Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
  • Michael

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 01:58:21
    Hallo

    ich war heute nochmal auf unserer Werksambulanz und die Ärztin meinte wenn ich den OGTT gemacht habe und der postiv ausfiel sollte ich auf jeden Fall meinen BZ regelmäßig kontrollieren und meine Ernährung umstellen

    Jetzt wollte ich euch mal fragen ob die testreifen von der KK bezahlt werden weil sonst wird man ja arm!

    Desweiteren verstehe ich nicht warum mein Tryclicride vor 2 Wochen noch bei 420 waren und nun bei 220....das Cholsterin ist auch von 240 auf 202 gefallen

    allerdings ist das gute Cholesterin nur bei 31

    Mein NBZ war bei der Untersuchung auf 92.....( im Serum ) von Michael
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 12:02:04
    Hallo Michael,

    der schwarze Peter liegt nun eindeutig bei dir. Entweder du investierst in deine Gesundheit und bezahlst ein paar Teststreifen selbst, oder du wartest ab, bis du so krank bist, dass die KK dir etwas bezahlt. Deine Ärztin hat dir sicher angeboten, dass du wöchentlich in der Praxis vorbeikommen kannst um dort den BZ messen zu lassen. Aber du weist ja, wie stark allein der Gang in die Praxis den BZ runterdrücken kann, deshalb ist das keine Alternative.

    Ich kann dir nur noch den Tipp geben, dass du die Teststreifen nicht beim Apotheker um die Ecke kaufen musst. Im Internet findest du bestimmt preiswertere Angebote, eventuell auch über ebay. Ansonsten musst du planvoll messen, um nicht haufenweise teure Messstreifen zu verschwenden. Du kannst in deinem Stadium - dein Diabetes befindet sich noch am Anfang und deine Beta-Zellen leisten noch sehr viel - bestimmt mit kurzen Mess-Perioden auskommen. Du musst nur lernen, wie viel du von den einzelnen Speisen essen kannst, ohne den BZ über 140 zu treiben. Da du noch mit sehr kleinen Einschränkungen auskommen wirst, kannst du das schnell erlernen. Danach brauchst du dann nur noch gelegentlich ein paar Probemessungen zur Kontrolle oder in besonderen Situationen.

    Investiere Zeit und Geld oder warte ab - die Entscheidung liegt allein bei dir. Allerdings hast du auch die Folgen alleine zu tragen.

    Rainer
  • Michael

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 12:39:57
    Ich farge mich nur wieviel Menschen in deutschland vieleicht ne leichte Diabetes haben und nichts daon wissen....ich meine jeder steht morgens auf ,duscht und geht zum Arzt ins Labor....und ich denke bei einem nicht geringen Prozentsatz ist der NBZ dann ok aber der OGTT wäre positiv

    Was ich auch nicht verstehe ist, dass die Kassen solche vorbeugende Maßnahmen nicht bezahlen....schlieslich kostet es die Kassen mehr wenn ein mensch dann richtig Diabetes hat

    Echt komisch alles

    Das Problem ist, wenn ich Testreifen zuhause habe ,dass ich dauernd messe...ich habe 50 Stück innerhalb von einer Woche berbraucht....das ist dann wie ein zwang von Michael
  • Michael

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 12:41:27
    Hat jemand noch ne Idee warum das Cholesterin und die Blutfette so schwanken? von Michael
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 13:00:39
    weil die genau so wie Dein Blutzucker nicht angetackert sind, aber in der ärztlichen Rede und damit in unserer Vorstellung eigentlich angetackert sein müssten ;-( von Jürgen
  • Michael

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 13:05:03
    ich verstehe leider nicht wie du das meinst von Michael
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 13:23:50
    Das mit dem Messzwang kenne ich. Dagegen hilft nur ein klarer Plan und ein Limit für den Tag, die Woche und den Monat. Sonst ziehst du dir schnell einen Haufen Geld aus der Tasche. von Rainer
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 14:01:38
    Dein BZ ist direkt abhängig von dem, was Du gerade ne Stunde vorher gegessen hast, und ansonsten von dem Zucker, den Deine Leber gerade ausgibt.
    Deine Triglyzeride sind davon abhängig, was von der Glukose in Deinem Blut gerade gebraucht oder als Glykogen gespeichert oder in Triglyzeride zum Speichern in den Fettzellen umgeformt wird.
    Dein Cholesterin ist abhängig davon, was die Leber dafür gerade für einen Ausgabeauftrag hat, und bei manchen von uns auch zu 10 bis max 20% von dem, was wir direkt vorher gegessen haben.

    Alle diese Werte sind nicht langfristig konstant, sondern verändern sich dauernd und kurzfristig. von Jürgen
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 16:08:06
    unter www.INSULINER.de gibt es optische teststreifen für ca 11 ¤ je 50 stk. die kann man mit der schere teilen, und dann wird es noch billiger. von thomas2002
  • Michael

    Rang: Gast
    am 02.12.2008 23:06:34
    und wie verhalten sich die Tycliceride bei *gesunden * Menschen....können die da auch so stark schwanken ?? von Michael
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 03.12.2008 10:05:48
    Moin Michael,

    die meisten Spiegel im Organismus schwanken gesund nur in einem engen Rahmen. Einfaches Beispiel, der Blutzucker, gesund gerade mal von etwa 60 bis etwa 120 mg/dl, max um 70 bis um 140. Krank weit darüber hinaus.
    Interessant ist, dass die meisten anderen Spiegel häufig wenigstens an den oberen Rand ihres gesunden Rahmens zurückkehren, wenn jemand seinen BZ systematisch und zuverlässig und mit möglichst wenig Medis in seinen gesunden Rahmen zurück führt.

    Bisdann, Jürgen
  • Michael

    Rang: Gast
    am 03.12.2008 10:40:04
    ich frage deswegen weil ich 2006 auch schon Trycliceride von 300 hatte...vieleicht hatte ich da auch schon Zuckerprobleme

    keine ahnung

    ...das heißt selbst wenn ein Gesunder 100 Gramm Dextro Energen auf nüchternen Magen isst ,hat er einen BZ der nicht über 140 raus geht

    kann man gar nicht glauben von Michael
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 03.12.2008 11:02:39
    Ein wirklich gesunder Mensch wird seinen BZ unter keinen normal denkbaren Essumständen über die 140 zu treiben schaffen. Die Einschränkung mit wirklich deswegen, weil viele Ärzte und Betroffene davon ausgehen, dass jemand bis zum Reißen der viel zu hohen Diagnose-Latte gesund sei.

    Auffällig hohe Triglyzeride sind schon lange vor auffälligen BZ-Werten ein guter Hinweis auf den Weg zum Typ2. Denn eine grundlegende Störung besteht darin, dass Glukose, die nicht sofort zur Energiegewinnung der Zellen verwurstet wird, nicht vorrangig als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert wird, sondern hauptsächlich zu Triglyzeriden umgebaut in die Fettzellen gedrückt wird. von Jürgen
  • Michael

    Rang: Gast
    am 03.12.2008 12:44:35
    nicht vorrangig als Glykogen in Muskeln und Leber gespeichert wird, sondern hauptsächlich zu Triglyzeriden umgebaut in die Fettzellen gedrückt wird.


    kannst du das nochmal für doofe Menschen wie mich etwas genauer erklären? von Michael
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 03.12.2008 19:47:45
    Nie zugeben, dass Du doof sein könntest. Es könnte Dich mal jemand beim Wort nehmen ;-)

    Glukose ist Zelltreibstoff. Dafür essen wir die. Aber die Zellen brauchen ja nicht immer grad dann Treibstoff, wenn wir essen. Also wird nur die Glukose als Treibstoff verbrannt, die gerade dafür benötigt wird, und der Rest wird gespeichert. Und zwar in den Muskelzellen und in der Leber in der Form von Glykogen. Das hat den Vorteil, dass die so gespeicherte Energie bei Bedarf praktisch sofort wie Glukose nutzbar ist, und den Nachteil, dass es wegen seiner Wasserbindung pro Energieeinheit viel Platz und Gewicht beansprucht. Deswegen haben halt die Sorten Menschen überlebt, die gerade schnell und weit genug vorm Säbelzahntiger weglaufen konnten, aber auch mal ein paar Wochen ohne rechte Nahrung auskommen konnten.

    Für's Weglaufen brauchten die eben ausreichend Glykogen. Aber jedes bisschen zu viel davon hat auch zu schwer und zu dick gemacht. Und deswegen gibt es für die Langzeitspeicherung den Fettspeicher. Das Prinzip kennst Du schon aus der Ernährung: 1g Fett enthält mehr als doppelt so viel Energie wie 1g Zucker. Natürlich waren die damals mit den Säbelzahntigern alle schlanker, als die meisten von uns heute, denn mit den Energiereserven, die heute viele von uns mitschleppen, wären diese vielen ja bei jeder Flucht gleich auf der Strecke geblieben. Aber so satt wie wir jeden Tag zu essen gewöhnt sind, hatten unsere Vorfahren ja noch vor 100 Jahren hier nicht.

    Anyway, diese Untersuchung hier http://www.pnas.org/content/104/31/12587.full hat ergeben, dass gesunde schlanke junge Leute vom gleichen Futterinput 60% mehr an Glukose in Glykogen gespeichert haben, als schlanke junge Leute (Kinder von Typ2) mit so genannter Insulinresistenz, bei denen nach dem Essen ein entsprechend erhöhter Triglyzerid-Spiegel beobachtet wurde. Woraus geschlossen wird, dass einer der Grundsteine zum Typ2 in einer Fehlfunktion in den Kraftwerken der Muskelzellen angelegt ist. Woraus man weiter schließen kann, dass es für so betroffene Menschen wie auch später für die mit auffälligem BZ hilfreich ist, den KH-Anteil am Futter-Input zu begrenzen. von Jürgen