch noch mit sich anstatt das wie heute alles rumschludert.
LG
Hajo
LG
Hajo von Hajo Janse