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    am 04.05.2019 11:36:49 | IP (Hash): 253598301
    Hallo Rainer,

    Was tun,wenn der Stoffechsel entgleist?
    Was sind die Folgen einer Entgleisung?
    Ab BZ über 180 soll der erhöte Blutzucker über die Nieren ausgeschieden werden, aber
    was ist dabei so gefährlicht?

    MfG Werner
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    am 04.05.2019 12:02:40 | IP (Hash): 1691402947
    Hallo Werner,

    bei kurzzeitig erhöhtem BZ kann nichts gefährliches passieren. Das gilt auch bei ganz hohen Werten, die du wahrscheinlich sowieso nie erreichst. Auch an der Überschreitung der Nierenschwelle ist nichts gefährliches dran.

    Ein Ausnahme, die du ansprichst, wäre die Ketoazidose, So etwas tritt bei dir als Typ 2er mit noch einer Menge Eigeninsulin aber gar nicht auf. Insofern brauchst du dir um einmalig hohe Werte keine Sorgen zu machen. Die Probleme gehen erst los, wenn du regelmäßig hohe BZ-Werte hättest.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 05.05.2019 12:39:42 | IP (Hash): 1947214985
    Rainer schrieb:
    Die Probleme gehen erst los, wenn du regelmäßig hohe BZ-Werte hättest.

    Wie hoch?
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    am 05.05.2019 17:34:06 | IP (Hash): 1293119212
    schauma https://deximed.de/home/b/endokrinologie-stoffwechsel/krankheiten/diabetes-mellitus/hyperglykaemisches-hyperosmolares-syndrom/

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 05.05.2019 18:41:37 | IP (Hash): 1947214985
    D.h. erst ab 600 mg muss ich mir Sorgen machen?
    Wozu mache ich mir dann schon bei kleiner 200mg Sorgen ... ???
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    am 05.05.2019 19:21:08 | IP (Hash): 1663087219
    Naja,
    beim HHS brauchst du dir ohne Behandlung nicht mehr allzu lange Sorgen machen... HHS ist akut lebensbedrohlich.

    Ab welchem Wert es garantiert zu Schäden kommt, wird dir niemand sagen können,
    aber je weiter weg von der "Norm" (Wert, aber auch Schwankungsbreite) umso wahrscheinlicher - sagen bisherige Studien...

    Mir fällt in vielen deiner Beitrage auf, dass Du ganz konkrete Handlungsanweisungen möchtest oder erwartest, dass etwas bei dir genauso funktioniert, wie du irgendwo gelesen hast (z.B. "Beeren beeinflussen den Blutzucker kaum" - was übrigens im Vergleich zu Weintrauben oder Bananen stimmt) und natürlich immer gleich...
    All das gibt es nicht wirklich, aber es gibt unglaublich viele Ideen, Hinweise, Empfehlungen, die aber nicht bei jedem und nicht bei jedem gleich funktionieren und auch nicht immer gleich gut funktionieren... daran wirst Du dich einfach gewöhnen müssen und das für dich richtige herausfinden.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 05.05.2019 19:57:48 | IP (Hash): 1293119212
    @r...
    Im Prinzip reicht als Antwort:
    Weil Du das wohl so willst. Warum Du das so willst, kann eigentlich niemand außer Dir wissen.

    Aber das Missverständnis fängt ja schon mit Werners Eingangsfrage nach der Stoffwechsel-Entgleisung an.
    Ursprünglich waren mit der Entgleisung tatsächlich die Ketoazidose und das hyperosmolare Koma gemeint, also die letzten Meter auf dem Weg in die Kiste. die nur noch mit massiven ärztlichen Eingriffen gestoppt werden können.

    Schon im Überschreiten der Nierenschwelle eine Entgleisung zu sehen, ist sachlich völlig abwegig und ohne jede Grundlage.
    Wer mit HBA1c 7 gut eingestellt ist, bewegt sich 24/7 mit seinem BZ weit mehr als 12 von jeden 24 Stunden über dieser Nierenschwelle, entsorgt also einen Teil seiner zuvielen Glukose in die Toilette. Da ist absolut nix von Entgleisung. Die Entsorgung ist auch nicht schädlich für die Nieren, sondern ein völlig natürlicher Überlauf.

    Schädlich für die Nieren und auch für die Augen (die haben ähnlich feine Gefäße zu ihrer Versorgung) kann allerdings bei entsprechend empfindlichen Menschen sein, dass Blutzucker wenigstens zeitweise eben so hoch verläuft. Kann sein, denn die meisten Menschen mit Diabetes haben auch mit beständig sehr viel höherem BZ keine Nieren- und auch keine Augenschäden.

    Dumm bei solchen Nieren- und Augen- weiteren Schäden vom höher als gesunden BZ ist lediglich, dass man erst merkt, wenn man so einen Schaden hat, wie empfindlich man selbst auf wie viel höher als gesunden BZ reagiert.
    UND DANN NOCH DÜMMER, dass sich daran meistens nix mehr zurückdrehen lässt, auch wenn man ab da seinen BZ voll gesund steuert. Damit lässt sich dann meistens nur noch eine weitere Zunahme des Schadens und das Eintreten weiterer Schäden verhindern.


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    am 07.05.2019 00:57:15 | IP (Hash): 1352790943
    Hallo Werner,
    ab 180 mg/dl ist die ungefähre Nierenschwelle, ab da wird Zucker über Urin und Nieren ausgeschieden.
    Die Nieren werden etwas beansprucht, mehr nicht.

    Ketoazidose ist da ganz was anderes - ein Insulin-Mangel-Problem - ausdrücklich für 1er = nicht deins als 2er, auch nicht für r2d2.
    Aufdröseln des Begriffes:
    Keto steht für funktionelle Gruppe in Chemie: Keton C=O, was per Urin-Teststreifen als Aceton zu messen ist.
    Azid steht für Säure.
    Insgesamt lt. meiner Einschätzung eine Art Vergiftung.
    In meiner 1er-Anleitung steht: Viel Trinken = ausspülen und Elektrolyte (Salze) ergänzen.

    Diese ominöse Nierenschwelle ist nur ein Aspekt.
    Des weiteren schaden insgesamt hohe Blutzuckerwerte den Leitungsbahnen Nerven und Adern.
    Also nicht ganz so hochjubeln, schon zu beachten.
    Aber nicht jeder einzeln gemessener BZ-Wert ist schädlich, mehr als 2er sich per Höhe vorstellen können - als 1er auf externes Insulin angewiesen.

    Gruß Elfe
    @r2d2: 600 mg/dl sind selbstverständlich keine Option.
    Mit 400 mg/dl hat mich meine Hausärztin 'dankend' als Notfall in Diabetes-Schwerpunktpraxis abgegeben, viel zu hoch.
    Ab da dann Einstellung auf externes Insulin (Diagnose Typ 1) mit so BZ-Werten, wie Zielwert nebst Tief = Hypo zu beachten. Kurzeitige hohe Ausreißer an die 300 sieht mein Diabetologe weniger kritisch als ich.
    So insgesamt stimmt's wohl irgendwie - habe keine der befürchteten Folgeerkrankungen (schon viele Jahre).