Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Zuckerwerte steigen

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 9
    Mitglied seit: 21.08.2018
    am 29.05.2019 11:28:27 | IP (Hash): 512943053
    Hallo ihr Lieben,
    Brauche euren Rat, meine Diadoc meldet sich nicht zurück. Würde im Dezember in Bad Mergentheim auf ict eingestellt. Spritze Bolus Novorapid und Basal Lantus. Seit etwa 2 Wochen wirbelt es wieder nach oben. PP Werte nach 2 Stunden über 200 aber nur morgens und mittags. Komisch. Faktoren her 2,1 und 1,5. Korekturfaktoren 30 und sonst immer 40. Zielwert 100 und abends 120. Basal spritze ich 14 Einheiten abends. Heute Nacht 3 Uhr 218!!! Wäre dankbar für jede Antwort. Bin ganz schön down! Muss noch dazu sagen, habe hashimoto und Verdacht auf Nebennierenschwäche. Wird jetzt im Juni untersucht.
    Liebe Grüße
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 2987
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 29.05.2019 11:54:18 | IP (Hash): 1169572387
    Ana schrieb:
    Wurde im Dezember in Bad Mergentheim auf ict eingestellt.

    Hallo Ana,

    so etwas wie eine "Einstellung" im Krankenhaus wird zwar immer wieder versprochen, die gibt es aber nicht. Wenn sich irgend etwas ändert, dann ändert sich auch der Insulinbedarf und du musst die Einstellung von dir aus entsprechend anpassen können. Vielleicht machst du gerade eine Erkältung, Entzündung oder ähnliches durch. In solchen Phasen steigt natürlich der Insulinbedarf.

    Wenn die Faktoren am Morgen und Mittag nicht mehr passen, dann musst du sie vorsichtig in kleinen Schritten erhöhen oder später vielleicht auch wieder mal reduzieren.

    Wichtig ist auch, dass das Basalinsulin einigermaßen passt. Die 218 nachts um 3 kann aber etwas einmaliges gewesen sein, z.B. durch einen stressigen Albtraum. Vielleicht sind die sogar durch sehr niedrigen BZ und die entsprechende Gegenreaktion deines Körpers zustande gekommen. Normal ist der BZ nachts gegen 2 ... 3 Uhr am niedrigsten. Beim vorsichtigen Erhöhen der Basaldosis musst du als erstes absichern, dass es in dieser Zeit zu keiner Hypo kommt. Ansonsten kannst du dich nach dem NBZ richten und auch das Basalinsulin anpassen.

    Rede mit deinem Arzt darüber und lass dir grünes Licht dazu geben, dass du deine Einstellung alleine entsprechend anpassen kannst. Nur so nützt dir langfristig ICT wirklich etwas.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.05.2019 15:45:28. Grund: .
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 9
    Mitglied seit: 21.08.2018
    am 29.05.2019 16:28:38 | IP (Hash): 512943053
    Hallo Rainer,
    Versuche seit 2 Tagen meinen Diadoc zu erreichen. Bekomme keine Rückmeldung und jetzt geht sie in Urlaub. Werde meine Faktoren jetzt vorsichtig selbst ändern. Mit dem Basal werde ich noch ein paar Nachtmessungen machen. Werde wohl den Diadoc wechseln weil ich immer das Gefühl habe es wäre denen lästig wenn ich Nachfrage. Übrigens Erkrankungen habe ich keine ausser Dauerentzündung der Schilddrüse. Vermute eher das mein Eigeninsulin ins Nirwana verschwindet. Wird vom Endokrinologen alles nochmal abgeklärt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1522
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 29.05.2019 19:50:37 | IP (Hash): 1408206206
    Hallo Ana,
    Werte um BZ 200 sind o,k., wenn man mit Basal & Bolus umgehen muss.
    Der sogenannte Zielwert mit 100 mg/dl ist ein BZ, um den wir uns herumhangeln.
    Das ist so ein Puffer zwischen tiefen Werten (Hypo).
    Ab ca. 180 mg/dl beginnt die Nierenschwelle = ab da wird Zucker über die Nieren ausgeschieden, mehr nicht.

    Welches Insulin ist bei dir neu per ICT ?
    Habe selber von Anfang an Novorapid, tricky.
    Betreffend Wirkungskurve kontrolliere ich Novorapid-Spritze nach 3 h und korrigiere dann (Korrektureinheit oder paar Gummibärchen).
    Spritzzeitpunkt spielt auch eine Rolle:
    So normal leichtverdaulich vor der Mahlzeit,
    schwer verdaulich mit Fleisch/Fett z.B. nach der Mahlzeit, ev. teilen und Zusatzeinheiten (FPE) notwendig.
    Vor Schlafengehen sehe ich zu, um die 100 zu erreichen und nicht so arg zu korrigieren, sonst UZ nachts ggfs..
    Basal gebe ich in zwei Dosen vor Schlafengehen und morgens (bekam das später und immer noch irgendwie im Clinch).
    Gebe abends nur 3,5 Einheiten (Levemir) und morgens 6 für längeren Tag.

    Hauptaugenmerk liegt bei mir beim schnellen Insulin - was wann wie spritzen zu den Mahlzeiten.
    Korrekturfaktor ist bei mir auch schon ewig stabil mit 40 - lieber vorsichtig agieren,
    Titsche leider zwischen sehr tiefen Werten und hohen Werten an die 300 herum.
    Mein Arzt schimpft mit mir bei tiefen Werten und sagte: Bei 270 stirbt man nicht.

    Du gibst recht krumme IE/BE-Faktoren an, damit kennst du dich aus !?
    Meine sind ähnlich: morgens 2 - mittags 12 Uhr 1 - abends 2,25.
    Gibt aber noch das Prinzip des Auf- und Abrundens (bei mir mo + mittags ab, abends auf).
    Passe IE/BE-Faktoren vorsichtig in viertel-Schrittchen an nach 3 Tagen.
    Habe zudem noch Halbschritt-Pens, um genauer dosieren zu können, da mich bereits ne halbe/eine Einheit in UZ bringt.

    Muss mittlerweile auch Schilddrüsenhormone nehmen aufgrund Unterfunktion, was aber keine Auswirkung auf den BZ hat(te).
    Hat auch der internistische Diabetologe festgestellt per jährlichem Blutbild und verschreibt eben auch dieses, zusätzlich zur BZ-Einstellung.

    P.S.: Bin dort von Anfang an in ambulanter Behandlung. War nicht einfach per Berufsalltag, aber meine im nachhinein ganz gut. Hatte zeitweise unterschiedliche IE/BE-Faktoren zum Alltag und freier Zeit.
    Wg. anderem war ich in Kliniken und kam mir da vor wie unter einer Glasglocke.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 29.05.2019 19:56:16. Grund: Korrektur/Ergänzung Text
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 9
    Mitglied seit: 21.08.2018
    am 29.05.2019 20:14:28 | IP (Hash): 512943053
    Hallo Elfe, schön das du mir schreibst. Bin ein Grenzfall. Antikörper werden nochmal genommen. Bin jetzt gespannt. Das Problem bei mir ist die haben mich zwar eingestellt aber dannach nix mehr. Novorapid und Lantus hab ich schon vorher nach Schema gespritzt. Jetzt Ke berechnen, sorgfältig abwiegen und ausrechnen. In der Klinik klappte es gut auch bis vor ca 2 bis 3 Wochen. Werde jetzt mal an den Faktoren morgens und mittags vorsichtig schrauben. Ich finde es schade das man das in der Klinik nicht angesprochen hat. Faktoren morgens 2,0, mittags jetzt erhöht auf 1,2. Abends 1,5. Bin mal gespannt.habe übrigens heute Nacht mit 1.5 einheiten korrigiert und das erste mal wieder einen netten nüchterwert gehabt
    Liebe Grüße
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1522
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 30.05.2019 16:20:46 | IP (Hash): 1408206206
    Hallo Ana,
    denke nicht, daß du ein Grenzfall bist.
    Da Antikörper bestimmt werden sollen, ist man wohl auf der Suche nach Typ 1 beim Erwachsenen = LADA.
    War bei mir der Fall im Alter von 40 Jahren - ziemlich überraschend für mich, da ich mit ausgeprägter familiärer 2er Linie so irgendwann auch mal mit Typ 2 gerechnet hatte.
    Schon per Augenschein beim Diabetologen wurde dieses jedoch ausgeschlossen wg. Untergewicht, aber hohen BZ-Werten um die 400.
    Am selben Tag wurde mir dann der Pen mit Mahlzeiteninsulin Novorapid in die Hand gedrückt und habe begonnen mit 1 Einheit zu einer KE.
    Habe dann täglich meine BZ-Werte telefonisch durchgegeben (auch am Wochenende !) und mir wurde Anpassung erklärt.
    Es folgte weitere Anpassung des Insulins durch den Arzt und parallel dazu Einzeltermine bei der Diabetesassistentin bezüglich KH-Einschätzung und eine 1er Grundschulung mit Patienten, die sich schon seit Kindertagen mit Insulinen plagen und dennoch eine 'Auffrischung' brauchten.
    Der persönliche Austausch mit den 'Mitschülern' war mir ganz wichtig :-)

    So ca. 2 Jahre kam ich mit Novorapid ganz gut zurecht, bis dann doch als erstes Basal Protaphane und später Levemir verschrieben wurde. Auch dieses waren zu Anfang nur wenige Einheiten abends, später dann auch morgens.
    Das Ganze ist ein Learning by Doing über viele viele Jahre, wobei die Insulinanpassung vierteljährlich beim Diabetologen-Termin stattfindet. Um reagieren zu können, auf das langsame Versiegen der eigenen Insulinproduktion bei Typ 1.

    Also nicht so ganz einfach und kann mir vorstellen, daß man diese komplexen Vorgänge kaum in einem doch verhältnismäßig kurzen stationären Aufenthalt packen kann.

    Unbedingt Vorsicht bei nächtlichen Korrekturen ! wg. Unterzuckergefahr.
    'Nicht so scharf korrigieren' werde ich ständig ermahnt.
    Mit 2 Einheiten würde ich eher einen BZ über 200 korrigieren, eine halbe Einheit lasse ich da sein.

    Eine Insulineinstellung ist nicht fix, ändert sich.
    Je nach den Lebensumständen (z.B. Stress, Tagesablauf, Sport).
    Bei mir spielen sogar die Jahreszeiten eine Rolle.
    Habe morgendliches Basalinsulin um 2 Einheiten senken müssen jetzt im Frühling (irgendwie agiler) und im Sommer mit mehr Sonnenlicht und höheren Temperaturen muss ich auch auf Novorapid aufpassen.
    Alle Jahre wieder.
    Wichtig dabei ist zu wissen, wie man beide Insuline einschätzen und überprüfen kann per BZ-Werte und Überprüfungsmöglichkeiten.

    Wie beschrieben wurde ich auch ärztlich per Insulineinheiten ziemlich gegängelt.
    Bis zu einem Quartalstermin in den Anfangsjahren, an dem mich der Arzt wg. hoher Werte angewaffelt hat: Das hätten Sie sehen müssen.
    Klar habe ich das gesehen, mich aber nicht getraut.
    Ab da nun anders:
    Nach 3 d herumschrauben in 1/4tel Schritten an IE/BE-Faktoren, Basal mit 2 x täglich sehe ich das eher und bin da 'mutiger'.

    Liebe Grüße zurück :-)
    Elfe
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 9
    Mitglied seit: 21.08.2018
    am 30.05.2019 20:05:47 | IP (Hash): 512943053
    Hallo Elfe.
    Ich beneide dich um deinen Diabetologen. Ich werde mir jetzt auch einen neuen suchen,der mich auch ein bisschen an die Hand nimmt. Alle Untersuchungen die per Labor jetzt noch anstehen macht mein Endokrinologe. Bin gespannt. Auch bei mir hat der Diabetes mit etwa 40 Jahren zugeschlagen. War damals furchtbar müde und habe in kürzester Zeit den Sprudelkasten gelehrt. Meine Familie hat schon gelacht. Würde vom Arzt als typ 2 diagnostiziert. Nur schlug keine oralen antiDiabetika an. Hab sehr auf Ernährung geachtet. Zwischendurch hat der Arzt Xelevia ausprobiert. Naja. Es wurde aber nie auf Antikörper getestet. Auch kein Cpeptid bestimmt. Das ging so ein paar Jahre. Plötzlich letztes Frühjahr dann plötzlich das ganze von vorne. Hab dann noch 6 Kilo abgenommen. Ab zum Diabetologen. Jardiance eingesetzt. Keine Chance. Blutuntersuchung keine Antikörper. Insulin eingesetzt. Nicht besonders funktioniert. Dann letztes Jahr Dezember ab nach Bad mergentheim. Ach übrigens bei mir ist kein Diabetes familiär aufgetaucht. Nur lauter Autoimmungeschichten anderweitig. Bin dir seht dankbar für deine Ratschläge.
    Liebe Grüße
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1522
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 01.06.2019 01:45:04 | IP (Hash): 358461169
    Hallo Ana,
    bin einer Diabetologen-Schwerpunktpraxis mit mehreren Internisten und großen Team mit MFAs und Diabetesassistentinnen.
    Google das doch mal, ob in deiner Wohngegend auch so eine Schwerpunktpraxis niedergelassen ist.

    Bin da eher durch zwei Ärzte gelandet - 1.) sofort zum Hausarzt (wegen übler Blutwerte) - 2.) Hausärztin hatte dann eben den hohen BZ per Handgerät gemessen und mich sofort eben als Notfall am selben Tag an Diabetes-Schwerpunktpraxis vermittelt - und dann eben sofort Novorapid mit KH-Berechnung.

    Antikörper haben die gar nicht bestimmt (sollte eigentlich später das Krankenhaus erledigen - war was anderer Grund, warum dahin - nicht gemacht).
    In der Praxis wurde bestimmt, daß ich noch eigenes Insulin habe.

    So um die 40 Jahre ist lt. Recherche so ein Grenzalter zum späten 1er = LADA, könnte bei dir also auch passen.
    Eine familiäre Linie bei mir ist ausgeprägt 2er und wir werden bei Diagnose immer jünger.
    Ev. sind aber auch die heutigen Diagnosen bzgl. später 1er den aktuell verfügbaren besseren analytischen Untersuchungsmethoden geschuldet (und im Rückblick denke ich, ev. waren zwei Verwandte ev. auch LADAs, aber damals gab's nur Tabletten).

    Liebe Grüße Elfe