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Hohe Morgenwerte trotz Basalinsulin

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    Mitglied seit: 31.08.2019
    am 31.08.2019 15:24:42 | IP (Hash): 1133844107
    Hallo, seit ca 3 Wochen werde ich auf Basalinsulin, das ich abends spritze (gg. 22:00), eingestellt. Anfangs 10, dann 12 und nun 14 Einheiten ABAGLASAR 100 Einheiten/mg. Zuvor waren meine Werte sein mehreren Quartalen um 200 - Hba1C 9,5.
    Zu der Spritze nehme ich folgende Medikamente:

    Morgens 1x30 mg Actos
    1x1000 mg Medformin
    1x300mg Irbesatan
    1x150mg L-Thyroxin

    Abends: 1 1/2x1000mg Medformin
    1xAbaglasar
    1/2x20mg Lercanidipin
    1x40mg simvastatin

    Die Morgenwerte schwanken zwischen 170 und 220. ich esse normal und 3 Mahlzeiten am Tag. Die letzte gg 19 Uhr. Ich bin 48 Jahre alt, 174 cm groß und wiege 83 kg.

    Ich weiß nicht mehr so richtig weiter. Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich zu Morgenwerten um 100 kommen kann?

    Wieviel Einheiten Abaglarar kann man spritzen?

    Schon mal Danke für die Mühe


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    am 31.08.2019 16:13:43 | IP (Hash): 1559311068
    Jury schrieb:
    Ich weiß nicht mehr so richtig weiter. Kann mir jemand einen Rat geben, wie ich zu Morgenwerten um 100 kommen kann?
    Wieviel Einheiten Abaglarar kann man spritzen?

    Hallo Jury,

    ABASAGLAR kannst du so viele Einheiten spritzen, wie du für deinen BZ brauchst. Klar wird es jenseits der 50 IE sehr unbequem, aber möglich wäre es.

    Steigere die Einheiten, falls du das mit deinem Doc so vereinbart hast, so lange vorsichtig weiter (Erhöhung höchstens aller 3 Tage), bis die BZ-Werte stimmen. Zur Kontrolle würde ich an deiner Stelle auch mal nachts zwischen 2 ...3 Uhr messen. Da ist häufig der BZ am niedrigsten. Wenn die Werte um diese Zeit unter 80 fallen, dann solltest du die IE nicht weiter steigern, aber sonst sind keine Grenzen gesetzt.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 31.08.2019 16:14:20. Grund: .
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    am 31.08.2019 16:59:04 | IP (Hash): 1743891924
    Hallo Jury

    ich spritze auch Abasaglar, da jedoch kein Typ2, bei mir momentan 8IE. Was bei mir bei meinen Morgenwerten zusätzlich geholfen hat, neben dem Dosiserhöhen, war das schrittweise Vorschieben des Spritzzeitpunkt von 22 Uhr auf vor dem Abendessen gegen 17 Uhr. Wobei ich hierbei aufpassen muss, dass ich nicht in der Basallücke (Abasaglar wirkt in der Menge keine 24 Stunden) Abend esse, sondern ca. 2 Stunden später, wenn es wieder gut wirkt.
    Falls es dich weiter interessiert: https://www.blutzucker-coach.com/lantus_und_levemir_1.html

    Vielleicht noch zusätzlich als Tipp. Neben Dosiserhöhen natürlich.

    LG July
    Bearbeitet von User am 31.08.2019 17:10:09. Grund: +
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    am 05.09.2019 01:07:49 | IP (Hash): 747266778
    @July
    Habe gegenteilige Erfahrung gemacht: Verschieben weit nach 22 Uhr, wirklich erst vor Zubettgehen.
    Eigentlich Zufall, aber dann doch nachvollziehbar.
    Mit Levemir übrigens, da kann 'Basallücke' auch tagsüber 'angeblich' vorkommen.
    Dosis morgens und abends notwendig, 4 und 2 aktuell.

    Angebliches 24 h-Insulin ist Lantus/Absaglar, selbes Insulin Glargin, mit unterschiedlichen Hilfsstoffen, die durchaus Einfluss gesamt auf Wirkungsweise haben.
    Die 24 h-Insuline suggerieren, daß der Grundstoffwechsel über 24 h gleichmäßig verläuft und nur eine Spritze Basal ausreicht.
    Sehe dieses nicht so, da eben geteilt für Tag & Nacht 4 zu 2.
    Nur 2 Einheiten puffern sogar Dawn/Gupf ab.
    Meine, daß Basalbedarf durchaus unterschiedlich ist bei aktivem Tag und Ruheschlaf.

    Angebliche 24 h-Insuline/oder mehr wie Tresiba (getestet), sind da eher nicht so meins.
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    am 06.09.2019 14:29:32 | IP (Hash): 1059150931
    Lantus und Abasaglar wirken nicht immer 24 Stunden. Angegeben sind 20-36 Stunden. Insb. bei kleinen Dosen, gibt es relativ sicher eine Basallücke. Hierbei muss man dann schauen, wie man es händelt.

    Meine Basallücke liegt genau in meiner niedrigsten BZ-Zeit, am späten Nachmittag. Wo ich momentan kein externes Insulin brauche. Ich muss nur aufpassen, dass ich da nichts esse. Sonst steigen die Werte viel zu hoch an.

    Wer immer externes Insulin braucht, muss die Basallücke z.T. mit Bolus-Injektionen überbrücken, oft unbewusst. Viele wissen gar nicht, dass sie dort eine Basallücke haben. Merken es z.T. erst nach Umstellung auf ein anderes Basalinsulin.

     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 06.09.2019 19:59:42 | IP (Hash): 747266778
    Eine Basal-Lücke muss nicht unbedingt mit Bolus überbrückt werden, geht auch mit Basal.
    Wie u. a. Thema schon mal erzählt, habe ich zeitweise bereits schon mittags 1-2 Einheiten Levemir gespritzt, da die BZ-Werte vor Nachhausefahrt (ca. 18 Uhr) mit dem Auto regelmäßig anstiegen und ich eben kein schnelles Bolus (wg. Hypogefahr) spritzen wollte - war ein Tipp vom Diabetologen.
    Halte das immer noch so, wenn ich weiß, ich krieg' die nächsten Stunden nix zu essen, bei Reisen z.B..
    Klappt ganz gut.
    Berücksichtigen muss man bei Basal, daß dieses wirklich langsam wirkt und schon bereits viele Stunden vorher einkalkulieren.
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    am 28.10.2019 13:40:14 | IP (Hash): 1913344015
    Hallo, seit meinem Eintrag am 31.08. spritze ich bereits 24 Einheiten Abasaglar 100.

    Die Werte schwanken noch immer zwischen 180 und 220. Seit einer Woche esse ich abends bis 20:00 Uhr das Letze und dann erst wieder um 12:00 Uhr, Abendessen gg. 18:30 Uhr.

    Zu der Spritze nehme ich immer noch folgende Medikamente:

    Morgens 1x30 mg Actos
    1x1000 mg Medformin
    1x300mg Irbesatan
    1x150mg L-Thyroxin

    Abends: 1 1/2x1000mg Medformin
    1xAbaglasar
    1/2x20mg Lercanidipin
    1x40mg simvastatin

    Hat jemand einen Vorschlag, was ich besser machen kann und dass die Morgenwerte an 100 heran kommen?

    Was ich vergaß: leichtes Radfahren alle 2 Tage ca. 20 km.
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    am 28.10.2019 14:58:41 | IP (Hash): 799796081
    Hallo Jury,

    hast du schon mal nachgesehen, wie hoch dein BZ nachts gegen 3 Uhr ist? Wenn er um die Zeit auch schon hoch ist, dann hilft nur eine weitere Steigerung der Insulindosis.

    Sollte der BZ um die Zeit niedrig (80mg/dl oder darunter) sein, dann hast du lediglich einen kurzzeitigen starken Anstieg am Morgen, ein sogenanntes Dawn Phänomen. Das ist weniger schlimm als langanhaltende hohe Werte in der ganzen Nacht. Dagegen lässt sich aber nicht so leicht was machen. Die sinnvollste Maßnahme gegen so ein ausgeprägtes Dawn Phänomen wäre das Spritzen von Kurzzeitinsulin gleich nach dem Aufstehen.

    Versuche mal rauszubekommen, wie dein BZ sich im Laufe der Nacht verhält und rede dann mit deinem Arzt über geeignete Gegenmaßnahmen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 28.10.2019 14:58:58. Grund: .
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    am 28.10.2019 15:53:44 | IP (Hash): 1649349573
    Hast Du denn eigentlich schon mal geschaut, wie Dein BZ den Tag über aussieht? Also z.B. vor dem Mittag- oder vor dem Abendessen?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 28.10.2019 18:45:13 | IP (Hash): 327613807
    Rainer schrieb:
    Die sinnvollste Maßnahme gegen so ein ausgeprägtes Dawn Phänomen wäre das Spritzen von Kurzzeitinsulin gleich nach dem Aufstehen.
    [/i]



    Nö...
    die sinnvollste Lösung gegen ein aufgeprägtes Dawn Phänomen ist Kurzzeitinsulin so gegen 5 Uhr morgens - und das ist bei mir vor dem Aufstehen ;)
    Habe ich vor Pumpe ein paar Jahre gemacht - echt nervig...

    Kurzzeitinsulin gleich nach den Aufstehen ist eher was beim Get Up Phänomen - Blutzuckeranstieg durch die Lageveränderung des Aufstehens.