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Spritzen vom Morgengupf/ Erfahrungen
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am 04.03.2020 08:41:39 | IP (Hash): 1144081136
Hallo Leute,
ich habe da mal eine Frage an das Schwarmwissen.
Phasenweise habe ich das Problem, dass mein Zucker morgens nach dem Aufwachen gut ist und dann aber sprunghaft ansteigt nach dem Aufstehen.
Diese Phase hatte ich schon mal und da hat mir der Morgengupf (1-2 Einheiten Insulin) direkt vor dem Aufstehen geholfen.
Jetzt habe ich diese Phase wieder. Das Problem ist nur, wenn ich 1-2 Einheiten spritze, dann kommt es aktuell vor, das es funktioniert (Zucker bleibt gut niedrig bis zum Frühstück), aber dann auch mal wieder nicht (Zuckerwerte fallen in den Unterzucker). Das ist natürlich echt blöd, weil man nie weiß, wie der Zucker reagiert.
Hat jemand damit Erfahrung ?
Gruß Zockerin1971 -
am 04.03.2020 20:56:57 | IP (Hash): 1792078437
Hallo,
folgende Dinge fallen mir dazu ein, was du mal prüfen könntest, ob es dort einen Zusammenhang mit den Unterzuckerungen gibt:
- wie ist jeweils der Ausgangsblutzucker vor dem Morgengupf?
- wie war die Nacht, eher hoch/eher tief, ggf. Unterzuckerungen in der Nacht?
- was hast du immer während der Wirkzeit gemacht, nur daheim/Gang zur Arbeit/Terminstress, etc?
- zeitliche Auffälligkeiten im Rahmen des Zyklus (z.B. vor/während/nach der Periode)?
- die Uhrzeit, dass der Morgengupf mal eher, mal später gespritzt wird und das Auswirkungen hat?
Dir wird nichts anderes übrigbleiben, als herauszufinden, was an den Tagen mit Unterzuckerung anders ist als sonst.
Ich vermute du hast einen klassischen Typ1 ohne Restfunktion. Sonst könnte natürlich auch die Restfunktion noch mit reinspielen. -
Elfe
Rang: Gastam 05.03.2020 00:34:50 | IP (Hash): 927509326
Habe selbst einige Zeit den Morgengupf wegspritzen müssen, mit 1 - 1,5 - 2 Einheiten Mahlzeiteninsulin, je nach BZ-Wert und aufgrund der getesteten Korrektur-Regel von 40 mg/dl.
Außerdem dabei zu beachten, daß das Insulin schon eine bestimmte Wirkungsdauer hat und man diese abwarten muss, also nicht zu früh beim Frühstück ggfs. reagieren, sondern ganz normal zur Mahlzeit spritzen.
Dieser Morgenanstieg hat sich bei mir mittlerweile erledigt, durch Zufall mal festgestellt, mit später Verschiebung der 2. Abend-Dosis Basal = Levemir. -
am 09.03.2020 17:37:30 | IP (Hash): 288692443
Hallo,
ich bin recht frischer Typ1 / Lada mit 46 Jahren. Vor etwa 8 Jahren hat man mich mit Langzeitwert 6,3 als Typ2 eingestuft aber da ich abgenommen habe, brauchte ich bislang keine Medikamente nehmen sondern habe nur die Kohlenhydrate gut reduziert. Diesen Januar hat ich dann eine heftige Entgleisung, leichte Keto und Langzeit bei 12,x. Vorher immer zwischen 5,5 und 6,5. Da kam dann dank 2 Antikörperm Lada als Diagnose.
Seitdem Krankenhausaufenthalt bin ich auf Basal/Bolus eingestellt und nehme Tresiba als Basal. Ich habe zudem in den letzten Wochen meiner Ernährung auf ketogen umgestellt aber konnte vorher schon beobachten, dass ich morgens so eine Stunde nach dem Aufstehen von 80-100 auf 180-200 geklettert bin ohne Nahrung. Im Krankenhaus wurde dies wohl durch höheren Faktor und schnelles Frühstücken nach dem Aufstehen übersehen oder ausgeglichen.
Da ich aber auch sonst eher 2 Mahlzeiten esse und am Wochenende auch mal etwas länger schlafe, ist mir das recht schnell aufgefallen, dass das wohl dieses schöne Aufstehsyndrom ist. Nachts sind die Werte immer sehr stabil. Dieses passiert auch unabhängig von der Aufstehzeit. Seit etwa 4 Wochen spritze ich mir daher morgens direkt vor dem Aufstehen drei Einheiten Humalog, die letzte Woche sogar 4. Jetzt habe ich nur noch einen minimalen Anstieg, vielleicht um 10 Einheiten was sicherlich als normale Schwankung durchgeht. Es hat mir am Anfang echt Angst gemacht, beim Aufstehen bei Werten um 80 erstmal drei Einheiten Insulin zu spritzen. Zudem ich erst seit Januar überhaupt Insulin bekomme. Aber für mich war es genau das Richtige und so hab ich nicht schon morgens so hohe Werte. Geschätzer Langzeitwert am Libre steht jetzt bei 5,1. Wobei die Sensoren eh zu wenig anzeigen und ich hoffe bei 5,5-5,8 zu liegen.
Wie gesagt, ich habe früher schon kohlenhydratarm gelebt geschätzt max 80 KH/Tag), mittlerweile habe ich umgestellt auf ketogene Ernährung (derzeit max 20g KH/Tag) und spritze mir eigentlich nur noch mein Aufstehinsulin und sonst überhaupt kein Bolus bis minimale Dosierungen, da ich eigentlich nie an eine BE pro Mahlzeit komme. Basal natürlich schon, allerdings von 8 auf mittlerweile 4 Einheiten reduziert. -
am 09.03.2020 22:18:22 | IP (Hash): 1128510171
Deine Erfahrungen sind voll außergewöhnlich. Klar, auch weil Dein Weg ketogen ist. Fürchten die meisten T1 mehr als der Teufel den Belzebub. Denn sie mögen nicht unterscheiden zwischen ketogen=gesund und Ketoazidose=Vergiftung. Glukotoxizität ist da sehr viel unbekannter.
Anyway, Du machst Dein Ding schon seit einger Zeit und mit gutem Erfolg, wie’ scheint. Also vergiss die Einstellung. Das ist ne behandlungsmäßige Krücke. Beobachten und möglichst passend reagieren ist Dein Ding. Und da kann - muss aber nicht - Dein Ding sein, wenn sich Dein Gupf-Bedarf noch verringert.
Bislang gibt es wohl keine Untersuchungen dazu, aber mein T2 Gupfbedarf ist praktisch von einer Woche auf die andere mit meiner Leberentfettung verschwunden. Ne Nachfrage, on NAFL auch bei T1 ein wichtiger Aspekt sein könnte, hat bei DDG u.ä. Nur ???? gebracht: hat bislang niemand untersucht.
Also weitermachen und beobachten :)
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.03.2020 15:10:22 | IP (Hash): 1736851703
Ich denke Du meinst mich..
Also meine Ärzte waren mit KH-reduziert voll einverstanden, ketogen habe ich aber nicht gesagt.
Allerdings meinte Der Diabetologe ich solle doch mit der Ernährungsberaterin einen Termin machen. Diese war nach DGG und wollte mir auch erzählen, dass das auf keinen FAll ginge und ich eine Ketoazidose bekommen würde wenn ich nicht mindestens 10-12 BE pro Tag esse. Als ich ihr gesagt habe, dass ich das schon ein paar Wochen nicht mehr mache und meine Fettwerte von sehr hoch auf sehr niedrig innerhalb dieser paar Wochen geschrumpft sind und mein Glucosewert eigentlich 140 nicht mehr übersteigt und Hypos auch kein Problem sind, hat sie mir Keto-Teststreifen fürs Libre gegeben und wollte sich in ein paar Wochen (nachdem sie sich schlau gelesen hat) nochmal mit mir unterhalten. Unterschied Ketoazidose und Ketose habe ich ihr dann noch schnell erklärt und auch gesagt, dass das mit niedrigen Glucosewerten und zugeführtem Insulin nur sehr schwer wäre mit Ketoazidose. Sie mahnte mich zur Vorsicht aber warum soll ich meinem Körper, der ja nun Probleme mit KHs hat, diese unbedingt weiter zu führen wenn es auch so viele andere schönen Sachen gibt.
Klar würde ich gerne ab und zu mal Brot, Kartoffeln oder auch Süßigkeiten essen aber ich will mit meinem Gewicht noch weiter runter und dann schaue ich mal ob ich bei ketogen oder nur stark reduziert bleibe. Bis jetzt geht es mir in der Ketose super. Kein Hungergefühl, weniger Schlaf und mehr Leistung.
Sport möchte ich auch bald wieder mehr machen, da habe ich aber noch etwas Bammel aber ich fang es langsam an und dann wird auch das gehen.
Bei mir wurde "etwas" Fett an der Leber festgestellt, trinke fast keinen Alkohol und das sollte jetzt ja auch langsam weniger werden. Wegen Hypo mache ich mir mittlerweile morgens nicht mehr so die Gedanken, erstmal merke ich das wohl und schaue auch öfters auf das Libre. Hypos kamen eher näher als ich mein Basal noch nicht so reduziert habe. Allerdings wenn man noch nie Insulin hatte und nur 12 Tage im Krankenhaus geschult wurde, dann ist man erst sehr zögerlich an der frischen Einstellung herumzuschrauben. Aber wer kann das besser als man selbst mit den richtigen Infos im Hinterkopf.
Also ich werde so weiter machen. -
am 10.03.2020 15:44:40 | IP (Hash): 745799125
Stephan27 schrieb:
Also ich werde so weiter machen.
Glückwunsch zu dem guten Konzept und zu den tollen Erfolgen auch von mir. :=)
Beim Sport wirst du mit der ketogenen Ernährung wahrscheinlich erst mal einen Leistungsabfall merken. Langfristig geht der vorüber und wandelt sich sogar in eine Leistungssteigerung, dazu musst du aber ein bisschen Geduld und Durchhaltevermögen haben.
Weiter alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 10.03.2020 15:44:56. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.03.2020 16:20:51 | IP (Hash): 254462939
Vielen Dank an euch, auch wenn wir irgendwie weg vom Morgengupf gekommen sind. Sport werde ich glaub ich keinen Leistungsabfall merken, ich fang eh unten an :-)
Hab noch ein paar Kilos zuviel aber werde bald wieder zweistellig. Sport habe ich immer mal wieder gemacht, in den Phasen auch schon einiges aber mein neues Rennrad steht seit Herbst im Stall und wartet auf mich. Aber da ich aus dem Training bin wird es eh langsam los gehen. -
am 10.03.2020 20:28:02 | IP (Hash): 1102052501
Stephan27 schrieb:
Aber wer kann das besser als man selbst mit den richtigen Infos im Hinterkopf.
Also ich werde so weiter machen.
Daumendrück :)
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am 30.03.2020 17:15:34 | IP (Hash): 1197612917
So, da bin ich wieder :-)
Ich möchte ungern den Betrag hier kapern aber es geht auch noch ein wenig um den Morgengupf bzw. erweiterte Fragen. Vielleicht bin ich hier richtig, da hier ja schon einige Infos zu mir stehen. Die Erstellerin möge mir verzeihen.
Also ich ernähre mich weiterhin ketogen, die 100kg habe ich vor 3 Tagen erfolgreich gerissen und bin mit Sport dank Wetter und Corona leider noch nicht angefangen aber habe ein anderes "Problem" und ihr könnt mir vielleicht helfen.
Ketogene Ernährung finde ich super, ich vermisse kaum was bzw. ernähre mich gesund und meine Blutwerte sind ja top. Hunger kenne ich nicht und fitter und wacher bin ich auch geworden. Also soweit alles gut.
Basal nehme ich immer noch 4 Einheiten aber vermutlich muss ich da auch von weg. Aber der Reihe nach.
Ich habe vergangene Woche mit einem Glucose-Startwert von 90 angefangen im Garten zu arbeiten, schwere Arbeit '(Sandhaufen mit Schiebkarre und Schüppe im Garten verteilen). Morgengupf sollte lang raus gewesen sein, da am Nachmittag geschehen. Kurz nach Beenden von 1,5 Stunden schwerer Arbeit ging meine Glucose bis auf 140 hoch und dann recht zügig runter auf 70. Am folgenden Tag konnte ich meine Arbeit auf 5 Stunden steigern, allerdings etwas weniger Intensität. Von 90 kommend ging es dann auch nur auf etwa 120 hoch, allerdings dann auch wieder gut runter bis auf 65. Auch dann hatte ich im Laufe des Tages mit niedrigen Spiegeln zu kämpfen. Kämpfen weil ich ja keine KHs zu mir nehmen möchte. Klar, im Notfall natürlich schon und so habe ich mir mit wenigen Xylit-Bonbons helfen können. Die lassen zwar meinen Glucose-Spiegel steigern aber werfen mich hoffentlich nicht aus der Ketose.
Die folgenden Tage (jetzt Sonntag und auch heute) habe ich meinen Morgengupf weg gelassen, sprich ich nehme überhaupt kein Bolus-Insulin mehr) und hatte morgens dann nur noch Anstiege von 80 Start auf vielleicht 120. Aber trotz faul auf dem Sofa liegen, gehen meine Werte am Nachmittag schnell Richtung 70 und leicht drunter. Insulin habe ich ja nur mein Basal mit 4 Einheiten Tresiba. Ich will das noch ein zwei Tage beobachten und dann auf 2 Einheiten runter.
Kann es sein, dass die körperliche Belastung solange nach"federt" oder bin ich doch in eine späte Remissionsphase gewechselt? Ist es möglich, dass ich selbst das Basal auf 0 fahren kann? Trotz ketogene Ernährung esse ich ja pro Tag max 20, ab und an auch mal max 30g KH. Wenn ich das nicht auf einmal mache, dann spritze ich dafür auch nicht, da ich eh sehr niedrige Werte habe und 1 BE slowCarb auch nur ganz leicht hoch geht und dann wieder runter. Vielleicht von 80 auf 110 und dann ist es aber auch schnell wieder weg.
Seit dem Wochenende habe ich einen neuen Libre2 Sensor und alles mit Xdrip+ und Nightscout gekoppelt. Natürlich kalibriert und auch täglich blutig gemessen, bei den sehr niedrigen Werten auch zusätzlich. Das passt recht genau und Xdrip/Nightscout hat mich total begeistert. Top. Demnach hätte ich einen zu erwartenden Langzeitwert von 4,6 was ich gar nicht unbedingt anstrebe. Richtige Hypo hatte ich aber auch nicht, lag eigentlich nie unter 65 und das auch nie lange. Kann halt nur im Notfall KHs essen und will das auch gar nicht mehr.
Nur wenn ich schon keinen Morgengupf mehr wegspritze, also überhaupt kein Bolus sondern nur noch super wenig Basal (was als nächstes reduziert wird), dann habe ich außer KHs ja keine Möglichkeit meinen Glucosespiegel anzuheben.
Und Typ1er bin ich auf jeden Fall, zwei Antikörper, C-Peptid noch vorhanden, MRT hinter mir, BSP in Ordnung sonst auch nix wildes im oberen Bauchbereich.
Bearbeitet von User am 30.03.2020 17:16:33. Grund: ein Wort ergänzt -
am 30.03.2020 19:15:46 | IP (Hash): 1975360439
Warum "kämpfst" Du eigentlich gegen 65? Weil Du dich bei Werten unter 70 oder unter 65 oder unter 60 mies fühlst? Oder weil unter 70 überall in den Medis als Unterzucker gehandelt wird, den man fürchten muss wie der Teufel das Weihwasser?
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Bearbeitet von User am 30.03.2020 19:16:31. Grund: Korrektur1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.03.2020 19:22:22 | IP (Hash): 1197612917
Letzeres. Ich hab auch bei 65 noch keine Veränderung gemerkt an mir gemerkt.
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am 30.03.2020 19:55:30 | IP (Hash): 1975360439
Merke ich bei mir auch nicht. Bei meinem aktuellen Messgerät manchmal ab zwischen 60 und 50, meistens erst unter 50. Und dann geht die Welt noch lange nicht unter. Licht geht erst ab unter 20 aus, und auch das meistens nur fürn paar Minuten.
An meiner Stelle würde ich ohne noch wirkenden Bolus bei 65 oder auch 60 nix essen und meinen BZ einfach da lassen. An Deiner sowieso, denn Du brauchst ja da keine nennenswerte vielleicht noch wirksame Insulindosis zu berücksichtigen.
An DEiner Stelle würde ich auch längst ausprobieren, wie das nicht nur ohne Gupf, sondern auch ohne Tresiba funzt. Ok, Du könntest bei 100 oder 110 morgens nüchtern raus kommen. Aber so ein leicht erhöhter Morgenwert ist auch bei völlig stoffwechselgesunden Menschen mit ketogener Ernährung völlig normal. Wird als physiologische Insulinresistenz bezeichnet und in einer Weise erklärt, die mich nicht überzeugt. Aber wichtig ist ja nicht meine Bewertung der Erklärung, sondern die Tatsache, dass das offenbar ein völlig gesunder Vorgang sein kann :)
Einfach mal ausprobieren und beobachten, was dabei raus kommt??? Bin echt fast so gespannt wie Du ;)
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1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.03.2020 20:26:34 | IP (Hash): 1559317464
Stephan27 schrieb:
Ist es möglich, dass ich selbst das Basal auf 0 fahren kann?
Das wäre für eine Remissionsphase, die eventuelle auch schön lange dauern könnte, nicht unmöglich.
Ich würde trotzdem erst mal auf 2IE runter gehen und nachsehen, ob das o.k. ist. Um die 70 oder auch 65mg/dl brauchst du dir übrigens keine Sorgen zu machen. Wenn es dir mit diesen Werten gut geht und du davon ausgehen kannst, dass der Wert mit dem gespritzten Insulin nicht noch viel weiter absinken wird, dann brauchst du auch nichts dagegen zu tun. Selbst eine leichte Hypo, die das bei dir bei diesen Werten wahrscheinlich noch nicht ist, wäre kein Problem. Schlecht sind lediglich schwere Hypos, die können Schäden im Gehirn und am Herz hinterlassen.
Weiter viel Erfolg, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 30.03.2020 20:28:03. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 31.03.2020 10:10:00 | IP (Hash): 1647951625
Danke euch beiden. Dann werde ich mal meine Alarme auf 60 stellen und ab heute nur zwei Einheiten Tresiba spritzen. Mein Anstieg morgens spritze ich auch nicht mehr, ging heute morgen von 80 auf 130 hoch und ist schon wieder fallend.
Und natürlich berichte ich weiter. -
am 07.04.2020 13:41:51 | IP (Hash): 1647951620
Ich habe mein Basal noch nicht reduziert, liege immer noch bei 4 Einheiten. Allerdings habe ich schon seit einer Woche kein Bolus mehr gespritzt, auch morgens nicht. Im Moment nutze ich die sehr leichte Spitze für körperliche Aktivitäten. Gestern Abend bin ich z.B. mit Werten um die 80 schlafen gegangen, hatte über Nacht Immer Werte zwischen 68 und 78 und bin mit 75 aufgestanden. Anderntags mag das auch mal bei 85 liegen aber nicht höher und nachts auch nie tiefer als 65.
Wenn ich dann morgens erst etwas langsamer mache, so wie heute, komme ich nur noch Richtung 110 und liege jetzt nach etwas HomeOffice und einkaufen bei 90. Gleich geht es in den Garten und wird schwer gearbeitet. Dann kann es passieren, dass der Wert auch Richtung 150 geht und wenn ich wieder zur Ruhe komme, wird er wohl auf 70 fallen. So hatte ich es am Wochenende.
Mein Essen (fast ohne KH) merke ich natürlich nur minimal in den Werten, ohne körperliche Anstrengungen würde ich im Moment wohl nie über 120 kommen, eher drunter bleiben.
Ich schaue es mir noch ein paar Tage an und werde dann wohl auf 2 IE Basal gehen.
Als Anfängerfrage noch mal nur zur Sicherheit, wenn ich nur minimal Basal spritze und gar keinen Bolus kann ich vermutlich gar nicht wirklich in eine Hypo kommen, oder doch? Wenn dem so ist, wie ist es mit z.B. 4 IE Morgengupf. Wenn das nach ein paar Stunden aus dem Körper ist, dann doch auch nicht mehr, oder? Sorry, sind Anfängerfragen aber ich bekomme erst seit Januar Insulin.
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am 07.04.2020 16:30:58 | IP (Hash): 745799156
Stephan27 schrieb:
Als Anfängerfrage noch mal nur zur Sicherheit, wenn ich nur minimal Basal spritze und gar keinen Bolus kann ich vermutlich gar nicht wirklich in eine Hypo kommen, oder doch? Wenn dem so ist, wie ist es mit z.B. 4 IE Morgengupf. Wenn das nach ein paar Stunden aus dem Körper ist, dann doch auch nicht mehr, oder?
Das stimmt beides.
Ich würde es allerdings ein wenig exakter formulieren: In beiden Fällen kannst du nicht in eine "gefährliche" Hypo kommen. Leichte Hypos könnten vielleicht trotzdem noch manchmal auftreten, die sind aber kein Problem. Nur schwere Hypos sollten unbedingt vermieden werden, weil die sich, neben den Problemen durch mögliches Wegtreten, auf Herz und Gehirn negativ auswirken können. Ich denke, dass du mit dem beschriebenen Insulimanagement keine schwere Hypo bekommen kannst.
Weiter alle Gute, Rainer
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Bearbeitet von User am 07.04.2020 16:31:25. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.04.2020 09:16:49 | IP (Hash): 36884236
Super, danke Dir Rainer. Dann schaue ich was die nächsten Tage bringen. Da ich gestern Abend kurz vorm schlafen auch wieder bei 65 lag, habe ich dann Basal auf 2 Einheiten runter gesetzt und schaue mir das die nächsten Tage an.
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am 16.04.2020 13:41:16 | IP (Hash): 1952550324
Also ich habe jetzt die letzten Tage ja nur noch 2 Einheiten Tresiba gespritzt aber bin in den letzten Tagen dann auch höher gekommen. Meine "Ruhewerte" so zwischen 70 und 90 sind jetzt höher auf 100-120 gegangen. Ist immer noch gut aber ich hatte mit 4 Einheiten ja keine Probleme und unter 65 bin ich auch nicht gekommen. Ich spritze seit gestern Abend wieder 4 Einheiten und auch überhaupt kein Bolus mehr da fast vollständig ketogen.
Da hier ja auch einige Ketarier sind, habe ich dazu vielleicht noch zwei Fragen.
Ich halte mich sehr streng an die 20g KH, gut ab und zu werden es auch 25 aber das liegt eher an FDDB. Die rechnen ja schon für Kaffee KHs an. Kann ich mir bei rein schwarzem Kaffee eigentlich eher nicht vorstellen aber gut.
Ich habe an Ostern einmal gesündigt und von Bekannten zwei Stücke Bisquit-Torte mit Cremefüllung bekommen. Die Füllung habe ich gelöffelt :-) und dann ging natürlich mein Glucosespiegel von 80 auf 180 ohne Spritzen. Nächsten Tag hatte ich Kopfschmerzen, also bleibe ich bei ketoner Ernährung was mir sehr gut tut und meinem Gewicht auch. Mittlerweile seit Anfang Februar -14kg
Wie sieht es mit Xylit aus. Ich habe mir Gummibären und Lakritz mit Xylit bestellt und sehr schnell festgestellt, dass das auch tüchtig den Glucosespiegel erhöht. Zwei Handvoll Gummibären bringen mich von 80 auf 220. Das mache ich natürlich auch nicht mehr. Rein Interesse halber, fliege ich damit aus der Ketose oder wie rechnet Ihr Xylit? Ich bin auch eher auf Erythrit umgestiegen, das macht meinem Spiegel.
Aber wie soll ich es halten wenn z.B. Xylit in Bezug auf Ketose nix macht? Nehmen wir an mein Glucosespiegel liegt bei 80 und ich esse irgendetwas was mich vermuten lässt, dass der Spiegel auf 160 ansteigt. Muss ich dafür Bolus spritzen auch wenn ich in den Grenzen bleibe? Ist eher eine hypothetische Frage weil ich Xylit auch für mich gestrichen habe und gut ohne auskomme.
Merkwürdigerweise ging bei meinen beiden Ausrutschern der Glucosespiegel sehr zügig auch von alleine wieder runter. Macht das eher das Basal oder mein restliches Eigeninsulin?
Dann letzte Frage, ich habe diesen Thread ja mehr oder weniger gekapert und schreibe hier, weil ich hier nette Antworten bekommen habe und eigentlich meine Diabetesgeschichte hier steht. Soll ich bei zukünftigen Fragen eher hier weiter schreiben oder wie hättet ihr das gerne?
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am 16.04.2020 15:46:38 | IP (Hash): 1559310044
Hallo Stephan,
ich wundere mich, dass du dich zwischen 2 und 4IE entscheiden musst und nicht 3IE ausprobierst. Hast du etwa einen Pen, der nur in 2er Schritten einzustellen geht? Falls ja, dann lass dir von deinem Doc noch mal einen verschreiben, der zu deinen wenigen Einheiten passt, also einen mit 1er oder sogar mit 0,5er Schritten.
Deine Erfahrung mit den 2 Stück Torte und den Kopfschmerzen am nächsten Tag scheint normal zu sein. Bei mir tritt das nicht so stark auf, aber etliche andere berichten davon und nennen es KH-Kater. Du kannst ja mal hier https://forum.lchf.de/ ein bisschen über solche Erfahrungen nachlesen.
Zu Xylit und den anderen Süßstoffen kann ich dir keinen Tipp geben. Ich persönlich habe mein Geschmacksempfinden so weit umgestellt, dass ich die künstliche Süße nicht mehr brauche. Wenn mich die Lust auf etwas Süßes übermannt, was auch bei mir manchmal vorkommt, dann esse ich lieber ganz genüsslich eine kleine Menge von etwas echtem Süßen. Die geringsten Auswirkungen auf den BZ hat so etwas übrigens nach einer Mahlzeit, sozusagen als Nachtisch.
Wenn du einen neuen Thread anfangen willst, dann verlinke bitte als Vorbemerkung diesen hier, damit man nicht jedes mal mühsam die Informationen zusammen suchen muss. Von mir aus kannst du aber gerne hier weiter schreiben.
Alles Gute, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.04.2020 17:28:01 | IP (Hash): 1952550324
Hallo Rainer,
danke Dir, ich schreibe gerne hier weiter, hier steht ja schon alles von mir auch wenn es nicht mehr zu Morgengupf passt. In einigen Foren werden die Mods dann ja relativ schnell sauer bzw. wollen es besser sortiert haben, was ich auch verstehen kann.
Mein Tresiba hat leider nur 2er Schritte. Sonst wäre ich bei 3 gewesen :-) Aber ich glaube vier funktioniert gut. Werde aber beim nächsten Quartalstermin im Mai mal nachhaken. Sonst läuft Tresiba sehr gut bei mir.
Ich habe ja nicht mal die Torte gegessen sondern nur die paar Löffel Füllung aber das hat schon gereicht. Nächster Tag war echt nicht schön und dann kam auch noch der Hunger dazu, den ich sonst gar nicht mehr kenne. Ich muss mich abends (einzige Mahlzeit am Tag außer einen doppelten BPC am späten Vormittag) teilweise ganz schön zwingen was zu essen. WEil vom Hunger her bräuchte ich nicht. Passt aber gut in den Tageablauf, da habe ich Zeit und ich koche gerne. Aber die Ausflüge zu den KHs werde ich jetzt noch mehr meiden.
Xylithaltige Süssigkeiten habe ich ganz am Anfang als ich aus dem Krankenhaus kam bestellt um wenigstens mal ab und an was zu naschen. Da war ich nur bei LC und habe mich zu Keto gesteigert. Ich vertrage keine Nüsse bzw. bei zwei Handvoll habe ich sehr große Chancen auf 8-10 Tage heftigste Bauchschmerzen und von daher wäre das ganz gut. Aber die meisten habe ich eh verschenkt und jetzt will ich auch gar nicht mehr unbedingt. Früher konnte es nicht süss genug sein und jetzt ist mir die 99% Schoki schon zu süss bzw. ein zwei Stückchen okay und dann kommt sie weg. Das aber auch nur wenn ich tagsüber sparsam war mit KH und vielleicht einmal die Woche.
Ich brauche die Süssstoffe auch ganz selten aber habe letztens Fatbombs probiert und wollte auch etwas backen. Da wäre es halt schön.
Kannst Du vielleicht noch was zu meiner Anfängerfrage mit spritzen bei KHs im Sollbereich sagen. Ist zwar für mich eher hypothetisch aber im Krankenhaus wurde gesagt, für jede BE spritzen. Wenn ich aber bei 80 Starte und eine kleinen Einheit Xylit-Bons (1 Handvoll) esse, dann werde ich so bei 160 bis 180 liegen. Allerdings schon relativ schneller Anstieg aber auch genauso schneller Fall hinterher ohne Bolus. Sollte man den trotzdem spritzen? Klar, schneller Anstieg ist sowieso nicht so toll und auch den bei zwei Handvoll habe ich vom Kopfgefühl gemerkt. Werde es also sowieso lassen aber das würde mich noch interessieren..
Ich bedanke mich recht herzlich für die vielen Infos die ich mir eigentlich vom Krankenhaus bzw. den Ärzten erwartet hätte. Ok, im Krankenhaus hatte ich noch andere Sorgen und war froh, dass die Ketoazidose schnell weg war und mein DiaDoc wird nächsten Monat auch ordentlich gelöchert.
Bearbeitet von User am 16.04.2020 17:30:20. Grund: Korrektur Sinn / Threads durch Foren ersetzt im zweiten Satz. -
am 16.04.2020 20:05:42 | IP (Hash): 1600609152
auf was Du von Deinem DiaDoc dann berichten wirst, bin ich voll gespannt???
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.04.2020 20:58:23 | IP (Hash): 1559310044
Hallo Stephan,
sorry, ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass du Tresiba 200 spritzt. Der Pen mit der doppelten Konzentration ist eigentlich für Diabetiker gedacht, die hohe Dosen spritzen müssen. Bei denen sind die 2er Schritte völlig in Ordnung. Wenn du dann bei der nächsten Ladung Tresiba 100 bekommst, dann kannst du auch in 1er Schritten verändern. Aber wenn die 4IE bei dir gut passen, dann ist ja alles okey.
Ich glaube, dass es fast jedem Neudiabetiker so geht, dass er sich am Anfang schlecht informiert fühlt. Mir ging es auf jeden Fall auch so. Mit der Zeit wirst du dir, wenn du dran bleibst, viel Wissen und einen eigenen Standpunkt erarbeiten. Den eigenen Standpunkt halte ich für besonders wichtig, weil es gerade bei Diabetes viele unterschiedliche Meinungen darüber gibt, wie man am besten mit dieser Störung umgehen soll. Aus meiner Sicht bist du auf einem guten Weg, ich wünsche dir weiter so viel Erfolg.
Wenn du Rezepte für KH-arme Nachbauten von Brot, Brötchen, Pizza, Gebäck, ... haben willst, dann guck doch einfach mal hier https://forum.lchf.de bei den Rezepten nach. Vielleicht findest du dabei das eine oder andere, was für dich gut passt.
Deine Frage zum Bolus: Wenn dein BZ nach einer Mahlzeit ohne Bolus wieder auf den Ausgangswert zurück kommt, dann dürftest du dafür natürlich nichts spritzen. Das gespritzte Insulin käme dann zur Wirkung des Eigeninsulins und des Basalinsulins dazu und würde den BZ zu weit absenken. Die BZ-Spitzen dazwischen kannst du nicht mit mehr Insulin abfangen. Wenn du die Spitzen vermeiden willst, dann darfst du nichts essen, was solche Spitzen verursacht. Wenn so etwa nur gelegentlich vorkommt, dann brauchst du dir darüber aber keine großen Gedanken zu machen.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 16.04.2020 21:01:16. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.04.2020 21:47:36 | IP (Hash): 1952550324
Danke euch sehr,
genau, auf Humalog und Tresiba bin ich im Krankenhaus eingestellt worden. Humalog gab es immer mit typischen Dosen zwischen 6 und 10 Einheiten und Tresiba gab es erst am letzten Tag mit 8 Einheiten. Vorher habe ich ein anderes bekommen, ich glaube es war Abasaglar oder irgendwas anderes mit A.
Habe dann beim Dia-Dog natürlich das Bekannte nachbestellt. Gespräch war ja auch nicht so lang da ich gerade frisch aus dem KH kam. Hat halt ein wenig geplaudert wie die letzten Monate so waren, Sono gemacht, was im Krankenhaus versäumt wurde und mir dringend weitere Untersuchungen der Pankreas angeraten, da es ja auch Karzinom oder Pankreatitis sein könne. Lipase war oder ist eventuell jetzt ja auch etwas erhöht aber MRT hat nix ergeben. Hab halt noch Zysten in Leber, Milz und Niere aber nix weltbewegendes. Ganz sicher bin ich mir immer noch nicht, habe aber keine Beschwerden mehr. Ich vermute für mich ein wenig auf leichte Pankreatitis aber nix genaues weiß man. Der Radiologe beim MRT meinte nur, dass so alles in Ordnung wäre aber er eine Entzündung auch nicht ausschließen könne.
Beim Insulin wollte ich eh nach kleineren Abstufungen fragen aber habe jetzt wohl einen Jahresvorrat an Insulin im Kühlschrank liegen. Nehme es aber mit den 4 Wochen auch nicht so genau und wechsel eher nach 2 Monaten die Pens, da die dann ja immer noch fast voll sind.
Eingelesen und eine Ernährungsschulung (DGE) mit KHs ;-) habe ich vor etwa 8 Jahren ja schon gut gemacht, dort aber natürlich alles Typ2. Spritzen und Medikamente und Hypos und dieses ganze Basiswissen habe ich damals nicht gebraucht und jetzt im Krankenhaus habe ich zwar 2 Wochen Schulung mitgemacht aber war auch dort in der Typ2 Schulung weil die Diagnose erst am letzten Tag auf Typ1 umgestellt wurde, da dann erst die Antikörperlaborberichte da waren. Die Schulung war nicht schlecht aber da ich mit Insulin noch überhaupt keine Erfahrung hatte, fehlten mir dort auch ein wenig die passenden Fragen. Die kommen erst in der Anwendung selbst und im Krankenhaus unter Laborbedingungen beim Essen passten alle Faktoren usw. sofort und wurden glaub ich gar nicht großartig geändert. Ich glaub am Anfang 2-1-2 und jetzt müsste ich sogar schauen weil ich keins mehr spritze. Ich glaub entlassen wurde ich mit 2-1-1.5. Wobei ich direkt nach der Entlassung auch von 3 auf 2 Mahlzeiten umgestellt habe und am Wochenende später aufgestanden bin. Da war für mich als Anfänger schon problematisch, was dann der richtige Faktor war. Zudem war in den 2 am Morgen auch wohl ein versteckter Morgengupf mit eingerechnet.
Dafür habe ich aber schon im Krankenhaus, so gut es mit den Augen noch ging, mich ins Internet gestürzt und hier und in anderen Forum Wissen gesaugt was mir auch sehr geholfen hat und mich dann ja auch zu ketogener Ernährung gebracht hat. Generell habe ich mit ausprobieren und Selbsterfahrungen machen keine Probleme und das habe ich ja auch anfangs noch deutlich mehr gemacht, im Moment will ich aber in Ketose bleiben und dadurch fallen halt einige Experimente weg. Auch sehe ich die Ärzte eher als Berater und nicht als allwissende Weißkittel an. Klar Respekt usw. schon aber laut meinem Krankenhaus und auch der Ernährungsberaterin beim DiaDoc müsse ich ja mindestens 12 BE am Tag essen was ich direkt nach Entlassung einfach auf vielleicht 4-6 reduziert habe und dann nach ein paar Wochen wurde ich mutiger und fand schnell den Weg zum ketogenen. Laut Krankenhaus müsste ich dann ja schon tot sein oder mindestens eine schwere Keto hinter mir :-)
Klar ist aber auch, jeder Körper und jeder Diabetes ist anders und man muss schon seinen eigenen Weg finden. Wenn meins wirklich Lada ist, wo ich auch von ausgehe, dann wird sich das natürlich auch immer mal wieder ändern und vermutlich brauche ich dann auch mal höhere Dosen.
Da bin ich übrigens meinem Hausarzt, dem Gastroenterologen und auch dem Diabetologen dankbar, dass sie mich mit LC und letztendlich auch keto nicht niedergemacht haben sondern dies nach den Blutwerten sogar unterstützt haben und sagten, ich soll bloß so weiter machen wenn es gut geht und ich das könne. Was mich da noch gewundert hat, eigentlich soll man bei Keto ja erstmal 4-5 Monate keine Blutwerte anschauen. Bei mir waren sie aber schon nach ein paar Wochen bombastisch. Ich werde glaub ich versuchen Anfang Mai nur Langzeitwert zu machen und ein Quartal später dann mal wieder alles.
Abgenommen habe ich mit LC bzw. leicht angelehnt an Schlank im Schlaf damals auch gut, allerdings auch Sport bis zum Abwinken. Aber mit den Jahren kommt man halt leider oft bei alten Gewohnheiten an und da die Werte ja immer recht gut waren, habe ich es auch mit LC nicht mehr so ganz ernst genommen, gerade Süßigkeiten waren mein Problem. Nicht oft aber dann rein was ging.
lchf.de habe ich auch schon viel und oft gelesen und mir auch Rezepte besorgt. Generell bin ich schon sehr lange tief in der BBQ Szene unterwegs und koche und grille usw. ausgesprochen gerne und das kommt mir jetzt auch zur Hilfe.
Pizza, Brot usw. vermisse ich komischerweise gar nicht, ich koche jeden Abend und hab vieles umgestellt, esse deutlich mehr Gemüse als früher, oft Fisch, Fleisch nicht jeden Tag, vielleicht 4x die Woche und Bio eh schon oft, hab im Herbst noch ein Bentheimer Schwein in die Truhe bekommen. Kuchen wollte ich Ostern aber schon backen, hatte mir ein schönes Keto-Käsekuchen-Rezept rausgesucht aber dann kam der Besuch und die Verlockung war einfach zu groß :-)
Einzig was ich mit dem Holzbackofen im Garten mal mache wenn Brot und Pizza flach fällt, wird noch interessant. Spanferkel z.B. :-)
Insgesamt hat sich mein Geschmacksempfinden natürlich auch deutlich verändert und da bin ich froh drüber. Einzig Wasser habe ich noch so meine Probleme mit, bin leider noch bei Aspartamhaltigen Lightdrinks, die ich aber auch schon reduziere und auf Wasser und Tee umstelle. Insgesamt bin ich aber super zufrieden mit dem Weg bis jetzt, mein Diabetes ist für mich kein Monster, habe ich mich im KH direkt mit abgefunden und es im Januar noch auf meinen Lebensstil zurückgeführt, der ja auch für Typ2 sprach. Aber stören oder sonstige Probleme habe ich nicht, klar ein paar Fragen aber bis auf eine sowieso längst nötige Ernährungsumstellung und das abendliche Spritzen ist nix anders. Außer ich lebe bewusster und gesünder was ja nur positiv ist.
Danke noch für die Bolus/Erklärungen. Ich habe es mir wohl gedacht aber wollte es dann doch lieber nochmal hören. Technisch bin ich mittlerweile auch bestens ausgestattet, habe das Libre schon vor ein paar Wochen mit Xdrip+ und Nightscout gekoppelt und wenn es dann wirklich mal nötig ist kann ich direkt an den Closed Loop. Nein, quatsch, aber ich bin sehr technisch orientiert und da gehört Datenmaterial natürlich zu.
So, sorry für die lange Antwort, ich glaube das liegt an Corona und der Isolation im Homeoffice.
Schönen Abend und vielen Dank nochmals, ihr helft mir echt weiter. Top.
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am 16.04.2020 22:58:03 | IP (Hash): 1600609152
Hey, Der Diabetologe wird Dir den DiaDoc nachsehen, sich vielleicht sogar ein bisschen international oder wenigstens auf dem Stand - Englisch ist halt heute die Medizinsprache - gebauchpinselt fühlen, aber Dia-Dog sollte er besser nicht lesen ;)
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.04.2020 23:11:36 | IP (Hash): 1952550324
Da war ich wohl etwas zu schnell :-)
Der Arzt scheint ganz okay zu sein und wird es mir nach sehen. Mein alter Diabetologe hört leider dieses Jahr auf und ich war lange nicht mehr da. Daher jetzt ein anderer.
Und berichten werde ich dann selbstverständlich auch.