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Ständig einen Zucker von 400 bei Typ 2 Diabetis

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 19.11.2018
    am 19.11.2018 18:11:20 | IP (Hash): 1695215122
    Hallo habe seid 2010 Diabetis Typ2 und seid etwas längerer habe ich nur noch werte von 400 Spritze mittlerweile humalog (Tagsüber) Levimir zur Nacht morgens und abends nehme ich Metformin 1000mg und morgens Spritze ich noch victosa (was ich nicht vertrage) hatte ich letztens ein Termin bei ihm und hab ihm das gesagt das ich das victosa nicht vertrage da sagt er ich soll mit 0.1 mg wieder anfangen was ich überhaupt nicht verstehe ich vertrage es jetzt trotzdem nicht total unlogisch sowas !mein Frage ist jetzt wäre es vielleicht das sinnvollste das ich mit meinem Diabetologen Rede und mir eine Insulinpumpe verordnen lasse ??? Weil mir geht es mit den ständigen hohen werten nicht gut und ich hab schon garkeine Lust mehr noch mehr als versuchs kanninchen zu sein .
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 19.11.2018 18:49:23 | IP (Hash): 362997863
    Ich würde an deiner Stelle einem kompetenten Diabetologen suchen, mit dem du gemeinsam eine für dich geeignete und wirksamen Therapie finden kannst.

    Die Dosis Victoza zum Eingewöhnen noch mal zu verringern ist nicht sinnlos und kann bei manchen helfen. Wenn es bei dir nicht hilft, muss dein Arzt das aber zur Kenntnis nehmen und sollte diese Behandlungsoption streichen. Victoza wäre aber sowieso nicht geeignet, um dermaßen hohe BZ-Werte zu normalisieren. Das stimmt die Insulindosis nicht und muss angepasst werden.

    Viel Erfolg bei der Suche nach einem kompetenten Diabetologen, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
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  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 19.11.2018 19:21:42 | IP (Hash): 1390397251
    Was erwartest Du fürn Zauber von ner Pumpe? Die kann doch auch nur abgeben, was Du einstellst. Und wenn Du da genauso wenig einstellst, wie Du jetzt aus den Pens nutzt, und sonst nix weiter änderst, wird sich auch mit ner Pumpe Dein BZ nicht ändern können.

    Victoza bewirkt, dass neu gegessene Glukose unmittelbar vor der Aufnahme durch die Darmwand mehr vom eigenen Insulin bestellt. Aber das wird bei Dir nicht gehen, weil bei BZs über 140 die eigene noch mögliche Insulinausgabe eh volle Pulle läuft.
    Metformin bewirkt, dass die Leber, die ALLEN Blutzucker letztlich steuert, weniger zuviel vom zuvielen Zucker ausgibt. Wie viel weniger das bei Dir ist, könntest Du austesten, wenn Du mal ne Woche nichts verändern und nur das Met rauslassen würdest. Was Dein BZ dann höher als jetzt wäre, wären die mg/dl, die das Met zur Senkung beitragen würde.

    Levemir soll den BZ zwischen den Mahlzeiten einigermaßen konstant in ner brauchbaren Höhe halten.
    Dafür müssen die meisten von uns morgens und abends spritzen, weil der Saft deutlich weniger als 24 Stunden wirkt. Und die Mengen, die wir da brauchen, sind bei 10 von uns 10mal z.T. sehr verschieden. Die einen kommen mit 2x10 Einheiten oder noch weniger für nüchtern 100-140ng/dl hin, und dein anderer braucht für das selbe Ziel 2x40 Einheiten oder noch mehr. Wie viel kann nur jeder für sich vorsichtig systematisch jeden Tag über Wochen austesten und ausprobieren.

    Und genauso mit Humalog. Bei mit der passenden Dosis für das jeweilige Essen wird nach dem Auslaufen der Wirkung 2-3 Stunden danach wieder etwa der selbe BZ wie vor dem Essen erreicht. Und da reicht bei manchem von uns ne halbe Einheit pro BE, während ne andere 10 und mehr Einheiten pro BE brauchen kann. Also auch austesten und ausprobieren - und dann auch konsequent 24/7 anwenden.

    Also munter ans Werk! Und wenn Du Deinen BZ ansonsten suuuuper mit Deinen Pens im Griff hast und z.B. morgens kurz vorm Aufstehen Dein BZ einen Riesenanstieg macht, kann man ne Pumpe so programmieren, dass sie genau dann passend - auch das muss systematisch ausgetestet und ausprobiert werden - eben das notwendige Mehr an Insulin ausgibt.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 21.11.2018 00:09:38 | IP (Hash): 971389618
    Hallo Florian,
    du hast bereits zwei Insuline mit Humalog und Levemir, die schon für gute Blutzuckeranpassung eingesetzt werden können.
    Wurde dir erklärt, wie du diese Insuline anwenden kannst oder hast du so einen Spritzplan - zur Mahlzeit mit Ausgangswert soundso und diese Einheiten Humalog zu spritzen ?
    Das Mahlzeiteninsulin lässt sich genauer dosieren auf Mahlzeiten-Kohlenhydrate und Tageszeit (hat auch Einfluss) bezogen - für Wie/Wieso/Warum ist eine Schulung angebracht, wohin dich dein Diabetologe auch überweisen kann, wenn seine Praxis dies nicht anbietet.
    Levemir ist ein Basalinsulin, was unabhängig den Grundstoffwechsel abfängt, auch ohne Essen.

    Ist allerdings kein 24 h-Insulin, was ich selber in zwei Portionen spritze, abends und auch morgens.
    Entnehme deinen Zeilen, daß du Levemir nur 1 x abends spritzt ?

    Weitere Medikamente sind zur Blutzuckerregelung nicht notwendig !
    Metformin und Victoza greifen erheblich in den Stoffwechsel ein und werden eben auch zur Unterstützung als Abnehmhilfe eingesetzt.
    Veranlasst dein Arzt, dir aufgrund von Körpergewicht, dieses als Helferlein zu verschreiben ?
    Das lässt sich auch ohne diese bewerkstelligen.

    Eine Insulinpumpe wird nicht automatisch deine BZ-Werte steuern können.
    Dafür musst du zuerst wissen, wie schnell wirksames Insulin bei dir wirkt, Basalraten austesten und eigene Erkenntnisse in der Pumpe einstellen müssen, zusätzlich.

    Gruß Elfe
    P.S. Bin selber ein später 1er (LADA) im 2er Umfeld und sehe unterschiedliche Vorgehensweise/Aufklärung/Umgang/Schulung mit Umgang von Insulinen = ICT
    https://www.diabetes-ratgeber.net/Insulin/Intensivierte-Insulintherapie-ICT-27680.html
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    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 21.11.2018 19:45:24 | IP (Hash): 1870431611
    Hallo Florian,
    das mit der Insulinpumpe kannst Du vergessen...
    Dass ein Typ2er eine Insulinpumpe genehmigt bekommt ist eh eher die Ausnahme und auch als erwachsener Typ1er muss man erst zeigen, dass man ICT beherrscht und es trotzdem nicht klappt, die Werte unter Kontrolle zu kriegen...

    Habe nicht den Eindruck, dass du die ICT wirklich beherrscht und schon alles probiert hast... und das ist, wie Elfe auch schon geschrieben hat die Voraussetzung für eine erfolgreiche Pumpentherapie - mal unabhängig von der Kostenübernahme durch die Krankasse...
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    Mitglied seit: 01.10.2018
    am 22.11.2018 08:02:31 | IP (Hash): 993221226
    Im Grunde wissen wir nur sehr wenig.

    Erstens: "seid etwas längerer habe ich nur noch werte von 400". Aber seit wann ist das so? Sind das die Spitzen nach dem Essen? Wie hoch ist der BZ vor dem Essen? Wie hoch der Nüchtern-BZ?

    Zweitens: "Spritze mittlerweile humalog (Tagsüber) Levimir zur Nacht". Seit wann spritzt du denn überhaupt? Wie viel von was spritzt du? Die Fragen von Elfe sind auch noch offen. Bemessung der Insulindosen nach Spritzplan oder mit Faktoren? Gabs eine einführende Schulung?

    Angesichts der vielen offenen Fragen, sind konkrete Tipps, also was sich eventuell nach Rücksprache mit deinem Arzt verbessern ließe, nicht möglich. Ein wenig allgmeine Info hast du von den anderen schon bekommen. Und so lange du deinen Blutzucker nicht mit Insulin einigermaßen im Griff hast, ist jedes Nachdenken über eine Pumpe sinnlos.

    Drittens: "ich hab schon garkeine Lust mehr noch mehr als versuchs kanninchen zu sein". Ich denke, an die Situation solltest du dich gewöhnen. Diabetestherapie heißt IMMER ausprobieren und durch messen des BZ auf Wirksamkeit prüfen. Jeder Körper reagiert auf verschiedene Medikamente anders. Der Körper reagiert auch nicht jeden Tag gleich. Da spielt die zugeführte Nahrung eine Rolle, die Menge und Art an Bewegung, bei einigen wirkt sich Stress aus und einiges mehr. Und wenn dich eine Erkältung erwischt, ist für die Zeit wieder alles anders. Schlechte Werte sind nicht nur anstrengend für den Körper, sie fordern auch den Geist.
    Bearbeitet von User am 22.11.2018 08:03:54. Grund: .