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In wie fern kann emotionaler Stress den Blutzuckerwert beeinflussen?
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am 30.11.2017 19:24:49 | IP (Hash): 795842985
Hallo ihr lieben,
ich habe seit gestern Abend ein Problem bei dem ich hoffe ihr könntet mir eventuell weiter helfen.
Ich lege gleich mal los:
Gestern Abend, ca. 22 Uhr wurde mir unheimlich Schwindelig und ich fühlte mich irgendwie komisch. Mein Mann kam auf die Idee, das ich mir mal den Blutzucker messen könne (mit dem gerät meines Vaters, welches ich immer noch bei mir habe).
Obwohl ich den Gedanke irrsinnig fand, dass mein zustand mit dem Blutzucker zusammen hängen könnte, machte ich es um ihn zu beruhigen.
das Ergebnis war 180 dl. auf die Frage hin "was machen wir jetzt?" hatte ich selbst keine Antwort denn Diabetes ist bei mir nicht bekannt und demnach konnte ich auch nichts machen. Ich wollte einfach nur schlafen und sagte zu meinem Mann ... "Beobachten wir das einfach in den nächsten Tagen".
Kaum eine Stunde später, ging es mir richtig schlecht. Meine knie haben gezittert, ich bekam kalt-Schweis, mir wurde Schlecht und ich hatte das Gefühl mein Kreislauf würde zusammenbrechen.
darauf hin habe ich ein Weiteres mal gemessen und das Ergebnis lag bei 59 dl.
da ich so etwas schon bei meinem Vater mitbekam als er noch bei uns war, wusste ich genau was zu tun ist und nahm ein Stück Traubenzucker welches meinen Blutzucker innerhalb kurzer zeit auch wieder hoch brachte. Heute habe ich 3 weitere male gemessen, weil mir das ganze zu denken gegeben hat.
bei diesen 3 mal Messen, stand er heute Morgen (Nüchtern) auf 110 dl) Nach dem Essen mittags auf einem Normal wert von 142 dl und jetzt (Nüchtern) steht er schon wieder auf über 170 dl.
Da ich momentan Emotional angespannt bin und irgendwie mir nicht wirklich vorstellen kann aus dem Nichts raus an Diabetes zu erkranken, wollte ich hier mal nachfragen, ob es möglich ist, dass der Blutzuckerwert in Stress Situationen beeinflusst werden kann?
Zu meiner Person: (sollte die Information benötigt werden)
Ich bin 33 Jahre
Weiblich
Normal Gewicht
Fruktose und Laktose Intolerant
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am 30.11.2017 19:59:05 | IP (Hash): 1426255356
Ich kann Dir nur berichten, wie es bei mir war. Nach einem normalen OGTT habe ich interessehalber immer wieder gemessen und pathologische Werte festgestellt. In den ersten drei Wochen meiner Messungen waren meine Werte katastrophal (nüchtern teilweise 170, tagsüber nach 6h ohne Essen 220). Ich hatte in dieser Zeit chronischen Stress (orthopädische Verletzung, die mich massiv im Alltag einschränkte und sonst noch einige Baustellen).
Nach einiger Zeit normalisierten sich die Werte und blieben nur noch postprandial auffällig. Später erhielt ich meine Laborwerte und darin wurde nicht nur eine Insulinresistenz festgestellt, sondern auch temporär erhöhte Kortisolwerte (also genau in der Zeit in der die Werte verhaltensunabhängig Samba tanzten). Ein Dexamethason-Test war später unauffällig (die Stressoren waren weitgehend verschwunden, es ging mir psychisch besser). Ich glaube, ein System dekompensiert zuerst an der empfindlichsten Stelle.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.11.2017 21:29:04 | IP (Hash): 955666034
Hi!
Du steckst gerade in Trauer, das kann schon Auswirkungen haben.
Eventuell bist Du dazu noch erkältet, und die nicht ganz genauen Testergebnisse klnnten noch ein paar mg/dl dazugedichtet haben.
Ich würde das messen mal für ein paar Tage lassen. Versuch Dich zu entspannen und Besuche in rund 4 Wochen mal Deinen Hausarzt. Dem berichtest Du von Deinen jetzigen BZ-Werten und dem Diabetes in der Familie. Alles weitere erklärt Dir Dein Doc, und er wird gegebenenfalls mal die üblichen Dinge testen.
Bis dahin brennt bei Dir nichts an und der Besuch beim Doc hat den Vorteil, dass Du nicht rumraten musst.
Viele Grüße
Andy1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.11.2017 22:00:29 | IP (Hash): 962579082
Hallo Angehörige,
ja, Stress kann den BZ nach oben treiben. Eine vollkommen gesunde BZ-Automatik gleicht das allerdings perfekt aus. Du solltest deshalb von deinem Arzt überprüfen lassen, ob du nur eine leichte Störung hast oder ob es schon in Richtung Diabetes geht.
Deine Werte sind allerdings nicht so stark erhöht, dass du schnell handeln müsstest. Lass am besten die Stressphase erst mal abklingen und gehe dann zum Arzt, wenn es wieder ein bischen ruhiger geworden ist. Ich drück dir die Daumen, dass es sich nur um eine leichte Störung weit unterhalb von Diabetes handelt.
Alles Gute, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.12.2017 16:18:00 | IP (Hash): 1901210369
schrieb:
Inwiefern kann emotionaler Stress den Blutzuckerwert beeinflussen?
Bei gesunden Leuten / funktionierender BSD gar nicht.