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  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4658
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 08.03.2020 11:35:35 | IP (Hash): 2037392063
    "Erst immer mehr Tabletten gegen den immer höheren Blutzucker und in 8-10 Jahren immer mehr Insulin und irgendwann zwischendurch angefangen immer mehr Folgekrankheiten, die immer mehr Lebensqualität abfressen."
    Die Ansage vom diagnostizierenden Arzt war mein Einstieg in die Typ-2-Welt im Frühjahr 1991 mit HBA1c 15und, nüchtern 400und mg/dl.

    Mit 3 Kindern in der Schule hat die damals mächtig bei mir eingeschlagen. Denn zu der miesen allgemeinen Befindlichkeit - musste beim Autofahren alle halbe Stunde ein kleines Nickerchen einschieben, weil ich die Augen nicht mehr aufhalten konnte - kam nun die ausgesprochene Drohung, dass ich vom weiteren Heranwachsen vom Nachwuchs nicht mehr viel miterleben könnte. -

    Wenn man dabei noch "putzmunter" ist und ab und zu drei Enkeln wie damals den drei Kindern zuschaut, ist so ein Blick in den Rückspiegel sehr interessant. Da muss einfach einiges sehr viel besser als erwartet gelaufen und gelungen sein. Vor allem sehr viel besser, als es hätte laufen müssen, wenn ich mich in diesen 29 Jahren nach den fachoffiziellen Leitlinien für die Behandlung vom Typ 2 gerichtet hätte. Und ich werde dem ehemaligen Typ 1 Arbeitskollegen immer dankbar bleiben, der kurz nach der Jahrtausendwende den ersten wichtigen Anstoß gegeben und mich zum gesunden Blutzucker mit HBA1c 5,5 und besser überredet hat.

    Sehr interessant, dass ich damit nur noch 80-90 Einheiten insgesamt pro Tag brauchte statt der bis dahin bei HBA1c 7-7,5 nötigen 120-140 und manchen Tag noch mehr Einheiten.
    Und besonders interessant, dass die doch erhebliche Verbesserung der Insulinwirkung ohne wesentliche Veränderung an Essen und keine an Gewicht und alltäglicher Bewegung erfolgte und so bis vor gut 6 Jahren erhalten blieb! Bis zum zweiten wichtigen Anstoß mit der nächsten erheblichen Verbesserung :)

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 14.04.2015
    am 09.03.2020 14:36:16 | IP (Hash): 831869399
    Moin Jürgen,

    als man bei mir Diabetes II feststellte, begriff ich nicht, was mit mir passierte. Ich nahm weiter zu und brachte es zuletzt auf 165 kg. Mein Ausgangsgewicht war 75 kg. Die Steigerung 90 kg. Zuerst war es nur Metformin, dann bekam ich ein Zusatzmedikament, dessen Namen ich vergaß. Dann verabreichte mir meine Tochter (Diplom-Kauffrau und Psychologin) einen gewaltigen Einlauf.

    Ich wachte auf und reduzierte mein Gewicht auf 107 kg und möchte noch 20 kg abnehmen. Derzeitiger HbA1c 5,6 und ich nehme nur noch Metformin. Gewichtsabnahme und Medikamentenreduzierung wurden durch meine Internisten (Urologie, Nephrologie, Diabetologie und meinen Internisten, der mein Hausarzt ist begleitet). Mein alter Hausarzt hat leider Suizid begangen.

    Alle Laborwerte bis auf Eisen 6 statt 10 bis 28 stimmen. Problem ist meine Polyneuropathie, die mich verrückt macht.

    Liebe Grüße
    Rolf







    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.