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Depressionen bei Diabetiker vermehrt?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 07.08.2018
    am 05.01.2019 22:16:34 | IP (Hash): 701901760
    Hallo zusammen,

    ich habe mal eine Frage hier in die Runde. Vielleicht kann ein Austausch zustande kommen? Wäre schön.

    Also, ich bin selbst Typ-II-Diabetiker. Manchmal denke ich, dass man als Diabetiker oft Phasen hat mit sogenannten Stimmungsschwankungen. Diese sind manchmal so, als ob man irgendwie depressiv ist. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Ich bin dann nachdenklich und in mich versunken.

    Daher würde es mich mal interessieren, ob es hier welche gibt, die so was auch kennen. Oder auch den Eindruck haben, dass man depressive Stimmungen hat. Hat das vielleicht was mit der dieabetischen Erkrankung zu tun? Ich habe schon oft gehört, dass man als Diabetiker öfters in solche Phasen kommt!?

    Wäre schön, wenn sich betroffene auch melden würden.

    Lg
    Manne
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    Beiträge: 9
    Mitglied seit: 15.01.2019
    am 15.01.2019 17:27:11 | IP (Hash): 132173164
    Hallo Manne, die Frage ist, ob man, so wie du das bei dir beschreibst, schon von Depression sprechen kann. Ich selbst war immer wieder und sehr lange wegen Depressionen in Behandlung. Latent war diese Neigung zur Depression immer in mir vorhanden. Durch Stress, Überforderung etc. wuchs sich das dann so aus, daß ich irgendwann nicht mehr konnte und Hilfe suchte. Ich bin auch familiär vorbelastet und habe einen Familienangehörigen ersten Grades durch Suizid verloren.
    Ich kann mir gut vorstellen, daß Diabetiker durch ihre Erkrankung auch in eine Spirale der Überforderung geraten können und bei Veranlagung dazu, in einer Depression landen können.
    Für mich persönlich war es sehr richtig, mir Hilfe zu suchen - medikamentös und durch eine Verhaltenstherapie. Die Therapie hat mir vieles bewußt gemacht und mir ein ganzes Stück vorangeholfen. Die Medikamente (Antidepressiva, aber immer so niedrig dosiert, wie möglich) mußte ich irgendwann absetzen, weil ich sie nicht mehr vertrug. Das jetzige hoch dosierte Johanniskraut hilft mir persönlich aber bisher zum Glück genau so gut, stabil zu bleiben und bewahrt mich seit fast einem Jahr vor einem Rückfall.

    Wenn dir deine nachdenklichen Stimmungen keine Last und nicht unangenehm sind, ist wahrscheinlich alles im grünen Bereich. Auch ich habe immer noch solche Stimmungen ;-), aber im Gegensatz zu früher verliere ich mich nicht darin, falle nicht ins "Bodenlose", sondern finde da schnell wieder heraus, so daß mein Leben nicht davon bestimmt wird. Das ist ein wichtiger und entscheidender Unterschied und Aspekt. Falls das aber bei dir anders ist und sich verschlimmert, vielleicht Ängste, Schlafstörungen, Antriebs- und völlige Freudlosigkeit hinzukommen, würde ich an deiner Stelle professionelle Hilfe in Erwägung ziehen. Allerdings mußt du bei den Psychiatern mit langen Wartezeiten auf einen Termin rechnen. LG


    "Man muss das Leben eben nehmen, wie das Leben eben ist." (Muttern)
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 07.02.2019
    am 07.02.2019 13:32:29 | IP (Hash): 840500324
    Hallo Manne,
    ich bin auch seit vielen Jahren insulinpflichtiger Typ 2 und bisher eigentlich immer ganz gut klar gekommen . Aber zur Zeit befinde ich in einem grossen Tief. Habe seit Wochen gedrückte Stimmung und jetzt auf Rat meines Hausarztes bei einem Neurologen mit Depression in Behandlung.

    Viele Grüße
    Buschist