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Messwerte zur Vorsorge interpretieren (AccuChek)

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 28.06.2018
    am 28.06.2018 12:28:19 | IP (Hash): 502840614
    Hallo Leute,

    es gab kürzlich eine Werbeaktion in meiner Apo, wo man diese AccuChek-Geräte kostenlos bekommen hat. Ich habe da eines mitgenommen um interessehalber meinen Nüchterzucker zu messen (so als Vorsorge). Einen oralen Glucose-Toleranztest wollte ich dann ggfs. auch damit machen. Mir ist schon klar, dass die Geräte von der Messgenauigkeit her nicht so dolle sind. Wenn es sich aber abzeichnet, dass da was auffällig sein sollte, würde ich auch beim Arzt vorstellig werden.

    Nun weiß ich gar nicht, wie diese Werte zu interpretieren sind bzw. was man da als Referenz ansetzt. Zunächst ab ich auf Diabetes-Deutschland gelesen, dass man wohl zwischen Serum und Plasma unterscheidet. Desweiteren sollen Messungen mit Blut aus der Fingerbeere anders zu bewerten sein, wie bei venösem Blut aus der Ellenbeuge.

    Welchen Wert nehme ich denn nun? Kann man den Normalwert kleiner 100 mg/dl und den Grenzwert 100 mg/dl - 125 mg/dl auch für den Accu-Chek heranziehen?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 28.06.2018 14:56:47 | IP (Hash): 1559309882
    MarkuS123 schrieb:
    Zunächst ab ich auf Diabetes-Deutschland gelesen, dass man wohl zwischen Serum und Plasma unterscheidet.
    Welchen Wert nehme ich denn nun? Kann man den Normalwert kleiner 100 mg/dl und den Grenzwert 100 mg/dl - 125 mg/dl auch für den Accu-Chek heranziehen?

    Seit 2010 sind auch bei uns in D alle Werte der Handmessgeräte plasmakalibriert, so dass sie in etwa mit den Laborwerten vergleichbar sind. Auch die anderen Unterschiede, die in manchen Beiträgen aufgezeigt werden, sind gegenüber der Messtoleranz vernachlässigbar.

    Wegen der hohen erlaubten Messtoleranz von +/-15% haben die selbst gemessenen Nüchternwerte, falls sie nur ein bisschen über den Grenzwerten liegen, die wenigste Aussagekraft. Viel mehr kannst du dann schon aus den 1- und 2-Stundenwerten nach einer KH-reichen Mahlzeit ersehen. Rechne einfach mal von deinem gemessenen Werten den Toleranzbereich aus. Wenn auch der untere Wert noch bedenklich hoch ist, dann solltest du schnell zum Arzt gehen. Wenn allerdings der obere Wert bei mehreren Messungen noch ganz normal aussieht, dann brauchst du deinen Arzt nicht damit zu belästigen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
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  • Michael74

    Rang: Gast
    am 28.06.2018 15:40:28 | IP (Hash): 1672522331
    Für mich unverständlich. Es gibt da in deutschland seit einigen jahren eine tolle einrichtung, die nennt sich krankenkasse. Mit deren hilfe ist es möglich zu arzt zu gehen, welcher einem professionell blut abnimmt, es ins labor schickt um am kommenden tag erhält man dann von einem studierten mediziner auskunft ob alles stimmt oder etwas bedenklich ist. Ich würde das mal probieren.
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    Mitglied seit: 28.06.2018
    am 28.06.2018 17:42:33 | IP (Hash): 502840614
    Rainer schrieb:
    Wegen der hohen erlaubten Messtoleranz von +/-15% haben die selbst gemessenen Nüchternwerte, falls sie nur ein bisschen über den Grenzwerten liegen, die wenigste Aussagekraft.


    Die +/- 15% sind ja garantiert, in den meisten Fällen liegt man aber bei +/- 5%, wenn ich die Anleitung noch richtig im Kopf habe. Das wäre ganz ordentlich. Ich hatte nüchtern jetzt immer 95-100, d.h. einen manifesten Diabetes kann ich damit ausschließen, der Wert ist möglicherweise aber suboptimal, da ich erst knapp über 30 bin. Ist auch kein Problem das mal im Labor messen zu lassen. Habe mir das Gerät eher aus Spaß geholt, weil ich mal den Glucose-Toleranz-Test machen wollte.

    @Michael74: Es ist keineswegs so, dass die Krankenkasse die Bestimmung von Werten bezahlen würde, weil der Patient einfach neugierig ist. Aber mir gings ja primär um den oGTT, und den wird ein Arzt nicht mal eben so machen, was auch absolut gerechtfertigt ist (wo würden wir sonst hinkommen?). Ich habe auch sicher keinen manifesten Diabetes, aber im Rahmen der Risikominimierung hätte ich gerne optimale Werte, und die habe ich wie es scheint eher nicht.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 29.06.2018 13:03:00 | IP (Hash): 1177090358
    Hallo Markus,

    Also Diabetes sollte man bei dem in der Masse ausgeübten Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten sowie der immer größer werdenden Bedeutung der erblichen Vorbelastung nicht mehr am Alter fest machen. Davon ab kann auch der Erwachsene immer noch durch Erkrankungen oder Versagen der BS oder ähnlichem noch im Alter von einer der Typ1 ähnlichen Arten des Diabetes betroffen sein.

    Das soll aber keineswegs bedeuten das du Betroffen BIST. Ich würde mich da nicht verrückt machen und allenfalls beim Chek Up durch den Hausarzt diesen um eine Einschätzung oder Untersuchung auf Diabetes bitten.

    Ansonsten solltest du, wenn du keine Symptome hast die für einen Diabetes typisch sind und du dich durch deine Lebensweise eher nicht zur Risikogruppe zählst, dem Thema Diabetes keine übermäßige Aufmerksamkeit zuwenden.

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    Zuckerkrank