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Probleme nach starker Gewichtsabnahme

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    Beiträge: 13
    Mitglied seit: 12.07.2016
    am 30.01.2019 18:50:36 | IP (Hash): 953361934
    Hallo,

    ich habe länger überlegt, ob ich zu diesem Thema etwas schreiben soll, aber ich dachte ich versuche es mal.

    Naja, nach 40kg Gewichtsabnahme und Normalgewicht habe ich jetzt zwei Probleme. Da ich Kortisonpatientin bin, ist mein Blutzucker trotzdem nicht wesentlich besser und ich muss jetzt wegen dem Langzeitzucker von 7,0 zum Diabetologen. Ich höre immer, dass alle so zunehmen vom Insulin und wollte mal fragen, ob man das mit der Ernährung verhindern kann?

    Ich habe jetzt nach der starken Gewichtsabnahme ein Problem über das nicht so gern gesprochen wird. Ich habe hängende Haut bzw. eine richtige Falte am Bauch. Das reibt und ist unangenehm. Es sieht also nicht nur nicht schön aus. Hat jemand von euch soetwas mal operieren lassen? Wenn ja, hat die Op gut funktioniert?
    Es wird immer gedacht, dass alles ok wäre nach der Gewichtsabnahme, aber da ich einen sehr dicken Bauch hatte, sieht man jetzt die 40kg weniger dort besonders gut um ehrlich zu sein. Die Kortisontabletten machen Heißhunger, besonders da ich zur Zeit viel schlucke und so kämpfe ich seit über einem Jahr (seitdem ich mein Zielgewicht haben) mit regelmäßigem Wiegen und der Kontrolle über die eigene Ernährung. Ich habe auch über einen Zeitraum von 2 Jahren abgenommen, da es mir anders zu stressig gewesen wäre und diese Blitzdiäten irgendwie nichts bringen.
    Hat es jemand von Euch geschafft ohne Probleme die Ernährung dauerhaft umzustellen?

    Ich hoffe es nimmt mir niemand übel, dass ich über diese Probleme mit der Gewichtsabnahme schreibe.

    Viele liebe Grüße
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    Beiträge: 54
    Mitglied seit: 01.10.2018
    am 31.01.2019 09:41:09 | IP (Hash): 1304981750
    Asthmatiker schrieb:
    Ich höre immer, dass alle so zunehmen vom Insulin und wollte mal fragen, ob man das mit der Ernährung verhindern kann?

    Zu deiner Frage von mir ein klares, deutliches Ja!
    Du hast es geschaft über zwei Jahre 40 kg los zu werden. Du weißt also, wie dein Weg funktioniert. Wichtig ist, dass du weiterhin dein Gewicht im Auge behälst.

    Ich versuche, es mal einfach zu erklären. Der Körper geht grundsätzlich sparsam mit Energieträgern um. So wird z. B. aus dem Urin alles noch Brauchbare, auch Glucose, nicht einfach ausgeschieden, sondern in den Körper zurück geführt. Diesem Vorgang sind allerdings Grenzen gesetzt. Wenn zu viel Glukose im Urin landet, kann nicht mehr alles zurück gewonnen werden und wird eben doch ausgeschieden. Man sagt allgemein, diese sog. Nierenschwelle sei bei einem Blutzucker ab etwa 180 mg/dl erreicht. Dein Langzeitzuckerwert (HbA1c) von 7 spricht dafür, dass du durchschnittlich mit einem Wert von etwa 150 - 160 mg/dl unterwegs warst. Da naturgemäß der Blutzuckerspiegel nach dem Essen von Kohlenhydraten zunächst ansteigt, ist es recht wahrscheinlich, dass du in diesen Zeiten die Nierenschwelle überschritten hast. Damit wäre dann ein Teil der gefutterten Kohlenhydrate - eigentlich die aus den Kohlenhydraten entstandene Glucose - über den Urin ausgeschieden worden. Wenn nun zusätzliches Insulin von außen zugeführt wird, dann wird die Glucose aus dem Blut vermehrt von den Körperzellen aufgenommen und der Blutzuckerspiegel bleibt niedriger. Genau das ist ja das Ziel des Ganzen. Das bedeutet aber auch, dass die Nierenschwelle seltener und/oder kürzer überschritten wird, so dass weniger Glucose über den Urin "verloren geht". Es kann also passieren, dass trotz gleicher Nahrungsaufnahme nun mehr Energie zur Verfügung steht, was zu einer Gewichtszunahme führen kann. Insulin verstärkt auf diesem Wege also den Effekt, den ein Zuviel an Kalorien aus Kohlenhydraten ohnehin hätte.

    Je nach dem, wie überlastet deine Bauchspeicheldrüse bisher ist, kann es aber auch Effekte geben, die das beschriebene Phänomen wieder zum Teil ausgleichen oder abschwächen.

    Lange Rede kurzer Sinn: Wenn du weiterhin regelmäßig dein Gewicht prüfst und ggf. bei der Nahrungszufuhr oder durch gesteigerten Verbrauch mittels Bewegung gegensteuerst, führt auch eine Therapie mit Insulin nicht zu einem erneuten Zunehmen.

    Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen.
    Bearbeitet von User am 31.01.2019 09:42:22. Grund: .
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    am 31.01.2019 14:56:25 | IP (Hash): 363003233
    Hallo Astmatikerin,

    zu deinen anderen Problemen:

    Wenn du es möchtest, dann kann ich dir per PN eine Ansprechpartnerin nennen, die so eine OP bereits mehrere Jahre hinter sich hat und bestimmt bereit ist, ihre Erfahrungen mit dir zu teilen.

    Dass du trotz so einer gewaltigen Abnahme deinen Diabetes nicht zurückdrücken konntest, ist für dich bestimmt sehr frustrierend. Allerdings war das eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Die Abnahme bringt für neudiagnostizierte Diabetiker sehr viel, wenn es sich um eine gewöhnlichen Typ2-Diabetes handelt, bei dem die Hauptursache eine Insulinresistenz ist. Dein Diabetes ist sehr wahrscheinlich kortisoninduziert und damit ein Typ3e-Diabetes. Deine Abnahme ist trotzdem sehr sinnvoll, weil du mit starkem Übergewicht Gefahr läufst, dass du zusätzlich zu deinem Typ3e-Diabetes noch einen Typ2-Diabetes bekommen könnstest. So ein Doppeldiabetes wäre dann noch viel schwierier im Griff zu behalten.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 31.01.2019 14:56:53. Grund: .
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    am 31.01.2019 19:02:24 | IP (Hash): 1755877297
    Hallo Asthmatiker,

    Insulin bewirkt, daß aufgenommene Kohlenhydrate auch wieder vom eigenen Organismus verwertet werden können und nicht irgendwelchen Unsinn anrichten. Also, per Kalorienbilanz berücksichtigen.
    Kann m.E. aber nicht viel an Insulin sein, bei deinem guten Langzeitzuckerwert von 7.
    Durch Kortison verursachten BZ-Spitzen könntest du ggfs. auch glätten.

    Glückwünsch zu deiner enormen Gewichtsabnahme, braucht viel Disziplin zu einer generellen Ernährungsumstellung.

    Der Heißhunger beruht auf Anstieg des Blutzuckers und Senkung. Diese Differenz empfinden wir als 'brauche Zucker'.
    Dem kannst du ein Schnippchen schlagen mit erstmal Glas Wasser trinken, mit weniger KH-haltigem stillen wie paar Stückchen Schokolade z.B..

    Eine OP würde ich an deiner Stelle erstmal herausschieben, da auch Narbenbildung zu berücksichtigen ist (und Heilungschancen mit erhöhtem BZ generell als schwierig angesehen wird).

    Ev. mal über 'weichere' Behandlungsmöglichkeiten nachdenken.
    Bauchmuskelübungen festigen das darunter der Haut.
    Zupfmassage fördert die Durchblutung der Haut am Bauch.
    Haut gut pflegen, ev. mit einem sogen. Schwangerschafts-Öl, zu finden im Drogeriemarkt in der Baby-Kosmetikabteilung mit eben auch Pflegemitteln für die Mütter, zur Verhinderung von Dehnungsstreifen.

    Gruß Elfe
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    am 31.01.2019 19:20:39 | IP (Hash): 1843708629
    würde gerne wissen, was Du bei den beiden Beispielbildern da zupfen willst ???
    https://www.welt.de/gesundheit/article148121879/Fettschuerze-laesst-sich-nicht-einfach-abstreifen.html

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)