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Kohlehydratharme Ernährung vergetarisch - Tipps?

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    Mitglied seit: 10.11.2019
    am 10.11.2019 20:44:36 | IP (Hash): 911365623
    Hallo,
    da ich meine Diabetes 2 Diagnose erst vor kurzem bekommen habe, bin ich Neuling! In jeder Hinsicht! Und ich bin natürlich geschockt und versuche jetzt irgendwie durch gute möglichst zuckerfreie und kohlenhydratharme Ernährung den Blutzucker in den Griff zu bekommen.
    Ich möchte halt nicht so gerne ein Medikament nehmen und es erstmal so versuchen.
    Nur dass ich feststelle, dass es gar nicht so einfach ist.
    Ich ernähre mich schon lange vegetarisch und weiß nicht so recht was ich essen soll, weil meine Ernährung bisher sehr kohlehydrathlastig war (Brot, Reis, Nudeln usw.
    Ich habe gehört, dass Obst auch nicht so gut sein soll?
    Aber nur Gemüse, das kann es doch nicht sein?
    Würde es genügen wenn ich auf Vollkornprodukte umstelle?
    Bin für eure Meinung und Hinweise sehr dankbar!
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 10.11.2019 22:20:28 | IP (Hash): 1955652671
    Hallo Sahra,

    vegetarisch die KH zu reduzieren ist schon eine Herausforderung, aber es ist möglich. Du kannst dir z.B. hier bei den vegetarischen LCHF-Rezepten vielleicht ein paar Anregungen holen:
    https://forum.lchf.de/viewforum.php?f=24

    Du brauchst die KH wahrscheinlich nicht so stark zu reduzieren wie die LCHFleres tun, aber für ein paar Anregungen sind die Rezepte bestimmt gut zu gebrauchen. Nur der Umstieg auf Vollkorn reicht meistens nicht aus.

    Beste Grüße, Rainer


    P.S.: Hier sind auch noch ein paar vegetarischen Rezepte aus dem LOGI-Forum
    https://forum.nicolai-worm.de/index.php/Board/11-Vegetarisches/
    Weil bei LOGI die KH weniger streng reduziert werden, passen die vielleicht besser für dich. Die Rezepte kannst du allerdings erst sehen, wenn du dich in dem Forum angemeldet hast.
    Bearbeitet von User am 11.11.2019 14:35:05. Grund: .
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    am 11.11.2019 11:49:08 | IP (Hash): 890854493
    Hallo Shra,

    Obst ist tatsächlich nicht so gut. Klar sollte man es essen, aber nicht mehr in Massen. Und es gibt Obstsorten die haben wenig KH, wie z.B. Heidelbeeren.
    Dagegen Weintrauben haben sehr viele KH.

    Und den KH der einzelnen Obstsorten rauszufinden, ist es hilfreich eine normale Nährwerttabelle zu suchen, dort müssten die Gramm KH pro Portion oder 100gr stehen. Eine andere Möglichkeit wäre eine BE/KE Tabelle (du brauchst natürlich keine BE zählen) aber je weniger Gramm eine BE/KE entsprechen, desto mehr Zucker hat das Produkt.

    Gut ist es, das Obst zu "verpacken". Also nicht pur zu einem nehmen. Sondern beispielsweise in Quark oder Joghurt reingeschnitten als Nachtisch einer Hauptmahlzeit.

    Zu vegetarisch und KH-armer Kost. Wichtig ist es hilfreich den Eiweißgehalt zu erhöhen (mehr Milchprodukte, Eier, Soja). Bei Fett muss man schauen, dass man bei mehr Fett nicht über seinem Kaloriengehalt kommt.
    Bei den KH ist auf jeden Fall Vollkorn besser als Weißmehl. Bei Nudeln, Reis und Kartoffeln hilft es etwas, diese vorzukochen, abkühlen zu lassen und dann wieder zu erwärmen. Hierbei wird ein Teil der Stärke umgewandelt und vom Körper nicht mehr so gut aufgenommen.

    Trotzdem sollte man die Menge einschränken. Der klassische Diabetes-Teller wurde mir mal gesagt, (jetzt nicht LCHF mäßig) sollte aus Hälfte Gemüse, ein Viertel Eiweiß und ein Viertel KH, die langsam ins Blut gehen, bestehen.

    LG July
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    am 11.11.2019 13:30:32 | IP (Hash): 1898958907
    Hallo Sarah,

    ich denke, es geht dir so ähnlich wie mir vor anderthalb Jahren.

    Bei all den Informationen, die damals auf mich einstürzten, brauchte ich erst einen gewissen Abstand, um zu erkennen, worauf es ankommt:
    ich musste meine Vorstellung davon revidieren, wieviel (oder wie wenig) Energiezufuhr (die ich auch vorwiegend über Kohlenhydrate realisiert hatte) wirklich nötig ist.
    Zunächst hatte ich radikal 1. zugefügten Zucker und 2. Nichtvollkornmehl weggelassen.
    Erst später hab ich dann auch meine Vollkornrationen reduziert.

    In amerikanischen Ernährungsempfehlungen findest du oft Tellerdarstellungen, die wie ein Tortendiagramm zeigen, welche Zusammenstellung sinnvoll ist:
    Der Übergröße Teil Gemüse, roh oder gegart, ein gutes Stück Eiweißhaltiges, Brot oder Kartoffeln, Nudeln eher am Rande, Obst als kleine Krönung obendrauf.
    Zum Frühstück gibts bei mir Haferflockenmüsli mit Joghurt, gar nicht so sparsam mit Obst.
    Jede Mahlzeit beginnt mit einer Gemüsevorspeise.
    Keine Angst vor guten Ölen: Raps, Oliven.
    Gut würzen, speziell mit Pfeffer+Kurkuma, Zimt, wenig Salz.

    Wenn sich deine Werte in einigen Wochen auf gesundem Niveau stabilisiert haben sollten,
    sich damit auch deine Glukosetoleranz erholt hat, dann ist auch Obst nix bedrohliches mehr.
    Und ja, es gibt Obstsorten, die wenig zuckerhaltig, sind: Beeren, Zitrusfrüchte, alles andere in nicht ganz so reifem Zustand.

    Ich wünsche dir, dass du damit deinen Diabetes in den Griff bekommst.
    Bearbeitet von User am 11.11.2019 13:51:19. Grund: .
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    am 11.11.2019 13:32:04 | IP (Hash): 1898958907
    .
    Bearbeitet von User am 11.11.2019 13:34:28. Grund: .
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    am 11.11.2019 16:26:53 | IP (Hash): 299485150
    Und für ne passende Einschätzung, wie was in welcher Menge auf den eigenen Blutzucker wirkt, geht kein Glaube, sondern mur das eigene Aufschreiben von was man da gegessen hat, und dann etwa ne Stunde weiter das Messen.

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 11.11.2019 21:38:40 | IP (Hash): 606858146
    Hallo Rainer, danke! Habe mir die Seite angeschaut, sind tolle Rezepte dabei!
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    am 11.11.2019 21:41:33 | IP (Hash): 606858146
    Hallo Torsten,
    vielen Dank! Auch für den Hinweis wie deine ernährung aussieht.
    Mir ist auch Hafermüsli empfohlen worden, aber ich wr unsicher, weil das ja wieder viele KH hat!
    Gibt halt viele Fragen zu Beginn!
    Grüße
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    am 11.11.2019 22:36:27 | IP (Hash): 1767064525
    Sahra schrieb:
    Hallo Torsten,
    vielen Dank! Auch für den Hinweis wie deine ernährung aussieht.
    Mir ist auch Hafermüsli empfohlen worden, aber ich wr unsicher, weil das ja wieder viele KH hat!
    Gibt halt viele Fragen zu Beginn!
    Grüße



    Haferflocken sind ein Vollkornprodukt und enthalten einen Wirkstoff namens Beta-Glucan.
    Das sorgt für eine über Stunden hingezogene Glukoseaufnahme, hält also lange Zeit satt und vermindert Blutzuckerspitzen.
    Ich gebe in meine Müslimischung noch verschiedene Nüsse, Zimt, ggf. Leinsamen, Buchweizen, getrocknete Beeren, in kleinen Mengen Trockenfrüchte. Alle paar Tage angemischt mit wechselnden Gewichtsanteilen.
    Ebenfalls wechselnd Joghurt mit unterschiedlichem Fettgehalt, täglich wechselnd frisches Obst.
    Und vor dem Frühstück den Salat vom Vortag oder Möhren, Kohlrabi, Tomaten usw. und 1...2 Gläser Wasser.
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    am 21.11.2019 12:03:04 | IP (Hash): 2047168942
    Hallo Sahara!

    Die richtige Mischung macht es wohl. Es gibt tolle Gemüsegerichte, die ohne viele Kohlehydrate auskommen. Vollkorn ist in jedem Fall eine gute Wahl - Vollkornprodukte sind ballaststoffreicher. Du bist länger satt, Dein Blutzucker steigt langsamer und auf die Blutfette haben sie auch eine positive Wirkung. Und natürlich kannst Du Obst essen - halt nicht maßlos viel. Am besten, Du suchst Dir Obstsorten mit weniger Fruchtzucker. Beeren sind zum Beispiel gut geeignet - Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren (hm, lecker!). Oder Papaya - schmecken super mit ein bisschen Limettensaft.

    Mir geht es ganz ähnlich wie Dir, ich musste und muss mich ernährungstechnisch auch erst rantasten. Mittlerweile hab ich schon ein paar Standardgerichte und Nahrungsmittel gefunden, mit denen ich gut zurecht komme. Bei anderen probiere ich einfach aus, wie sie mir bekommen und sich auf den Blutzucker auswirken. Eine gute Basis waren und sind für mich die Rezepte aus dem Diabetes Bootcamp. Kennst Du das? Das ist so eine Art Online-Trainingslager für Diabetes Typ 2. Mir hat das nach der Diagnose gut dabei geholfen, ein Gespür dafür zu entwickeln, was mir gut bekommt und was weniger.

    Liebe Grüße und alles Gute Marion