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Langzeitinsulin in Bauch -Erfahrungen?
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am 05.06.2020 23:03:48 | IP (Hash): 487693962
Hallo,
Seit gut 3 Wochen habe ich nun Diabetis Typ 1 offiziell.
Das Spritzen in den Bauch funktioniert bei mir gut, jedoch das Spritzen des Langzeitinsulins in den Oberschenkel bereitet mir Probleme. Die Hautfalte flacht mir oft schnell ab und der Einstich schmerzt mehr. Mein Diabetologe sagte mir, ich dürfe das Langzeit auch in den Bauch spritzen.
Im Internet lese ich jedoch immer nur, dass man es in den Oberschenkel spritzen soll.
Habt ihr dazu Erfahrungen?
Danke
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am 05.06.2020 23:56:32 | IP (Hash): 1189057514
Hallo,
Welche Nadeln verwendest du denn für den Oberschenkel? Da sollte man sehr kleine nehmen. 4mm wird meistens empfohlen. Vllt hilft dir das ja. Damit braucht man theoretisch auch keine Hautfalte.
Man darf natürlich das Basalinsulin auch in den Bauch spritzen. Die Oberschenkel werden weniger stark durchblutet wie der Bauch, darum wirkt Mahlzeiteninsulin im Bauch schneller als am Oberschenkel. Mit den heutigen Basalinsulinen ist die Spritzstelle relativ egal, durch den Verzögerungsmechanismus.
Lg -
am 06.06.2020 14:34:40 | IP (Hash): 287312104
July95 schrieb:
Hallo,
Welche Nadeln verwendest du denn für den Oberschenkel? Da sollte man sehr kleine nehmen. 4mm wird meistens empfohlen. Vllt hilft dir das ja. Damit braucht man theoretisch auch keine Hautfalte.
Man darf natürlich das Basalinsulin auch in den Bauch spritzen. Die Oberschenkel werden weniger stark durchblutet wie der Bauch, darum wirkt Mahlzeiteninsulin im Bauch schneller als am Oberschenkel. Mit den heutigen Basalinsulinen ist die Spritzstelle relativ egal, durch den Verzögerungsmechanismus.
Lg
0,25 mm x 5 mm Nadeln
Wirkt das Langzeitinsulin weniger lang, je besser die Einstichstelle durchblutet wird? -
am 06.06.2020 15:54:26 | IP (Hash): 1955652696
Bateriemann schrieb:
Wirkt das Langzeitinsulin weniger lang, je besser die Einstichstelle durchblutet wird?
Nein, das war bei den alten Verzögerungsinsulinen so. Von dort kommt auch die Empfehlung, Basalinsuline in den OS zu spritzen. Damit konnte man die Wirkzeit noch ein kleines bisschen mehr verlängern. Bei den heutigen Basalinsulinen klappt die Verzögerung auch ohne Tricks gut, egal wo man sie spritzt. Die OS-Vorschrift hält sich aber sehr hartnäckig.
Das Insulin bildet nach dem Spritzen im Unterhautfettgewebe eine Blase, von der es über die feinen Kapillargefäße in den Blutkreislauf gebracht wird. Die Forschung arbeitet intensiv daran, dass das über entsprechende Formulierung bei den Mahlzeitinsulinen immer schneller (z.B. Fiasp) und bei den Basalinsulinen sehr langsamer und möglichst gleichmäßig (z.B. Tresiba) geschieht. Im Blut angekommen wirken dann alle Insuline gleich und werden alle mit einer Halbwertszeit von ca. 5 Minuten schnell abgebaut.
Bearbeitet von User am 06.06.2020 16:52:12. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.06.2020 23:37:15 | IP (Hash): 1189057514
Du könntest mal 4 mm Nadeln versuchen. Als Probe kann man diese von verschiedenen Herstellern kostenlos anfordern. Z.B. bei BD habe ich mal Nadeln angefordert. Gibt aber natürlich noch andere Hersteller.
Man kann natürlich auch das Langzeitinsulin in den Bauch spritzen. Das Problem ist nur, unbegrenzt Platz hat man am Bauch auch nicht. Nirgends. Man soll ja immer routieren. Und dann in der Woche noch 7 Spritzen mehr unterbringen auf der gleichen Körperstelle ist halt etwas schwieriger... geht aber natürlich auch.
LG