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Bin seit 9 Jahren in der Grauzone

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    Mitglied seit: 14.11.2018
    am 14.11.2018 13:37:56 | IP (Hash): 1792948350
    Hallo,
    bin seit ca. 9 Jahren in der Grauzone, Langzeitwert variierend von 6,1 bis 6,5. Aktuelles Alter 57.
    Vor neun Jahren hatte ich kurz Metformin bekommen, welches ich nicht vertragen habe.
    Danach wurde das Medikament abgesetzt und ich konnte bis vor kurzem ausschließlich durch Ernährung und Sport das ganze im Prädiabetesbereich halten. Es wurden bei mehreren Untersuchungen keine Schäden am Körper festgestellt.
    Mitte September wurde bei mir HB1AC von 6,7 gemessen, sechs Wochen später 6,6 (nüchtern 97), Tendenz fallend. Zwischen beiden Messungen habe ich bewusst 2,5kg abgenommen.
    Der Hausarzt verschrieb mir trotzdem Januvia 50, 1x täglich, das ich auch nicht vetrage (Schwindel und starke Kopfschmerzen). Da ich voll berufstätig bin, kann ich mir diesen Zustand auf Dauer nicht vorstellen.
    Ohne Medikamente habe ich keinerlei Beschwerden.
    Was tun?


  • Michael74

    Rang: Gast
    am 14.11.2018 14:15:30 | IP (Hash): 220798829

    Hi Gottfried
    Die grauzone hast du mit hba1c verlassen un d bist in die gemeinde der diabetiker eingetreten. Dazu alles gute. Gib dem medikament ein wenig zeit, es muss sich einschleichen und dein körper ist dem zu hohen bz der letzten jahre gewöhnt. Daher jetzt der schwindel. Das wird sich geben wenn dein körper die gesunden bz werte sozusagen akzeptierst.


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 14.11.2018 14:41:04 | IP (Hash): 145430705
    Michael74 schrieb:

    Hi Gottfried
    Die grauzone hast du mit hba1c verlassen un d bist in die gemeinde der diabetiker eingetreten. Dazu alles gute. Gib dem medikament ein wenig zeit, es muss sich einschleichen und dein körper ist dem zu hohen bz der letzten jahre gewöhnt. Daher jetzt der schwindel. Das wird sich geben wenn dein körper die gesunden bz werte sozusagen akzeptierst.


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.



    Hallo Gottfried!

    Mit den "hohen Blutzuckerwerten" wie Michaela schreibt haben die Nebenwirkungen nicht viel zu tun....

    Medikamenten wie Metformin oder auch Januvia sollte man mittels "einschleichen", sprich erst mit niedriger Dosis beginnen eine Chance geben! Deine Werte sind noch schön niedrig, Dein Arzt beginnt schon früh, das ganze im Zaum zu halten - das ist sehr gut.
    Eventuell hilft schon der Umstieg auf einen anderen Medikament-Hersteller!
    Sprech Deinen Arzt umgehend auf die Nebenwirkungen und Alternativen an.
    Bearbeitet von User am 14.11.2018 14:41:58. Grund: .
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    am 14.11.2018 15:08:08 | IP (Hash): 1887394490
    Bis 7 bewegst Du dich im Beich einer sehr guten Diabetes-Behandlung mit sehr wenigen diabetischen Folgekrankheiten pro 100.000 Betroffene. Aus der Sicht spricht erstmal NICHTS dagegen, dass Du das auch weiter so machst, wenigstens so lange, wie Dir das ohne Medis gelingt.

    Die selbe Statistik sagt aber auch, dass ein weiteres und munteres Ansteigen des Blutzuckers aus Deinem aktuell noch sehr guten Bereich mit jedem Jahr näher rückt, das man darin zubringt. Und klar kannst Du der eine von X Nummern hunderttausend sein, der davon verschont bleibt ;)
    Und dann sagen neuere Erkenntnisse, dass sich wahrscheinlich sehr viel länger und vielleicht sogar lebenslang ohne Medis und mit wirklich gesundem Blutzucker leben lässt, wenn man den Blutzucker zunächst mal in einer Art Pferdekur (6 Wochen mit 600-800kcal/Tag, Newcastle Programm) in den gesunden Bereich absenkt, dieses Absenken mit dem Abschmelzen auf mittleres Normalgewicht konsolidiert und das dann hält.

    Auf der anderen Seite halt die normale Diabetesentwicklung mit nem BZ, der für gleiches Essen & Trinken immer höher ansteigen will und zu seiner einigermaßen ausreichenden Begrenzung immer mehr Medikation und meistens recht bald auch 4-5mal am Tag und öfter Insulin braucht.

    NOCH kannst Du wahrscheinlich wählen. Daumendrück

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 14.11.2018 21:16:00 | IP (Hash): 363004256
    Gottfried schrieb:
    Ohne Medikamente habe ich keinerlei Beschwerden.
    Was tun?

    Hallo Gottfried,

    das hat Diabetes so an sich, dass er eigentlich keinerlei Beschwerden macht. Die kommen erst, wenn der BZ entgleist bzw. wenn dann nach etlichen Jahren die ersten diabetischen Folgeerkrankungen auftreten.

    Wenn die Beschwerden mit dem DPP4-Hemmer Januvia nicht besser werden, dann rede mit deinem Arzt darüber, dass du andere Medikamente ausprobieren kannst. Noch möglich und naheliegend wäre z.B. ein SGLT2-Hemmer der mit anders gelagerten Nebenwirkungen verbunden ist. Wenn du das Metformin nicht langsam eingeschlichen bzw. nur kurze Zeit probiert hast, dann wäre auch damit ein erneuter Versuch sinnvoll. Ohne Anfangsprobleme geht es bei Metformin nicht ab. Von vielen wird es aber vertragen, wenn es langsam eingeschlichen wird. Metformin wäre, wenn du es verträgst, das sinnvollste Eingangsmedikament, weil es ein sicheres Medikament und nicht so stark wie die Medikamente der nächsten Stufe ist.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
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    am 15.11.2018 11:12:21 | IP (Hash): 1792948350
    Ich danke herzlich für die wertvollen Beiträge.
    Vor neun Jahren hat man bei mir plötzlich HB1AC von über 10% festgestellt.
    Nach der radikalen Essensumstellung kam ich wieder in den "normalen" (HB1AC unter 6,5%) Bereich.
    Bisher konnte ich die Werte immer mit Gewichtsreduzierung im Schach halten.
    Das Problem sehe ich bei mir bei den späten Mahlzeiten. Ich aß bis vor kurzem gerne auch kurz vor dem Schlafen. Deshalb kam immer wieder das Jojo-Effekt beim Gewicht zurück.
    Dieses habe ich vor zwei Monaten geändert und bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich wieder
    bald im Prädiabetesbereich lande. Nur diesmal möchte ich abnehmen und das Gewicht halten.
    Die Nüchternwerte liegen wieder im Bereich zwischen 90 und 98mg/dl, wie früher.

    P.S.
    Metformin macht meine Beine kraftlos und zitternd, so dass ich kein Auto fahren kann.
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    am 15.11.2018 11:51:24 | IP (Hash): 1559309878
    Gottfried schrieb:
    Metformin macht meine Beine kraftlos und zitternd, so dass ich kein Auto fahren kann.

    Hallo Gottfried,

    das ist eigentlich keine typische Nebenwirkung von Metformin aber eine typische Nebenwirkung der Statine. Wenn du ein Statin (Cholesterinsenker) einnnimmst, dann beobachte das noch mal ganz sorgfältig.

    Viel Erfolg bei deinen anderen Bemühungen, Rainer

    ____
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    am 15.11.2018 12:07:41 | IP (Hash): 1792948350
    Hallo Rainer,

    außer 1 x täglich Januvia 50 (seit ein paar Tagen) nahm und nehme ich keine anderen Medikamente ein.

    Gruß

    Gottfried
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    am 15.11.2018 17:46:41 | IP (Hash): 1559309878
    Hallo Gottfried,

    dann scheint es, falls es nach dem Absetzen von Metformin verschwunden ist, ziemlich sicher damit zusammen zu hängen.

    Du solltest von deinem Arzt mal den Viatamin-B12-Status feststellen lassen. Metformin kann B12-Mangel verursachen, dazu würden deine Symptome passen. So ein Mangel tritt zwar normal erst nach Langzeiteinnahme von Metformin auf, aber vielleicht hattest du ja vorher schon zu wenig.

    Vitamin-B12-Mangel lässt sich mit ärztlicher Hilfe beheben. Wenn du welchen hast, dann sollte der auch unabhängig von der Metformineinnahme behoben werden. Daraus würde sich aber wieder die Chance ergeben, doch mit Metformin zurecht zu kommen. Ich kann dir nur raten, so eine Chance dann zu nutzen. Diese kleine aber gute Unterstützung kannst du sehr gut gebrauchen, wenn du deinen Diabetes langfristig hauptsächlich mit Ernährung im Griff behalten willst.

    Alles Gute, Rainer
    ____
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    am 19.11.2018 13:04:13 | IP (Hash): 1792948350
    Herzlichen Dank Rainer für Deine Ratschläge.
    Mein Ziel ist wieder im Prädiabetesbereich zu landen, um Januvia abzusetzen.
    Die nächste HBA1C-Untersuchung wird ca. Ende Januar/Anfang Februar 2019 stattfinden,
    dann kann ich auch den Hausarzt bzgl. Vitamin B12 ansprechen.
    Habe seit 8 Wochen 5 kg abgenommen, die Nüchternwerte werden immer besser
    (Durchschnitt der letzten 14 Tage liegt bei 94mg/dl).

    Es sind jetzt drei Faktoren, die neu bzw. geändert worden sind:

    1. Letzte Mahlzeit bis spätestens 21 Uhr - vor 8 Wochen neu eingeführt.
    2. Drei Mal Sport pro Woche je ca. 75 Minuten (30 Minuten Krafttraining, anschließend 45 Minuten Crosstrainerlauf (7-8km) mit variabler Belastung). Für die Gewichtsabnahme ist drei Mal pro Woche erforderlich, fürs Gewichthalten ist zwei Mal pro Woche ausreichend. Die Inhalte habe ich mir während der neun Jahre selbst ausgearbeitet.
    3. Einnahme von Januvia 50, 1 x täglich seit sechs Tagen.

    Ich werde die Ergebnisse hier entsprechend aktualisieren.