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Vorhofflimmern bei Diabetes Ty 2

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 20.03.2020
    am 20.03.2020 14:13:13 | IP (Hash): 15001302
    Hallo Zusammen,

    der Arzt hat bei mir Herzrasen im April 2018 festgestellt.
    voriges Jahr um die selben Jahreszeit hatte ich die selben Beschwerden.
    Dieses Jahr, vergangenen Freitag, hatte ich wieder Probleme mit dem Herzen und der Arzt hat bei mir Herzrasen mit Vorhofflimmern festgestellt. Dieses wurde im Krankenhaus behandelt und jetzt ist das Flimmern weg.
    Man hat mit blutverdünnendes Mittel und Beta Blocker verschrieben.

    Nun habe ich gehört, dass das Vorhofflimmern durch Diabetes 2.
    Dieses ist beim Arzt unter Kontrolle, aber ich nehme keine Medikamente dagegen, weil ich versuchen will, es ohne Arzeneimittel weg zu bekommen. Hinzu muss ich sagen, das ich übergewichtig bin. Allerdings achte ich jetzt ernsthaft auf gesunde Ernährung.

    Besteht die Möglichkeit, das ich so das Vorhofflimmern weg bekomme und auch, das ich die Medikamente wieder absetzen kann?
    Zur Information; mein letzter Langzeitwert war 8,1. Ich muss dazu sagen, dass ich auch sehr ungesund gegessen habe.

    Vielen Dank im Voraus für eure Antwort
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 3119
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 20.03.2020 14:28:49 | IP (Hash): 792853328
    lalelu schrieb:
    Besteht die Möglichkeit, das ich so das Vorhofflimmern weg bekomme und auch, das ich die Medikamente wieder absetzen kann?
    Zur Information; mein letzter Langzeitwert war 8,1.

    Hallo lalelu,

    wenn dein Diabetes die Ursache von dem Vorhofflimmern ist, dann wird wohl nicht mehr weggehen, solange du den Diabetes nicht besser in den Griff bekommst. Bei dem HbA1c von 8,1% musst du auch damit rechnen, dass sich bald weitere diabetische Folgeerkrankungen einstellen und der BZ von Jahr zu Jahr schlechter wird.

    Dein Ziel ist verständlich, so wenig wie möglich Medikamente einnehmen zu wollen. Dabei musst du allerdings auch sorgfältig prüfen, welche Medikamente erforderlich sind. Bei deinem Diabetes kannst du vielleicht mit starker Umstellung der Ernährung und viel Sport noch einiges machen, aber ganz ohne Diabetesmedikamente wirst du wahrscheinlich nie mehr auskommen. Sei froh, dass es verschiedene Medikamente gibt, die dich bei deinem Diabetes gesund halten können und nimm so viel, wie für einen vertretbaren BZ notwendig sind.

    Beste Grüße, Rainer
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 20.03.2020
    am 20.03.2020 14:53:27 | IP (Hash): 15001302
    Hallo Rainer,
    vielen Dank für deine Antwort.
    Ich weiss es nicht genau, ob mein Vorhofflimmern mit der Diabetes zusammen hängt, sondern nehme es nur an.
    Ich werde jedenfalls jetzt entgültig meine Ernährung umstellen und auch mich mehr bewegen. Ich weiss, was ich die letzten Monate falsch gemacht habe. Mein Langzeitwert stieg in sechs Monaten von 6,9 auf 8,1. Ich muss dazu sagen, dass ich es versäumt habe, in dieser Zeit nach 3 Monaten untersuchen zu lassen. Über Weihnachten habe ich mir den magen mit Süßem und auch anderen Sachen vollgestopft.
    am 4.03. hatte ich einen Augen OP (Grauer Star und Vollnarkose) und habe mich, um meine Augen zu schonen, sehr wenig bewegt. Eine Woche Später kam dann das Vorhofflimmern, das die Ärzte im Krankenhaus wieder wegbekommen haben. Seit dem nehme ich morgens und abends 1 x Beta Blocker und blutverdünnendes Mittel

    Ich hoffe es, meine Herz damit wieder in den Griff zu bekommen. zumal ich aufgrund der Probleme Todesangst hatte.

    Jetzt aber noch eine Frage; könnte es sein, dass das Vorhofflimmern eine Nachwirkung der Vollnarkose war? Ich wurde am 5. März operiert und am 13. März war das Vorhofflimmern
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 20.03.2020 15:57:23 | IP (Hash): 427260729
    Hallo,

    das Problem bei Typ2 Diabetes ist, dass es eine fortschreitende Krankheit ist. Also du wirst sehr wahrscheinlich nicht lebenslang nur mit Ernährung und Sport deine Werte steuern können.
    Momentan merkst du ja auch selbst, dass du deutlich gestiegen bist.
    Klar kannst du mit Ernährung und Sport deine Werte wieder etwas senken, das sollte man auch immer weiter beibehalten, aber wahrscheinlich braucht du jetzt zusätzlich auch Tabletten. Mit deinem Arzt zusammen werdet ihr sicher ein Präparat finden, was dir dabei hilft. Einige Präparate helfen auch mit, dass man etwas Gewicht verliert.

    Ich kann deine Einstellung verstehen, ich nehme auch nicht gerne Medikamente und nur das nötigste. Meine Ärzte können ein Lied davon singen. Trotzdem ist meine Medikamentenliste lang, aber es sind nur Präparate dabei, hinter denen ich hundertprozentig stehe.
    Wenn du unsicher bist, kannst du dich ja schonmal etwas über die einzelnen möglichen Präparate informieren. Häufig gibt man als erstes Metformin. Ob dieses jedoch bei dir passend ist, oder ob ein anderes Präparat besser passt, musst du dann gemeinsam mit deinem Arzt entscheiden.

    Ich will dir definitiv keine Angst machen, aber dein Vorhofflimmern kann natürlich mit dem Diabetes in Zusammenhang stehen. Diabetiker haben bspw. ein erhöhtes Risiko für Herzinfakte, etc. Deshalb solltest du schauen, dass du deine Werte in den Griff bekommst.

    Und zu deiner anderen Frage bei nächtlichen Unterzuckerung: OHNE blutzuckersenkende Medikamente allen voran Insulin hat man bei Diabetes keine Unterzuckerungen. Und dein HbA1C spricht auch deutlich dagegen.

    LG July
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 4655
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.03.2020 20:49:46 | IP (Hash): 1182099669
    Traditionell und fachoffiziell ist Typ 2 eine chronische und progrediente Krankheit, also eine, die man nicht wieder los wird und die sich auch bei bester Befolgung aller ärztlichen Vorgaben immer weiter verstärkt. Braucht also immer mehr Medikation. Traditionell wird diese Entwicklung dadurch verstärkt, dass wir mit Typ 2 unseren Blutzucker erst messen sollen, wenn wir zum Essen Insulin nehmen.

    Neben diesem traditionellen und fachoffiziell normalen immer-mehr-krank-Ansatz gibt es seit gut 10 Jahren immer mehr Menschen, die völlig ohne Medikamente mit völlig gesundem Blutzucker mit ihrem Typ 2 leben. Das wird Remission genannt.
    Das ist keine Heilung, denn geheilt würde man dann ja wieder essen und trinken können, was immer man wollte, ohne dass der Blutzucker in ungesunde Höhen aufsteigt.
    Das macht er bei ner Remission sofort. Da muss man das eigene Ess- und Bewegungsverhalten schon so einrichten, dass man sich den gesunden Blutzucker ohne Medis erhält - wenn man das wirklich will.

    Habe inzwischen von ersten Ärzten hier in D gelesen, die eine Anleitung zur Remission anbieten, aber bislang gilt das hier trotz aller gesunden Resultate noch nicht als fachoffiziell angebotene ordentliche Behandlung.
    In GB läuft dazu seit Jahren eine offizielle Studie DiRECT mit sehr gesunden Ergebnissen.

    Kern der Behandlung in DiRECT ist die Verringerung der täglichen Kalorienaufnahme auf 600-800 für 4-6 Wochen. Wird am einfachsten mit einem Shake wie Almased oder Optifast oder ….. erreicht, weil sich die Portionen da einfach abmessen lassen und weil damit alle alltäglich unbedingt notwendigen Nahrungsbestandteile aufgenommen werden.
    Nach 6-8 Tagen in dieser Art stellt sich meistens der Blutzucker von einem auf den anderen Tag auf den völlig gesunden Rahmen ein. Und nach weiteren 4-6 Wochen in dieser Art bleibt der Blutzucker meistens im gesunden Rahmen erhalten, wenn man wieder zu normaler Ernährung übergeht und dabei darauf achtet, dass die Waage weiter wenigstens etwas auf Abnehmen steht.
    Dumm bei uns Älteren, dass sie damit meistens schon aufhört, wenn wir uns auch nur ein bisschen mehr als die Hälfte der Portionen vor dem Remissions-Projekt auf die Teller packen :(

    Wichtig für alle, die neben Diabetes noch weitere Erkrankungen berücksichtigen müssen, ist die ärztliche Begleitung so eines Remission-Projektes. Denn da sehr schnell notwendig werden, Medikamente sehr viel niedriger zu dosieren oder sogar ganz abzusetzen.

    Zum anschließenden in der Spur Bleiben kann sehr gut helfen, die Zusammensetzung und Größe der Essensportionen so auszuwählen, dass in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen 140 mg/dl nach Möglichkeit nicht überschritten werden.

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!