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Prurigo Nodularis und Diabetes

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 15.03.2020
    am 15.03.2020 11:15:22 | IP (Hash): 798347062
    Hallo zusammen,

    leidet hier jemand unter der Hautkrankheit Prurigo Nodularis bzw. sehr starkem Juckreiz mit Papeln (Knötchen)?
    Ich habe seit 20 Jahren Typ 1, mein hba1c ist seit mehreren Quartalen ca. bei 7,5. Ich weiß, das könnte noch besser sein, aber mein Diabetologe und ich sind ganz zufrieden damit zur Zeit.
    Vor 6 Monaten hat meine Haut wahnsinnig zu jucken angefangen, sodass ich sie blutig gekratzt hab. Mehrere Hautärzte haben mir als Erklärung einfach meinen Diabetes genannt. Ich bin aber unzufrieden mit dieser Antwort, weil selbst mein Diabetologe es für unwahrscheinlich hält, dass mein Juckreiz vom Diabetes kommt, zumindest bei meinen aktuellen Durchschnittswerten.
    Habe eine Lichttherapie hinter mir, seitdem ich sie aufgehört hab, kommt das Jucken aber wieder.

    Gibt es eine Art Grenzwert, ab wann Diabetes als Ursache für Hautkrankheiten in Frage kommt?
    Hat jemand von euch Erfahrungen damit bzw. was habt ihr dagegen getan?

    Liebe Grüße!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4655
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 15.03.2020 11:53:04 | IP (Hash): 1912684864
    Hab darauf keine medizinische Antwort, sondern nur eine aus der persönlichen Lebens-Erfahrung als T2 INSULINER.
    Und zwar waren alle meine Beschwerden unterhalb der Gürtellinie vollautomatisch immer Diabetes-Folgen, trotz seit über 15 Jahren HBA1c 5,5 und besser und davor auch nicht mehr als 7-8 seit Ende 91.

    Das hat sich vor so um 8 Jahren sehr plötzlich geändert, denn da wurde mir ein Post Polio Syndrom bescheinigt. Hatte Polio als Baby mit ner Lähmung und zurückgebliebenen Entwicklung meines linken Beines. War dann zur Untersuchung, weil mein bis dahin gesund geglaubtes rechtes Bein immer weniger normale Funktion bringen konnte. Ganz eindeutig wg Post Polio, war das Fazit des Neurologen.
    Und seitdem werden alle Beschwerden eben vollautomatisch auf Post Polio geschoben.

    Würde mit der Erfahrung heute zu Beschwerden wie z.B. Deinen die approbierten Herrschaften immer tierisch danach löchern, was es denn sein könnte, wenn sie statt meiner jemanden ohne Diabetes und ohne Polio vor sich hätten. - Daumendrück!

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1702
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 16.03.2020 20:34:31 | IP (Hash): 534923687
    Hallo Niti,
    ja, hatte/habe auch diese Diagnose, zeitgleich mit Diabetes-Bestimmung.
    Am Blutzucker liegt's nicht.

    Prurigo als Begriff meint eigentlich nur das Juck-Symptom
    (Prurigo simplex wird zuweilen 'automatisch' als Diabetesbegleiterkrankung genannt).

    Habe keine wirkliche Antwort auf deine Frage, nur Erfahrung.
    Fachärzte-Pingpong zwischen Dermatologe/Diabetologe, als Patient dazwischen ~ und nü !?
    Behandlungen der Hautärzte haben nichts gebracht, auch nicht Lichttherapie und Kortison-Salben, Salben gegen vermuteter Mischinfektion gegen Bakterien + Pilzen wg. Aufkratzen.

    Hatte vor zwei Jahren noch mal Gelegenheit, mit nunmehr einem 4. Hautarzt zu sprechen.
    Seine Interpretation:
    3 Faktoren als Ursachen zu Symptomen: Haut-Juck, Quaddeln und überschießende Hautzellenbildung, bis hin zu Knötchenbildung -
    1.) Haut-Über-Reaktion = genetische Veranlagung
    Plus 2.) Diabetes ~ Haut wird empfindlicher
    Plus 3.) Alter ~

    Aber: Eine, seine, neue Idee/Rat probiere ich z. Zt. aus:
    ALLE flüssige Tenside meiden !
    Seifenstück verwenden, auch zum Duschen, sparsam verwenden,
    aufschäumen in nassen Händen und verteilen.
    Da nun mein Gesicht eben auch betroffen ist, nutzte ich auch empfohlene Haarseife - mittlerweile lieber 'festes' Shampoo (bzgl. einschäumen, ausspülen u.a.).

    Nehme meine Haut als äußerst sensibel wahr.
    Über alle Medien dazu auch Infos beachtet:
    Vollbad, wenn nur kurz - Duschen mit warmen Wasser, nur kurz = Aufweichen der Haut !

    'Überpflegen' ist da auch so ein Argument,
    Meint:
    Fettgehalt von Kosmetik und auch in medizinisch verschriebenen Salben enthalten.
    Meine Hautpflege (z.Zt.):
    Aufbau-Gesicht-Tagescreme (keine! fettreiche Nachtcreme),
    eine sogenannte 'reichhaltige' Körpermilch,
    aber eben nicht bes. zu trockner Haut/Diabetes speziell,
    die so allgemein unterstellt wird.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 228
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 16.03.2020 20:58:59 | IP (Hash): 427260729
    Elfe schrieb:
    Hallo Niti,
    ja, hatte/habe auch diese Diagnose, zeitgleich mit Diabetes-Bestimmung.
    Am Blutzucker liegt's nicht.

    Prurigo als Begriff meint eigentlich nur das Juck-Symptom
    (Prurigo simplex wird zuweilen 'automatisch' als Diabetesbegleiterkrankung genannt).

    Habe keine wirkliche Antwort auf deine Frage, nur Erfahrung.
    Fachärzte-Pingpong zwischen Dermatologe/Diabetologe, als Patient dazwischen ~ und nü !?
    Behandlungen der Hautärzte haben nichts gebracht, auch nicht Lichttherapie und Kortison-Salben, Salben gegen vermuteter Mischinfektion gegen Bakterien + Pilzen wg. Aufkratzen.

    Hatte vor zwei Jahren noch mal Gelegenheit, mit nunmehr einem 4. Hautarzt zu sprechen.
    Seine Interpretation:
    3 Faktoren als Ursachen zu Symptomen: Haut-Juck, Quaddeln und überschießende Hautzellenbildung, bis hin zu Knötchenbildung -
    1.) Haut-Über-Reaktion = genetische Veranlagung
    Plus 2.) Diabetes ~ Haut wird empfindlicher
    Plus 3.) Alter ~

    Aber: Eine, seine, neue Idee/Rat probiere ich z. Zt. aus:
    ALLE flüssige Tenside meiden !
    Seifenstück verwenden, auch zum Duschen, sparsam verwenden,
    aufschäumen in nassen Händen und verteilen.
    Da nun mein Gesicht eben auch betroffen ist, nutzte ich auch empfohlene Haarseife - mittlerweile lieber 'festes' Shampoo (bzgl. einschäumen, ausspülen u.a.).

    Nehme meine Haut als äußerst sensibel wahr.
    Über alle Medien dazu auch Infos beachtet:
    Vollbad, wenn nur kurz - Duschen mit warmen Wasser, nur kurz = Aufweichen der Haut !

    'Überpflegen' ist da auch so ein Argument,
    Meint:
    Fettgehalt von Kosmetik und auch in medizinisch verschriebenen Salben enthalten.
    Meine Hautpflege (z.Zt.):
    Aufbau-Gesicht-Tagescreme (keine! fettreiche Nachtcreme),
    eine sogenannte 'reichhaltige' Körpermilch,
    aber eben nicht bes. zu trockner Haut/Diabetes speziell,
    die so allgemein unterstellt wird.

    Gruß Elfe



    Hallo Elfe,
    habe auch Prurigo Simplex. Jedoch heißt es bei mir, hängt es mit dem Morbus Crohn zusammen. Da es schon da war, bevor ich Diabetes hatte und fast zeitgleich mit dem Crohn gekommen ist.
    Also ist beim Prurigo Simplex Diabetes nur eine mögliche Begleiterkrankung.
    Ein Hautarzt hat mich abgespeist, mit das ist psychisch bedingt...
    Alter würde bei mir auch nicht passen.
    So wirklich scheint keiner zu wissen, woher es kommt und wie man es gut behandelt.

    Mir hilft im "Schub" Fucicort, wenn ich es rechtzeitig auftrage. Weiter bin ich noch nicht. Würde gerne etwas bekommen um das Auftreten zu verhindern. Aber bisher hat mir da noch niemand irgendwas dazu gesagt. Bin froh, dass ich erstmal eine Diagnose habe. Werde mit dem momentanen Hautarzt nochmal reden, was ich noch tun könnte.

    LG July
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1702
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 17.03.2020 00:04:51 | IP (Hash): 534923687
    Hallo July,
    Furcicort ist auch eine Kortison-Salbe mit Basis fettreich.

    Ja, Alter passt bei dir nicht wirklich als Argument :-)

    Psychisch bedingt erscheint mir eher als Facharzt-Ausrede, wenn da so per eindeutigen Messwerten da keine Aussage zu machen ist.
    In Summe der Fachärzte ist so meins:
    Haut ist als ein unser größtes Organ zu beachten.
    Bzgl. Areale - von Kopf bis Fuß, einschließlich halb-inneres wie Zahnarzt.

    Eindeutige Diagnose !?
    Versuche, mit den ganzen einzelnen Vorgaben irgendwie da zurechtzukommen.

    Gruß Elfe