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Extrem hohe Werte vor der Klassenarbeit

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    Mitglied seit: 10.10.2018
    am 10.10.2018 09:16:22 | IP (Hash): 1947974322
    Hallo Zusammen,
    Meine Tochter ist jetzt 15 Jahre und hat seit ihrem 4 Lebensjahr Diabetes.
    Unser aktuellesnProblem liegt darin, dass sie sich vorgenommen hat die 10 Klasse Realschule gut ab zu schließen da sie danach auf ein Gymnasium möchte.
    Seit den Sommerferien geht ihr BZ Wert vor den Klassenarbeiten nun immer extrem hoch und lässt sich kaum korrigieren.
    Nach den Arbeiten dann das Resultat und Sie kommt kaum nach, gegen zu steuern, sprich Kohlenhydrate auf zu nehmen. Danach ist Sie immer völlig erledigt und kann kaum noch was leisten.
    Kann uns da jemand einen Tipp geben? Hab schon an Johanniskraut oder Ähnliches gedacht🤔.

    Herzliche Grüße aus dem Schwarzwald, Britta
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 10.10.2018 10:34:13 | IP (Hash): 819994239
    1. Mir ist klar, dass Du dich sorgst, und das wirst Du auch noch machen, wenn Deine Tochter 40 ist. Aber es ist IHR Diabetes und IHR BZ-Verlauf, für den SIE längst völlig selbst verantwortlich ist.
    2. Generell ist absolut sinnfrei, kurzzeitige psychisch bedingte BZ-Anstiege mit zusätzlichem Insulin kappen zu wollen, das anschließend genauso zusätzlich aufgegessen werden muss.

    Bin neugierig: Über konkret wie hohe Anstiege für wie viele Minuten oder Stunden sorgst Du dich eigentlich?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    Mitglied seit: 10.10.2018
    am 10.10.2018 12:36:18 | IP (Hash): 1947974322
    Da hast du natürlich recht, über das Thema " überbesorgt sein" sind wir auch fast schon durch,....fast.
    Es geht mir jetzt einfach darum Sie zu unterstützen, momentan braucht Sie das auch einfach noch.
    Hätte ja sein können, dass jemand eine Idee hat wie man stressbedingte Anstieg des BZ entgegenwirken kann.
    Werden die erhöhte Insulinzufuhr aber jetzt dann mal weglassen und sehen ob das besser ist. Danke!
    Sie hat zur Klassenarbeit meistens Werte von über 300, und da fällt die Konzentration einfach sehr schwer. Je nach dem wie lange Sie die Arbeit schreibt geht der BZ dann nach ca. 3-4Std eben wieder rapide runter.
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    am 10.10.2018 17:53:59 | IP (Hash): 819994239
    300mg/dl verringern nicht zwangsläufig die mentale Leistungsfähigkeit. Auch das ist bei uns mit Diabetes sehr individuell. Ich kenne Betroffene, die schon bei an 200 über Befindlichkeitsstörungen klagen und solche, die sich um 250-350 erst richtig leistungsfähig fühlen. Persönlich fühle ich keinerlei Unterschied zwischen 100 und 300, obwohl ich meinen BZ die meisten von 24 Stunden im völlig gesunden Rahmen halte.

    Im Zusammenhang mit den Klassenarbeiten werden sich da wahrscheinlich mehrere Momente gegenseitig verstärken: Einmal Aufgeregtheit und Stress, die ja auch schon ohne Diabetes mental behindern können, und damit dann die von den entsprechend angeregten Hormonen erhöhte Glukoaseausgabe der Leber, die schließlich mit der Beobachtung des megatief besetzten Blutzuckeranstiegs noch ein dickes Stresstüpfelchen drauf setzt.

    Vielleicht würde schon ein Stückchen weniger Spitze auflaufen, wenn Ihr den Anstieg etwas lockerer sehen und vor allem nicht als schlecht bewerten würdet?


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    am 10.10.2018 19:21:53 | IP (Hash): 440517598
    Hallo,
    meine Stress-BZ-Gebirge-Verhinderungstaktik:
    relativ früh zu Beginn des Anstiegs (CGMS quakt bei ca. 150mg/dl) korrigiere ich diesen auf 100mg/dl und setzte gleichzeitig meine Basalrate auf 130% für die Zeit, die ich vermute, dass das Chaos anhalten wird.

    Allerdings verhindert bei mir die automatische Pumpenabschaltung Hypos recht zuverlässig...
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    am 10.10.2018 19:48:53 | IP (Hash): 819994239
    UND Du hast mit der Basalrate nur immer die Wirkzeit wie Bolus und keine vorgeschossene Langzeitwirkung, wo die Wirkzeit immer erst ablaufen muss.

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    am 10.10.2018 21:00:56 | IP (Hash): 440517598
    UND wir habe keine Info über die Therapieform (ICT, CSII, FGM, CGM)...

    Die Wirkzeit des Basals ist sogar deutlich kürzer als beim "normalen" Bolus aufgrund der geringen Mengen... halbe Stunde und so gut wie weg...
    Bearbeitet von User am 10.10.2018 21:11:01. Grund: .
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    am 11.10.2018 13:52:01 | IP (Hash): 1947974322
    HeikeOV schrieb:
    UND wir habe keine Info über die Therapieform (ICT, CSII, FGM, CGM)...

    Die Wirkzeit des Basals ist sogar deutlich kürzer als beim "normalen" Bolus aufgrund der geringen Mengen... halbe Stunde und so gut wie weg...



    Danke Euch, werden das mit etwas mehr Basal ausprobieren ☺