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Diabetes Typ 1 oder 2?
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am 26.07.2017 09:34:05 | IP (Hash): 682945252
Hallo zusammen,
ich bin neu hier und habe eine Frage zu meinem Diabetes Typus und der Medikation:
Im Alter von 33 wurde bei mir zufällig ein Typ 2 während einer Routineuntersuchung diagnostiziert (HbA1c: 6,9). Ich war damals relativ stark übergewichtig - 105 Kg bei 1,85 cm. Mein Arzt empfahl mir abnehmen, Sport und Ernährungsumstellung. Keine Medikation. Innerhalb von 6 Monaten erreichte ich so 84 Kg und einen HbA1c von 6,2 - diesen hielt ich nun 6 Jahre bis Anfang 2017. Seit Anfang diesen Jahres geht es jedoch mit den Werten leider aufwärts. Aktuell: HbA1c von 6,6.
Einen Typ 1 Diabetes hatte der Arzt in 2011 via Antikörperanalyse ausgeschlossen:
- ICA - negativ
- GAD65 - negativ
- IA2 - negativ
Nun hat mein Arzt aktuell erneut auf Antikörper geprüft - das Ergebnis lautet nun:
- ICA - negativ
- GAD65 - negativ
- IA2 - leicht positiv
Mein Arzt sagt, dass es sich trotzdem immer noch um einen Typ II handelt und er will warten bis der HbA1c 7,0 erreicht bevor er eine Medikation startet. Mein Nüchternzucker ist morgens mittlerweile nicht mehr unter 120.
Ich bin nun ein wenig ratlos und frage mich ob das vorgehen so richtig ist oder ob ich auf diese Weise nicht das Risiko bzgl. Langzeitschäden stark erhöhe?
Danke für Eure Einschätzung...
LG Holger -
am 26.07.2017 09:56:32 | IP (Hash): 2108455638
Guten Morgen!
Du könntest Dich vertrauensvoll an einen Diabetologen wenden.
Heutzutage muss man doch nicht warten, bis die BZ-Werte hoch sind?
Mir als Typ 1 wäre der HbA1c von 7 schon zu hoch, da frage ich mich, warum der Arzt bis zu diesem Langzeitwert wartet bis er sich weitere Gedanken macht.
Wahrscheinlich ist der Arzt sonst ganz nett – ich würde mir trotzdem einen Diabetologen suchen. -
am 26.07.2017 16:10:04 | IP (Hash): 201798458
Hallo Holger,
ich sehe das genauso wie TypEinser, es gibt keinen Grund abzuwarten bis das HbA1c so hoch wird. Je eher du mit Gegenmaßnahmen (Ernährung, Bewegung, Einstiegsmedikament Metformin, ...) anfängst, desto länger wird es dir gelingen, die weiter Verschärfung deines Diabetes zu verlangsamen.
Wenn du mit deinem Arzt in diesem Punkt kein Einvernehmen erreichst, dann kannst du dich ja mal nach einem anderen Diabetologen umsehen. Ich denke, dass dein Arzt mit seiner Einschätzung des Diabetes-Typs Recht hat, aber eine zweite Meinung dazu von einem anderen Arzt, wäre bestimmt nicht verkehrt.
Beste Grüße, Rainer -
am 27.07.2017 07:46:31 | IP (Hash): 808938299
Hallo Rainer, hallo TypEinser,
vielen Dank für Eure Ratschläge. Ich werde mir nun einen Termin bei einem Diabetologen holen, um mir eine zweite Meinung einzuholen.
Bzgl. der Frage Typ I oder II wundert es mich schon, dass plötzlich IA2 Antikörper vorhanden sind und vor 6 Jahren noch nicht. Ich dachte bisher immer, dass man automatisch Typ I ist, wenn solche Antikörper nachweisbar sind...
Viele Grüße, Holger
Bearbeitet von User am 27.07.2017 07:47:10. Grund: Rechtschreibung