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  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 17.10.2018
    am 17.10.2018 14:46:49 | IP (Hash): 1920529431
    Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr könnt mir ein wenig weiter helfen.

    Ich habe seit 2 1/2 Jahren Diabetes Typ 1 nach dem ich aus dem KH kam lief echt alles super und ich habe mich sehr gefreut. Nun ist mir aufgefallen, dass meine Werte sehr schwanken und das ärgert mich, der Arzt sagte dann immer ich brauche mehr basal. Ich spritze jeden Abend 26 Einheiten Lantus was ich persönlich sehr sehr viel finde und ich bleibe immer noch nicht konstant liegen. Ich muss auch viel Korrektur spritzen obwohl ich alles richtig berechne. Gestern wurde mir dann erzählt, wenn ich zu viel basal Spritze steigt der Zucker da sie Leber so viel Zucker speichert und das dann Zucker ausschüttet. Jetzt habe ich mir überlegt ob ich so ein basalratentest mal machen sollte und das dann mit meinem Arzt auswerte oder ist das nur zu machen, wenn man eine Pumpe hat? Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Einen neuen Arzt hab ich mir auch schon gesucht und zum Glück im November ein Termin bekommen. Ich bin noch sehr unsicher damit.

    lg Jule
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 17.10.2018 16:20:52 | IP (Hash): 1559310043
    Hallo Jule,

    hier findest du eine gute Anleitung für den Basalratentest:
    https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/therapie/basalinsulin/basaltest.html

    Der Basalratentest ist natürlich auch für ICTler sinnvoll. Du kannst ohne Pumpe nur nicht auf Schwankungen der Basalrate über den Tagesverlauf reagieren. Wenn du große Unterschiede zwischen tagsüber und nachts feststellst, kannst du immer noch das 24-Stunden-Insulin Lantus gegen ein kürzer wirkendes Basalinsulin (z.B. Levimir) austauschen und früh und abends unterschiedliche Mengen spritzen. Wenn deine Basalrate sehr stark schwankt, dann solltest du mit deinem Diabetologen über eine Pumpe reden.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 17.10.2018 17:02:49. Grund: .
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    am 17.10.2018 17:06:14 | IP (Hash): 1988546667
    Wobei ich niemanden kenne, der über Jahre die selben Faktoren mit gleichbleibendem BZ-Verlauf hätte spritzen können. Zu ner normalen INSULINER-Schulung gehört nach meinem Verständnis die Anleitung dazu, wie frau/man Basal und BE-Faktoren fortlaufend dem persönlichen Bedarf so anpasst, dass der BZ in dem Rahmen verläuft, den frau/man haben will.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 17.10.2018 19:42:38 | IP (Hash): 1182650930
    Hallo Jule,
    Basalratentest mit Pen ist durchaus angebracht und wichtig.
    Sinn ist, Basalinsulin zum Grundstoffwechsel dosieren zu können - ohne Einfluss von Nahrung und Mahlzeiteninsulin.
    Habe von meinem Arzt dazu ein Arbeitsblatt erhalten:
    Dabei wird eine Hauptmahlzeit ausgelassen und BZ stündlich gemessen - Morgentest kein Frühstück, Nachmittagstest ohne Mittagessen, Abendtest ohne Abendessen, Nachttest BZ vor Schlafen mit Vergleich BZ (alle 3 h messen) beim Aufwachen.
    So weit die Theorie.
    Habe morgens ohne Frühstück immer einen Blutzuckeranstieg.
    Und kann erst im weiteren Verlauf erkennen mit auch Weglassen von Mittagessen, ob Basaldosis zu hoch ist, wenn der BZ gesenkt wird - ist dann zuviel.

    Dieses angebliche gleichmäßige Wirken des Basals als notwendig zu erachten, ist auch nicht meine persönliche Erfahrung.
    Mein Grundstoffstoffwechsel ist so nicht, durchaus ungleichmäßig.
    Zu mir passt besser das Levemir, das ich zwar 2 x täglich spritzen muss, aber zeitlich besser anpassen und überblicken kann (4,5/4 Einheiten).
    Spritze abends so spät bzw. früh, um Morgenanstieg abzufangen und sehe Dosisanpassung schon an den Morgenwerten, Tagesdosis auch recht gut bei Abstand von Mahlzeiten mit größerem Abstand als 4 h.
    Habe so ein Superlangzeitinsulin (42 h) mal getestet, passte nicht. Lantus als 24 h-Insulin vermutlich auch nicht. Nachfolgeinsulin Toujeo als so besonders beworben gleichmäßig wirkend, ist eigentlich nur konzentriertes Lantus - knappe 9 Einheiten Levemir muss ich ganz bestimmt nicht dritteln.

    So sind jedenfalls meine Arzt/Patienten-Gespräche.
    Handlungsanweisungen zur Überprüfung der Insulindosierung im Alltag und Vorlage, im Abgleich zu den Fortentwicklungen in der Diabetes-Behandlung bei den technischen Entwicklungen (Pumpe, Libre) oder den Insulinen.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 17.10.2018 20:26:40. Grund: Textergänzung