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BZ zu hoch Urin negativ

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    Mitglied seit: 20.11.2018
    am 20.11.2018 21:38:27 | IP (Hash): 691747414
    Hallo liebe Leute ,
    Ich schreibe hier heute weil ich gerade nicht weiter weiß und bis zum Termin noch einige Zeit warten muss.

    Es geht um meine 7 jährige Tochter.
    Ihr blutzucker nüchtern misst morgens ( 7 Tage gemessen) zwischen 104 und 113 .

    Nachdem im dem Kinderarzt darauf angesprochen habe , musste meine Tochter Urin abgeben . Darauf hin hieß es es ist alles gut aber wir sollten uns trotzdem beim diabetelogen vorstellen um weiter Testungen durchzuführen. Jetzt habe ich natürlich etwas Angst. Ich hatte mich so gefreut das der Urin negativ war und soweit alles gut scheint ... wahrscheinlich ist doch nicht alles gut sonst hätte ich keine Überweisung bekommen. Im Internet finde ich nichts wo der BZ hoch und der Urin negativ ist.

    Diabetes liegt väterlicherseits meiner Tochter in der Familie. 5x typ 2 und 2 x typ 1
    Eventuell auch mehr Personen.

    Kann ich jetzt trotzdem weiter beruhigt bleiben weil der urin negativ war oder hat das nicht viel zu heißen?
    Könnte doch etwas mehr dahinter stecken ?

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    am 20.11.2018 22:10:15 | IP (Hash): 845950223
    Diabetes ist ab nüchtern über 125 und an mehreren Tagen irgendwann über 200mg/dl. Im Urin lässt sich Zucker nachweisen, wenn der Blutzucker mehrere Stunden vor dem letzten Lassen erheblich über 180 verlaufen ist.

    Kinder mit Diabetes sind gut behandelt/eingestellt, wenn ihr Zucker nüchtern zwischen 100 und 140 gemessen wird und in den Spitzen nach den Mahlzeiten unter 200 bleibt.

    Was Du da gemessen hast, ist himmelweit unter diesen Werten, und ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso Du da so einen Aufstand machst? Nicht nur hier bei uns, sondern was muss das bei dem betroffenen Kind für eine Angst machen???

    BITTÈ BITTE: Ich habe Verständnis für elterliche Angst, aber die sollte doch in erster Linie erst einmal dazu führen, dass Mutter und Vater sich selbst schlau machen und nicht erst ihre Kinder verängstigen!

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 20.11.2018 22:57:59 | IP (Hash): 691747414
    Lieber Jürgen , erst einmal vorweg , ich mache meiner Tochter ganz sicher keine Angst da es zur Zeit mit ihr gar nicht Thematesiert wird .
    Ja wir messen zwar zur Zeit jeden Morgen BZ aber mit Sicherheit nicht mit den dramatischen Worten " du könntest krank sein "oder sonst einer Art und Weise ihr Angst und Panik zu bereiten.
    Ich weiß schon sehr recht wie ich meine Kindern zu behandeln habe und ich weiß auch das meine Kinder nicht unter Angst oder Panik leiden 😁

    Meine Frage hast du leider nicht beantworten können aber trotzdem vielen für deine leider nicht weiter helfenden Antwort. Hier geht es gerade um meine Angst und ob ich mir weiter Sorgen machen muss . Ich bin in diesem Gebiet Neuling und kenne mich nichts aus . Es wundert noch habt sehr das meine Tochter überwiesen wird. Und ach ja , was ich wohl weiß ist das wenn Kinder einen Wert zwischen 100 und 125 haben sie unter abnormer diabetes leiden .
    😘
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    am 21.11.2018 00:22:26 | IP (Hash): 1955652674
    Jajaki schrieb:
    Und ach ja , was ich wohl weiß ist das wenn Kinder einen Wert zwischen 100 und 125 haben sie unter abnormer diabetes leiden.

    Wo hast du das denn her? Bestimmt von irgendwo aus dem Internet und das ganz bestimmt nicht von Fachleuten, die würden, falls es so etwas gäbe nämlich "unter abnormen Diabetes" sagen.

    Eventuell verwechselst du das mit IFG - Impaired Fasting Glukose bzw. abnormer Nüchternblutzucker. IFG kann eine Vorstufe zu Diabetes sein, muss aber nicht. Außerdem musst du unbedingt berücksichtigen, dass die Handmessgeräte keine Präzisionsinstrumente sind und durchaus 15mg/dl nach unten und nach oben abweichen können. Dass der Kinderarzt, der die Überweisung ausgestellt hat, Null Ahnung von Diabetes hat sieht man deutlich daran, dass er den Urin nach Glukose untersucht. Damit kann er zwar feststellen, ob ein entgleister Diabetes vorliegt, aber das macht kein Arzt heutzutage mehr so. Insofern brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass er vielleicht etwas Schlimmes wissen könnte und euch deshalb zu einem Diabetologen schickt.

    Gehe zu dem Diabetologen und lass deine Tochter untersuchen, dann weißt du genaueres. Etwas Schlimmes brauchst du aber erst mal nicht zu erwarten. Vielleicht untersucht Der Diabetologe deine Tochter wegen den vielen diabetischen Verwandten auch auf MODY, einer autosomal-dominanten vererbbaren Diabetesform. Wenn sich so etwas herausstellt, dann kannst du froh darüber sein, dass das so zeitig entdeckt wurde. Mit der entsprechenden Beobachtung und wenn nötig Behandlung kann in vielen Fällen ein sehr leichter Verlauf abgesichert werden. Der Diabetologe wird mit entsprechendem Fachwissen und Erfahrung die richtigen Untersuchungen veranlassen und dir bestimmt auch alles gut erklären. Ich drück euch dafür die Daumen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
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    am 21.11.2018 04:22:42 | IP (Hash): 145430705
    Hi!

    Die morgendliche Testerei muss jetzt echt nicht sein:
    - der Termin beim Diabetologe steht
    - die BZ-Testgeräte sind viel zu ungenau.
    Im besten Fall zeigt das Teil eben 25 mg zu hoch an.

    Der Kinderarzt hat mit dem Urinteststreifen schon Mal ziemlich deutlich gezeigt, dass er die letzten Schulungen (rund 15 Jahre) ausgelassen hat und er geht jetzt auf Nummer sicher...

    Warte den Termin und die Ergebnisse ab.
    Bis dahin besteht überhaupt kein Grund, weiter die kleinen Finger zu Durchlöchern.
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    am 21.11.2018 09:23:42 | IP (Hash): 296646209
    Sorry, aber wie man auf die Idee kommen kann, ein Kind auf irgendeinen idiotischen Verdacht hin jeden Morgen in den Finger zu pieken, will mir nicht in den Kopf! Vor allem wozu? Wenn man sich nicht VORHER Wissen dazu verschafft hat, wie das dann zu verstehen ist, was man da dann abliest!!!

    Das fängt schon bei den gemessenen Größen an. Milligramm pro Deziliter, 100 davon bedeuten, dass da in 1 LITER Blut 1 GRAMM Glukose ist, bei 104 dann eben 1,04 Gramm und bei 113 eben 1,13 Gramm. Also gerade mal um 1 Gramm von um 1000 Gramm, und das gemessen in einem Tropfen Blut mit weniger als 1 Gramm. Bedeutet schlicht, dass beide Zahlen für den selben Laborwert stehen können. Und dass kleinste Rückstände auf der Haut solche Unterschiede machen können.

    Und NEIN, der Dok ist nicht von gestern, weil er den Urin getestet hat. Bei Kindern sind die Nüchternwerte oft höher als nach Erwachsenenmaßstäben. Wenn ein Kind wirklich krankhaft höheren Blutzucker hat, also deutlich mehr als bei guter Diabetes-Behandlung, dann ist da Glukose im Urin - und dann ist immer noch früh genug für alle dann notwendige Piekserei!

    Warum mein Hinweis auf gute Behandlungswerte? Weil es bis heute keine Möglichkeit gibt, bei Kindern möglichen Diabetes zu verhindern. Wenn sie einen entwickeln, kann man den also nur das ganze weitere Leben lang möglichst gut/gesund behandeln. Und so lange der Zucker ohne Behandlung=Insulin im guten Behandlungsbereich bliebe, würde da auch kein Arzt was dran machen wollen.

    Warum schließlich die Überweisung zu einem Facharzt? Weil Ihr dem Arzt den Eindruck vermittelt habt, dass Ihr ihm nicht glauben wolltet, auch wenn er Euch sein Ergebnis noch 10mal wiederholt hätte. Also hat er statt der weiteren Wiederholung nen Zettel geschrieben und die abnorm zweifelnden Eltern zum Facharzt überwiesen ;)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 21.11.2018 17:08:33 | IP (Hash): 145430705
    Diabetes Typ 1 wurde bis jetzt garantiert immer entdeckt.
    Diabetes Typ 1 kann man nicht vorbeugen oder aufhalten.

    Das Mädchen zeigt keinerlei typische Symptome?
    Der Arzt benutzt den Urinteststreifen statt einem weiteren pieks in den Finger?
    Und zapft (was mich nicht wundert) auch kein Blut ab?

    Eben. T2 kommt wohl gar nicht in Frage, T1-verdacht wegen fehlender Symptome nicht gegeben, Mody evtl., aber dann auch ohne Symptome...

    Dr. Google ist nach wie vor kein guter Berater.
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    am 21.11.2018 18:00:22 | IP (Hash): 971389618
    Hallo Jajaki,
    kann deine Sorge bzgl. deiner Kinder mit deiner Erbfamilienlinie gut verstehen, mit mehreren 2ern und 1ern.
    Aber dafür musst du nicht selber mit ungenauem Handmessgerät messen, was du dir wohlmöglich von deinen diabetesbetroffenen Angehörigen abgeguckt hast.
    Mit Blutuntersuchungen vom Arzt lässt sich dieses genauer überprüfen, bei besonderer Besorgnis 1 x im Jahr.
    Urinstreifen zeigen erst einen Blutzuckerwert oberhalb der Nierenschwelle an, liegt bei ca. 180 mg/dl, also sehr viel höher als eure selbst gemessenen Werte.

    Die Überweisung des Kinderarztes zeigt die Verantwortung für seine Patienten an und euch gegenüber als besorgte Eltern.
    Ist eben kein ausgewiesener Diabetesexperte und stellt deshalb sicherheitshalber eine Überweisung aus
    = gang und gäbe, bei allen Ärzten jeder Fachrichtung.

    Ich selber hätte mir mehr Sorge der Eltern gewünscht, was Risiko zur Diabeteserkrankung betrifft, bei bekannt einer ausgeprägten Diabetes 2-Linie.
    Bin die erste 1er (erst mit 40 immerhin als Erwachsene) in der Reihe, schlage aus der Art, wohlmöglich ein Erbanteil meines anderen, mir unbekannten, Elternteils.

    Bei bekannter Erblinie lohnt ein Hinweis bei den Ärzten darauf, die ggfs. spezielle Blutwertbestimmung veranlassen. Zur Zeit liegt die Sorge noch bei euch Eltern, aber später, sollte eure Tochter eigenverantwortlich auch dieses beim Arzt ansprechen, wird aber auch bzgl. sowieso abgefragt, welche Erkrankungen im familiären Umfeld auftreten.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 21.11.2018 18:09:14. Grund: Ergänzung