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Kann ich auf meine Diabetes Medikamente verzichten?
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am 26.01.2020 10:28:45 | IP (Hash): 1854566709
Moin, Moin,
ich nehme seit Jahren Metformin, Trulicity 1,5 mg und Forxiga. Mein HbA1c lag in diesen Jahren immer zwischen 5,7 und höchstens 6,2. Dazu einen Blutdrucksenker Telmisartan 80 mg und Metroprolol 142,5 mg wegen zu hohem Puls.
Seit dem 3. September 2019 verlor ich 26,1 kg an Gewicht. Mein Blutdruck veränderte sich von 120/75 auf bis 65/59/67. Ich drohte teilweise zu stürzen. Deshalb habe ich auf das Blutdruckmedikament verzichtet, messe 3 mal am Tag und meine Werte schwanken zwischen 116/70/70 bis auf 70/65/67. Den HbA1c konnte ich noch nicht wieder kontrollieren lassen. Dies passiert nach dem 20. Februar, da ich dann einen neuen Internisten habe. Mein Hausarzt verübte im Januar Suizid und ich musste eine Alternative suchen.
Kann ich meine Medikation so belassen?
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 26.01.2020 10:57:55 | IP (Hash): 1491884011
Hallo Rolf,
ja, du kannst deine Medikation erst mal so belassen. Alle drei Medikamente senken den BZ nur, wenn er wirklich zu hoch ist. Sie entwickeln also schlimmstenfalls keine Wirkung.
Darüber, ob du ein Medikament weglassen kannst, musst du mit deinem Arzt reden. Aus meiner Sicht solltest du Metformin auf jeden Fall weiter nehme. Trulicity ist von den beiden anderen das stärkere Medikament. Wenn du das weglässt, wird dein BZ vermutlich etwas nach oben gehen. Das muss allerdings nicht schlimm sein, weil du noch genug Reserven hast. Wenn du Forxiga weglässt, kann es sein, dass dein BD wieder ansteigt. Durch die entwässernde Wirkung hat diese Medikament bei manchen einen großen Einfluss auf den BD.
Rede mit deinem neuen Arzt über die verschiedenen Möglichkeiten und über die Kontrolle der Auswirkungen. Jeder Arzt sieht das ein bisschen anders. Auf ein wesentlich schlechteres HbA1c-Ziel (z.B. 7,0%) würde ich mich an deiner Stelle aber nicht einlassen, weil es deine Neuropathien verstärken könnte.
Viel Erfolg mit deinem neuen Arzt, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 26.01.2020 23:08:38. Grund: . -
am 26.01.2020 12:26:20 | IP (Hash): 894795620
Schließe mich Rainer an und gratuliere zum Abschmelzen :)
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 27.01.2020 00:09:26 | IP (Hash): 1854566709
Moin Rainer,
herzlichen Dank für Deine Stellungnahme. So hatte ich mir das auch gedacht. Ich werde in dieser Woche meinen BZ in dieser Woche 3 mal am Tag messen und Protokoll führen.
Liebe Grüße
Rolf
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am 27.01.2020 05:52:00 | IP (Hash): 1837896303
Moin hit_Jürgen,
herzlichen Dank Jürgen. Ich habe mich auch sehr darüber gefreut, verstehe aber die Geschehnisse nicht. Ich hatte am 3. September auf keinen Schlag keinen Hunger mehr. Ass nur noch einmal am Tag und fühle mich wohl. Hoffe noch auf 13 weitere Kg Gewichtsabnahme.
Folge Rainer mit seinen Überlegungen. Durch den Suizid meines Arztes war es schwierig anderweitig kurzfristig schwierig unterzukommen. (Depressionen waren die Ursache).
Liebe Grüße
Rolf
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Elfe
Rang: Gastam 27.01.2020 20:08:43 | IP (Hash): 1626500299
Hallo Rolf,
oh je, so ein Suizid eines Arztes ist schlimm als Schicksal.
Und auch für uns als Patient, wo wir doch so annehmen, die wissen alles.
~ Ärzte sind auch 'nur' Menschen, mit eigener Verantwortung und für Patienten zusätzlich.
(Vor Jahrzehnten bereits war's meine Frauenärztin, die eine Schwangerschaftsvergiftung nicht erkannt hatte und damit nicht leben konnte.)
ALLE Diabetes-Medikamente weglassen, wäre nicht so meins.
Jedes hat eine eigene Funktion und Wirkung.
Trulicity hat auch Auswirkung auf's Sättigungsgefühl und Unterstützung von Gewichtsabnahme, was du scheinbar nicht mehr benötigst.
Forxiga verstärkt Ausscheidung des Zuckers über die Nieren ~ bedenklich ~.
https://www.pharmawiki.ch/wiki/
ist eine Website, wo sich Infos zu einzelnen Medikamenten finden lassen
Mit zwei Mahlzeiten komme ich ganz gut hin:
Frühstück und Abendessen.
Müsli morgens + am frühen Abend, was denn sonst so sättigend, als Nährstoffzufuhr so empfohlen wird.
Per Diabetes ist mein Ziel, unterhalb der Diagnose-Grenze von 6,5 zu bleiben.
Bei den Kontrolluntersuchungen zeigen sich auch bei mir mittlerweile hohe Blutdruck- und Cholesterin-Werte, mit neuen Medikamenten seit Dezember 2019.
Watt mutt, dat mutt bzw. Was sein muss, muss sein.
Liebe Grüße Elfe -
am 28.01.2020 07:13:18 | IP (Hash): 90900186
Moin Elfchen.
herzlichen Dank für Deine Zuschrift. Mich hat der Tod von Andreas auch sehr getroffen, weil ich ihn nicht nur als kompetenten Arzt sehr mochte.
Ich bin sehr vorsichtig, was Medikamente angeht. Trulicity hatte meine Diabetologin abgesetzt, weil meine Werte super sind, auch super waren bevor ich 26,1 kg abgenommen hatte. Termin habe ich dort im Juni, konnte aber am 11. (Labortag) und 19. Februar mit meinem Nephrologen machen, der mit mir dann alles bespricht.
Essen ist in vielen Fällen eine Erziehungs-, Gewohnheitssache und natürlich begleitet von psychischen Dingen. In meinem Fall stimmte die Psyche nicht und ich befriedigte mich mit Lebensmitteln und es war für mich schwierig den Rückwärtsgang einzulegen. Das ist aus welchen Gründen auch immer geschafft.
Ich stelle in Abrede, dass mir Trulicity und Forxiga geholfen haben aber beweisen, kann ich meine Behauptung auch nicht.
Liebe Grüße
Rolf
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Elfe
Rang: Gastam 28.01.2020 17:59:42 | IP (Hash): 1626500299
Hallo Rolf,
schon mal gut, daß deine Diabetologin das Trulicity abgesetzt hat mit Begründung.
Zu Forxiga würde ich an deiner Stelle den Nierenarzt fragen, da dieses Medikament erheblich die Nierenfunktion beeinflusst.
Die Nieren stehen bei Diabetes sowieso unter Beobachtung per Nierenschwelle mit ca. 180 mg/dl.
Ja das stimmt, Essen in Familie als Kind und auch Gewohnheitssache, was wir uns so als Erwachsene dann angewöhnen.
Hat bei mir auch eine Weile gedauert, Süßes bleiben zu lassen.
Aber da ich plötzlich zu jedem KH mit Mahlzeiteninsulin gegenspritzen musste, kam dann doch so die Gewissensfrage: Muss das nun wirklich sein !? Hat trotzdem was gedauert.
Mit den Beweisen ist sowieso so eine Sache.
Kann von Arzt & Patient nur beobachtet werden, per Werte, die in verschiedener Art bestimmt werden, teils Labor, teils Studien, teils Statistik und durchaus auch schon mal angepasst durch wissenschaftlichen Fortschritt. Versuch macht klu{ch}.
Ev. findest du doch wieder Appetit beim Essen, wenn du deinen vermutlichen Kummer etwas überwunden hast.
Lebensmittel beinhalten nun auch wichtige Inhaltsstoffe (Vitamine, SpurenElemente, Ballaststoffe z. B.), die wir benötigen.
Frühjahr/Sommer sind da für mich durchaus appetitlicher per Gemüse/Salat/Obst-Angebot.
Der Suizid meiner Ärztin hat mich tief getroffen, so kompetent per Ausstrahlung.
War dann völlig überrumpelt, daß da auf einmal eine andere Ärztin war zum verabredeten Termin war.
Keine Erklärung ~ per Todesanzeigen in der Tageszeitung dann erst zu sehen.
Hat sich bei mir in die Seele eingebrannt, um eben nicht nur mit Anspruchshaltung mit meinen Ärzten zu sprechen, sondern eben auch als Mensch mit eigener Vita wahrzunehmen.
Versuche jedenfalls, bestens vorbereitet mit allen Werten & Fragen beim Arzt-Termin zu sein, um nicht unnötig viel Gesprächszeit, ist eng getaktet, zu verschwenden.
Liebe Grüße Elfe -
am 30.01.2020 06:08:10 | IP (Hash): 874316642
Moin Elfchen,
dieses Leben zu überleben ist in vielen Fällen eine große Herausforderung, die schwer zu lösen ist. Ich teile immer in körperliche Gesundheit und psychische Gesundheit auf. Was von beiden "Erkrankungen" zuerst eintritt ist, wie die Diskussion um die Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
In meinem Fall spielte bei der Ansammlung meines Übergewichtes die psychische Komponente die tragende Rolle. Im September wurde der gordische Knoten zerschlagen und von dem Augenblick an fühlte ich mich wie befreit und wurde wieder Herr über meine Nahrungsaufnahme, was ich als sehr positiv empfinde.
Der Tod kann sehr lebensbestimmend sein, wie ich beispielsweise bei meinen Eltern erlebte, die meine besten Freunde waren. Sie verstarben 2004 im Abstand von 4 Wochen und es gibt seitdem nicht einen Tag in meinem Leben, an den ich nicht liebevoll an sie denke.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.