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  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 29.01.2019
    am 29.01.2019 16:07:31 | IP (Hash): 2142655936
    Hallo zusammen,

    bei mir wurde im September im Rahmen einer routinemäßigen Blutuntersuchung ein HbA1c von 11,7 gemessen (bin Typ 2). Für mich ein ganz großer Schock, da ich im Familien- und Freundeskreis keinerlei Berührungspunkte mit dem Thema hatte (bin erblich nicht vorbelastet).

    Nach dem ersten Schock haben mein Mann und ich uns intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Die ersten Maßnahmen waren das Weglassen von Zucker und Weißbrot (bislang kamen immer schön 3 Löffel Zucker in den Pott Kaffee; habe mal ausgerechnet, dass ich bei meinem Kaffeekonsum zwischen 2 und 2,5 Kilo Zucker im Monat nur durch Kaffee zu mir genommen habe - sehr erschreckend).

    Vier Wochen später den ersten Termin beim Diabetologen. HbA1c bei 10,0 (also schon etwas gesunken). Sehr nette Diabetes-Beraterin. Hat uns sehr gute Tipps gegeben. Angefangen mit 1 x 500 Metformin morgens, langsam gesteigert bis auf morgens und abends je 1000 (so ist es heute noch). Glücklicherweise habe ich davon keine Nebenwirkungen bekommen.

    Zwei Wochen später Beginn der Schulung. Mein Mann war immer mit dabei (er ist der Koch und damit wichtigster Mann an Bord ;-) ). Die Schulung war wirklich wertvoll für mich. Mir wurde auch jegliche Angst genommen (ich hatte immer noch das alte Bild vor Augen mit Insulinspritzen und das ganze Gedöns). Wichtigste Info war für mich, dass man weiterhin ALLES essen kann, halt nur in Maßen. Es spricht nichts gegen Kuchen oder auch mal nen Hamburger vom Goldenen "M", nur sollte dies nicht allzu oft passieren. Und die generelle Ernährungsumstellung war halb so wild, da mein Schatz und ich seit 10 Jahren bewusst essen (ich hatte vor 10 Jahren noch 50 Kilo mehr auf den Rippen, aber die Prophezeihung, dass ich aufgrund meiner 4 Bandscheibenvorfälle in 15 Jahren im Rollstuhl sitzen könnte, wenn ich nicht abnehme, ließ mir keine Wahl).

    Dann im Dezember waren einige Familien-Geburtstage (auch mein eigener), Weihnachten und Silvester. Und Urlaub in Holland. Also eine eher etwas ungesündere Zeit.

    Mitte Januar dann der nächste Kontrolltermin beim Diabetologen. Freitags vorher große Blutuntersuchung beim Hausarzt. Montags Ergebnisse geholt. Und siehe da: HbA1c von 6,4. Hätte ich nie vermutet. Bei meinem Anfangswert wäre ich mit einem Wert von 7 völlig zufrieden gewesen. Der Diabetologe war doch ein wenig verblüfft, dass mein Wert in der relativ kurzen Zeit so gut geworden ist.

    Mein Fazit der ersten vier Monate meiner "Krankheit": Der erste Nackenschlag durch die Diagnose entpuppte sich als Denkanstoß. Ich habe in der Zeit gute 5 Kilo weiter abgenommen. Ich fühle mich generell besser. Ich gönne mir weiterhin auch mal was Süßes, aber ich merke, dass ich das dann wesentlich bewusster genieße und nicht einfach so in mich hineinstopfe, wie es früher war.

    Mein ganz, ganz, ganz großer Dank gilt aber meinem Mann, der mich in allem unterstützt, was meine "Krankheit" anbetrifft. Aber er tritt mich auch in den Hintern, wenn ich drohe, aus der Spur zu geraten... ;-)
    Bearbeitet von User am 29.01.2019 16:11:41. Grund: Angabe des Typs hat gefehlt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 29.01.2019 19:15:29 | IP (Hash): 1755877297
    Hallo,
    Herzliche Glückwünsche nachträglich zum Geburtstag und zum Erfolg deiner Ernährungsanpassung :-)

    Genial - daß du einen Profi-Koch an deiner Seite hast.
    Aber bitte nicht von so einem Sterne-Lafer beeinflussen lassen, der alle Jahre wieder so'ne angeblichen Diabetiker Weihnachts/Oster-Menüs in den Medien präsentiert (viel Unsinn darin, z.B. fettarm).

    Ihr beide könnt profitieren von empfohlener Ernährung für Diabetiker, die sich kaum von für jeden Menschen unterscheidet (flüssige Kohlenhydrate meiden).

    Statt Zucker im Kaffee ev. mal Süßstoff-Tabletten probieren.
    Schmeckt anders, muss man sich dran gewöhnen, mit ev. etwas Milch kaum zu schmecken.
    Dein Fazit ist durchaus richtig, bewusster zu essen.
    Und die Menge macht's, 'Verbote' schüren nur Heißhunger.

    Gruß Elfe
    P.S.: Bin sofort auf Insulin eingestellt worden.
    Da eben w.o. beschrieben, auf Ernährung achten.
    Und ich bin auch ein großer Freund des Mc D..., waren die ersten, die Nährwerte auf Verpackung abdruckten. Wusste anhand der Kohlenhydrat-Angabe (aus Brötchen, Ketchup etc.), wie ich das Mahlzeiteninsulin berechnen kann.
    Lasse allerdings seither die Pommes weg, die ich eher so nebenher gegessen habe.
    Für die gleiche Menge KHs lieber einen Burger ;-)
    https://www.mcdonalds.de/qualitaet/export/sites/default/media/dokumente/Naehrwerttabelle_Stand_Juli_2017.pdf
    Bearbeitet von User am 29.01.2019 19:16:55. Grund: -