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Prä/Diabetes allg. Frage

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 29.08.2019
    am 29.08.2019 12:26:36 | IP (Hash): 1786610333
    Hallo,

    ich hatte am bei einer Blut-Untersuchung nach einer Harnwegsinfektion am 15. Juli 2019 einen Hba1c von 6,3, NBZ von 130. Bin 35 Jahre, BMI 25,5, (176 cm., 78 kg). Der Doc wollte mir direkt Metformin aufschreiben - das wollte ich jedoch nicht.
    Ich war mein ganzes leben immer sehr sportlich unterwegs, aber hatte aber in den letzten 4 Jahren Berufsleben etwas zugenommen und wenig Sport gemacht. Aber bin zumindest bei jedem Wetter mit dem Fahrad zur Arbeit (45 min hin und zurück) geefahren.

    Ziel:
    Ich möchte unter keinen Umständen Insulin spritzen müssen und auch will ich keine oralen AntiDiabetika zu mir nehmen müssen.

    Was habe ich gemacht?:
    Ich habe jetzt vermehrt angefangen Sport zu betreiben (mind. 1x pro Tag 1h Joggen, manchmal auch noch etwas Krafttraining und Dehnen) und ich habe meine Ernährung umgestellt. Versuche abends wenig zu essen (z.b. nur einen Salat). Ich messe regelmäßig den BZ mit Stripes.


    Ergebniss:
    Habe jetzt in knapp 6 Wochen ca. 7 kg abgenommen, BMI 23. Messgerät zeigt einen Durchschnitt von 121 an.

    Meine weitern BZ-Beobachtungen:
    An nach einem normalen Tag ist mein morgentlicher NBZ meistens um die 120.
    Nach dem Aufstehen mache ich -fast immer- meine 1 Stunde Sport (1 Kaffee mit ein bissle Milch, sonst vor dem Sport kein Frühstück). BZ ist nach dem Sport meistens wie der NBZ.

    Generell fällt mein BZ nur sehr selten unter 100. Und pendelt meist zwischen 110 - 140.
    Ganz selten messe ich einen pbBZ von 160.

    Lediglich bei Auslassen des Abendessens und spätem Sport, habe ich beobachtet, dass der BZ mal unter 100 oder auch mal unter 90 fällt.

    Nun meine Frage:
    Wie bewertet Ihr meine Werte?
    Sollte ich versuchen durch eine strengere low-carb-Diät häufiger mal unter die 100 zu kommen?
    Warum fällt der Wert nach dem Sport sooo wenig?

    Würde auch zum Diabetologen gehen, bin jedoch für ein Jahr nicht in Deutschland und traue den Empfehlungen der Ärzten vor Ort (Georgien) nicht so sehr, wie der Meinung hier im Forum.

    Vielen Dank!

    Bearbeitet von User am 29.08.2019 12:34:11. Grund: nur so
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 29.08.2019 12:59:23 | IP (Hash): 766288795
    Hallo Otto,

    ich denke, du kannst getrost noch eine Weile abwarten, ob die Nüchternwerte ganz langsam noch weiter nach unten gehen. Normal passiert das, nachdem die Nachessenswerte in einem guten Bereich liegen, allerdings nicht sofort, sondern erst im Nachgang.

    Deine Beobachtung mit der Abhängigkeit vom Abendessen ist interessant. An deiner Stelle würde ich mal ein bisschen mit der Zusammensetzung spielen, z.B. das Abendessen mit wenig KH oder eins mit vielen schnellen KH oder ..., und beobachten, wie sich das auf die Nüchternwerte auswirkt. Manche haben schon berichtet, dass viel Eiweiß am Abend bei ihnen zu höheren Morgenwerten führt. Zu drastischeren Maßnahmen kannst du später immer noch greifen, wenn das alles nichts hilft. Mit solchen Werten kannst du auf jeden Fall erst mal für etliche Monate gut leben, ohne das etwas Schlimmes passieren wird.

    Dass der BZ nach dem Sport nicht unbedingt fällt, sondern eventuell sogar noch ansteigen kann, ist normal. Eine Erklärung bieten die Stresshormone, die bei anstrengendem Sport ausgeschüttet werden und für Glukoseausgabe aus der Leber sorgen. Du kannst ja mal ausprobieren, was bei dir mit weniger anstrengendem Sport passiert.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.08.2019 20:32:44. Grund: .
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    Mitglied seit: 29.08.2019
    am 29.08.2019 21:00:00 | IP (Hash): 1786610333
    Danke für deine Antwort.

    Ja, vielleicht muss ich dem Körper erstmal noch mehr Zeit für die Umstellung geben. Aber es ist schon ernüchternd, wenn man Diät + Sport macht - und trotzdem der BZ nicht runter will.

    Bei dem Abendessen habe ich schon viel ausprobiert. Aber auch ein grichischer Salat mit einer winz Menge an Feta macht einen NBZ von ca. 120. Wobei ja auch das "Messgerät" Toleranzen hat.

    Was mir nur wichtig ist, dass es nicht weiter schlimm ist, wenn der BZ erstmal nie unter 100 abfällt. Vielleicht kennen ja manche anderen das Problem.

    Gute Nacht
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 29.08.2019 22:02:35 | IP (Hash): 1825860741
    otto_1984 schrieb:
    Ziel:
    Ich möchte unter keinen Umständen Insulin spritzen müssen und auch will ich keine oralen AntiDiabetika zu mir nehmen müssen.


    Warum nicht? Hast Du irgendwo ein abschreckendes Vorbild?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 30.08.2019 18:52:03 | IP (Hash): 745799115
    otto_1984 schrieb:
    Was mir nur wichtig ist, dass es nicht weiter schlimm ist, wenn der BZ erstmal nie unter 100 abfällt.

    Wenn die anderen Werte gut sind und gut bleiben, dann ist das für 1 ... 2 Jahre absolut kein Problem.

    Wenn die Nüchternwerte dann immer noch so hoch sind, dann musst du für dich entscheiden, ob du das akzeptierst oder nicht. Für mich wäre wichtig, ob der BZ die ganze Nacht hoch verläuft oder ob er erst am Morgen ansteigt (Dawn-Phänomen). Wenn er nur am Morgen ansteigt, dann kannst du es wahrscheinlich ohne Probleme so lassen. Nach den Mahlzeiten akzeptierst du ja auch höhere Werte, warum dann nicht für einen kurzzeitigen Morgenanstieg. Ich persönlich habe mich jetzt bereits knapp 10 Jahre mit Nüchternwerten von 105 ... 115 eingerichtet und akzeptiere sie so. Probleme (z.B. Verschärfung des Diabetes) konnte ich damit bisher nicht sehen. Wenn sich welche andeuten, würde ich natürlich diese Nüchternwerte nicht weiter akzeptieren und geeignete Maßnahmen zur Senkung ergreifen. Ich denke, dass du es genauso halten kannst.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 31.08.2019 14:55:00. Grund: .