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NZ zu hoch und Blutzuckerspitzen

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    Mitglied seit: 26.09.2019
    am 26.09.2019 11:04:00 | IP (Hash): 1281542164
    Ein freundliches Hallo in die Runde
    Ich habe seit nunmehr 8 Jahren einen ständig erhöhten Nüchternblutzucker von erst 141 und nun 147. Nach einem Brötchen lande ich dann bei 205 nach 2 Stunden. Mein Hba1c Wert ist über all die Jahre vollkommen in Ordnung. Meine Ärztin schickte mich nun wieder einmal zur Diabetologin, weil man da unbedingt etwas machen müsse. Den Diabetologen habe ich nicht kennengelernt, sondern nur mit einer allg. Ärztin gesprochen. Diese meinte nur, mein Langzeitblutzucker wäre normal und somit gibt es keinen Grund für einen Diabetes. Auf meine Frage, wie ich die Spitzen beim Zucker vermeiden kann, meinte sie nur, ich solle nicht messen. Bei den hohen Zuckerwerten werde ich müde und habe ständigen Harndrang. Ich habe schon versucht, bestimmte Lebensmittel zu meiden und zumindest am Abend ,wenn ich auf Kh verzichte, geht er nicht so hoch.Welche Möglichkeiten gibt es, diese Spitzen zu vermeiden. Ich habe Normalgewicht und treibe Sport. Ganz lieben Dank für Ideen und Vorschläge. Liebe Grüße Rika
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    am 26.09.2019 11:48:15 | IP (Hash): 1436300373
    Unglaublich deine ärztin

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 26.09.2019 11:50:19 | IP (Hash): 799796177
    Hallo Rika,

    suche dir einen Diabetologen, der dich mit deinem BZ ernst nimmt. Selbst wenn du dafür etwas weiter fahren musst, zahlt sich das langfristig für dich aus.

    Für die Diabetesdiagnose stehen verschiedene Grenzwerte nebeneinander. Wenn einer der Grenzwerte nicht nur einmal zufällig (das kann besonders beim NBZ vorkommen) überschritten wird, dann steht die Diagnose. Für den NBZ ist der Diagnosegrenzwert 125mg/dl, allerdings nicht mit einem Handmessgerät, sondern als Laborwert.

    Alles Gute, Rainer
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    am 26.09.2019 12:16:46 | IP (Hash): 1281542164
    Ganz lieben Dank für deine Antwort. Die Nüchternzucker Werte sind als Laborbefund genauso hoch. Deswegen die Überweisung zum "Diabetologen" durch meine Hausärztin. Hinzu kommt , dass alle in der Familie Diabetes haben. Von Typ 2 bis Lada ... Leider sind die Diabetologen hier nicht so reich gesät und ich bin schon froh gewesen, überhaupt einen zu finden, der noch Patienten annimmt. Ich habe den BZ am Abend ganz gut im Griff. Nur am Morgen will er nicht . Ich habe von Vollkorn über Müsli schon alles probiert. Er schießt in die Höhe . Also neuen Versuch . Ich messe schon gar nicht mehr, die Symptome bei den hohen Werten sind immer gleich und ich weiß dann auch so Bescheid.
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    am 26.09.2019 14:22:18 | IP (Hash): 799796177
    Ein Vorschläge für das Frühstück:
    - Frühstücksei,
    - eine kleines Stück Brot oder Brötchen, dick mit Butter und Käse oder Wurst belegt,
    - Low Carb Brötchenersatz, nach Rezepten kannst du z.B. im LOGI-Forum oder im LCHF-Forum sehen.
    Das Frühstück weglassen wäre wahrscheinlich keine gute Idee. Du würdest die BZ-Probleme dann bestimmt bei der ersten Mahlzeit am Tag bekommen, also dann beim Mittagessen.

    Für den Diabetologen suche mal nach einer diabetologischen Schwerpunktpraxis, da ist oft der meiste Sachverstand vorhanden. Ansonsten wäre noch die diabetologische Abteilung einer Uniklinik zu empfehlen. Dafür würden sich auch längere Fahrten lohnen. Wenn dann alles gut läuft und du deinen Diabetes im Griff hast, dann kannst du dich vielleicht auch von der Hausärztin weiter behandeln lassen. Die quartalsweise BZ-Kontrolle und das Rezept bekommt der auch hin.

    Eigentlich kannst du dir die Diabetesdiagnose auch von deiner Hausärztin geben lassen. Wenn du dich selber ausgiebig in das Thema einarbeitest, dann bekommt ihr das beide zusammen bestimmt auch gut hin. Für den Anfang würde wahrscheinlich ein Versuch mit Metformin ausreichen, damit lässt sich der NBZ bei vielen gut senken. Falls deine Ärztin es dir nicht dazu sagt, dann denke daran, dass Metformin unbedingt eingeschlichen werden sollte, um langfristig eine gute Verträglichkeit zu erreichen. Die ersten 50 Teststreifen kann sie dir bestimmt auch verschreiben. Den Rest musst du wahrscheinlich alleine bezahlen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 26.09.2019 14:26:14. Grund: .
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    am 26.09.2019 14:46:42 | IP (Hash): 1405253239

    Der lanzeitzucker ist bei der diagnose nicht aussagekräftig. Schade dass deine Ärztin das wie einige selbsternannten Experten nicht wissen.



    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 26.09.2019 16:29:52 | IP (Hash): 1269044467
    Wie ist denn der Langzeitwert?
    Bei einem Nüchternwert von 140+
    muss der mindestens im 6er Bereich liegen und der Graubereich beginnt bereits ab einem Langzeitwert von 5,7.
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    am 26.09.2019 18:51:33 | IP (Hash): 1405253239
    Das ist ja der Irrtum msnuels, auch ein im Normalbereich liegender hba1c schließt leider keinen diabetes aus

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 26.09.2019 20:33:19 | IP (Hash): 1281542164
    Erst einmal lieben Dank für die vielen Infos. Mein Hba1c liegt bei 5,6. Die Blutzuckerspitzen und der ständig hohe Nüchternblutzuckers sind in diesem Wert nicht zu sehen. Deshalb sollte ich den BZ ab und an messen- laut Hausärztin. Damit kamen die Spitzen zum Vorschein. Die Idee mit den Brötchen werde ich umsetzen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Low carb Brötchen habe ich noch nicht auf dem Zettel gehabt. Ganz lieben Dank für diesen Tipp. Ohne KH klappt es am Abend ja ganz gut. Am Montag geht es wieder zur Hausärztin , den weiteten Weg besprechen. Ich werde mich nun um einen Termin in Berlin bemühen.
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    am 26.09.2019 21:39:15 | IP (Hash): 799796177
    Rika schrieb:
    Ich werde mich nun um einen Termin in Berlin bemühen.

    Das ist ein guter Entschluss. :=)

    Ich drück dir die Daumen, dass du einen Arzt findest, mit dem du gut zusammen arbeiten kannst. Mit deiner Hausärztin scheint das ja recht gut zu funktionieren, so dass ihr zusammen vielleicht deinen Diabetes als Dreierteam gut im Griff behalten könnt.

    Ich halte es für sinnvoll, dass deine Hausärztin schon mal die Diagnose Diabetes stellt, damit in der diabetischen Praxis nicht erst noch diese Frage abgehandelt werden muss. Bei mehrfach mit Laborwerten festgestellte Nüchternwerten ab 125mg/dl kann sie sich zweifelsfrei auf diese Diagnose festlegen.

    Alles Gute, Rainer