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@hjt_Jürgen - LFHC

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    Mitglied seit: 14.06.2017
    am 15.02.2018 11:57:26 | IP (Hash): 1523010919
    Hallo Jürgen,

    du schreibst hier, daß du LFHC isst, also viele Kohlenhydrate und wenig Fett:

    hjt_Jürgen schrieb:
    Du weißt schon, dass ich seit nem guten Jahr LFHC esse, oder? UND Du weißt schon, dass ich nirgendwo für besonders hohen Proteingenuß eintrete, sondern ur dafür, die enge DGE-Begrenzung für gesunden BZ weniger ernst zu nehmen. UND Du weißt auch, dass Diabetiker mit gesundem BZ nicht nur kein erhöhtes Nierenrisiko haben, sondern ein seeehr viel geringeres, als der große Rest der Menschen mit Diabetes. Dem alten Dok Bernstein ist gelungen, seine schon vorgeschädigten Nieren mit LC gestütztem gesundem BZ wieder zu heilen - und der Beweis ist inzwischen über 90 und lebt noch immer - natürlich nur ein Einzelfall, ist doch klar :)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.



    Aber wie geht das bzw. wie machst du das? Kohlenhydrate sind doch Gift bei Diabetes...?
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    am 15.02.2018 15:01:29 | IP (Hash): 288206774
    Persönlich neige ich noch immer dazu, alles Essen aus der Perspektive des alten Jürgen vor inzwischen so etwa 5 Jahren, bevor ich mich zum Abschmelzen um 25kg auf BMI 24 aufgerafft hab, als mengenmäßig normal zu betrachten. Dann ein halbes Jahr Abschmelzen und anschließend das Gewöhnen an die alltägliche Essensmenge, die zum Halten meines neuen Gewichtes passte. Gefühlt weniger als die Hälfte von vorher ;(

    Zuerst ketogen, also von den für mich passenden 12-14 KH-BEs pro Tag nur noch 2-3 in KHs und der Rest der Energie in Form von Fett. Dazu eine ganz normale Schnitzel- u.ä. Portion und der Große Rest in Form von Gemüse, wobei KH-reicheres Gemüse gleich auch für die 2-3 BEs mitzählte.
    Bei Tagesausflügen war mein Standardgericht zum Mittag ein großer Salatteller mit Käse/Fleisch/Wurst und nem guten Zuschlag an Olivenöl ohne das normal dazu angebotene Brot.
    Mit dieser Art zu essen hab ich die ganze Zeit meinen BZ praktisch im völlig gesunden Rahmen von HBA1c 5 gehalten, und zwar mit nur noch etwas mehr als einem guten Drittel von der Menge an Insulin pro Tag, die der alte Jürgen mit vollem Gewicht die Jahre zuvor mit LC gebraucht hatte.

    Dann hab ich den Fehler gemacht und Dr.Neal Barnard’s Umkehren vom Typ2 gelesen, und wo ich auf meine alten Tage nichts interessanteres vor und hier im Forum eine Mitschreiberin mit guten Erfahrungen damit hatte, obwohl sie sich nicht an streng vegan hielt, hab ich mich halt ans eigene Ausprobieren gemacht. Wirklich schiefgehen konnte doch nix, denn wenn es nicht so unerwartet super wie beworben bei mir funktionieren würde, hätte ich ja immer meine bewährte ketogene Rückzugsebene. Klar wollte ich den Versuch nicht gleich in den ersten Tagen abbrechen, aber ich war mir beim Start in dieses Experiment eigentlich todsicher, dass ich einen Monat weiter ausreichend Beweise für meine Rückkehr gesammelt haben würde.

    Und jetzt sind wir mehr als 1 Jahr weiter, und ich bin immer noch dabei, also kein zusätzliches Gläschen Öl mehr auf dem Salat, vom Käse auch gern ne Portion für meine Frau und für mich das immer frisch getoastete und manchmal wirklich leckere Brot. Statt Brot zuhause zum Frühstück z.B. noch immer meistens geraspelte Möhren, aber statt früher einem Stück Käse dazu jetzt Haferflocken oder ein Apfel oder eine Birne oder Banane oder… Klar, noch immer mit der Beobachtung vom BZ nach dem Essen, der ja dann ansteigt und der sich seit meiner letzten Umstellung in diesem Anstieg mit meiner normalen körperlichen Bewegung direkt stoppen und umkehren lässt.

    Standardbeispiel: Nach dem Mittagessen mach ich recht regelmäßig für um ne Stunde einen Ausflug wie dieser hier https://www.youtube.com/watch?v=Ubt3EbOpIJM . In den ketogenen Jahren hab ich damit zusammen mit der passenden Menge Insulin zum Mittag meistens geschafft, dass der BZ bis zum Wirkauslauf des Insulins so gut 3 Stunden weiter einen breiten flachen Hügel beschrieben hat, der oben so in den Bereich von 140 oder knapp darüber hinaus guckte. Ohne Radeln mochte er unter den selben Bedingungen etwa doppelt so viel Insulin und mit dem breiten Kopf an 180 stoßen.

    Mit KHs statt Fett im selben Kalorienrahmen sehe ich nun nach dem Essen steilere Anstiege, die mit dem selben Bewegungspensum schon nach den ersten 20 Minuten sehr plötzlich nicht abflachen, sondern abbrechen und zu sinken beginnen. Und ohne Bewegung mit entsprechend mehr Insulin den steilen Anstieg bis in eine zeitlich kurze Spitze um 180 mit anschließendem zügigem Absinken.
    Klar könnte ich locker mehr KHs essen und meinen BZ damit in jede Höhe schießen, aber hier im Vergleich der beiden Ernährungsansätze geht es mir ausschließlich um die Mengen, mit denen ich statt zuvor mit Fett mein Gewicht mit denselben Aktivitäten wie zuvor halte. Mit insgesamt der selben Menge an Insulin pro Tag, weniger Basal und mehr Bolus und z.B. wenigstens halbiertem Bolusfaktor, also der Hälfte vom Insulin für die gleiche Scheibe Brot, den gleichen Apfel, ….

    Gleich geblieben:
    Gewicht und BZ und HBA1c und alltäglicher Insulinbedarf.
    Triglyzeride leicht angestiegen, aber noch immer deutlich unter 100, und Cholesterin leicht gesunken bei unverändert sehr gutem Verhältnis.
    Verändert:
    Meine Sicht der Medizin, denn wenn die Erklärungen einer der beiden Seiten zutreffen würden, dürfte ich nicht mit beiden gleich gute Ergebnisse in meinem doch sehr eng gesteckten Rahmen erzielen können.

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    am 15.02.2018 15:50:03 | IP (Hash): 1152953027
    Na toll. Aber Hauptsache in tausenden Beiträgen in diversen Foren den eigenen Weg als den einzig richtigen erklärt, nur um dann viel später festzustellen: "Es geht auch anders."
    Bearbeitet von User am 15.02.2018 15:50:41. Grund: ---
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    am 15.02.2018 16:37:25 | IP (Hash): 1947214986
    Hä? Ich denke du hälst dein BZ nur mit Ernährung/Bewegung in Schach und nicht mit Insulin?

    Ich meine Nudeln essen und dann wegspritzen kann ja wohl jeder....
    Na dann kann ich auf LFHC wohl nicht setzten, wenn ich weiter ohne Medizin durchs Leben kommen will.
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    am 15.02.2018 17:06:03 | IP (Hash): 288206774
    Du missverstehst da was:
    Hatte meine Diagnose im Frühjahr 1991 mit HBA1c 15und. Durfte Ende der 90ger mit Insulin anfangen und damit, mit so um 120-140 Einheiten davon am Tag meinen BZ im Rahmen von HBA1c 7 zu halten. Hab dann vor gut 10 Jahren konsequent LC und HBA1c unter 6 und bald auch unter 5,5 gemacht und dafür nur noch 80-90 Einheiten pro Tag gebraucht und das erste Mal den Eindruck gehabt, dass ich da noch überhaupt keine Zuckermedis gebraucht hätte, wenn ich mich gleich von 91 an so konsequent LC verhalten hätte. Hab dann vor so um 5 Jahren meine Leber entfettet und damit bei seitdem HBA1c weiterhin unter 5,5 und nur noch 30-40 Einheiten Insulin am Tag verstärkt den Eindruck, dass ich mit dem Verhalten schon seit 91 eben seit 91 wirklich noch keine Zuckermedis für meinen gesunden BZ bräuchte. Wahrscheinlich sogar nicht mal die enge Futterauswahl, an die ich mich nun das 5. Jahr halte.
    Und wo ich nun mal gelernt hab, so penibel auf das Essen zu achten, hat mich verwundert zu messen, dass KHs offenbar nicht per se giftig sind. Denn wenn sie es wären, müsste ich heute wenigstens doppelt so viel wie in den ketogenen Jahren spritzen, um meinen BZ gleich niedrig und gesund zu halten.

    Zum Wegspritzen, wie Du das nennst, kann ich hier einen etwas entfernteren Nachbarn bewundern, der mit mir zusammen angefangen hat, doppelt so viel wie ich wiegt und für 100g Nudeln 80 Einheiten Insulin braucht. Damit schafft er HBA1c 7-8.

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    Bearbeitet von User am 15.02.2018 17:11:24. Grund: Ergänzung