Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Victoza Probleme nach dem Absetzen

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 05.12.2018
    am 05.12.2018 21:33:00 | IP (Hash): 401953751
    Hallo und erst einmal ein "Grüß Gott" als Neuer in die Runde.

    Ich habe seit ca. 6 Jahren Typ II, der zuerst mit Metformin behandelt wurde. Als die BZ-Werte sich bei 300 und mehr bei einem Langzeitwert von an die 12 einpendelten, hat mein Arzt mich in ein Diabetes-Institut geschickt. Dort ist es gelungen, mich gut und sinnvoll auf Insulin einzustellen. Ich spritze seither 3 x täglich Humalog und bin mit je 8 - 12 Einheiten gut klar geommen. Werte zwischen knapp über 100 und 140.
    Der LZ lag zum Schluß bei 6,3, so dass mein Doc mich wieder in das Diabetes-Institut schickte. Dort sollte geprüft werden, ob meine Insulin-Dosis reduziert oder ganz abgesetzt werden könne.
    Eine dort durchgeführte Untersuchung brachte das Ergebnis, dass meine Bauchspeicheldrüse nur noch sehr wenig Insulin produzierte. Ein völliges Absetzen schied deshalb aus. Statt dessen wollte man durch eine Ergänzung mit Victoza die notwenigen Einheiten weiter reduzieren. Zur Gewöhnung sollte ich mit 0,6 mg Tagedosis beginnen und Humalog auf jeweils 6 Einheiten reduzieren. Das klappte soweit bis auf gelegentliche Ausreißer ganz gut. Auch hatte Victoza bis auf seltene ganz leichte Übelkeit keine der möglichen Nebenwirkungen. Nach einer Woche wurde dann Victoza auf je 1,2 mg erhöht. Und jetzt fingen die Probleme an. Über den ganzen Tag anhaltene Magenkrämpfe, ständiges Sodbrennen und Herzrasen. Dazu eine Abgeschlaftheit, so dass ich am frühen Abend schon ins Bett schlich.
    In der Konsequenz habe ich nach zwei Tagen Victoza abgesetzt. Ich bin der Meinung, ein Präparat mit derartigen Auswirkungen auf den Organismus wird auch nach einer Zeit der Gewöhnung nicht harmloser.
    Jetzt dann mein eigentliches Anliegen; ich bin wieder auf ausschließlich Humalog umgestiegen. Meine Werte sind jedoch völlig durcheinander, ein BZ von 160 ist schon niedrig, oft bewegt er sich zwischen 200 und 230. Dabei habe ich die Humalog-Dosis bereits in der Spitze auf 18 Einheiten erhöht. Meine Ernährung ist unverändert wie vor den Umstellungsversuchen.
    Ich wüßte nun gern, ob es Erfahrungswerte gibt, dass nach der Injektion von Victoza eine Zeitlang der BZ noch deutlich erhöht ist und sich dann wieder in den vorherigen Bereich einpendelt.
    Für alle Hinweise und Beiträge bin ich dankbar.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 2701
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 05.12.2018 22:20:20 | IP (Hash): 396518082
    Dir ist klar, dass das Insulin um so schlechter wirkt, je höher der BZ ist? Wenn du deinen BZ-Werte wieder nach unten bekommst, dann kommst du vielleicht auch wieder mit den alten IEs hin. Ich denke nicht, dass es direkt am Absetzen von Victoza liegt, eher an einem missglückten Ubergang.

    Den BZ bekommst du zwar auch mit mehr Insulin nach unten. Besser wäre allerdings, wenn du es mit Ernährung hinbekommst. Ein paarTage wenig KH oder insgesamt wenig Kalorien müssten helfen. Vielleicht können auch Hafertage oder so etwas hiffreich sein.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 3923
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 05.12.2018 22:52:29 | IP (Hash): 1219481998
    Es gibt die ganz allgemeine Erfahrung, dass T2 mit Nüchternwerten über 100 mit der Zeit immer mehr Medikation braucht. Bedeutet z.B. dass mit der Zeit zum Spritzen von kurzwirksamem Insulin zu den Mahlzeiten auch langwirksames Insulin für die Versorgung auch in den Zeiten notwendig wird, zur Basal-Versorgung. Damit wird häufig dann auch wieder weniger Insulin für die einzelnen Mahlzeiten. Aber insgesamt kann der gesamte Tagesbedarf an Insulin für Typ2 mit HBA1c 7 und höher locker an 200 Einheiten ansteigen und durchaus auch höher.

    Für Dich wäre interessant, dass Du ne Schulung nach DDG für INSULINER machst.

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 07.12.2018
    am 07.12.2018 22:42:00 | IP (Hash): 731633840
    Hallo,

    schon wieder ein Neuer.
    Auch ich habe vor ca. 8 Jahren mit Metformin angefangen. Zweimal 1000 mg pro Tag. Half auch die ersten zwei Jahre zusammen mit kontrollierter Ernährung aber allmählich schaukelten die Werte sich wieder hoch.
    Vor vier Jahren fing ich an Lantus Langzeitinsulin zu spritzen. Bin mittlerweile bei 50 iE pro Tag. Half auch wieder für eine gewisse Zeit. Dann gingen die Werte auch wieder hoch.
    Vor anderthalb Jahren kam Forxiga dazu. Eine Tablette pro Tag. Soll angeblich den Zucker beim Wasser lassen ausschwemmen. Aber die Wirkung konnte ich nicht so recht feststellen. Außer, dass ich ständig auf der Suche nach einer Toilette bin.
    Seit Juli dieses Jahre spritze zusätzlich Victoza. Habe auch mit 0,6 mg angefangen und nach einer Woche auf 1,2 mg gesteigert. Hatte in der ersten Woche auch Nebenwirkungen zu beklagen. Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeitund und Durchfall. War aber nach gut einer Woche wieder vorbei. Meine Zuckerwerte sanken von 280 auf 160 und der Langzeitwert von 9,4 auf 8,2.
    Mich freute es, meine Ärztin freute sich, bloß die Freude hielt nicht lange an.
    Seit ungefähr sechs Wochen sind die Werte ständig am steigen. Die Werte stiegen wieder au 280 an, der Mund ist ständig ausgetrocknet und ich lief bloß noch mit Wasserflasche durch die Gegend. Dazu kam noch, das der Drang zum Wasser lassen ich schon fast in den Wahnsinn trieb. Zumal ich schon Probleme mit der Prostata habe.
    Am Dienstag sagte meine Ärztin, es geht nicht anders, sie müssen jetzt zu den Mahlzeiten Actrapid spritzen. Soll mich vierzehn Tage erst mal ran tasten. Spritze momentan 2-10 iE pro Mahlzeit.
    Die Werte sind von 280 bis auf 150 gesunken. Das Durstgefühl ist weg und der ständige Drang auf Toilette zu müssen hat auch nachgelassen. Vor allem die ständige Müdigkeit ist wie weg geblasen.
    Ich hoffe doch, dass dieser Effekt doch recht lange anhält.

    Viele Grüße Helmut