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Ursachen und zielführende Therapie nach wie vor im Dunklen - Bewertung für Laien absolut unmöglich

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    am 11.02.2019 10:15:51 | IP (Hash): 1162286656
    Meine frühere Gattin und Mutter unserer Kinder wurde aufgrund relativ kurzfristig eingetretenen Diabetessignalen Anfang letzter Woche mit einem Blutzuckerwert von über 650 in unser regionales Kreisklinikum eingewiesen. Dort wurden sofort die zur weiteren Diagnose nötigen Tests veranlasst und Maßnahmen zur Senkung/Normalisierung des Blutzuckerwertes ergriffen. Dieser normalisierte sich allerdings immer nur kurzfristig und stieg trotz Überwachung und Behandlung während der Woche auch immer wieder auf über 900 und am Wochenende sogar auf deutlich über 1000 an. Die Ärzte sagen, es sei eigentlich ein Wunder, dass Petra dabei nicht ins Koma gefallen ist und man könne sich derzeit nicht erklären, wie es zu diesen anscheinend sprunghaft auftretenden Extremwerten kommen könne. Sie wurde deshalb beim ersten Anstieg über 900 auf die Intensivstation überstellt, dann jedoch nach dem Anstieg auf über 1000 von dort wieder heraus genommen und auf die Nierenstation verlegt, da man mögliche Diabetesschäden an den Nieren befürchtete.

    Es ist uns bekannt, dass bei ungeübter oder falscher Diabetestherapie durch vor allem ältere Menschen häufiger zu erheblichen Schwankungen kommen kann. All dies ist aber hier nicht der Fall. Petra ist gerade mal 51 Jahre alt und die Therapie wird unter ständiger ärztlicher Überwachung an einem Kreisklinikum in Oberbayern durch entsprechendes Fachpersonal durchgeführt.Und trotzdem kommt es auch eine Woche nach Einlieferung in die Klinik immer noch zu solch unkalkulierbaren Ausreißern. Es ist sicherlich verständlich, dass sowohl ich als auch die Kinder sehr besorgt sind. Zumal die Ärzte derzeit wohl die Ursache nicht kennen und hoffen, diese durch weitere Beobachtung ermitteln zu können. Ein Spiel auf Zeit, das nach unserem Gefühl durchaus erhebliche medizinische Folgen für meine ehem. Gattin haben kann.

    Unerklärlich ist uns auch, das kommunizieren wir meiner ihr gegenüber jedoch nicht, wie die Ärzte derzeit in Unkenntnis von Ursache und möglicher Lösung ihr andeuten können, dass es durchaus gute Chancen gibt dass sie die Klinik bereits nach kurzer Zeit als vollständig gesundet verlassen kann. Ein vollständiges und dauerhaftes Verschwinden der so plötzlich und unerwartet aufgetretenen Diabetes, bei der so extreme Ausreißer auch eine Woche nach Beginn des Klinikaufenthaltes nach wie erfolgen, kann zwar vielleicht möglich sein, diese Hoffnung aber zu wecken solange man bei den Ursachen und der möglichen Lösung/Therapie vollkommen im Dunklen tappt weckt bei uns Angehörigen große Verwunderung. Effektiv greifbare Antworten sind von rätselnden Ärzten naturgemäß schwer zu bekommen.

    Vielleicht gibt es jemanden mit ähnlichen Erfahrungen oder auch jemanden, der aufgrund beruflicher Erfahrung die Situation besser einschätzen kann als wir dies als Laien können. Dafür wären wir sehr dankbar.
    Bearbeitet von User am 13.02.2019 17:04:15. Grund: Name macht sich besser als "ehem. Gattin"
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    am 11.02.2019 12:23:56 | IP (Hash): 1724040753
    1. Gib bitte Deiner ehemaligen Gattin einen Namen, z.B. Anna, liest sich einfacher und vor allem menschlicher :)
    2. Ein normales Kreiskrankenhaus kann eigentlich vieles, aber in aller Regel nicht wirklich Diabetes. Dafür solltest Du dringend nach der nächsten Klinik mit diabetologischer Fachabteilung (nicht einfach nur Inneres/Endokrinologie) suchen und für ihre Überweisung dorthin sorgen.
    3. Wo Du nichts von beständigem Rückwärtsessen geschrieben hast, können auch die sehr hohen Werte nicht mehr neu sein, sondern das sieht eher nach vielen Jahren mit immer höherem Blutzucker aus. Und dann wird sie auch mit den sehr hohen Werten nicht plötzlich umfallen.
    Trotzdem sollte sie umgehend in die Hände von Fachleuten, die etwas von Diabetologie verstehen.

    Gesund im Sinne von gesundem Blutzucker ohne die passende Behandlung wird da wohl nicht mehr. Das schätzt Du wohl zutreffend ein. Aber gesund wenigstens im Sinne einer guten sogenannten Diabetes-Einstellung mit Hilfe eines Facharztes für Diabetologie und mit entsprechender Medikation ist keine Hexerei. Daumendrück!

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 11.02.2019 12:25:37. Grund: Ergänzung
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 12.02.2019 12:08:50 | IP (Hash): 1899743091
    Erfahrungsgemäß sind Fehler (auch im Krankenhaus) nichts neues.

    Wie sieht die Therapie denn aus?
    Über welchen Typ Diabetes reden wir denn?

    ...bei solchen Werten und Ausreißern gibt's erstmal nur einen therapeutischen Weg, und den kann man mit Cola, Smoothies und Gummibärchen unangemeldet genascht prima torpedieren.
    Einfachste Erklärung....
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    am 12.02.2019 12:22:02 | IP (Hash): 561241341
    Wie ich's lese, ne Neudiagnose oder die überraschend entdeckte erhebliche Therapieverschlechterung eines alten Typ2, und wo's keine Antwort gibt, wohl auch kein weiteres Interesse.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 13.02.2019 16:57:38 | IP (Hash): 1428996525
    hjt_Jürgen schrieb:
    1. Gib bitte Deiner ehemaligen Gattin einen Namen, z.B. Anna, liest sich einfacher und vor allem menschlicher :)
    2. Ein normales Kreiskrankenhaus kann eigentlich vieles, aber in aller Regel nicht wirklich Diabetes. Dafür solltest Du dringend nach der nächsten Klinik mit diabetologischer Fachabteilung (nicht einfach nur Inneres/Endokrinologie) suchen und für ihre Überweisung dorthin sorgen.
    3. Wo Du nichts von beständigem Rückwärtsessen geschrieben hast, können auch die sehr hohen Werte nicht mehr neu sein, sondern das sieht eher nach vielen Jahren mit immer höherem Blutzucker aus. Und dann wird sie auch mit den sehr hohen Werten nicht plötzlich umfallen.
    Trotzdem sollte sie umgehend in die Hände von Fachleuten, die etwas von Diabetologie verstehen.



    Das mit dem Namen mach ich. Ist ne gute Idee. Danke.

    Beständigen Rückwärtsessen?
    Bislang war jedenfalls nichts von Diabetes bekannt. Auch nicht in ihrer Familie.
    Gerade eben ist von den Ärzten die Aussage gekommen, es soll sich um Diabetes Typ1 handeln.
    Mehr wissen wir im Moment auch noch nicht. Nur dass damit klar ist, warum der Versuch des Einstellens auf den Typ 2 nicht zielführend war. Denn das hatte man ja bisher erfolglos versucht.
    Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.
    Bearbeitet von User am 13.02.2019 17:08:55. Grund: Bessere Nachvollziehbarkeit
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    am 13.02.2019 17:00:41 | IP (Hash): 1428996525
    TypEinser schrieb:
    Erfahrungsgemäß sind Fehler (auch im Krankenhaus) nichts neues.

    Wie sieht die Therapie denn aus?
    Über welchen Typ Diabetes reden wir denn?

    ...bei solchen Werten und Ausreißern gibt's erstmal nur einen therapeutischen Weg, und den kann man mit Cola, Smoothies und Gummibärchen unangemeldet genascht prima torpedieren.
    Einfachste Erklärung....



    Bisher praktisch nur der Versuch herauszubekommen um was es sich eigentlich handelt und aufgrund der hohen Werte der Versuch, sie durch Einstellung auf Typ 2 mit den Werten auf ein erträgliches Maß herunter zu bekommen.

    Vorhin kam allerdings die Diagnose Typ1. Was dies am Ende bedeutet werden wir in den nächsten Tagen wohl erst vollständig realisieren. Für die Ärzte erklärt das jedenfalls die extremen Ausreißer (nix Cola, nix Smooties oder Gummibärchen - sie ist ja nicht lebensmüde).
    Bearbeitet von User am 13.02.2019 17:09:55. Grund: Bessere Nachvollziehbarkeit
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    am 13.02.2019 17:02:17 | IP (Hash): 1428996525
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wie ich's lese, ne Neudiagnose oder die überraschend entdeckte erhebliche Therapieverschlechterung eines alten Typ2, und wo's keine Antwort gibt, wohl auch kein weiteres Interesse.



    Sorry, aber ich habe keine Info über die Antworten bekommen. Obwohl angehakt hats das Thema anscheinend nicht abonniert. Das prüfe ich jetzt gleich nochmal.
    Bearbeitet von User am 13.02.2019 17:10:55. Grund: Bessere Nachvollziehbarkeit
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    am 13.02.2019 18:45:10 | IP (Hash): 1929087186
    segal schrieb:
    Gerade eben ist von den Ärzten die Aussage gekommen, es soll sich um Diabetes Typ1 handeln.

    So schlecht scheint das Krankenhaus in Bezug auf Diabetes gar nicht zu sein, wenn Sie deine Frau gleich auf Typ1-Diabetes untersucht haben.

    Der Nachweis der Antikörper, der zur Diagnose Typ1-Diabetes führt, dauert nun mal einige Tage. Wenn sie nicht mit eindeutigen Typ1-Symptomen (Ketoazidose, beständiges Rückwärtsessen) ins Krankenhaus gekommen ist, lässt sich das nicht schneller feststellen.
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    am 13.02.2019 20:49:12 | IP (Hash): 1304369549
    segal schrieb:
    TypEinser schrieb:
    Erfahrungsgemäß sind Fehler (auch im Krankenhaus) nichts neues.

    Wie sieht die Therapie denn aus?
    Über welchen Typ Diabetes reden wir denn?

    ...bei solchen Werten und Ausreißern gibt's erstmal nur einen therapeutischen Weg, und den kann man mit Cola, Smoothies und Gummibärchen unangemeldet genascht prima torpedieren.
    Einfachste Erklärung....



    Bisher praktisch nur der Versuch herauszubekommen um was es sich eigentlich handelt und aufgrund der hohen Werte der Versuch, sie durch Einstellung auf Typ 2 mit den Werten auf ein erträgliches Maß herunter zu bekommen.

    Vorhin kam allerdings die Diagnose Typ1. Was dies am Ende bedeutet werden wir in den nächsten Tagen wohl erst vollständig realisieren. Für die Ärzte erklärt das jedenfalls die extremen Ausreißer (nix Cola, nix Smooties oder Gummibärchen - sie ist ja nicht lebensmüde).



    Bei solchen Werten stellt man nix auf Typ 2 ein - erste Maßnahme ist, den viel zu hohen Blutzucker langsam (!) auf "normale" Werte zu bringen - mittels Insulin.
    Soooooooooo schwer ist das für Fachärzte nicht - und genau auf die bist Du ja nun getroffen - es sei denn, der/die Patienten mogelt.

    Sei mir nicht böse, das ist der Klassiker...


    Wenn es tatsächlich ein Typ 1 ist bleibt Insulin das Mittel der Wahl, wird's dann doch ein Typ 2 bleibt abzuwarten was passiert.