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Interpretation von Studien & Links
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am 31.08.2017 10:30:41 | IP (Hash): 381037231
Spin off von Mathilda - Heli
Klar, aber auch bei den Links muss man die Zusammenhänge dahinter berücksichtigen, wie ich ja schon zur vielstfach verlinkten Interpretation aus der UKPDS geschrieben hab.
Ebenso kannst Du auf jedem fachwissenschaftlichen Niveau lesen, dass es in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts bis weit in die 60ger Jahre kaum Typ 2 gab. Den Wert dieser Aussagen kannst Du nur sehr naiv an der Zitat-Häufigkeit ablesen, denn erst zum Ende der 70ger Jahre ist der nichtinsulinpflichtigen Diabetes allgemeingültig so definiert worden, dass er einigermaßen einheitlich verlässlich diagnostiziert werden konnte.
SUPER “und nun das”
“Im Vergleich zu Frauen, deren HbA1c-Wert bei Studieneinschluss unter 5 % lag, betrug das adjustierte relative Risiko für einen Typ 2 Diabetes in den nächsten 10 Jahren 2,9 bei einem HbA1c-Wert zwischen 5,0 und 5,4 %”
Interessant, dass für die unter 5 keine Zahl angegeben wird, obwohl ganz bestimmt auch aus dieser Gruppe in den 10 Jahren einige die Diagnose-Schwellen zum Diabetes überwunden haben - und zusätzlich zu der Zahl pro 100 Teilnehmerinnen dann mit 1c 5-5,4 3 weitere Typ 2.
Klar lässt sich dieser marginale Anstieg an Typ2-Risiko (keineswegs = Folgekrankheiten-Risiko wie im UKPDS-Zusammenhang!) super aufblasen. Wenn z.B. aus der Gruppe unter 5 nur 1 Frau pro 100 in 10 Jahren einen Diabetes entwickelt, dann würden die 3 zusätzlichen 300% mehr machen, oder?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 31.08.2017 11:05:16 | IP (Hash): 688584431
hjt_Jürgen schrieb:
Spin off von Mathilda - Heli
Klar, aber auch bei den Links muss man die Zusammenhänge dahinter berücksichtigen, wie ich ja schon zur vielstfach verlinkten Interpretation aus der UKPDS geschrieben hab.
Ebenso kannst Du auf jedem fachwissenschaftlichen Niveau lesen, dass es in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts bis weit in die 60ger Jahre kaum Typ 2 gab. Den Wert dieser Aussagen kannst Du nur sehr naiv an der Zitat-Häufigkeit ablesen, denn erst zum Ende der 70ger Jahre ist der nichtinsulinpflichtigen Diabetes allgemeingültig so definiert worden, dass er einigermaßen einheitlich verlässlich diagnostiziert werden konnte.
SUPER “und nun das”
“Im Vergleich zu Frauen, deren HbA1c-Wert bei Studieneinschluss unter 5 % lag, betrug das adjustierte relative Risiko für einen Typ 2 Diabetes in den nächsten 10 Jahren 2,9 bei einem HbA1c-Wert zwischen 5,0 und 5,4 %”
Interessant, dass für die unter 5 keine Zahl angegeben wird, obwohl ganz bestimmt auch aus dieser Gruppe in den 10 Jahren einige die Diagnose-Schwellen zum Diabetes überwunden haben - und zusätzlich zu der Zahl pro 100 Teilnehmerinnen dann mit 1c 5-5,4 3 weitere Typ 2.
Klar lässt sich dieser marginale Anstieg an Typ2-Risiko (keineswegs = Folgekrankheiten-Risiko wie im UKPDS-Zusammenhang!) super aufblasen. Wenn z.B. aus der Gruppe unter 5 nur 1 Frau pro 100 in 10 Jahren einen Diabetes entwickelt, dann würden die 3 zusätzlichen 300% mehr machen, oder?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Mit dieser Argumentation kann man jede Erkenntnis relativieren.
Ab wann ist Rauchen schädlich ? Ist eine Zigarette am Tag gesundheitlich unbedenklich ? Oder 5 Zigaretten ? Alle werden sagen eine Schachtel am Tag ist
ist ungesund. Aber vielleicht sind 10 Zigaretten am Tag OK ?
Nein, jede Zigarette kann zu Gesundheitsschäden führen, nur ist das Risiko bei 5 Zigaretten am Tag geringer als bei 25.
Das Risiko an Diabetes und deren Folgeerkrankungen zu erkranken ist bei einem HbA1c 4,5 auch vorhanden, aber niedriger als mit einem HbA1c von 5,5 und 5,5 wieder niedriger als bei 6,5.
Das sollten einfache alle akzeptieren, auch die wo sich einreden ein HbA1c von 7,5 sei total ok.
Bearbeitet von User am 31.08.2017 11:15:30. Grund: Korrektur -
am 31.08.2017 12:45:17 | IP (Hash): 381037231
Hab grad noch mal über den letzten Beitrag im Mathilda Fred geschmunzelt. Zugegeben, hätte mir eigentlich auf den ersten Blick auffallen müssen. Da steht:
"Im Vergleich zu Frauen, deren HbA1c-Wert bei Studieneinschluss unter 5 % lag, betrug das adjustierte relative Risiko für einen Typ 2 Diabetes in den nächsten 10 Jahren
….
28,2 bei einem HbA1c-Wert zwischen 6,5 und 6,9 % und
81,2 bei einem HbA1c-Wert von 7,0 % oder darüber."
Ab HBA1c 6,5 muss längst niemand mehr auf die Diagnose Diabetes warten, sondern hat seine Ernennung in der Tasche ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 31.08.2017 13:54:26 | IP (Hash): 688584431
hjt_Jürgen schrieb:
Hab grad noch mal über den letzten Beitrag im Mathilda Fred geschmunzelt. Zugegeben, hätte mir eigentlich auf den ersten Blick auffallen müssen. Da steht:
"Im Vergleich zu Frauen, deren HbA1c-Wert bei Studieneinschluss unter 5 % lag, betrug das adjustierte relative Risiko für einen Typ 2 Diabetes in den nächsten 10 Jahren
….
28,2 bei einem HbA1c-Wert zwischen 6,5 und 6,9 % und
81,2 bei einem HbA1c-Wert von 7,0 % oder darüber."
Ab HBA1c 6,5 muss längst niemand mehr auf die Diagnose Diabetes warten, sondern hat seine Ernennung in der Tasche ;)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ja und ? Es ging doch um die Werte welche bisher noch als "unbedenklich" galten, also 5,5 zum Beispiel.
Es ist nicht zielführend über eine Studie zu meckern, nur weil einem das Resultat nicht gefällt. -
am 31.08.2017 14:28:10 | IP (Hash): 381037231
1. Ich meckere nicht drüber, sondern stelle fest, dass sie obenrum bei den großen Zahlen offensichtlich nicht stimmen kann. Im normalen Studienzusammenhang bedeutet das, dass dann die kleineren Zahlen noch weniger stimmen.
2. Ich stimme Dir zu, dass mit weniger 1c das Folgekrankheiten-Risiko abnimmt. Aber ich wüsste von keiner Studie, die Folgekrankheiten unter 1c 5,5 mit BZ im gesunden Schwankungsbereich (max 50-60mg/dl Differenz zwischen Minimum vor und Maximum nach dem Essen) ausweist. Weißt Du eine?
3. Ich kenne weit und breit hier in D keinen Arzt der zu unter 6,5 anleitet, seit Dok Teupe nicht mehr schafft, und Doc Bernstein ist halt nen Teich und die Sprachbarriere weit weg.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 31.08.2017 14:31:12 | IP (Hash): 688584431
hjt_Jürgen schrieb:
1. Ich meckere nicht drüber, sondern stelle fest, dass sie obenrum bei den großen Zahlen offensichtlich nicht stimmen kann. Im normalen Studienzusammenhang bedeutet das, dass dann die kleineren Zahlen noch weniger stimmen.
2. Ich stimme Dir zu, dass mit weniger 1c das Folgekrankheiten-Risiko abnimmt. Aber ich wüsste von keiner Studie, die Folgekrankheiten unter 1c 5,5 mit BZ im gesunden Schwankungsbereich (max 50-60mg/dl Differenz zwischen Minimum vor und Maximum nach dem Essen) ausweist. Weißt Du eine?
3. Ich kenne weit und breit hier in D keinen Arzt der zu unter 6,5 anleitet, seit Dok Teupe nicht mehr schafft, und Doc Bernstein ist halt nen Teich und die Sprachbarriere weit weg.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Das steht in dem Link auch nicht, sondern man sollte ab niedrigeren HbA1c werten schon regelmäßig kontrollieren, und den Bereich für Prädiabetes runter setzen. -
am 31.08.2017 15:05:35 | IP (Hash): 551993310
Aus den Studien ist auch ersichtlich weshalb sich vermehrt Wissenschaftlerstimmen
dazu äussern, dass die schöne Zahl 100mg/dl Glukose als Max. für Normalgesunde
etwas zu hoch angesetzt sei und deshalb zu rechnen ist dass innerhalb der nächsten
Jahre das auf 95mg/dl korrigiert werden könnte.
Durchschnittliche Glukose von 100mg/dl = HbA1c 5,5%
Durchschnittliche Glukose von 95mg/dl = HbA1c 5,35%
Beim Blutzucker haben wir nun bereits seit 2017 das Max. des Normalgesunden
Nüchternwert auf 99mg/dl angesetzt und von 100-125mg/dl Nüchternwert ist
der diabetische Prä-Diabetesbereich gemäss DDG, ADA, Etc. nun weltweit gültig.
Beim HbA1c haben wir nun seit 2017 den diabetischen Prä-Diabetesbereich
von 5,7-6,4% gemäss DDG, ADA, Etc. nun weltweit gültig, aber beim HbA1c
kann man davon ausgehen, dass das noch als verschärft auf z.B. 5,5-6,2%
innerhalb der nächsten Jahre geändert wird, denn wie es sich zeigte braucht
es Verschärfungen um der epidemischen Situation noch gerecht zu werden.
Es hatte sich gut gezeigt, mit heute weltweit ca. 500 Millionen registrierten
Typ 1 und Typ 2 Diabetikern und der Dunkelziffer von ca. 1 Milliarde von
Alters- oder Prä- Diabetikern, mit steigender Tendenz bestätigt gemäss
WHO, dass sich die überalterten Normen leider nicht bewährt haben
um der darunter entstandenen Epidemie gerecht zu werden.
Wenn eine Diabetes Therapie und deren Handhabung etwas taugt, dann
sollte es dem Diabetiker möglich sein einen HbA1c wie den eines völlig
gesunden normalen Menschen zu haben !!
.
Bearbeitet von User am 31.08.2017 19:11:26. Grund: Komplettierung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.