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Levemir:Verbesserung gegen Hypo/Krebsrisiko

  • Synergy

    Rang: Gast
    am 19.11.2008 13:41:16
    Hallo,

    beim letzten Besuch hat mir die Diabetologin einen Wechsel von Protaphane auf Levemir vorgeschlagen um meine morgendlichen erhöhten Werte oder u.a. nächtlichen Hypos zu verringern.

    Jetzt bin ich auf Folgendes aufmerksam geworden:

    BASALINSULIN-ANALOG DETEMIR (LEVEMIR)
    Seit August wird mit Insulin detemir (LEVEMIR) ein zweites langwirkendes Kunstinsulin angeboten. Wie das Basalinsulin-Analog Glargin (LANTUS, vgl. a-t 2000; 31: 60) soll es gleichmäßiger wirken und weniger nächtliche Hypoglykämien hervorrufen.1

    EIGENSCHAFTEN: Im Vergleich zu Humaninsulin fehlt bei Detemir die Aminosäure Threonin an Position 30 der B-Kette. Zusätzlich ist eine Fettsäure an die Aminosäure Lysin in Position B29 angelagert. Es entsteht ein lösliches Hexamer, das nach Subkutaner Injektion langsam dissoziiert und reversibel an Albumin bindet. Dies soll die Wirkung weiter verlängern und Absorption und Wirkprofil im Vergleich zu NPH*-Insulin reproduzierbarer machen.1 Im Gegensatz zu Glargin hat Detemir einen neutralen pH-Wert.2
    Abhängig von der Dosis wirkt Insulin detemir bis zu 24 Stunden lang. Es kann ein- oder zweimal täglich gespritzt werden. Maximale Serumkonzentrationen werden innerhalb von sechs bis acht Stunden erreicht. Die terminale Halbwertszeit beträgt fünf bis sieben Stunden.1

    WIRKSAMKEIT: In vier randomisierten, offenen** Studien, die alle vom Hersteller gesponsert sind und bei denen Firmenmitarbeiter an der Veröffentlichung beteiligt sind, wird vier bis sechs Monate lang die ein3- oder zweimal2,4,5 tägliche Injektion von Insulin detemir oder NPH-Insulin (INSUMAN BASAL u.a.) bei Typ-1-Diabetes im Rahmen eines Basis-Bolus-Regimes geprüft. Zu den Mahlzeiten spritzen die Patienten zusätzlich entweder das Kunstinsulin aspart (NOVORAPID),2,5 Humaninsulin (HUMINSULIN u.a.)3 oder es werden kurz- und langwirkendes Analog mit den beiden herkömmlichen Insulinen verglichen.4 In einer Studie5 wird als dritter Arm die Anwendung von Detemir im festen 12-Stunden-Rhythmus geprüft. Ausschlusskriterien sind in allen Studien unter anderem ein HbA1c über 12%, proliferative Retinopathie oder schwere Hypoglykämien in der Vorgeschichte. Obwohl immer eine Intention-to-treat (ITT)-Analyse angestrebt wird, gehen in mindestens zwei Untersuchungen2,3 nicht alle Teilnehmer in die Auswertung ein.

    Ein Vorteil von Insulin detemir lässt sich nicht belegen: Nur in einer der vier Studien unterscheidet sich das mittlere HbA1c in den beiden Gruppen um statistisch signifikante, klinisch aber irrelevante 0,22% (7,88% versus 8,11%; 95% Konfidenzintervall [CI] -0,34 bis -0,1).4 In der dreiarmigen Untersuchung ergibt sich statistische Signifikanz erst nach Poolen der beiden Detemir-Gruppen (mittlere Differenz 0,18%, CI -0,34 bis -0,02).5 Klinisch ist auch dieses Ergebnis bedeutungslos. In zwei Studien findet sich unter dem Kunstinsulin nach vier bzw. sechs Monaten ein niedrigerer Nüchtern-Blutzucker als unter NPH-Insulin.3,5 Die klinische Relevanz hinsichtlich Langzeitkomplikationen und Sterblichkeit bleibt wie bei der beobachteten geringeren "intraindividuellen Variabilität" des in der letzten Behandlungswoche selbst gemessenen Nüchtern-Blutglukosewertes offen.

    Ein klarer Vorteil in Bezug auf Hypoglykämien fehlt: Lediglich in einer Studie kommen die gefürchteten schweren Unterzuckerungen (Fremdhilfe erforderlich***) nachts seltener vor als unter NPH-Insulin.4 Da sich die Zahl schwerer Hypoglykämien insgesamt in dieser Untersuchung nicht wesentlich unterscheidet, ist anzunehmen, dass solche Ereignisse unter Detemir tagsüber häufiger sind. Eine entsprechende Auswertung fehlt.

    In der Mehrzahl der Studien halten Detemir-Anwender ihr Körpergewicht oder nehmen sogar geringfügig (-0,2 kg bis -0,95 kg) ab, während Patienten unter NPH-Insulin bis 0,86 kg zunehmen. Ursache und Bedeutung dieses Effekts sind unklar.

    In einer bislang nur vorläufig veröffentlichten Studie mit Typ-2-Diabetikern unterscheidet sich ein Basis-Bolus-Regime mit Insulin detemir ein- oder zweimal täglich plus Insulin aspart zu den Mahlzeiten hinsichtlich HbA1c und Hypoglykämierate nicht von einem NPH- plus Humaninsulin-gestützten Regime.6

    STÖRWIRKUNGEN: Häufigkeit und Spektrum unerwünschter Effekte soll in den fünf Studien unter Insulin detemir und NPH-Insulin vergleichbar gewesen sein. Näheres wird nicht mitgeteilt. Laut Detemir-Fachinformation müssen 12% der Anwender mit Störwirkungen rechnen. Schwere Hypoglykämien treten demnach bei 6% auf, Reaktionen an der Injektionsstelle bei 2%.1

    Insulinanaloga stehen im Verdacht, das Zellwachstum, auch das von Krebszellen, fördern zu können (a-t 2004; 35: 32-3). Der Vizepräsident des Detemir-Herstellers Novo Nordisk hat die Frage nach der möglichen Kanzerogenität der Analoga kürzlich mit "we don't know" beantwortet (a-t 2004; 35: 85). Langzeitsicherheitsstudien hierzu fehlen.

    KOSTEN: Bezogen auf eine tägliche Dosis von 40 Einheiten (E) sind für Insulin detemir (LEVEMIR) monatlich 61,50 ¤ aufzuwenden und damit etwa gleich viel wie für das Kunst-Basalinsulin glargin (LANTUS, 60 ¤/Monat). Gegenüber NPH-Insulin verursacht LEVEMIR Mehrkosten von 50% bis 72% (HUMINSULIN BASAL 41 ¤, INSULIN B. BRAUN RATIOPHARM BASAL 36 ¤).


    Mit Insulin detemir (LEVEMIR) ist jetzt ein zweites langwirkendes Basalinsulin-Analog auf den Markt.

    Wie bei Insulin glargin (LANTUS) sind keine klinisch relevanten Vorteile gegenüber herkömmlichen Verzögerungsinsulinen belegt. Schutz vor diabetischen Folgeerkrankungen ist ohnehin nur für Humaninsulin nachgewiesen.

    Die teuren Insulinanaloga stehen im Verdacht, Krebs auslösen zu können. Wir raten von der Anwendung ab.


    © 2004 arznei-telegramm

    Wie denkt ihr darüber ?

    MfG

    Synergy
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 19.11.2008 14:11:58
    Studien die in 2004 publiziert sind, sind in Bezug auf Preisen sowieso überholt.

    Im Moment sind weit aus mehr Kenntnisse bekannt, somit auf Grund der Anzahl Probanten in diese Studien, heute wenig Aussage kräftig.

    Sind heute Epeidemiologische Studien bekannt, wobei N = relevante Anzahl Probanten, eingeflossen sind.
    Und den Der Unabhängigkeitstest ist ein Signifikanztest auf Unabhängigkeit in der Kontingenztafel durch zu führen ist.

    Bezüglich Krebs, ALLE Insuline, auch die Körper-Eigene is in Prinzip Krebsforderend. Ist dan sowieso THEORETISCHE Diskussion.

    Ist wieder WERBUNG für tierische Insulin.

    LG

    Hajo Janse

  • Dm

    Rang: Gast
    am 20.11.2008 14:21:48
    Frag mal dazu Prof.Dr. med.Chantelau ,Düsseldorf -er hat schon vor Jahren festgestellt,das biosynth. Humaninsulin,semisynth. Humaninsulin karziogen ist.(IGF-1)
    Das pharmakritische Arzneitelegramm beschriebt jüngst sogar einen Fall (LANTUS)wobei der Betroffene an einer besonders aggressiven Hautkrebsart erkrankte.

    Hier von "überholten Studien"usw. zu sprechen zeugt nicht nur von Dummheit sondern von einem hohen Maß an krimineller Energie( ...es wird verschleiert ohne Ende obwohl die möglichen Folgen bekannt sind) . von Dm
  • Grünkohl

    Rang: Gast
    am 20.11.2008 16:25:41
    1. Wenn "die möglichen Folgen" bekannt sind,
    kann ja logischer Weise nichts verschleiert werden.
    2. JEDES Medikament hat für EINIGE Wenige
    Nebenwirkungen, auch wenn du es nicht begreifst!
    3. Du hängst dein Schmuddeljäckchen in den
    Wind, den du gerade brauchst (hier ist Dr. Ch. dein
    Vorreiter und in einem anderen Beitrag von dir
    war er einer der "Verbrecher" - wie nun??)
    4. Hajo schrieb: "Studien die in 2004 publiziert
    sind, sind in BEZUG auf Preisen sowieso überholt."
    Und was schreibst du Depp dazu: "Hier von "überholten Studien"usw. zu sprechen zeugt nicht nur von Dummheit..." Da stellt sich doch klar die Frage: "Verstehst du eigentlich, was andere
    schreiben?" Offensichtlich nicht!!
    5. Was jammerst du eigentlich - nutzt du Analoga?
    Nein? Dann lass es einfach, du "Missionar"....
  • Grünkohl

    Rang: Gast
    am 20.11.2008 19:51:15
    Und was interessiert uns jetzt noch, das DU
    fast daran "verreckt" wärst ? Ausserdem
    übertreibst du wie jedesmal, wenn es um
    Humaninsulin/ Analoginsulin geht oder weisst
    du schon nicht mehr, was du zu dieser Zeit
    in Foren von dir gegeben hast? Nicht zu ver-
    gessen wär auch dein "Problem", welches
    du damals hattest, auch wenn du inzwischen
    davon "weg bist".
    Und um zum PUNKT zu kommen:
    Bring doch mal 'nen Link oder 'ne Quelle, wo von
    DEINEN "Körperverletzungen m. Todesfolge in
    ca.xxx Mill. Fällen" die Rede ist. Da bin ich aber
    mal gespannt. Deine DUMM-DREISTEN
    Behauptungen hat und wird dir nie ein Mensch
    glauben. Keine Behauptung wurde von dir je
    bewiesen, sondern die Fragen dahingehend
    jedesmal durch Geschwätz über noch abwegiger
    Dinge übergangen. Und du willst uns etwas von
    PISA erzählen?! Wenn du eine PR-Firma hättest
    (Gott behüte uns davor!), wäst du durch derartige
    Kampagnen längst pleite. Leider geht's hier nicht
    um Geld....
    Dass du dir durch deine "Beiträge" ständig selbst in den Hintern trittst, scheinst du ja nicht
    zu merken - DEINE GLAUBWÜRDIGKEIT geht
    gegen NULL, oder ist es schon (bei mir alle mal).
  • Pozilei

    Rang: Gast
    am 20.11.2008 21:44:23
    @Dm:
    Und, hast du schon Strafanzeige gestellt gegen deinen Arzt, der dich damals "fast verrecken" ließ?
    Hast du schon an die Justiz geschrieben mit all deinen Beweisen gegen all die anderen "kriminellen" Ärzte u. Pharmas wg. der "ca.xxx Mill. Fälle" (wow, eine dreistellige Millionenzahl von Opfern!!!)?

    Wo sind die Medien, die du schon so lange monilisieren wolltest? - Da kommt auch nichts!!!

    Mach weiter so mit deiner lächerlich-unsachlichen, primitiv-aggressiven Art ... aber wunder dich nicht, wenn du überall gegen die Wand rennst! von Pozilei
  • Synergy

    Rang: Gast
    am 20.11.2008 23:39:03
    Hallo,

    dies ist mein 2. Beitrag zu 2 verschiedenen Themen.

    Es ist Schade, daß nun auch hier wiederholt gegeneinander "ausgespielt" wird.

    Ich verlasse dieses Thema nun und wünschen allen gute Besserung.

    MfG

    Synergy
  • Grünkohl

    Rang: Gast
    am 21.11.2008 00:12:22
    Vor Inbetriebnahme der Tastatur Gehirn einschalten!