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Erfahrungswert Haferkur
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am 11.01.2018 07:15:54 | IP (Hash): 1523010919
Nachdem zum wiederholten Male im NDR die "Ernährungs-Docs" vom positiven Effekt der Haferkur bei Typ2 gesprochen haben, habe ich den Selbsttest (in leicht abgewandelter Form) gewagt um meinen Nüchternwert besser in den Griff zu bekommen.
Tag1
05:40 Uhr - BZ 128
06:30 Uhr - 100g Haferflocken + 250ml Milch + 1EL Erythrit
11:30 Uhr - 100g Haferflocken + 250ml Milch + 1EL Erythrit
16:30 Uhr - 100g Haferflocken + 700ml Wasser + 1 TL Gemüsebrühe
Tag2
05:40 Uhr - BZ 128
06:30 Uhr - 90g Haferflocken + 20g Mandeln + 250ml Milch + 1EL Erythrit + 1Tl Zimt
11:30 Uhr - 90g Haferflocken + 20g Mandeln + 250ml Milch + 1EL Erythrit + 1Tl Zimt
16:30 Uhr - 100g Haferflocken + 700ml Wasser + 1 TL Gemüsebrühe
Tag3
05:40 Uhr - BZ 131
06:30 Uhr - 90g Haferflocken + 20g Mandeln + 250ml Milch + 1EL Erythrit + 1Tl Zimt
11:30 Uhr - 90g Haferflocken + 20g Mandeln + 250ml Milch + 1EL Erythrit + 1Tl Zimt
16:25 Uhr - BZ 112
16:30 Uhr - 100g Haferflocken + 700ml Wasser + 1 TL Gemüsebrühe
17:50 Uhr - BZ 240 (1h nach dem Essen)
18:50 Uhr - BZ 169 (2h nach dem Essen)
22:00 Uhr - BZ 97
Tag4 (heute)
05:40 Uhr - BZ 124
Vor allem der 1h-Wert nach dem Essen am Tag3 stimmt mich sehr bedenklich!
Kann es sein, daß diese Kur "nur" bei denen wirkt, die noch keine Ernährungsumstellung gemacht haben und ihren Typ2 mit Insulin "behandeln"? Da ich meine Werte "einigermaßen" im Griff habe (ohne Medikamente) scheint die Haferkur bei mir rein gar nichts zu bringen - im Gegenteil: soviel Kohlenhydrate auf einmal läßt meine Werte nach dem Essen gehörig steigen. Und ob das dann so gut ist wage ich zu bezweifeln...?
Bearbeitet von User am 11.01.2018 07:16:52. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.01.2018 10:19:19 | IP (Hash): 991063678
r2d2 schrieb:
Kann es sein, daß diese Kur "nur" bei denen wirkt, die noch keine Ernährungsumstellung gemacht haben ...?
Ja, das denke ich mir auch so.
r2d2 schrieb:
Da ich meine Werte "einigermaßen" im Griff habe (ohne Medikamente) ...
Ich denke nicht, dass du deine Werte einigermaßen im Griff hast, wenn deine Nüchternwerte regelmäßig bei 130mg/dl liegen. Bei solchen Werten würde ich auf jeden Fall so viel Medikamente dazu nehmen, dass der NBZ etwa um die 100mg/dl ankommt. Wahrscheinlich könntest du das bereits mit Metformin erreichen.
Bei regelmäßigen Nüchternwerten um die 130mg/dl musst du damit rechnen, dass sich dein Diabetes innerhalb weniger Jahre weiter verschärft. Ich halte es für sinnvoller, die BZ-Führung neben den Anstrengungen bei Ernährung und Bewegung jetzt mit wenigen und schwachen Medikamenten zu unterstützen als in wenigen Jahren viele und starke Medikamente nehmen zu müssen.
Bearbeitet von User am 11.01.2018 10:19:43. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.01.2018 12:21:03 | IP (Hash): 1119726392
Rainer schrieb:
Ich halte es für sinnvoller, die BZ-Führung neben den Anstrengungen bei Ernährung und Bewegung jetzt mit wenigen und schwachen Medikamenten zu unterstützen als in wenigen Jahren viele und starke Medikamente nehmen zu müssen.
Ich glaube, je eher man mit Medikamenten anfängt, je eher muss man die Dosis erhöhen. Außerdem hat mir mein Diabetologe gesagt, daß bei einem HB-Wert von 5,4 die Einnahme von Metformin nicht nötig sei und daß "leicht" erhöhte Nüchternwerte bei Diabetikern normal sein - man ist ja schließlich nicht gesund. Wie mein Abendwert mit 97 zeigt, scheint meine Leber wohl ziemlich früh "wach" zu werden und Zucker abzugeben, weswegen der Nüchternwert so "hoch" ausfällt. Da gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen halte ich (und wohl auch mein Diabetologe) für übertrieben.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.01.2018 15:53:50 | IP (Hash): 603504864
r2d2 schrieb:
Ich glaube, je eher man mit Medikamenten anfängt, je eher muss man die Dosis erhöhen.
Das gilt lediglich für Sulfonylharnstoffe (Glimeperid u.a.), Für alle anderen Diabetesmedikamente sehe ich keinen Grund zu dieser Überlegung. Glimeperid solltest du dir wirklich nicht ohne Not andrehen lassen. Ich sehe Metformin übrigens nicht als "Kanonen", sondern als Medikament, dass mit seinem Wirkmechanismus für Typ 2er mit geringen Mitteln eine gute Wirkung entfaltet.
Bist du ganz sicher, dass dein BZ nur beim Aufstehen kurzzeitig so hoch ansteigt? Hast du das mit ein paar Zusatzmessungen kontrolliert? Wenn das so ist, dann kannst du bei deinem guten HbA1c vielleicht wirklich mit so hohen Nüchternwerten leben. Ich würde an deiner Stelle dann aber sehr gut aufpassen, dass die BZ-Werte nicht insgesamt ansteigen. Nur die Kontrolle des HbA1c aller 3 Monate würde da nicht ausreichen. Aber du machst das ja sowieso ganz gut und beobachtest deinen BZ kontinuierlich.
Alles Gute, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.01.2018 16:29:16 | IP (Hash): 1763930047
Vielleicht überlegst Du mal, dass manch völlig undiabetisch gesunder Mensch Deinen Hafertest mit um 60mg/dl gestartet, um ne Stunde danach statt Deiner über 200 vielleicht kurz 90-100 und nach 2 Stunden wieder um 60 gemessen hätte. Auf der anderen Seite vom gesunden Spektrum ist das um 90 für den Start, in der Stundenspitze für ein paar Minuten um die 120-140 und nach 2 Stunden wieder zurück um 90. Und die meisten nichtdiabetisch Gesunden findest Du irgendwo dazwischen, die meisten auf dem Weg in den Diabetes da halt am oberen Rand und darüber hinaus.
Wir mit Typ2 brauchen umso weniger Medis, je mehr von 24 Stunden wir uns allein schon mit unserer Essensauswahl nahe am und besser noch im völlig gesunden Bereich bewegen. Damit sorgen wir dafür, dass die Prozesse, die unseren Blutzucker immer höher ansteigen lassen, sich weniger bis vielleicht sogar mit etwas Glück gar nicht mehr weiter selbst verstärken.
Wichtig:
Diese Orientierung am Gesunden gilt bislang noch als unkonventionell. Ganz normal schulmäßig konventionell orientiert sich die Behandlung an den oberen Grenzwerten beim HBA1c. Da wird zu Anfang einige Jahre schlicht beobachten zugewartet und dann ein Medikament nach dem anderen dazu genommen bzw verstärkend ausgetauscht, bis im Verlauf dieser normalen Therapie-Eskalation meistens so um die 10 Jahre nach der Diagnose nur noch Insulin zu verstärken geht.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 11.01.2018 19:09:13 | IP (Hash): 1201334000
Hallo r2d2,
dein 'Glaube' bzgl. schwache Medikamente und später starke nehmen zu müssen, ist unbegründet.
Ganz im Gegenteil, manche Diabetiker können sogar die Medikamente wieder absetzen nach erfolgreicher Lebensumstellung.
Ein HbA1c-Wert von 5,4 ist jenseits von der Diagnose (6,5) und sogar jenseits von 5,7, wo schon genauer hingeschaut wird.
Warum der Blutzucker morgens ansteigt, liegt am Hormonhaushalt.
Schon gegen 3 Uhr in der Nacht bereitet sich der Organismus auf Wachwerden vor.
Dabei werden auch Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet, die Gegenspieler des Insulins sind.
Auch Aufstehen etc. hat einen hormonellen Einfluss und kann den BZ steigen lassen.
Messe doch den Nüchternblutzucker wirklich mal auf der Bettkannte (5:40 echt früh), ob dieser ev. dann d/noch niedriger liegt.
~
Ob so eine Haferkur wirklich etwas bringt ?
Auf jeden Fall ist deine Mischung morgens schon eine echte Herausforderung für die Blutzuckersteuerung.
100 g Haferflocken + 250 ml Milch sind so runde 70 g Kohlenhydrate, schon viel.
Die paar Mandeln verzögern die KH-Aufnahmegeschwindigkeit auch nicht wirklich.
Wenn du denn auch noch die blütenzarten Haferflocken nimmst, ist der BZ-Anstieg erklärbar.
Haferflocken gibt es auch als kernig, gehen langsamer ins Blut.
Auch lässt sich durch weitere Zutaten (Leinsamen z.B.) der BZ-Anstieg zeitlich beeinflussen.
Die sogen. Haferkur der Ernährungsdocs ist für mich nicht stimmig.
Siehe Haferflockenmenge: 2 -3 Eßlöffel sollen angeblich 75 g ergeben ?
Nein: 1 Eßlöffel Haferflocken entspricht ca. 10 g, also max. 30 g.
Vielleicht meinen die Docs 75 g schon mit der Flüssigkeit ?!?
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/haferkur100.pdf
Wichtig für dich wäre, auf einen gleichmäßigen Blutzuckerverlauf zu achten, dazu
Kohlenhydrate per Geschwindigkeit mittels Fett/Eiweiß/Ballaststoffen kombinieren.
Könntest du auch nachmessen, 1 h-Wert sollte nicht so hoch sein, je nachdem zeigen sich KHs auch erst nach 3 h oder später.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 11.01.2018 19:12:32. Grund: Ergänzung Link -
am 12.01.2018 08:29:15 | IP (Hash): 1523010919
Elfe schrieb:
Wichtig für dich wäre, auf einen gleichmäßigen Blutzuckerverlauf zu achten, dazu
Kohlenhydrate per Geschwindigkeit mittels Fett/Eiweiß/Ballaststoffen kombinieren.
Könntest du auch nachmessen, 1 h-Wert sollte nicht so hoch sein, je nachdem zeigen sich KHs auch erst nach 3 h oder später.
Elfe schrieb:
... Kohlenhydrate per Geschwindigkeit ...
Versteh ich nicht *kopfkratz* könntest du das bitte etwas genauer schildern? Danke.
Außerdem haben die Docs noch erläutert, daß gerade die Kombination Kohlenhydrate und Fett sehr sehr schlecht sind und man da lieber trennen sollte. Also lieber Nudeln mit Tomatensauce als Nudeln mit fettiger Bolo-Sauce - oder wie darf ich das verstehen (mal abgesehen davon das wir 2er keine Nudeln essen sollten *heul*)? Weil hier (im Forum) wird ja gerade dazu geraten, bei Kohlenhydrataufnahme mit fettreichen Lebensmitteln gegenzusteuern, damit die Kohlenhydrate durch die "Fette" ausgebremst werden.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 12.01.2018 19:48:29 | IP (Hash): 725927109
Hallo r2d2,
weiß nicht, wo du das her hast, daß Nudeln bei den Ernährungsdocs verboten sind.
Zugegeben, ich habe mir die Einzelsendungen zu Diabetes nicht angeschaut, sondern nur über die Mediathek einiges überflogen.
Bin schon lange 1er mit Insulin.
Kann prinzipiell schon nicht einsehen, daß Lebensmittel für 2er verboten sein sollen, die ein INSULINER locker essen kann.
Aber selbst die Ernährungsdocs erklären im Übersichtstext zur Ernährung
"Wichtig ist grundsätzlich: Essen Sie regelmäßig, mit mehrstündigen Esspausen dazwischen. Nur in diesen kleinen Fastenintervallen kann der Körper auf Fettverbrennung schalten. Setzen Sie bei Ihren Hauptmahlzeiten auf eine sättigende, ballaststoffreiche Kost mit genügend Eiweiß (Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch, Milchprodukte) und viel Gemüse. Vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten und Snacks. Dazu gehören auch Latte Macchiato und Co. zwischen den Mahlzeiten, denn auch Milch enthält Zucker. Kohlenhydrate sollten generell in der komplexen Variante auf den Tisch kommen, also Vollkornkornbrot, Vollkornnudeln und Co. Nehmen Sie Abstand von Weißmehl und Zucker - sie lassen den Blutzucker steil ansteigen."
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/diabeteS196_page-2.html
Diese Aussage trifft schon eher, was ich in den Schulungen gelernt habe, aber nicht komplett.
Kohlenhydrate pur in der leicht verdaulichen Variante erhöhen den Blutzucker stark in kurzer Zeit, machen nicht so wirklich satt und erzeugen Heißhunger.
Nur Vollkornbrot, oder Vollkornnudeln essen zu dürfen, ist trotzdem nicht nötig.
Mit den richtigen Bestandteilen kannst du die Weißmehlprodukte per Blutzuckerwirkung in Geschwindigkeit und Höhe beeinflussen:
Beispiele: Weißes Brötchen mit Wurst, Käse, Mett (Eiweiß, Fett) klappt - Weißes Brötchen mit Marmelade nicht
Normale Nudeln mit Bolognese oder Carbonara (Eiweiß, Fett) klappt - mit Tomatensauce eher nicht.
Auch die Vollkornnudeln haben gar nicht so den versprochenen Einfluss - schau dir mal im Supermarkt vergleichend die KH-Angaben auf den Packungen an. Auch nehmen Vollkornnudeln gar nicht so viel Wasser auf, d.h. gleiche Menge Trockennudeln ergeben eine kleinere Menge an Volumen nach kochen(schmecken mir auch nicht).
Bitte beachten: Betrifft alleine Blutzucker !
Die Aussage der Ernährungsdocs bzgl. Kohlenhydrate von Fett/Eiweiß trennen zu wollen, ist die olle Trennkost als Gewichtsabnahme-Diät.
2ern wird also Übergewicht unterstellt, ist als Diät eh überholt.
Da werden zwei Dinge vermaggelt von den Docs.
Dein Fokus liegt eher auf den BZ-Werten.
Wenn du zusätzlich abnehmen möchtest, und auf Kcal achtest, kannst du auch zur Blutzuckersteuerung mehr Ballaststoffe einbauen, aus Gemüse als Beilage oder auch einen Rohkostsalat als Vorspeise zu einem Nudelgericht.
Möchte dir empfehlen, über die Mediathek dieses anzuschauen
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-kampf-gegen-die-kilos--wie-endlich-die-gute-figur-gelingt-100.html
Statt ganze Sendung sind auch kurze Einzelvideos anzusehen:
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-der-diaeten-check--womit-sie-locken-warum-viele-schaden--100.html
Hier wird u.a. auch die Trennkost als unsinnig beschrieben.
In diesem Video geht es lt. Überschrift um Mittagessen, Ernährung wird aber generell gut erklärt
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-fuenf-fakten-fuers-mittagessen-100.html
Ich selber lasse das Mittagessen aus und brauche eher ein Frühstück für den Tag - Müsli mit Haferflocken, Milch, gehobelten Mandeln, Ballaststoffen aus Leinsamen.
Dieses Rezept zu Haferbrei der Ernährungsdocs trifft's so einigermaßen mit 30 g Haferflocken pro Portion mit KH-Angabe ! (ohne wunderliches Versprechen zu Haferflocken).
http://www.ndr.de/ratgeber/kochen/rezepte/rezeptdb6_id-9647_broadcast-1530_station-ndrtv.html
Gruß Elfe -
am 13.01.2018 11:31:56 | IP (Hash): 378383847
Hallo Elfe,
erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Irgendwie passen diese Vorgehensweisen bei mir nicht...
So habe ich z.B. heute Morgen 3 kleine Scheiben Brot mit Wurst und Käse gegessen.
Das Brot habe ich selber gemacht mit selbst geschrotetem Hafer, Roggen, Grünkern und noch etwas Roggenmehl Type 1150. Also eigentlich ein richtig "gesundes" Brot. Trotzdem liegen meine Werte 1h nach dem Essen bei 172 und 2h nach dem Essen noch bei 162. Der Ausgangswert war 98.
Jetz esse ich schon "gesundes" Brot mit viel Ballaststoffen und nicht das "billige" Weißmehlbrot aus dem Supermarkt und trotzdem bekomme ich so hohe Werte. Wenn ich industriell hergestelltes Brot esse fallen meine Werte auch nicht höher aus.
Das ist ganz schön deprimierend, wenn man sich an alles hält und die Werte trotzdem machen was sie wollen *heul*
Gruß r2d2
Bearbeitet von User am 13.01.2018 11:32:35. Grund: . -
am 13.01.2018 16:27:19 | IP (Hash): 825746228
Wenn der Blutzucker nicht mehr im gesunden Bereich bleiben will, sind stärkehaltige Lebensmittel der beste Antrieb für seine höheren Ausflüge, getoppt nur noch von direkt flüssig aufgenommener Glukose in Cola oder Weintrauben o.ä.
Ok, manche messen mit Vollkorn langsameren Anstieg, während andere zwischen Vollkorn und Feinweizen überhaupt keinen Unterschied messen können, die meisten auch nicht in der Gipfelhöhe bei gleichen Mengen. Und genauso ist das mit der Fettgeschichte. Eben einige, die mit dick Schmalz auf dem Brot einen langsameren Anstieg als mit der selben Menge vom selben Brot trocken mit ner Gurke messen und viele andere, bei denen das überhaupt keinen Unterschied macht.
Einzige Möglichkeit zum Rausfinden, was bei einem selbst wie funzt: Selbst ausprobieren und sich dann danach richten, z.B. nach dieser Anleitung: http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
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Elfe
Rang: Gastam 13.01.2018 21:07:12 | IP (Hash): 725927109
Hallo r2d2,
sehr lobenswert, daß du Brot selber backst.
Die 'guten' Zutaten enthalten dennoch alle Kohlenhydrate aus Stärke.
Rechne doch mal aus, wie viele Kohlenhydrate in deinem Brot enthalten sind, auch per Portion.
Bei Belag Wurst und Käse die normalen Sorten auswählen, also nichts fettreduziertes (Light).
So ein Gouda oder auch Streichkäse hat per Fettgehalt schon großen Einfluss auf die Verdauungsgeschwindigkeit = Übergang der aufgeschlossenen Stärke als Blutzucker.
Auch Quark hat per Eiweißgehalt einen bremsenden Einfluss, daß sogar ein Löffelchen Marmelade zusätzlich 'erlaubt'.
Also lieber eine Scheibe Brot weniger und dafür mehr Belag verwenden.
Im Gegensatz zu Jürgen finde ich stärkehaltige Lebensmittel durchaus in Ordnung.
Stärke ist ein Mehrfachzucker, der erst einmal aufgeschlossen werden muss zum Einfachzucker Glukose, den wir dann letztendlich im Blut messen können.
Für mich übrigens auch ein unentbehrlicher Sattmacher in Form von Brot (+ Belag) und (vor Diabetes verschmähten) Kartoffeln.
Deine Messwerte nach 1 und 2 h finde ich viel zu früh.
Wenn du die Verdauung berücksichtigst, sollte die Blutzuckerwirkung bis zu 3 h und mehr anhalten.
Trotzdem kannst du sehen, daß dein eigener Organismus per eigenem Insulin den Blutzucker senken kann, von 172 auf 168.
So einzeln kurzzeitige höheren Blutzuckerwerte sollten dich nicht verunsichern.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 13.01.2018 21:20:42. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 14.01.2018 09:58:32 | IP (Hash): 922042523
Finde ich jetzt wieder nicht,Blutzucker bis 172.
Es soll doch versucht werden den 1oder 2 Stunden Blutzucker niedriger als 140 zu haben um die Bauchspeicheldrüse zu schonen.
Also ich lasse Pizza,Nudeln,Vollkornbrot und alles andere weg welches mein BZ über die 140 sausen lässt .
Kartoffeln oder sogar Pommes gehen ,,,-aber mit viel Oliven-Rapsöl,,.
Sonne muss dabei sein!2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 10:44:58 | IP (Hash): 2135957466
Elfe schrieb:
Im Gegensatz zu Jürgen finde ich stärkehaltige Lebensmittel durchaus in Ordnung.
Stärke ist ein Mehrfachzucker, der erst einmal aufgeschlossen werden muss zum Einfachzucker Glukose, den wir dann letztendlich im Blut messen können.
Hallo r2d2,
eine positive Wirkung auf den BZ wäre nur zu erwarten, wenn das Aufschließen von Mehrfachzucker zu Glukose einig gewisse Zeit in Anspruch nehmen würde. Das macht es aber nicht, die Zerlegung erfolgt schnell und führt nicht zu einer spürbaren Verzögerung des Verdauungsprozesses. Sie beginnt ja bereits im Mund durch Enzyme, die im Speichel enthalten sind. Du machst also alles richtig, wenn du stark raffiniertes Weißmehl und andere ballaststoffarme Lebensmittel mit hohem Stärkegehalt meidest.
Ein Thema, dassbei der BZ-Wirkung von Stärke eine Rolle spielt, ist die resistente Stärke, also Stärke, die bei der menschlichen Verdauung nicht aufgeschlossen und verwertet werden kann. Die spielt z.B. bei Nudeln aus Hartweizengries und bei Bratkartoffeln aus erkalteten gekochten Kartoffen eine große Rolle. Allerdings ist der Effekt sehr individuell und von so vielen Faktoren abhängig, dass dir dazu wieder nur das Austesten bleibt, so wie Jürgen es dir vorgeschlagen hat.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 14.01.2018 11:45:00. Grund: . -
am 14.01.2018 11:29:31 | IP (Hash): 378383847
Elfe schrieb:
nichts fettreduziertes (Light)
Nee, habe ich sowieso noch nie gemacht. Bin aber von Margarine auf Butter umgestiegen.
werner50 schrieb:
Es soll doch versucht werden den 1oder 2 Stunden Blutzucker niedriger als 140 zu haben um die Bauchspeicheldrüse zu schonen.
Wo steht das? Ist das wissenschaftlich erwiesen? Mein Diabetologe hat zu mir gesagt, daß ich mich nicht an den "gesunden" Werten orientieren soll. Diese Werte kann man nur sehr schwer einhalten, dazu müsste man dann gänzlich auf alles was "schmeckt" verzichten - und etwas Lebensqualität will man sich ja dann doch noch erhalten.
Rainer schrieb:
resistente Stärke
Habe ich auch schon mit mehr oder weniger Erfolg getestet - hängt irgendwie dann auch mit den anderen Lebensmitteln zusammen, die man dazu isst. Das ist wirklich ein sehr komplexes Thema.
hjt_Jürgen schrieb:
Selbst ausprobieren und sich dann danach richten, z.B. nach dieser Anleitung: http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
Macht es wirklich sinn, sich als Diabethiker an Werte von Nicht-Diabetikern zu richten? Wo bleibt da dann noch die Lebensqualität? Mein Diabetologe hat zu mir gesagt, daß es nicht wissenschaftlich erwiesen ist, daß Blutzuckerspitzen wirklich zu späteren Schaden führen würden und daher der 1h-Wert bei unter 200 immer noch unkritisch währe.
Bearbeitet von User am 14.01.2018 11:30:18. Grund: . -
am 14.01.2018 12:32:21 | IP (Hash): 1575634987
r2d2 schrieb:
Macht es wirklich sinn, sich als Diabethiker an Werte von Nicht-Diabetikern zu richten? Wo bleibt da dann noch die Lebensqualität? Mein Diabetologe hat zu mir gesagt, daß es nicht wissenschaftlich erwiesen ist, daß Blutzuckerspitzen wirklich zu späteren Schaden führen würden und daher der 1h-Wert bei unter 200 immer noch unkritisch währe.
Das Spektrum Deiner Möglichkeiten reicht von eigenverantwortlich "alles anders machen als bisher" in der Art wie "Fit wie ein Diabetiker" bis hin zum passiven Patienten-=Erdulder-Dasein mit allem wie bisher und eben mit der Zeit immer mehr Medis und immer mehr Kilos und immer mehr mehr oder weniger großen Zipperlein … wie halt die meisten um Dich rum. Dein Diabetologe wird davon nix spüren, sondern sich einfach nur seinen Nutzen davon freuen :)
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Bearbeitet von User am 14.01.2018 12:33:37. Grund: Ergänzung -
am 14.01.2018 12:35:47 | IP (Hash): 378383847
hjt_Jürgen schrieb:
Dein Diabetologe wird davon nix spüren, sondern sich einfach nur seinen Nutzen davon freuen
Das befürchte ich.
hjt_Jürgen schrieb:
"Fit wie ein Diabetiker"
Lauber - mach ich :-) Trotzdem manchmal nicht ganz einfach :-( -
am 14.01.2018 12:41:36 | IP (Hash): 1575634987
Elfe schrieb:
Wenn du die Verdauung berücksichtigst, sollte die Blutzuckerwirkung bis zu 3 h und mehr anhalten.
Trotzdem kannst du sehen, daß dein eigener Organismus per eigenem Insulin den Blutzucker senken kann, von 172 auf 168.
Du hast recht, Elfe, da ist noch viel Insulin, wahrscheinlich sogar sehr viel, in 24 Stunden wenigstens 2-3mal soviel, wie ein in allem ähnlicher stoffwechselgesunder Mensch für das selbe Essen bei gesundem BZ bräuchte. Der Hintergrund ist recht einfach: Typ2 fehlgesteuert wird sehr viel mehr Glukose in den Kreislauf entlassen, als verbraucht wird, und der wird immer mehr Insulin hinterher geschickt und davon infolge des Ausgabedrucks immer mehr als intaktes Proinsulin ausgegeben. Das ist ein Teufelskreis, der sich mit immer höherem BZ immer mehr selbst verstärkt, bis zwischen den Mahlzeiten praktisch gar kein nennenswertes Absinken mehr beobachtet werden kann und der BZ praktisch nur noch über 200mg/dl und höher verläuft - u.U. sogar auch dann immer noch mit so viel eigenem Insulin, wie ein in allem ähnlicher stoffwechselgesunder Mensch für das selbe Essen bei gesundem BZ bräuchte.
Mit dieser Art Fehlsteuerung des zunehmend Vielzuvielen unterscheidet sich der Typ2 grundsätzlich vom Typ1, dem einfach nur das Insulin fehlt. Und deswegen ist der ordentliche Behandlungsrahmen für Typ1, der nur auf das Minimieren von direkten Folgekrankeiten-Risiken abstellt, für uns 2er tatsächlich so lange noch kontraproduktiv und DM-förderlich, wie wir noch einen nennenswerte Menge an zwar fehlgesteuerten aber funktionierenden Betas haben. Denn die sich selbst verstärkende Zunahme dieser Fehlsteuerung lässt sich bislang ausschließlich mit weniger BZ begrenzen, also mit möglichst vielen von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen, nüchtern also meistens deutlich unter 100mg/dl und in den Spitzen nach dem Essen&Trinken eher nur kurz an oder über 140.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 14.01.2018 12:45:41 | IP (Hash): 2135957466
r2d2 schrieb:
..., dazu müsste man dann gänzlich auf alles was "schmeckt" verzichten - und etwas Lebensqualität will man sich ja dann doch noch erhalten.
Das sehe ich total anders. Du musst lediglich eine Ernährung finden, die deinem BZ gut tut und zu dir passt. Wenn du so eine Ernährung gefunden hast und die nicht ganz ausreicht, dann hole dir die erforderliche Unterstützung von Medikamenten.
Ich habe für mich die perfekte Kombination in LCHF und Untertstützung mit Lantus gefunden. Ob so etwas für dich denkbar wäre, kannst nur du allein entscheiden. Der Wunsch nach bestimmten Lebensmitteln, wie du ihn z.B. für Nudeln beschrieben hast, ist auch bei so einer radikalen Ernährungsumstellung nicht ganz vom Tisch. Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber versichern, dass solche Wünsche bereits nach einem halben Jahr immer mehr verblassen und die Freude an dem überwiegt, was man jetzt alles essen kann.
Beste Grüße, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 13:21:55 | IP (Hash): 378383847
Elfe schrieb:
Die 'guten' Zutaten enthalten dennoch alle Kohlenhydrate aus Stärke.
Das ist das Problem... und ich bin immer noch auf der Suche nach dem optimalen Brot für mich. Diese Eiweißbrotrezepte schmecken mir gar nicht - urg. Gibt es den irgendein "Getreide", daß ich zu Brot verarbeiten kann, was aber eben nicht so viele Kohlenhydrate hat?1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2018 15:16:44 | IP (Hash): 1575634987
r2d2 schrieb:
Lauber - mach ich :-) Trotzdem manchmal nicht ganz einfach :-(
Stimmt, überhaupt nicht einfach: Alle aktiven 2er, die ich mit weniger bis keinen Medis für nen einigermaßen gesunden BZ kenne, bewegen sich 24/7 deutlich mehr, als allgemein als ausreichend gesunde Bewegung empfohlen wird, und schränken sich beim Essen sehr viel mehr ein, als ihnen die üblichen Berechnungen zum Gewichthalten empfehlen, und zusätzlich auch in der Essenszusammensetzung.
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am 14.01.2018 17:11:13 | IP (Hash): 378383847
hjt_Jürgen schrieb:
Essenszusammensetzung
Gestern gab es Gemüse-Linsen-Eintopf mit Würstchen aber ohne Kartoffeln. Da lag mein 1h-Wert bei 147 und mein 2-h-Wert bei 119.
Heute gab es Blumenkohlpizza. Da lag mein 1-h-Wert bei 145 und mein 2-h-Wert bei 129 (wahrscheinlich wegen dem vielen Käse).
Danach liege ich eigentlich gut im Rennen... :-)
Bearbeitet von User am 14.01.2018 17:11:56. Grund: . -
am 14.01.2018 17:23:45 | IP (Hash): 1575634987
Daumendrück :)
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am 14.01.2018 17:28:34 | IP (Hash): 2135957466
Ja, mit diesen Werten liegst du gut im Rennen.
r2d2 schrieb:
Gibt es den irgendein "Getreide", daß ich zu Brot verarbeiten kann, was aber eben nicht so viele Kohlenhydrate hat?
Wenn du Austausch über Low Carb Rezepte haben willst, solltest du dich besser in LC-Foren umsehen. Im LOGI-Forum (http://forum.nicolai-worm.de/) gibt es z.B. einen Rezeptteil, in dem ganz bestimmt auch Brotrezepte ausgetauscht werden. In diesem Forum können die Rezepte nur von angemeldeten Usern eingesehen werden, das dürfte aber kein unüberwindbares Hindernis sein. -
am 14.01.2018 17:49:51 | IP (Hash): 378383847
Rainer schrieb:
In diesem Forum können die Rezepte nur von angemeldeten Usern eingesehen werden
Bin ich doch...? -
Elfe
Rang: Gastam 14.01.2018 21:15:29 | IP (Hash): 725927109
r2d2 schrieb:
Elfe schrieb:
Die 'guten' Zutaten enthalten dennoch alle Kohlenhydrate aus Stärke.
Das ist das Problem... und ich bin immer noch auf der Suche nach dem optimalen Brot für mich. Diese Eiweißbrotrezepte schmecken mir gar nicht - urg. Gibt es den irgendein "Getreide", daß ich zu Brot verarbeiten kann, was aber eben nicht so viele Kohlenhydrate hat?
Hallo r2d2,
ich selber habe auch einige Zeit selber Brot gebacken mit Dinkelvollkornmehl.
War Kohlenhydrate-mäßig aber ähnlich wie gekauftes Roggen/Weizen-Mischbrot, was ich aber - wie beschrieben + Belag - auch gut vertrage.
Definition Vollkornbrot ist widersprüchlich.
Ein wirkliches Vollkornbrot/Schwarzbrot wäre dieses, was es hier im Supermarkt zu kaufen gibt
http://www.mestemacher.de/produkte/westfaelische-spezialitaeten/vollkorn-brot
Nicht fein gemahlenes Mehl, sondern die Roggenkörner mit Schale sind noch gut zu sehen, und macht pappsatt, max. 1,5 Scheiben schaffe ich davon (nicht so trocken wie Pumpernickel).
Die KHs sind mit ca. 32 g/100 g niedriger, bei Mischbrot rechnet man sonst so ca. mit 40 g KH/100 g.
Selbstverständlich dauert die Aufspaltung von Stärke einige Zeit.
Beginnt nur im Mund durch Speichelenzyme - beliebter Schulversuch - nach langem Kauen eines Stücks Weizenbrötchen Geschmack leicht süßlich.
Die weitere Aufspaltung findet im Magen und Darm statt.
Und dazu gibt die Bauchspeicheldrüse jede Menge Verdauungssaft ab mit Enzymen, die Kohlenhydrate/Eiweiß/Fett aufspalten.
https://www.netdoktor.de/Diagnostik+Behandlungen/Laborwerte/Bauchspeicheldruesenenzyme-1314.html
(Da meine Bauchspeicheldrüse komplett kaputt ist, nehme ich die fehlenden Verdauungsenzyme als Medikament ein - da ist auch Amylase drin.)
Woher die 2er-Denke kommt, 140 mg/dl nach 1 - 2 h einhalten zu wollen, ist mir persönlich vollkommen schleierhaft.
Eine Schwangerschaft ist ja wohl bei den männlichen Schreibern definitiv auszuschließen.
Hier wird ein Blutzuckerkorridor von 140 - 199 mg/dl angegeben
https://www.zuckerkrank.de/diabetes-behandlung/ziele
Mein persönlicher Richtwert liegt bei 180 mg/dl.
Ab da wird überschüssiger Blutzucker über die Nieren abgegeben, was diese belastet.
Trotz erheblicher Ausreißer nach oben (und leider auch nach unten) in Einzelblutzuckerwerten liegt der Langzeitwert mit ca. 6 mehr als optimal.
Bin da ganz auf der Seite deines Arztes, was so wissenschaftliche Hintergründe angeht.
Mein Arzt hat mir sogar gesagt, auch höhere Blutzuckerwerte zuzulassen, aufgrund Unterzucker wieder besser erspüren zu können.
Befürchtete Folgeerkrankungen als Schreckgespenst (Augen, Nerven ... ) habe ich nicht, trotz schon lange.
Bin so als alleinige 'wie ein 1er behandelt' in einem 2er Umfeld - Familie und Bekannte.
Echt wunderlich, was die tun oder lassen sollen.
Gruß Elfe -
am 15.01.2018 07:45:26 | IP (Hash): 1523010919
Elfe schrieb:
Hier wird ein Blutzuckerkorridor von 140 - 199 mg/dl angegeben
https://www.zuckerkrank.de/diabetes-behandlung/ziele
Hallo Elfe, vielen Dank für die aufbauenden Beispiele. Eine Frage dazu: da steht "venös", die BZMessgeräte messen im Plasma. Bedeutet venös = Plasma oder Vollblut? Weil da gibt es dann Unterschiede.
Gibt es irgendein gutes Buch, in dem die Zusammenhänge beschrieben sind, daß du empfehlen kannst? Ich habe bisher nur Bücher zum Thema wie man damit umgeht gelesen/gefunden. Mich würde aber ein Buch wo das alles (sehr genau) beschrieben ist interessieren.
Gruß r2d2 -
am 15.01.2018 14:44:17 | IP (Hash): 1523010919
Am Samstag hatte ich ja Gemüse-Linsen-Eintopf.
Meine Werte sahen wie folgt aus:
1-h-Wert 147
2-h-Wert 119
Delta = 28
Heute gab es die Reste.
So sahen die Werte heute aus:
1-h-Wert 185
2-h-Wert 132
Delta = 53
Das die Werte am Samstag besser waren lag daran, daß ich vorher laufen war.
Nun würde mich aber mal interessieren, warum das Delta dann heute soviel besser war?
Bearbeitet von User am 15.01.2018 14:44:53. Grund: . -
am 15.01.2018 15:10:21 | IP (Hash): 1888025068
Bin völlig ahnungslos: Was ist das für'n Delta?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 15.01.2018 16:51:22 | IP (Hash): 1523010919
hjt_Jürgen schrieb:
Was ist das für'n Delta?
Na der jeweilige Unterschied vom 1-h-Wert zum 2-h-Wert. -
am 15.01.2018 17:02:14 | IP (Hash): 1888025068
und je größer der ist, umso besser?
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Elfe
Rang: Gastam 15.01.2018 19:00:39 | IP (Hash): 725927109
Hallo r2d2,
eine Buchempfehlung kann ich dir leider auch nicht geben, habe mich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt.
Aber jetzt :-)
Mein Blutzuckermessgerät misst im kapillären Vollblut - siehe Beipackzettel der Sensoren
https://www.medikamente-per-klick.de/images/products/medikamenteperklick/beipackzettel/08884487.pdf
Die gewünschte Umstellung auf Plasma-Werte ist in Deutschland noch nicht erfolgt.
Hier einige Links
http://de.mylife-diabetescare.de/mylife-diabetes-wissen-blutzuckermessung-vollblut-oder-plasma.html
https://www.diabetesde.org/system/files/documents/uploads/pics/PatienteninformationPlasmakalibrierung_DDG_02.pdf
http://flexikon.doccheck.com/de/Blutzuckermessung
https://www.arztpraxis-ffm.de/diabetologie/umrechnungstabelle.html
~
Deine weitere Frage betraf deinen Linseneintopf an zwei unterschiedlichen Tagen.
Am zweiten Tag hast du höhere Blutzuckerwerte. Grund vermutlich: Du hast den Eintopf aufgewärmt.
Hülsenfrüchte generell sind schwierig zu bewerten. In der INSULINER-Schulung wurde das erklärt.
Die Stärke in den Hülsenfrüchten verändert sich durch Erhitzen, wird schon z.T. die Stärke aufgeschlossen und macht sich per Blutzuckererhöhung bemerkbar.
Nehme als Beispiel lieber mal Erbsen:
Erbsen als Tiefkühlprodukt, nur kurz erhitzt, wird per Insulineinheiten nicht berechnet.
Erbsen aus Konserven (eingekocht) wird das Abtropfgewicht berechnet und muss per Insulin berücksichtigt werden.
Bei gekauften Eintöpfen steht die Kohlenhydratmenge auf der Büchse drauf, die ich dann so per Insulin berücksichtige.
Da keiner mit mir Linseneintopf isst, greife ich dann lieber auf die kleinen Büchsen zurück - Portion 330 g oder 400 g je nach Hersteller.
Gruß Elfe
@Jürgen
Der griechische Buchstabe Delta - Sonderzeichen als Dreieck ist mir jedenfalls bekannt - wird in Formeln verwendet und meint Differenz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Delta
Statt Sonderzeichen hier im Forumstext unterbringen zu können, wurde das Delta als Begriff ausgeschrieben.
-
am 15.01.2018 19:11:10 | IP (Hash): 1640286945
Elfe schrieb:
Mein Blutzuckermessgerät misst im kapillären Vollblut - siehe Beipackzettel der Sensoren ...
Hallo r2d2,
dein Messgerät misst auch im kapillarem Vollblut, es ist allerdings plasmakalibriert und zeigt deshalb annähernd Plasmawerte an. Für das Messgerät von Elfe gilt 100%ig das gleiche, weil auch bei uns in D seit 2010 alle Messgerät und Teststreifen plasmakalibriert sind. Davor war es gemischt, dieser Unsinn wurde zum Glück 2010 bereinigt. Ein Diabetiker sollte so etwas wissen oder zumindest sorgfältig genug recherchieren. -
Elfe
Rang: Gastam 15.01.2018 19:37:35 | IP (Hash): 725927109
@Rainer
dann gib mal eine Quelle an für deine Behauptung.
In 2010 wurde die unterschiedliche Kalibrierung diskutiert und Plasma empfohlen.
In wie fern die einzelnen Hersteller darauf reagiert haben, ist eine andere Frage.
Die Kalibrierung ist mir eigentlich egal im Gebrauch, sondern wie sind die angezeigten Messwerte zu bewerten - glauben mit Umrechnung schon durch Gerät oder per Faktor im Nachhinein umrechnen zu müssen.
Bearbeitet von User am 15.01.2018 19:40:29. Grund: Ergänzung -
am 15.01.2018 20:59:49 | IP (Hash): 378328320
@Elfe: Da hat Rainer recht... siehe z.B. hier http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2010/100517b.html
Wobei die endgültige Umsetzung noch mindestens das ganze Jahr 2010 gedauert hat... aber inzwischen sind alle Geräte in D plasmakalibriert.
Bearbeitet von User am 15.01.2018 21:10:13. Grund: Ergänzung -
am 15.01.2018 21:11:01 | IP (Hash): 1888025068
http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2009/090903.html
http://www.bsvh.org/aktuelles-diabetiker/items/plasmakalibriert.html
Sagt, dass 2 der Hauptanbieter 2010 eindeutig umgestellt haben. Bei meinen aktuellen Abbott Precision Streifen findet sich nur noch am Ende vom Kleingedruckten in der Gebrauchsanweisung ein Kalibrierungshinweis auf Testen im Vollblut und Ausgabe in Plasma. Beim Libre nicht mal mehr das, was mir sagt, dass Deine Diskussion längst ausgestanden ist.
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am 15.01.2018 21:27:17 | IP (Hash): 1888025068
r2d2 schrieb:
Na der jeweilige Unterschied vom 1-h-Wert zum 2-h-Wert.
Also mal konkret:
Gesund 1 Std 120, 2 Std 80, Delta 40
Gesünder 1 Std 200, 2 Std 80 Delta 120
Hab ich Dich so richtig verstanden???
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am 16.01.2018 06:43:09 | IP (Hash): 43073022
hjt_Jürgen schrieb:
und je größer der ist, umso besser?
Hallo Jürgen,
am 1. Tat lag der 1-h-Wert bei 147 und der 2-h-Wert bei 119. Das heißt, daß mein Blutzucker innerhalb von einer Stunde um 28 "Einheiten" zurückgegangen ist. Am 2. Tag ist mein Blutzucker aber um 53 "Einheiten" zurückgegangen und das bei gleichen Bedingungen (gleiches Essen: Linseneintopf) und obwohl ich am 2. Tag vorher kein Sport betrieben habe.
Jetzt frage ich mich, warum bei gleichen Bedingungen mein Blutzucker am 2. Tag um fast die doppelten "Einheiten" zurückgegangen ist? Ein Rückgang von 53 "Einheiten" ist doch besser als ein Rückgang von 28 "Einheiten".
Gruß r2d2 -
am 16.01.2018 06:54:08 | IP (Hash): 43073022
Elfe schrieb:
Die gewünschte Umstellung auf Plasma-Werte ist in Deutschland noch nicht erfolgt.
Hallo Elfe,
also ich verwende das AccuChek Guide und dort steht unter Referenzmethode: "Hexokinase mit Deproteinisierung, umgerechnet in Plasmawerte gemäß FCC-Empfehlung"
Gruß, r2d2 -
am 16.01.2018 07:12:36 | IP (Hash): 43073022
Rainer schrieb:
Bist du ganz sicher, dass dein BZ nur beim Aufstehen kurzzeitig so hoch ansteigt? Hast du das mit ein paar Zusatzmessungen kontrolliert? Wenn das so ist, dann kannst du bei deinem guten HbA1c vielleicht wirklich mit so hohen Nüchternwerten leben.
Also heute Morgen lag mein wert bei 99, das entspricht so etwa einem HB-Wert von 5,4-5,5. -
am 16.01.2018 09:48:19 | IP (Hash): 568833660
r2d2 schrieb:
Jetzt frage ich mich, warum bei gleichen Bedingungen mein Blutzucker am 2. Tag um fast die doppelten "Einheiten" zurückgegangen ist? Ein Rückgang von 53 "Einheiten" ist doch besser als ein Rückgang von 28 "Einheiten".
Wenn Du einen stoffwechselgesunden Menschen systematisch vermisst, wirst Du dessen BZ-Obergrenze nach dem Essen sehr beständig in einem sehr engen Bereich von z.B. max 110-120 oder max 130-140 sehen, egal wie viel Stärke oder Glukose der einfüllt.
Wenn Du einen von uns mit Diabetes systematisch vermisst, wirst Du zur selben Tageszeit beim selben Probanden mit der selben Menge vom selben Essen mit der selben Menge vom selben Medi oder wie bei Dir eben nix über mehrere Tage eine Streubreite (um so viel verschiedene Messergebnisse) von 20-60 und mehr in der Stunden-Spitze und über noch mehr in der Absenkung in den folgenden 1-2 Stunden beobachten können.
Bei uns T2 übrigens noch lange nach dem Einsatz jeder Menge Medis immer noch mit mehr eigenem Insulin, als bei einem ansonsten gleichen gesunden Menschen unter den selben Bedingungen zu beobachten wäre.
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am 16.01.2018 10:19:59 | IP (Hash): 2108455638
r2d2 schrieb:
Rainer schrieb:
Bist du ganz sicher, dass dein BZ nur beim Aufstehen kurzzeitig so hoch ansteigt? Hast du das mit ein paar Zusatzmessungen kontrolliert? Wenn das so ist, dann kannst du bei deinem guten HbA1c vielleicht wirklich mit so hohen Nüchternwerten leben.
Also heute Morgen lag mein wert bei 99, das entspricht so etwa einem HB-Wert von 5,4-5,5.
Dein HbA1c stellt einen Durchschnitt der letzten Wochen dar, exklusive kurzer Spitzen – allerdings wird der Anstieg sowie der Abstieg auch am HbA1c sichtbar sein.
Deine Haferkur wird genauso wie bei mir funktionieren – ich bin jetzt bei Tag 2 und reduziere mein Insulin (Die Feiertage waren mit höheren Insulinmengen zwar toll, aber man holt sich auch eine Down-Regulierung, quasi eine Insulinresistenz).
Du bist allerdings noch in eher "niedrigen BZ-Werten" unterwegs und wirst wohl öfter Hafertage einlegen müssen, um dauerhaft nutzen daraus zu ziehen.
Eine Empfehlung ist Hafer zum Frühstück, das bringt auf Dauer am Meisten.
Geht auch mit Milch und dezent Obst. -
am 16.01.2018 12:39:58 | IP (Hash): 1523010919
TypEinser schrieb:
Eine Empfehlung ist Hafer zum Frühstück,
Und dann als "Beilage" also quasi wie ein Joghurt zum Käsebrot oder als einzige Mahlzeit zum Frühstück? Und wieviel Hafer? Ich glaube mit meinen 100g bin ich wohl auch weit über das Ziel hinausgeschossen... -
am 16.01.2018 14:32:58 | IP (Hash): 568833660
Wenn Du mal die Grafik schaust, fehlt Dir der erste höhere und zeitlich kürzere Teil der Insulinantwort auf Dein Essen https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/48/Verlauf_Insulin-Glucagon-GLP1_nach_Habener.svg/495px-Verlauf_Insulin-Glucagon-GLP1_nach_Habener.svg.png Bei Dir muss der zweite Teil, der eigentlich nur für’s Nacharbeiten zuständig ist, die komplette Arbeit übernehmen. Und das bei weiter ganz normaler Glukoseausgabe wie ohne Essen, die gesund von der Erstantwort abgestellt wird, bis die neu gegessene Glukose abgearbeitet ist.
Mit den Stichworten Hafer Frühstück kriegst Du einige Tausend Vorschläge bei Google :)
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am 16.01.2018 14:37:04 | IP (Hash): 1523010919
hjt_Jürgen schrieb:
Wenn Du mal die Grafik schaust, fehlt Dir der erste höhere und zeitlich kürzere Teil der Insulinantwort auf Dein Essen Bei Dir muss der zweite Teil, der eigentlich nur für’s Nacharbeiten zuständig ist, die komplette Arbeit übernehmen. Und das bei weiter ganz normaler Glukoseausgabe wie ohne Essen, die gesund von der Erstantwort abgestellt wird, bis die neu gegessene Glukose abgearbeitet ist.
Und was bedeutet das jetzt genau für mich? -
am 16.01.2018 14:47:07 | IP (Hash): 2108455638
r2d2 schrieb:
Und was bedeutet das jetzt genau für mich?
Weniger BEs zum Frühstück! ;-))
Mach den Versuch mal mit der Hälfte vom Hafer. -
Elfe
Rang: Gastam 16.01.2018 18:26:09 | IP (Hash): 725927109
r2d2 schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
und je größer der ist, umso besser?
Hallo Jürgen,
am 1. Tat lag der 1-h-Wert bei 147 und der 2-h-Wert bei 119. Das heißt, daß mein Blutzucker innerhalb von einer Stunde um 28 "Einheiten" zurückgegangen ist. Am 2. Tag ist mein Blutzucker aber um 53 "Einheiten" zurückgegangen und das bei gleichen Bedingungen (gleiches Essen: Linseneintopf) und obwohl ich am 2. Tag vorher kein Sport betrieben habe.
Jetzt frage ich mich, warum bei gleichen Bedingungen mein Blutzucker am 2. Tag um fast die doppelten "Einheiten" zurückgegangen ist? Ein Rückgang von 53 "Einheiten" ist doch besser als ein Rückgang von 28 "Einheiten".
Hallo r2d2,
aus meiner Sicht ist nicht die Höhe des Rückgangs wichtig, sondern die gemessenen Blutzuckerwerte, die am 2. Tag weit höher lagen mit 185 und 135 - deshalb mein Versuch, dir dieses über die Besonderheit der Hülsenfrüchte zu erklären.
r2d2 schrieb:
also ich verwende das AccuChek Guide und dort steht unter Referenzmethode: "Hexokinase mit Deproteinisierung, umgerechnet in Plasmawerte gemäß FCC-Empfehlung"
Die Funktionsweise eines Blutzuckermessgerätes kannst du hier nachlesen
http://flexikon.doccheck.com/de/Blutzuckermessger%C3%A4t#Ablauf_des_Messvorgangs
Im kleinsten Raum findet eine komplexe chemische Reaktion statt.
Der schwache Effekt per frei werdender Elektronen wird dann hoch- und umgerechnet.
Wie dem auch sei, die BZ-Handgeräte sind ungenau, +/- 15 %.
Trotzdem natürlich hilfreich zur Blutzuckerkontrolle, bin da durchaus dankbar.
Ist für mich dennoch nur ein Korridor, nicht absolut, im Rahmen der Möglichkeiten des Gerätes.
Für mich ist die genaue ärztliche Bestimmung des HbA1c-Wertes (alle drei Monate) viel wichtiger.
Auch zeigt der Langzeitwert die wirklichen Auswirkungen im Organismus, nicht jeder Blutzucker-Ausreißer zeigt sich als schädlich, schon gar nicht im 1 - 2 h-Bereich.
Messwerte sind nur ein Hilfsmittel, mehr nicht.
Auch Ernährung ist nicht für jeden gleich.
Haferflocken sind für mich nur ein 'gesundes' Lebensmittel als Bestandteil im Müsli (von 40 auf 20 g reduziert).
Eine Down-Regulierung als Kur kann ich selbst nicht feststellen, KHs - per Verwertbarkeit - muss ich per Insulin berücksichtigen.
Gruß Elfe -
am 17.01.2018 00:02:26 | IP (Hash): 2028426305
Elfe schrieb:
Für mich ist die genaue ärztliche Bestimmung des HbA1c-Wertes (alle drei Monate) viel wichtiger.
Auch zeigt der Langzeitwert die wirklichen Auswirkungen im Organismus, nicht jeder Blutzucker-Ausreißer zeigt sich als schädlich, schon gar nicht im 1 - 2 h-Bereich.
Das ist lediglich Annahme von Elfe.
Ob man sich hinter die Annahme von Elfe stellt oder hinter die von Jürgen oder für etwas zwischendrin, muss jeder für sich selbst entscheiden. Elfes Annahme ist natürlich bequemer. Wenn sich bei so einer BZ-Führung dann allerdings für uns Typ 2er der Diabetes innerhalb weniger Jahre erheblich verschärft, dann lässt sich leider hinterher nichts mehr dagegen tun.
@r2d2, die Entscheidung musst du ganz alleine treffen, die kann dir keiner abnehmen. Die Folgen deiner Entscheidung treffen auch nicht deinen Arzt oder Elfe oder Jürgen, sie treffen nur dich.
P.S.: Elfe wird jetzt sehr wahrscheinlich ein Feuerwerk an Google-Ergebnissen abschießen. Die werden aber nicht das beweisen, was sie beweisen will, Zu dieser Frage gibt es bisher keine belastbaren Studienergebnisse, nur praktische Erfahrungen von Typ2-Diabetikern. -
am 17.01.2018 08:34:52 | IP (Hash): 2108455638
Elfe schrieb:
KHs - per Verwertbarkeit - muss ich per Insulin berücksichtigen.
Das ist ja für Insulinpflichtige durchaus logisch...
Elfe schrieb:
Haferflocken sind für mich nur ein 'gesundes' Lebensmittel als Bestandteil im Müsli (von 40 auf 20 g reduziert).
Eine Down-Regulierung als Kur kann ich selbst nicht feststellen
Wenn Du mit Hafer Down-regulieren wolltst wäre das Ziel absolut verfehlt.
Es geht mehr darum, mittels einiger besonderer Nährstoffe im Hafer unter anderen die Insulinsensitivität zu verbessern. Das geht auch mit dieser Anleitung:
http://www.chrostek.de/curriculum/07_up_und_down_Reglung.pdf
Und außerdem besteht die Haferkur nicht aus einer Mini-Portion zum Frühstück, sondern "Haferschleim frühs, mittags, abends". Altgedienten T1 läuft dabei in Schauer über den Rücken....
Bearbeitet von User am 17.01.2018 08:36:58. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 17.01.2018 18:05:57 | IP (Hash): 725927109
@Rainer
Nein, das ist meine persönliche Erfahrung und die meiner 2er-Familie und Bekannten.
Da ist mitnichten bei einigen eine Verschärfung zu sehen, bei manchen schon, je nach Veranlagung.
Es ist falsch, zu behaupten, 'Diabetes Typ 2' verschärft sich innerhalb von kurzer Zeit.
Es ist auch falsch zu behaupten, hält man nur die angeblichen niedrigen BZ-Werte ein, passiert nichts.
Studienergebnisse zu Typ 2 gibt es zuhauf, Stichwort 'Evidenzbasierte Leitlinien der DDG' u.a.m.
Dafür muss man sich natürlich interessieren und verstehen.
Du hast dich hübsch eingerichtet in deiner HFLC-Ecke und meinst, alles mögliche erklären zu können. Ohne Ahnung, nur per Google, Hauptsache passt in dein Weltbild.
Dein letzte Klopper war: Kohlenhydratverdauung findet durch den Speichel im Mund statt.
Du überhebst dich in deiner Einbildung, auch Schwangere beraten zu wollen und Medikamente empfehlen zu können.
Wie gut, daß immer noch ein Arzt für Behandlung und Verschreibung zuständig ist.
Was mich angeht, tust du so, als würdest du bei mir am Esstisch stehen (bist allerdings weit weg, besser so).
Im Gegensatz zu dir ist meine Blutzuckersteuerung alles andere als 'bequem', habe auch beschrieben, warum.
Und daß man eben nicht bei jedem höheren Blutzuckerwert in Panik verfallen muss, wenn man denn auch so technische Dinge wie Messgenauigkeit und sinnvolle Messzeiten bzgl. Verdauung berücksichtigt, ist mir ein Anliegen.
@TypEinser
Danke für den Link zur Haferkur.
Kenne das Prinzip - habe das für mich allerdings noch nicht als notwendig erachtet.
Muss immer noch das Mahlzeiteninsulin vorsichtig dosieren, eine halbe Einheit zu viel kann mich immer noch in UZ bringen.
Bin kein wirklicher 1er, sondern nur 'wie ein 1er behandelt' mit eben Insulin, KH-Berechnung, ... .
Abstimmung mit Verdauungsgeschwindigkeit des Essens und Wirkung des Insulins ist nicht einfach, wenn die Bauchspeicheldrüse insgesamt ihre Funktion aufgibt. -
am 18.01.2018 08:40:31 | IP (Hash): 2108455638
Elfe schrieb:
Muss immer noch das Mahlzeiteninsulin vorsichtig dosieren, eine halbe Einheit zu viel kann mich immer noch in UZ bringen.
Bin kein wirklicher 1er, sondern nur 'wie ein 1er behandelt' mit eben Insulin, KH-Berechnung, ... .
Abstimmung mit Verdauungsgeschwindigkeit des Essens und Wirkung des Insulins ist nicht einfach, wenn die Bauchspeicheldrüse insgesamt ihre Funktion aufgibt.
Hallo Elfe!
Ob Du jetzt Typ 1B oder Typ 1A bist ist im Prinzip völlig egal – liegt Dein C-peptid gegen 0 bleibt nur das Insulin aus der Kanüle.
Und Probleme mit der Insulin-Wirkkurve vs. BZ-Kurve, KH/BE-Berechung und Überdosierung ist ja nun auch ein Alter Hut. Was bei Dir 1 Einheit ausmacht ist bei mir 1 Einheit – oder auch nur jeweils 1 Klick am Pen. Die Folgen sind die gleichen ;-))
Übrigens: Der Zusatz "LADA" bedeutet eigentlich die "bessere zu beherrschende" Variante des T1 mit massig Restleistung und damit etwas mehr Puffer bei Fehlern. Sieht bei Deinen Erfahrungen nicht so aus – LADA nur aufgrund des Alters ist nicht ganz richtig. -
Elfe
Rang: Gastam 18.01.2018 17:30:26 | IP (Hash): 725927109
Hallo TypEinser,
stimmt schon, habe auch zu Anfang nur Minimengen Mahlzeiteninsulin gebraucht (manch andere LADAs hatten hier geschrieben, daß sie nur Basal bekommen).
Die LADA-Diagnose stand jedoch nur zu Anfang.
Aufgrund schlechter körperlicher Symptome dann alles mögliche an Untersuchungen.
Ca. drei Jahre später stand dann fest, komplett gibt die Bauchspeicheldrüse ihre Funktionen auf.
Bin also eher Typ 3c, die Insulinbehandlung und BZ-Steuerung ist dennoch gleich geblieben.
Das Problem ist, daß ich nicht nur Insulin ersetzen muss, sondern auch die fehlenden Verdauungsenzyme (per Medikament zu berechnen auf Fettmenge).
Durch die zögerliche Verdauung (auch Eiweiß schwer) passe ich eher die Mahlzeitzutaten an, damit sich Blutzucker und Insulin per Wirkung treffen.
Durchaus unschöne Situationen durchgestanden.
Nach lecker Essen gehen erst Hypo, jede Menge Traubenzucker nötig, um dann später die hohen BZ-Werte herunterspritzen zu müssen.
Könnte auch noch ein drittes = länger wirkendes Mahlzeiteninsulin bekommen, aber so wichtig ist mir Fleisch/Pommes dann nun doch nicht.
Immerhin konnte ich ein paar Jahrzehnte normal essen und lebe noch, will mich nicht beklagen.
Dich hat die Diagnose Typ 1 vermutlich früher ge-/be-troffen ?
Gruß Elfe -
am 11.12.2018 16:28:10 | IP (Hash): 880462062
Das ist hier zwar schon ganz schön alt, aber ich bin zufällig auf diesen Thread gestoßen und möchte anmerken, dass hier die Haferkur völlig falsch angewendet wird! Erstens sind die Hafermengen zu hoch (es sollten nur 75 g pro Mahlzeit genommen werden), die Menge der Mandeln ist doppelt so hoch als in einer anderen Quelle erwähnt und Milch ist gänzlich tabu!!!
. . ."Dementsprechend kann die Haferkur ihre Wirkung offenbar am besten entfalten, wenn mehr als 3 g Beta-Glucan (ca. 40 g Haferkleie) am Tag verspeist werden, die tägliche Kalorienzufuhr gering ist und weder Milch noch Butter im Spiel sind. Milch- und Aminosäuren feuern nämlich Glucagon an, das die Insulinwirkung hemmt. Zudem enthalten Milchprodukte (und auch Fleisch) gesättigten Fettsäuren, die ihrerseits die Insulinsensitivität herabsetzen.". . .