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Glucosetest trotz grippalem Infekt durchgeführt

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    am 06.02.2020 20:53:08 | IP (Hash): 1798984509
    Halle!
    Ich habe letzte Woche Donnerstag bei meiner FA mit einem beginnenden grippalen Infekt den Glucose-Toleranz-Test mit der 50gr. Glucose-Mischung gemacht.
    Heute sollte ich dann, weil die Werte auffällig waren den großen Test machen, obwohl mein Infekt noch nicht voll abgeklungen ist. Ich habe ausdrücklich nochmal darauf hingewiesen, dass ich noch krank sei und dieses auch beim ersten Test schon reingewirkt haben könnte weil bis zu 2 Tage vorm Ausbruch von Symptomen der Körper bereits „kämpft“.
    Dass mache nix, man Messe ja den Zucker, war die Antwort. Ich wies daraufhin dass die allgemeinen Richtlinien das etwas anderes sehen und den Test unter solchen Bedingungen verschoben werden sollte.
    Darauf hieß es „Das hat doch keinen so großen Einfluss, ihre Werte waren erhöht, dass kommt nicht von nem Infekt, wir müssen den jetzt machen!“
    Also die Frage ist jetzt: Hat meine Ärztin recht so zu handeln oder nicht?
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    am 06.02.2020 21:28:40 | IP (Hash): 867315961
    Aus den 50g schließt Opa Jürgen, dass es um Schwangerschaftsdiabetes geht.
    Wenn dem so ist, wirst Du aus den Fängen der Medizin erst nach dem Stapellauf wieder entlassen. Bis dahin besteht Deine größte Herausforderung darin, Dich von dem ganzen gewichtigen Getue möglichst wenig verrückt machen zu lassen. Mach, was Deine FA für richtig hält und gut is. Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 07.02.2020 10:06:40 | IP (Hash): 1169573310
    Hallo Sigdrifa84,

    ja, die Werte werden vermutlich etwas höher ausfallen als ohne den Infekt. Aus meiner Sicht hast du zwei Möglichkeiten:

    1. Du machst den Test jetzt und wenn die du die Grenzwerte für SS-Diabetes überschreitest, dann werden du und dein Baby besonders gut überwacht. Du bekommst dann ein BZ-Messgerät und Teststreifen gestellt. Falls die Werte vom oGTT durch den Infekt wirklich falsch zu hoch ausgefallen sind, dann dürftest du keine Probleme haben, bei den täglichen Messungen mit dem BZ im gewünschten Bereich zu bleiben.

    2. Du möchtest das nicht, was zu verstehen wäre, weil das BZ-Messen auch stresst. In dem Fall kannst du den Termin einfach absagen und dir einen neuen holen, wenn du den Infekt überwunden hast. Falls die Ärztin dann sauer reagiert, musst du COOL bleiben. So eine Reaktion wäre grundlos, schließlich setzt einvernehmliches Handeln voraus, dass sie auch deine Wünsche beachtet.

    Das gilt natürlich nicht, wenn dein BZ beim Vortest weit über die Grenzwerte hinaus geschossen ist - dann wäre schnelles Handeln sinnvoll.

    Alles Gute für dich und dein Baby, Rainer

    ___
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 07.02.2020 10:20:42. Grund: .
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    am 13.02.2020 14:24:34 | IP (Hash): 1071060338
    Tja..... nun ist es amtlich: ich hab den Jackpot bei der „Schrott-den-keiner-braucht“- Tombola „GEWONNEN“:
    Gestationsdiabetis positiv!
    Meine Stimmung ist im Arsch (das ist aber schon so seit dem meine dämliche Ärztin mir vor 5 Wochen ohne mir jegliche Info zu dem Thema zu geben nur das Wort „Diabetis“ um die Ohren geworfen hat, bevor sie ihre übliche Beleidigungs-Tirade abgelassen und mich zu den Tests verdonnert hat.) Schön „allein gelassen“ mit der Vor-Diagnose musste ich mich dann durch Google durchackern um meine Infos zu kriegen. Nicht so super! Als ob ich OHNE diese Scheisse nicht schon BESORGT genug gewesen wäre! Also „gut versorgt“ fühl ich mich NICHT! Nur verrückt gemacht und allein gelassen damit! Schlafen? Kann ich seit dem vergessen... Stress-Level? Nicht mehr messbar! Ist bestimmt genauso super für meinen Körper wie der sch*** Infekt den ich einfach nicht wieder los werde. Aber meine Ärztin interessiert es nicht....
    Termin mit der von ihr empfohlenen Diabetologin (genau genommen der einzigen die hier in der Ecke überhaupt sitzt) ist jetzt am Freitag und ich will nur noch kotzen!
    Eine Ernährungsumstellung ist kaum noch machbar: ich esse eh keinerlei Süsskram, trinke keine Limonade oder sonstiges, bei fetthaltigen (oder auch nur „angebratenen“) Lebensmitteln muss ich mich seit Beginn der Schwangerschaft schon übergeben (weiß meine Ärztin, findet sie gut, wär ja eh u gesund), gegen Milchprodukte bin ich leicht allergisch... im Prinzip geht fast nur noch Rohkost-Salat, Haferflocken mit nem Löffel Magerquark, trockenes Vollkornbrot und Suppe... von allem anderen wird mir übel oder ich bekomme Sodbrennen. Und Obst hat ja „Zuviel bösen, bösen Fruchtzucker“ (Danke Frau Doktor, wie soll ich die empfohlenen Nährstoffe denn bitte SONST zusammen kriegen???) Bewegen tu ich mich jeden Tag mindestens ne viertel Stunde bei nem straffen Spaziergang (meistens eher ne halbe Stunde, am Wochenende auch mal ne Stunde mit kleinen Pausen). Mehr geht stellenweise gar nicht, weil der Bauch zieht oder ich Tage habe am denen ich einfach „kurzatmig“ bin. Aber selbst an solchen Tagen quäl ich mich wenigstens die Viertelstunde zu laufen nach der Hauptmahlzeit Mittags. Was soll ich denn bitte NOCH machen???
    Insulin will ich nicht, weil ich damit nicht mehr in meine Wunsch-Entbindungsklinik gehen darf. Dann kommen hier in der Ecke nur noch zwei in Frage die als „Schlachthaus“ und „Müllhalde“ verschrien sind. Wieder nen Punkt wo die „ach so tolle Versorgung“ die hier angepriesen wird, für mich und mein Kind mir eher wie ne Ohrfeige mit schallendem Gelächter vorkommt.
    Dass ich keinen Nerv drauf habe mir bis zu 7 mal pro Tag die Finger fürs Blutzucker-Messen zu zerstechen, sei nur am Rande erwähnt. Wer will sowas schon? Obwohl es hier im Forum so ne Dame gibt die jetzt sicher sagen will „Stell dich nicht an, ich mach das zwischendurch freiwillig!“ ist SCHÖN für sie, aber in diesem „freiwillig“ und „zwischendurch“ liegt der Knackpunkt! Freiwilligkeit ist hier nicht gegeben sondern ZWANG angesagt und nicht nur „zwischendurch“ sondern „STÄNDIG“! Aber sowas schnallen solche Leute ja nicht.
    Ich weiß: es sind im Idealfall „nur“ noch 3 1/2 Monate die ich das machen muss und es ist für mein Kind. Aber für mich ist es trotzdem die Hölle!
    Trotzdem danke an die beiden Herren für Ihre lieben Wünsche....
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    am 13.02.2020 15:44:19 | IP (Hash): 1982792627
    Mal ganz ehrlich: Wenn Du so wie hier bei Ärzten und Krankenhäusern rumtönst, hast Du auch bei all den Menschen sofort verschissen, die Dir eigentlich erst einmal offen und wohlgesonnen entgegen gekommen sind. Die machen da alle nix, nur um Dich zu ärgern! Die richten sich alle nur nach ihren Vorschriften! Die sind nun mal für Schwangerschaften sehr eng gesetzt, und wenn sie sich nicht dran halten, haben sie schlicht Angst, dass sie verklagt werden, wenn dann irgendwas schief läuft.

    Und NEIN, hier piekst sich niemand zum Spaß in die Finger! Wir sind ALLE dazu gezwungen, wenn wir wissen wollen, wie unser Blutzucker gerade ist und wie z.B. gepasst hat, was wir zum letzten Essen gespritzt haben. Denn Diabetes bedeutet, dass die Automatik nicht funktioniert, die da gesund immer für passend eigenes Insulin sorgt. - Wenn Du son Gejammer um Deine Fingerpiekse machst, denk doch einfach mal an die kleinen Kinder, die mit Diabetes und solchem Gepiekse aufwachsen. Klar ist das für die normal, aber meinst Du, deswegen angenehmer???

    Wenn Du nicht ansonsten spindeldürr bist und ein paar Pfund über hast, kannst Du sicher sein, dass der Organismus Deines Kindes sich davon schon nimmt, was er braucht, auch wenn Du tagelang wenig oder gar nix essen kannst. Was ihm jetzt am meisten zur guten Entwicklung hilft, ist ne Mutter, die Ruuuu….he bewahrt und jedesmal, wenn sie eigentlich gerade wieder explodieren will, in Gedanken die Augen schließt und bis 10 zählt. Und sich dann selbst wundert, wie freundlich sie mit der Person reden kann, die sie gerade noch voll anschnauzen wollte. - Daumendrück :)

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
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    am 13.02.2020 17:17:51 | IP (Hash): 1169480839
    [quote=Sigdrifa84 ;104318]Tja..... nun ist es amtlich: ich hab den Jackpot bei der „Schrott-den-keiner-braucht“- Tombola „GEWONNEN“:
    Gestationsdiabetis positiv!
    Meine Stimmung ist im Arsch (das ist aber schon so seit dem meine dämliche Ärztin mir vor 5 Wochen ohne mir jegliche Info zu dem Thema zu geben nur das Wort „Diabetis“ um die Ohren geworfen hat, bevor sie ihre übliche Beleidigungs-Tirade abgelassen und mich zu den Tests verdonnert hat.) Schön „allein gelassen“ mit der Vor-Diagnose musste ich mich dann durch Google durchackern um meine Infos zu kriegen. Nicht so super! Als ob ich OHNE diese Scheisse nicht schon BESORGT genug gewesen wäre! Also „gut versorgt“ fühl ich mich NICHT! Nur verrückt gemacht und allein gelassen damit! Schlafen? Kann ich seit dem vergessen... Stress-Level? Nicht mehr messbar! Ist bestimmt genauso super für meinen Körper wie der sch*** Infekt den ich einfach nicht wieder los werde. Aber meine Ärztin interessiert es nicht....
    Termin mit der von ihr empfohlenen Diabetologin (genau genommen der einzigen die hier in der Ecke überhaupt sitzt) ist jetzt am Freitag und ich will nur noch kotzen!
    Eine Ernährungsumstellung ist kaum noch machbar: ich esse eh keinerlei Süsskram, trinke keine Limonade oder sonstiges, bei fetthaltigen (oder auch nur „angebratenen“) Lebensmitteln muss ich mich seit Beginn der Schwangerschaft schon übergeben (weiß meine Ärztin, findet sie gut, wär ja eh u gesund), gegen Milchprodukte bin ich leicht allergisch... im Prinzip geht fast nur noch Rohkost-Salat, Haferflocken mit nem Löffel Magerquark, trockenes Vollkornbrot und Suppe... von allem anderen wird mir übel oder ich bekomme Sodbrennen. Und Obst hat ja „Zuviel bösen, bösen Fruchtzucker“ (Danke Frau Doktor, wie soll ich die empfohlenen Nährstoffe denn bitte SONST zusammen kriegen???) Bewegen tu ich mich jeden Tag mindestens ne viertel Stunde bei nem straffen Spaziergang (meistens eher ne halbe Stunde, am Wochenende auch mal ne Stunde mit kleinen Pausen). Mehr geht stellenweise gar nicht, weil der Bauch zieht oder ich Tage habe am denen ich einfach „kurzatmig“ bin. Aber selbst an solchen Tagen quäl ich mich wenigstens die Viertelstunde zu laufen nach der Hauptmahlzeit Mittags. Was soll ich denn bitte NOCH machen???
    Insulin will ich nicht, weil ich damit nicht mehr in meine Wunsch-Entbindungsklinik gehen darf. Dann kommen hier in der Ecke nur noch zwei in Frage die als „Schlachthaus“ und „Müllhalde“ verschrien sind. Wieder nen Punkt wo die „ach so tolle Versorgung“ die hier angepriesen wird, für mich und mein Kind mir eher wie ne Ohrfeige mit schallendem Gelächter vorkommt.
    Dass ich keinen Nerv drauf habe mir bis zu 7 mal pro Tag die Finger fürs Blutzucker-Messen zu zerstechen, sei nur am Rande erwähnt. Wer will sowas schon? Obwohl es hier im Forum so ne Dame gibt die jetzt sicher sagen will „Stell dich nicht an, ich mach das zwischendurch freiwillig!“ ist SCHÖN für sie, aber in diesem „freiwillig“ und „zwischendurch“ liegt der Knackpunkt! Freiwilligkeit ist hier nicht gegeben sondern ZWANG angesagt und nicht nur „zwischendurch“ sondern „STÄNDIG“! Aber sowas schnallen solche Leute ja nicht.
    Ich weiß: es sind im Idealfall „nur“ noch 3 1/2 Monate die ich das machen muss und es ist für mein Kind. Aber für mich ist es trotzdem die Hölle!
    Trotzdem danke an die beiden Herren für Ihre lieben Wünsche.... [/quote]


    Hallo,
    ich kann verstehen, dass du jetzt erstmal durch den Wind bist. Für jeden ist eine Diabetesdiagnose einfach ein Schock.

    Ganz wichtig ist ein gutes Verhältnis zu deinen behandelnden Ärzten (jetzt Gynäkologe und Diabetologe). Wenn es zwischen euch nicht passt, solltest du einen Wechsel in Erwägung ziehen.

    Vorweg ich habe mit Schwangerschaftsdiabetes keine Berührpunkte. Habe seit einigen Monaten einen insulinpflichtigen Diabetes, ähnlich einem Typ1.

    Wegen den Messungen. Soweit ich weiß, sind beim Schwangerschaftsdiabetes 4 Messungen pro Tag vorgesehen. Nüchtern und 1 o. 2 Stunden nach Frühstück, Mittag, Abendessen.
    Ich hasse das Pieksen total, habe auch eine stark ausgeprägte Nadelphobie. Schon an den Gedanken 6 bis 10 mal in meinen Fall messen zu müssen Horror (nüchtern, vor jeder Mahlzeit, bei Unter/Überzuckerungsgefühlen, vor jedem Autofahren, vor jedem Sport, vor dem Schlafengehen).
    Ich habe von Anfang an ein Libre Sensor Messsystem bekommen. Das misst kontinuierlich den Gewebezucker (ähnlich dem Blutzucker), man muss aber gegenmessen, ob die Werte wirklich so passen. Bei manchen Menschen - wie mir - funktioniert es super. Abweichungen bei den meisten Sensoren unter 10mg/dl. Bei anderen - auch hier einige - funktioniert es gar nicht, wegen viel zu großen Abweichungen/Allergien. Wenn man nicht Insulin spritzt, bekommt man das ganze nicht von der Krankenkasse bezahlt. In deinem Fall, wenn du überhaupt nicht so oft messen willst, wäre es ggf. eine Überlegung wert, das ganze selbst privat zu zahlen. (1 Sensor für 14 Tage kostet allerdings 60€). Und komplett kommt man da auch nicht ums Messen umher. Zudem müsstest du testen, inwieweit du Abweichungen hast. Für Schwangerschaftsdiabetes wird man ja auch viel schärfer eingestellt als bei einem normalen Typ1 Diabetes (Zielbereich hierbei 70-180). Daher müsste man schauen, inwieweit das Gerät für dich genug genau misst.

    Wegen blutig stechen, schau nach einer guten Stechhilfe. Ich verwende von Accu Chek, das Accu Chek Guide mit der zugehörigen FastClix Stechhilfe. Die beste Stechhilfe meiner Meinung nach. Man kann viele verschiedene Stufen einstellen und ich finde, sie tut am wenigsten weh. Verwende Stufe 1 von 5,5.
    Fürs Messen nicht mittig in der Fingerbeere, sondern seitlich stechen. Ich verwende nur Mittel-, Ring- und kleinen Finger und nur an der daumenabgewandten Seite, da tut es mir am wenigsten weh.
    Warme Hände vor dem Stechen helfen, dass genug Blut kommt.

    Zu Ernährung bzw. Obst: Obst ist nicht grundsätzlich verboten! Es gibt Obstsorten mit vielen Kohlenhydraten z.B. Weintrauben, Bananen, etc. die sollte man besser nicht essen. Dann gibt es Obstsorten mit weniger Kohlenhydrate, z.B. Heidelbeeren, Erdbeeren, etc. Hier sollte man aber auch nur in Maßen essen. Mir wurde in der Schulung beigebracht, das Obst "zu verpacken". Also als Nachtisch zu einer Hauptmahlzeit, nicht zwischendurch, und dann mit etwas wie Quark, Joghurt etc. Du schreibst ja, dass du Milchprodukte nicht so gut verträgst. Hast du mal von Alp**o die Soja-Alternativen ausprobiert (weiß nicht, ob die in der Schwangerschaft gut sind?). Jedenfalls die vertrage ich super, hab auch so Probleme mit Milchprodukten. Schmeckt ähnlich wie Joghurt, ist aber keiner. Gibt es auch als Kokosnussjoghurt o.ä. von anderen Marken, etc. Einfach mal ausprobieren.
    Wie sieht es denn mit Kartoffeln und gekochten Gemüse aus, sind sehr magen-darm-freundlich. (Kartoffeln sind bei vielen auch blutzuckerfreundlicher als bspw. Reis). Rührei hat keine Kohlenhydrate ist auch leichter verdaulich, vielleicht geht das ja? Wie sieht es mit fettarmen Fisch aus, z.B. als Fischsuppe oder gedünstet? Fettarmer milder Käse wie Mozzarella, Frischkäse? Alles wenig Kohlenhydrate.
    Bei mir führte Haferbrei immer zu starken BZ-Anstiegen, so dass ich ihn weglasse. Andere schwören dagegen darauf. Deshalb solltest du beim Hafer austesten, wie du darauf reagierst.
    Wegen Vollkornbrot, schau nochmal ob es wirklich Vollkorn ist, nicht jedes dunkle Brot ist tatsächlich Vollkorn. Es gibt auch LowCarb Brot beim Discounter, kenne ich nur aus Erzählungen. Aber ggf. dieses auch mal versuchen.

    Du musst dir immer wieder sagen, du tust das jetzt alles für dein Kind und für einen begrenzten Zeitraum. Das schaffst du. Ich werde mein Leben lang mit Kathetern setzen für Insulinpumpe, Blutzucker messen und Sensor setzen verbringen müssen. Das mache ich auch nicht freiwillig, ohne geht es nicht!

    Bei Fragen, einfach melden. Du bist nicht allein mit dem Ganzen.
    LG July
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    am 14.02.2020 07:12:52 | IP (Hash): 2092698274
    Wow wow wow... mal gaaaaaaaanz tief durchatmen! Und dann der Rheihe nach

    Erstmal Zu Jürgen:
    Zitat 1: „Mal ganz ehrlich: Wenn Du so wie hier bei Ärzten und Krankenhäusern rumtönst, hast Du auch bei all den Menschen sofort verschissen, die Dir eigentlich erst einmal offen und wohlgesonnen entgegen gekommen sind.“
    Ja, ich bin sauer auf meine Ärztin und hab meinem Ärger über sie Luft gemacht. ABER: das hat ne ganze Liste von Gründen(die hier den Rahmen sprengen würden),in diesem Zusammenhang aber zum Beispiel dass sie keinerlei Info zu ihrer „Diagnose“ geliefert hat sondern mich einfach damit hat stehen lassen. Ist der Wunsch nach Information etwas verwerfliches? Wohl doch nicht! Außerdem habe ich mich lange Zeit sehr darum bemüht mit ihr eine gute Basis aufzubauen, was SIE aber leider in keinster Weise getan hat. Daher ist deine Aussage, dass ich sie gegen mich auf gebracht habe leider unwahr. Ich war freundlich, hab ihr viele Chancen gegeben und einfach nur gedacht „Sie ist nur ein Mensch und darf Fehler machen!“
    Leider hat sie mein Maß an Geduld nun ausgeschöpft, daher ist auch ein Wechsel angedacht. Auf Grund der deutschen Gesetzgebung ist das Schwangeren aber immer nur zum startenden Quartal wirklich möglich, was also erst im April der Fall sein wird.

    Zitat 2: „NEIN, hier piekst sich niemand zum Spaß in die Finger!“
    Doch. Augenscheinlich treibt sich hier im Forum eine „Dame“ herum über deren Kommentare ich bei meinem herumstöbern auf der Suche nach Informationen häufiger gestolpert bin. Diese kommentiert gerne unter den Posts von „Hilfe suchenden frisch diagnostizierten“ dass sie sich freiwillig sticht wenn sie grad mal Lust hat zu testen und dass man sich nicht so anstellen solle.
    Weitergehendes Zitat „ Wir sind ALLE dazu gezwungen, wenn wir wissen wollen, wie unser Blutzucker gerade ist und wie z.B. gepasst hat, was wir zum letzten Essen gespritzt haben.....“ Das ist mir bewusst! Ich dachte ich hätte relativ deutlich, gesagt, dass ich es nur am Rande erwähne. Nämlich gerade WEIL ich davon ausgehe, dass niemand der es machen MUSS es wirklich „genießt“. Daher fand ich die Kommentare dieser Dame auch so deplaziert. Stechen tut weh. Punkt. Ist ne Tatsache.
    Weiteres Zitat: „Wenn Du son Gejammer um Deine Fingerpiekse machst, denk doch einfach mal an die kleinen Kinder, die mit Diabetes und solchem Gepiekse aufwachsen. Klar ist das für die normal, aber meinst Du, deswegen angenehmer???“ Ich habe nicht gejammert. Nur gesagt, dass ich nicht gerade „scharf darauf“ bin. Was ja wohl so gut wie jedem hier so geht. Entschuldige bitte dass ich ein ehrlicher Mensch bin der sowas zugibt. Wirklich jammern werd ich aller höchstens Klammheimlich, still und leise, für mich alleine, nach dem ich mich gestochen habe (weils halt weh tut).
    Nächstes Zitat: „Wenn Du nicht ansonsten spindeldürr bist und ein paar Pfund über hast, kannst Du sicher sein, dass der Organismus Deines Kindes sich davon schon nimmt, was er braucht, auch wenn Du tagelang wenig oder gar nix essen kannst.“
    Tja.... das wär schön, wenn es so einfach wäre. Dann würden sicherlich so einige Frauen mehr regelmäßig Crash-Diät-Tage machen während der Schwangerschaft um bloß nicht zu zu nehmen. Nur ist es so, dass viele Nährstoffe eben nicht Depot-mäßig im Körper abgespeichert und dann bei Bedarf verteilt werden. Bestes Beispiel ist Vitamin C, dass sich nur wenige Stunden hält. Überschuss wird unverbraucht ausgeschieden. Daher sind die Ess-Regeln für Schwangere eben fast noch strenger als die Vorschriften für die Ärzte. Nur mit dem Unterschied, dass die Frauen nicht dafür verklagt werden. Ein Mangel, der bei einem Erwachsenen schnell wieder ausgeglichen wäre, hat beim Heranwachsenden Kind ganz andere Konseqquenzen.
    Letztes Zitat „Was ihm jetzt am meisten zur guten Entwicklung hilft, ist ne Mutter, die Ruuuu….he bewahrt und jedesmal, wenn sie eigentlich gerade wieder explodieren will, in Gedanken die Augen schließt und bis 10 zählt. Und sich dann selbst wundert, wie freundlich sie mit der Person reden kann, die sie gerade noch voll anschnauzen wollte.“ Wär nen super Tipp.... aber wie „Geil“ die Hormone in der Schwangerschaft mit einem Achterbahn fahren, können nur Frauen verstehen die es kennen. Da hilft „bis 10 zählen“ ma so überhaupt nicht. Und das ist nicht mal böse in deine Richtung gemeint. Ich bin normalerweise die Ruhe selbst... kannst du nicht wissen, weil du mich nicht kennst. Du kannst auch nicht wissen, wie oft ich Menschen die mir dumm kommen damit „bestrafe“, dass ich EXTRA freundlich reagiere... Daher nehm ich den Hinweis einfach mal dankend zur Kenntnis.

    An July: ja.... die Diagnose war nen Schock. Und bei dem ganzen Heckmeck den die Schwangerschaft bis jetzt schon mit sich gebracht hat wars einfach erstmal zu viel.
    Vielen lieben Dank für die ganzen Vorschläge, was ich Essens technisch noch ausprobieren kann. Und die Tipps zum Messen... werd mich da mal durchwurschteln und gucken ob ich was finde, worauf mein Magen nicht so dumm reagiert UND was meinen Blutzucker nicht unnötig pusht. Werd ich ja jetzt erstmal ne Weile Zeit haben während dem Testen. Und das mit dem Messen.... Ich bin nen totaler „Paddel“, da wird’s wohl ohne Stechhilfe wirklich schwierig werden für mich.
    ich weiß mich hat es nicht halb so doof erwischt wie dich! Wünsche dir die Kraft und den Mut dich da durchzuboxen.... Auf dein Angebot mich bei weiteren Fragen zu melden, werd ich sicher zurückgreifen.
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    am 14.02.2020 09:02:32 | IP (Hash): 1176515147
    Sigdrifa84 schrieb:
    Und Obst hat ja „Zuviel bösen, bösen Fruchtzucker“ (Danke Frau Doktor, wie soll ich die empfohlenen Nährstoffe denn bitte SONST zusammen kriegen???)

    Hallo Sigdrifa,

    zu dieser dümmlichen Aussage deiner Ärztin kann ich dir eindeutig Entwarnung geben. Klar ist Fruktose im Übermaß nicht gesund. Das betrifft aber in erster Linie die Fruktose im Haushaltszucker (je 50% Glukose und Fruktose), in Süßgetränken u.s.w.

    Um die gleiche Menge Fruktose mit Früchten zu essen, die du z.B. mit 1 Flasche Cola bekommst, müsstest du die Früchte kiloweise verschlingen und das möglichst noch in der Geschwindigkeit, mit der man so eine Flasche austrinken kann. Außerdem ist Obst mit seinen Inhalts- und Ballaststoffen so gesund und wertvoll, dass selbst ein kleines Übermaß an Fruktose ein geringes Problem wäre. Allerdings lässt Obst auch den BZ ansteigen, am wenigsten tun das Beeren. Mit dem BZ-Messgerät kannst du schnell herausbekommen, welches Obst bei dir in welchen Mengen geht - guten Appetit!

    Alles Gute, Rainer
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    am 14.02.2020 10:13:51 | IP (Hash): 2092698274
    Rainer..... you made my day!!! *lol*
    Zitat:“ Um die gleiche Menge Fruktose mit Früchten zu essen, die du z.B. mit 1 Flasche Cola bekommst, müsstest du die Früchte kiloweise verschlingen und das möglichst noch in der Geschwindigkeit, mit der man so eine Flasche austrinken kann.“
    Ich weiß nicht wie schnell du so ne Pulle leer kriegst... aber ich muss schon nach zwei Schluck davon rülpsen und krieg NIX mehr von der süßen Plörre rein! Schmeckt einfach scheußlich.... Aber danke, dass du mir recht gibt, dass meine Ärztin das irgendwie sehr vereinfacht sieht!
    Ich werd mal abwarten was die nächsten Wochen so an Test-Erfahrungen mit den verschiedenen Lebensmitteln so zu Tage fördert... bin durchaus auch irgendwie gespannt darauf was ich so alles „lerne“ in der Zeit. Vielen lieben Dank! Und auch dir alles Gute!
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    am 14.02.2020 11:59:09 | IP (Hash): 1982792623
    Danke für die ausführliche Antwort: Du hast mich schon mit Deinem Ilse-Beitrag voll positiv überrascht. Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil ;)

    Tatsächlich machen erschreckend viele Schwangere de facto Crash-Diäten, weil sie nicht nur einige Tage bis Wochen, sondern die meiste Zeit ihrer Schwangerschaft rückwärts essen. Und bislang hab ich nirgendwo ne Statistik gesehen, die deren Kinder oder auch nur ne nennenswerte Anzahl davon als in ihren Entwicklungen irgendwie zurückgeblieben ausgewiesen hätte.
    Und wenn Du den Kalender nur 80-100 Jahre zurück blätterst, müssten nach dem Stand der heutigen Vorschriften für die Ernährung in der Schwangerschaft praktisch alle Kinder mit sehr großen Entwicklungsdefiziten auf die Welt gekommen sein - mal ganz zu schweigen von den Generationen davor.

    Genauso mit Zucker: Bis Anfang der 90ger, also bis vor etwa 30 Jahren, gab es praktisch noch keinen Schwangerschafts-Diabetes, der während der Schwangerschaft behandelt wurde. Wenn das Kind mit nem übergroßen Kopf und besonders schwer die Welt erblickte, hatte die Mutter halt Schwangerschaftsdiabetes gehabt. Aber für son Ergebnis mussten dann schon BZ-Werte die meisten von 24 Stunden am Tag über 200 angelegen haben. Bei den Kindern dauerte das dann so 4-8 Wochen, bis sie von gleich jungen Kindern mit normal gesunden Müttern nicht mehr zu unterscheiden waren.
    Schwangere Typ 1 hatten die Vorgabe zuckerfreier Urin während der Schwangerschaft, also BZ im Rahmen bis um 180 die meisten von 24 Stunden. Und wer das einigermaßen einhielt, bekam ein ganz normales Baby. Sicher mal dicker und mal dünner und mal kürzer und mal länger, aber in keiner Weise auffällig.

    Die strengen Vorgaben sind noch sehr jung und haben auch noch in keiner beobachtenden Studie belegt, dass ihr Ergebnis in Bezug auf die Kinder in irgendeiner Weise besser als die sehr viel großzügigere (nicht missverstehen: für die Betroffenen war das damals die einzige Messmöglichkeit und sehr viel stressiger als der Fingerpieks heute) mit dem zuckerfreien Urin ist. Im Gegenteil, es gibt immer mehr auch Fachstimmen, die sie für übertrieben halten, und dafür, den Stress der werdenden Mütter unnötig zu erhöhen. Aber bis jetzt kenne ich noch keine Stelle, an der die Medizin ihre Möglichkeiten zurück schraubt, so lange sie sie denn bezahlt kriegt.

    Fazit für werdende Mütter: Den großen Vorgaben-Ballon, den die Medizin um die Schwangerschaft aufgeblasen hat und wohl noch immer weiter aufbläst, möglichst gelassen ertragen. Klar ist das mit dem eifrigen hormonellen Wechselspiel in der Zeit besonders schwierig, aber das allein reicht doch schon völlig, oder?

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    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!