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Vorstellung / Metformin / victoza / generell

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 26.11.2019
    am 26.11.2019 21:09:45 | IP (Hash): 476896017
    Hallo Zusammen,
    jedes Jahr bin ich beim Arzt zum Checkup. Inzwischen bin ich 52, aber ich habe unglücklicherweise in den letzten 10 Jahren deutlich zugelegt und aktuell einen BMI über 40. Noch letztes Jahr war der Langzeitwert bei 6,1 obwohl da der BMI auch schon die Einstufung Adipositas rechtfertigt. Letzte Woche ging es mir richtig schlecht und ich habe einen Nüchternwert von 265 gehabt. Es ist dann am folgenden Tag das Blutbild genommen worden und der Langzeitwert lag dann bei 8,4. Jetzt war die Indikation für eine medikamentöse Behandlung gegen eine Diabetes Typ II gegeben.
    Doch damit fangen nun die Probleme an.

    Metformin vertrage ich überhaupt nicht, dabei habe ich schon den Goldstandard in Form von Siofor bekommen. Das Mittel soll die geringsten Nebenwirkungen haben. Doch selbst bei einer Dosis von 2x500mg Bin ich jeden Tag 4 bis 10 Mal auf Toilette gewesen. Metformin vertrage ich also nicht.

    Heute bin ich zu meinem Arzt gegangen und er hat dann Metformin abgesetzt und statt dessen mir Victoza verordnet. Das Medikament werde ich nicht nehmen. Mein Arzt hat leider keine vollständige Anamnese gemacht. Hätte er gewusst, dass es in meiner Familie bereits Schilddrüsenkrebs gab hätte er mir das Medikament erst gar nicht verschreiben dürfen. Es ist ausdrücklich die Empfehlung das Medikament auf keinen Fall zu nehmen wenn in der Familie bereits Schilddrüsenkrebs vorlag.

    Ich habe dann weiter recherchiert und erfahren, dass dieses Medikament nur unter Auflagen in den USA zugelassen wurde. Der Hersteller hat die Auflage bekommen über jeden Patienten mit einer Schilddrüsenkrebserkrankung eine Liste zu führen.

    Hat mal wer den Beipackzettel gelesen und sich die Nebenwirkungen angesehen?

    Ich habe dann weiter recherchiert und gelesen, dass der klinische Langzeitnutzen gegen eine Diabeteserkrankung bei diesem Medikament nicht erwiesen ist. Es zügelt jedoch den Appetit und wird daher gerne bei starkem Übergewicht zur Unterstützung der Gewichtsreduktion eingesetzt.

    Aber auch das ist mit einer Kontrollgruppe untersucht worden. Das Ergebnis war, dass nur eine sehr geringe Wirkung gegenüber der Placebo-Kontrollgruppe erwirkt wurde und nach dem Absetzen der Spritze bei nahezu allen Probanten, egal ob Placebokontrollgruppe oder aber Victozapatient der JoJo-Effekt eingetreten ist.

    Die amerikanische Vereinigung der Verbraucher will auf Grund dieser Informationen (ich weiß nicht ob man hier verlinken darf), dass das Medikament seine Zulassung verliert. Grundsätzlich gilt diese Aussage aber auch für viele andere Produkte aus der Gruppe der GLP-A-Analoga.

    Ich persönlich, nachdem ich das alles gelesen habe, mein Arzt hat mich leider nicht aufgeklärt, verstehe nicht wieso dieses Präparat überhaupt verschrieben wird? Wenn es in erster Linie das Abnehmen unterstützen soll ist das für mich ein FAKE. Das Ziel muss doch eine Lifestyleumstellung sein. Ich kann doch nicht eine solche umsetzen wenn ich mein Leben lang ein Medikament mit solchen "möglichen" Nebenwirkungen nehmen soll? Das muss doch auch ohne Medikament funktionieren, also in erster Linie mit einer Ernährungsberatung.

    Liege ich damit so falsch?

    Weil der Langzeitnutzen gegen eine Diabetes ebenso klinisch nicht erwiesen ist stellt sich mir jetzt die Frage was mache ich eigentlich wenn Metformin nicht funktiniert, das Mittel ich nicht einnehmen möchte und mein Arzt keine andere Therapieform anbietet?

    Ich glaube da bleibt doch nur noch den Arzt zu wechseln und natürlich weiter an der Lifestyleänderung zu arbeiten und den Wert wieder normal zu bekommen.

    Im Übrigen: Nachdem die vorletzte Woche so desaströs war ist diese Woche, auch nach Absetzen des Medikaments, für mich "eigentlich" wieder ganz gut gewesen. Zwar habe ich keine Werte von 100 bis 110 sondern eher Werte von 125 bis 145, aber die sind immer noch unter 160. Nur unmittelbar nach Nahrungsaufnahme bzw. bis zu einer Stunde danach kann der Wert schnell auf 180 bis 220 hochschießen. Dann jedoch geht er wieder zurück auf den grünen Bereich.

    Ich verstehe es irgendwie nicht...


  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4459
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 26.11.2019 21:48:17 | IP (Hash): 656563962
    Hab gerade dieses Buch als neueste seriöse Veröffentlichung zu Typ 2 zu lesen angefangen https://www.amazon.de/s?k=das+neue+diabetes-programm&__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=102603SMN0316&sprefix=das+neue+di%2Caps%2C179&ref=nb_sb_ss_i_1_11 . Ich lese das jetzt nach mehr als 25 Jahren T2 und mehr als 15 Jahren mit Insulin. Allerdings seit über 10 Jahren mit erst gut der Hälfte von dem Insulin, mit dem ich mal eingestellt wurde, und nach erheblichem Abspecken vor 7 Jahren noch mal der Verringerung um die Hälfte bei völlig gesundem BZ. Und mich interessiert natürlich vor allem alles, was darin zu meiner Geschichte passt oder nicht so recht passt.

    Aber noch interessanter wäre natürlich, wie es jemandem wie Dir helfen könnte, mit der großen Menge an Problemen mit möglichst wenig Medikation möglichst gesund klar zu kommen?

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!