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    Mitglied seit: 22.05.2019
    am 22.05.2019 21:29:46 | IP (Hash): 1917000803
    Hallöchen
    Hoffe es kann mir jemand weiterhelfen. Habe massive Probleme mit Unterzuckerungen, mit Notarzt Einsätzen. Habe immer Phasen in denen es sehr oft vorkommt und dann wieder Wochen lang nix.
    Hatte im Februar einen Autounfall, wegen unterzucker, zum Glück nur mit Sachschaden. Dachte es wäre alles erledigt, leider war jetzt die Polizei bei mir und wollte meinen Führerschein sehen und wissen ob ich ausländische Führerscheine habe. Sie hatten ein Schreiben, von der Stadt / Staatsanwaltschaft dabei und meinten es wird nun überprüft ob ich fahrtauglich bin.
    Hab total Angst, dass Sie mir nun meinen Führerschein wegnehmen.
    Hat jemand einen Tipp oder Erfahrung damit ?
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    am 22.05.2019 22:06:13 | IP (Hash): 1818514857
    Nimmst Du zuckersenkende Medis?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 23.05.2019 09:38:37 | IP (Hash): 263751572
    So etwas hatten wir auch in der Verwandschaft allerdings mit Körperschaden.
    Einen Punkt und Bussgeld gab es dafür.

    Nachdem die Versicherung alles, auch das Schmerzensgeld reguliert hatte, gabs dann ca. 1 Jahr später Post von der Führerscheinstelle, wegen einer persönlichen Vorstellung, mit Androhung des Führerscheinentzugs bei nicht Erscheinen.
    Meiner Bekannten wurde dann von der Sachbearbeiterin mitgeteilt, dass sie innerhalb der nächsten 6 Wochen ein Gutachten über ihre Fahrtauglichkeit beibringen muss, sonst wird der Führerschein eingezogen.

    Auf die Nachfrage wie denn die Führerscheinstelle zu dieser Erkenntniss gekommen ist, hieß es dass bei allen Unfälle welche als Ursache, Herzinfarkt, Drogen, Alkohol oder Unterzuckerung durch Diabetes haben könnten, das Unfallprotokoll von der Polizei zur Zulassungsstelle geschickt wird. Wenn noch der Notarzt vor Ort war dann steht dort z. B. der BZ vom Fahrer drin.

    Das erste Gutachten hat damals 600 € gekostet und muss nach Festlegung der Führerscheinstelle alle 2 Jahre erneuert werden.
    Für das Gutachten waren die Hba1-Werte vom vorangegangen Jahr wichtig (Einsicht in die Krankenakte), und die elektronischen Tagebücher der letzten 6 Monate (PDF-Ausdrucke des Messgerätes).

    Wenn im Vorfeld schon Notarzteinsätze wegen Unterzuckerung waren, dann steht das in deiner Krankenakte, die der Gutachter zur Erstellung des Gutachtens einsehen möchte.

    Wenn man in Familie lebt sollte man das mit den Notarzteinsätzen möglichst vermeiden und den Rest der Familie auf Selbsthilfe schulen. Diesen Hinweis habe ich bei meiner ersten Pumpe erhalten.

    Dazu habe ich noch ein Beispiel aus direkter Nachbarschaft. Ein Lehrerehepaar hatte eine 17 jährige Tochter die damals ca. 3 Jahre zuvor eine Insulinpumpe von der Kasse bekommen hat. Nach 3 x Notarzt hat die Kasse die Pumpe zurückgefordert.
    Mit welcher Begründung weiß ich nicht, nur dass sie sich seit dem wieder mit dem Pen spritzt.

    Reiner
    Bearbeitet von User am 23.05.2019 09:53:25. Grund: Text hinzugefügt
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    am 23.05.2019 10:35:20 | IP (Hash): 299485180
    Sorry, aber wer das Risiko einer Unterzuckerung am Lenkrad bewusst eingeht, bringt sich und vor allem andere wenigstens fahrlässig in Gefahr für Leib und Leben.
    Vor dem Hintergrund halte ich jede Maßnahme für gerechtfertigt, die uns alle und auch die betroffene Person vor diesem Risiko schützt.

    Klar muss man um das Risiko zuerst mal selber wissen. Wer BZ-Senker nimmt, weiß das und sollte sich damit zumindest für seine Autofahrten so verhalten, dass da zuverlässig keine Hypo eintreten kann.

    Aber viele Prädiabetiker haben häufig alimentäre Hypos 1-2 Stunden nach den Mahlzeiten mit Tälern um 40mg/dl und manchmal sogar noch darunter. Deswegen oben meine Frage.

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 05.06.2019 12:07:00 | IP (Hash): 381387628
    Reiner15 schrieb:
    So etwas hatten wir auch in der Verwandschaft allerdings mit Körperschaden.
    Einen Punkt und Bussgeld gab es dafür.

    Nachdem die Versicherung alles, auch das Schmerzensgeld reguliert hatte, gabs dann ca. 1 Jahr später Post von der Führerscheinstelle, wegen einer persönlichen Vorstellung, mit Androhung des Führerscheinentzugs bei nicht Erscheinen.
    Meiner Bekannten wurde dann von der Sachbearbeiterin mitgeteilt, dass sie innerhalb der nächsten 6 Wochen ein Gutachten über ihre Fahrtauglichkeit beibringen muss, sonst wird der Führerschein eingezogen.

    Auf die Nachfrage wie denn die Führerscheinstelle zu dieser Erkenntniss gekommen ist, hieß es dass bei allen Unfälle welche als Ursache, Herzinfarkt, Drogen, Alkohol oder Unterzuckerung durch Diabetes haben könnten, das Unfallprotokoll von der Polizei zur Zulassungsstelle geschickt wird. Wenn noch der Notarzt vor Ort war dann steht dort z. B. der BZ vom Fahrer drin.

    Das erste Gutachten hat damals 600 € gekostet und muss nach Festlegung der Führerscheinstelle alle 2 Jahre erneuert werden.
    Für das Gutachten waren die Hba1-Werte vom vorangegangen Jahr wichtig (Einsicht in die Krankenakte), und die elektronischen Tagebücher der letzten 6 Monate (PDF-Ausdrucke des Messgerätes).

    Wenn im Vorfeld schon Notarzteinsätze wegen Unterzuckerung waren, dann steht das in deiner Krankenakte, die der Gutachter zur Erstellung des Gutachtens einsehen möchte.

    Wenn man in Familie lebt sollte man das mit den Notarzteinsätzen möglichst vermeiden und den Rest der Familie auf Selbsthilfe schulen. Diesen Hinweis habe ich bei meiner ersten Pumpe erhalten.

    Dazu habe ich noch ein Beispiel aus direkter Nachbarschaft. Ein Lehrerehepaar hatte eine 17 jährige Tochter die damals ca. 3 Jahre zuvor eine Insulinpumpe von der Kasse bekommen hat. Nach 3 x Notarzt hat die Kasse die Pumpe zurückgefordert.
    Mit welcher Begründung weiß ich nicht, nur dass sie sich seit dem wieder mit dem Pen spritzt.

    Reiner



    Ich kann mich dem nur anschließen.
    Als ich damals einen LKW Führerschein machen wollte, musste ich auch dieses Gutachten für ca. 600 € machen lassen. Da kennt das Landratsamt nichts. Was ich aber verstehen kann, wenn man größere Fahrzeuge fährt muss man auf alle Eventualitäten geprüft sein.

    Bisher ist ja so, dass man bei Beantragung des PKW-Führerscheins den Diabetes nicht angeben muss. Da befindet sich der Gesetzgeber noch in einer Grauzone. Ich nehme aber an, dass das nur eine Frage der Zeit ist, bis sich hier mal etwas tut.
    Mittlerweile muss ich alle 3 Jahre eine Nachbegutachtung machen lassen und dies dem Landratsamt vorlegen.
    Tipp am Rande: hier nicht zum Tüv gehen bzw. schicken lassen. Diese "Ärzte" haben teilweise seltsame Methoden einen zu untersuchen. Besser zu freien/eigenständigen Verkehrsmedizinern gehen.

    Zum Thema Unterzucker beim Fahren: Ich verstehe nicht, warum du dir keine kontinuierliche Messung besorgst bzw. einen Sensor. Abbot mit dem FreeStyle Libre oder Accu Check haben da gute Mittel an den Mann gebracht. Man misst sich schneller und hat immer einen Überblick, wie sich der Zucker in den nächsten Minuten entwickeln wird. Und jaaaaaaaaaaaa, falls das jetzt kommt, dass die Dinger nicht immer 1000 % genau sind (was sie bei mir eig. zu 98 % sind), ist doch sch.... egal. Hauptsache man sieht wo man überhaupt ist - bei 50 oder bei 350 mg /dl