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Fragen für ein Buchprojekt

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    Mitglied seit: 10.01.2020
    am 11.01.2020 12:22:57 | IP (Hash): 909703020
    Liebe Community,

    selbst Diabetiker (Typ2), sitze ich gerade an einem neuen Buch, in dem ich mich mit meiner Krankheit auseinandersetze. In diesem Zusammenhang habe ich zwei Fragen:

    a. Wer kennt, von der Schilderungen in den "Buddenbrooks", abgesehen, literarische Beschreibungen des Diabetes?

    b.Gibt es, jenseits von Blog-Einträgen, längere Erfahrungsberichte über die Krankheit und ihre Folgeschäden? Ich habe bislang nichts gefunden.

    Soviel fürs Erste. Vielen Dank und beste Grüße
    Tilman Jens
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    am 11.01.2020 15:56:26 | IP (Hash): 825747249
    Muss ich ja vielleicht doch mal die Buddenbrocks lesen?

    Anyway, für T1 und die selbst erlebte und z.T. mitgestaltete Therapie-Geschichte aus dem diabetologischen Mittelalter bis in die Neuzeit ist das hier das Beste, was ich bislang kenne http://www.diabetes-book.com/bernstein-life-with-diabetes/
    Gefolgt von dieser sehr umfassenden Zusammenstellung https://www.diabetesinfo.de/
    Eine biographische Darstellung für den T2 haben wir in Hans Laubers Standardwerk https://www.amazon.de/Fit-wie-ein-Diabetiker-Messen/dp/3874096408/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=1XQP6PQ0I11MA&keywords=fit+wie+ein+diabetiker&qid=1578743741&sprefix=fit+wie%2Caps%2C170&sr=8-1
    Eine umfassende Zusammenstellung für die möglichst gesunde T2 Behandlung ist das hier https://www.amazon.de/Blood-Sugar-101-About-Diabetes/dp/0964711664/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=blood+sugar+101&qid=1578743884&sr=8-1
    Und über Jahre hat auch David Mendosa auf journalistische Weise jede Menge interessanter Infos zusammengetragen http://www.mendosa.com/

    Persönlich missbrauche ich meinen T2 wenigstens die letzten 6 von unseren inzwischen wenigstens 30 gemeinsamen Jahren ganz bewusst, indem ich ihm nicht weglaufe und ihn auch nicht bekämpfe, sondern indem ich ihn gezielt als Gesundheitscoach nutze, also völlig gesund mit ihm lebe.
    Dafür halte ich meinen BZ 24/7 im völlig gesunden Rahmen, und zwar in erster Linie mit der Auswahl und Portionierung meines Essens und mit gezielt eingesetzter Bewegung. Und für das, was dann noch zum gesunden Rahmen fehlt, nehme ich Insulin.

    Mehr Insulinbedarf sagt mir zeitnah direkt, dass ich mich mehr oder/und passender bewegen sollte oder/und weniger BZ-treibend essen. Das weitgehende Befolgen dieser "Anzeige" wird mit gesundem Blutdruck und gesunden Blutfetten und auch sonst keinen diabetischen Folgen belohnt ;)

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 11.01.2020 16:28:17 | IP (Hash): 262178478
    Dank für die schnelle Reaktion. Lauber schaue ich mir an. Das scheint mir allerdings doch wieder sehr in Richtung Ratgeber gehen, Ich suche aber eher nach drastischen Beschreibungen der Krankheit und den Konsequenzen eines schlecht behandelten Diabetes. Das Übergleiten in die Demenz, wie es etwa Herbert Wehner geschah.

    Ja, und die Seiten über Senator James Möllendorpf, den "diabetischen Greis" in den Buddenbrooks, sind schon sehr lohnend.

    Beste Grüße
    Tilman Jens
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    am 11.01.2020 16:32:25 | IP (Hash): 262178478
    Dank für die schnelle Reaktion. Lauber schaue ich mir an. Das scheint mir allerdings doch wieder sehr in Richtung Ratgeber zu gehen, Ich suche aber eher nach drastischen Beschreibungen der Krankheit und den Konsequenzen eines schlecht behandelten Diabetes. Das Übergleiten in die Demenz, wie es etwa Herbert Wehner geschah.

    Ja, und die Seiten über Senator James Möllendorpf, den "diabetischen Greis" in den Buddenbrooks, sind schon sehr lohnend.

    Beste Grüße
    Tilman Jens
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    am 11.01.2020 18:08:54 | IP (Hash): 825747249
    In Bezug auf Diabetes mag ich keine Mythen. Und dass Diabetes Demenz mache, halte ich für einen.

    Die beiden können sich bei einem Menschen treffen, der halt das Pech hat, und ihm den Rest seines Lebens durchaus bis zur Unerträglichkeit beschweren. Aber das können viele andere Erkrankungen allein und in den verschiedensten Kombinationen auch. Und genauso geht Demenz auch völlig ohne Diabetes.

    Was wir gemeinhin als Ableben infolge KHK-Ereignis bezeichnen, ist die häufigste Folge von un- oder schlecht behandeltem Diabetes mellitus egal welchen Typs. Alle übrigen Folgen wie abfaulende Extremitäten oder blinde Augen oder versagende Nieren sind schon seltener. Und akkumulierend, also alle praktisch nacheinander foltermäßig bei einem Menschen aufsteigend, ist eher sehr selten. Denn dafür müssen die eher auftretenden Folgen ja alle so gut verlaufen bzw. behandelt werden, dass auch die letzte noch "erlebt" werden kann. Also eher sowas wie makabere Fiktion.

    Aber eigentlich hat die Fiktion mit ihren übertriebenen Darstellungen von fatalen Unterzuckerungen schon Unheil genug angerichtet.

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    am 15.01.2020 21:26:03 | IP (Hash): 694908191
    Ich glaube, in irgendeinem Beitrag von Ihnen habe ich die schöne Unterscheidung von "Pumps" - und ja, verdammt noch mal der Gegensatz: Spritzig ja wohl kaum...? Antwort wäre prima. Will es einbauen...
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    am 15.01.2020 22:35:46 | IP (Hash): 654423826
    INSULINER ist der offiziell stehende Ausdruck für Diabetiker, die Insulin gebrauchen, Tabletter der eher inoffizielle für Diabetiker mit oraler Behandlung. Pumpis sind so lange ich denken kann bevorzugte Insuliner, die sich ihr Insulin mit ner Pumpe zuführen können. Im Gegensatz zur weit überwiegenden Heerschar derer, die sich mit nem Pen begnügen müssen, also der Penner.
    Wobei nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch unter den Usern weitgehende Unkenntnis darüber besteht, dass vieles am Tag mit nem Pen einfacher und für den gesunden Blutzucker zielgerichteter zu bewerkstelligen geht als mit ner Pumpe.

    Der Vollständigkeit halber:
    Pens sind praktisch vorgefüllte Spritzen. Da kommen Standardpatronen rein, und die Apparate sehen ein bisschen wie Füller aus. Die jeweilige Dosis wird eingestellt und rausgedrückt, immer weiter, bis nix mehr in der Patrone ist und die ausgewechselt werden muss.
    Spritzen werden nach wie vor mit der Menge aufgezogen, die dann auch gespritzt werden soll.

    Aber wie man das alles literarisch verbauen kann, wird sich mir wahrscheinlich nie erschließen :(

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 16.01.2020 18:10:28 | IP (Hash): 419470320
    Hallo Tilman Jens,
    warum willst du unbedingt die ewig alten Geschichten mit schlimmen Auswirkungen des Diabetes ausgraben !?

    So etwas würde ich nicht lesen wollen, sondern versuche heutzutage mit der Diagnose klarzukommen.
    Ja: Wir wissen jetzt mehr über Ernährungsmöglichkeiten und Ernährung als damals zu Buddenbrooks-Zeiten (nicht nur gelesen, sondern auch Verfilmung angesehen ~ ohne damals schon für mich persönlich Diabetes zu haben, eher mit fiebern emotional mit den Personen).

    Mit Herbert Wehner bzw. diese Generation kann ich schon mehr anfangen.
    Meine Großelterngeneration entspricht dem
    und damit bin ich aufgewachsen - auch Typ 2, die damals nur Tabletten und Ernährungsvorschriften nach der Uhr hatten.
    ~ Fand ich als Enkelin/Großnichte voll doof ~

    Dennoch - als überraschend diagnostizierte LADA (= später Typ 1 mit Insulin) sehe ich durchaus Parallelen zur Ernährung, aber dennoch Wandel.
    So Biskuitobsttorte wird heute nicht mehr empfohlen: Wenn schon süß, dann Buttercremetorte - wurde in Schulung gesagt :-o
    Man würde auch heute ihnen nicht mehr die Butter vom Brot kratzen, wie damals üblich, was für meine Nachkriegsgeneration wirklich wichtig war: 'Gute Butter' & Bohnenkaffee (Gemüse damals wie heute mehr und Süßes reduziert)

    Wer bereits um seine Diabetes-Diagnose weiß, wird heutzutage bestens betreut: DMP-Programm der Krankenkassen und Diabetes-Pass mit entsprechenden Vorgaben zum Quartal und jährlich und Augenarzt.

    Auch wer um seine Diagnose noch nichts weiß, wird eigentlich auch sonst mit der Nase drauf gestoßen - wenn man sich denn zumindest allgemein für Gesundheitsthemen interessiert - mit Veranstaltungs-Hinweisen vor Ort: Gesundheitstage oder Tag der offen Tür eines Krankenhauses oder Diabetes-Tag (Apotheken) ~ Blutzuckermessung gibt's da immer

    Positiv Denken ist meins & selbst kümmern (keine Schockbilder (will ich gar nicht wissen) bzw. verdrängen).

    Gruß Elfe