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Kann riechen, wenn BZ steigt

  • Seit91

    Rang: Gast
    am 08.06.2020 15:26:54 | IP (Hash): 1283436428
    Hallo liebe Community,

    Kurz zur Erklärung. Ich habe seit 1991 Diabetes Typ 1. Bereits mit 9 Jahren. Ich hatte schon immer eine gute Nase und auch Gefühl für Veränderungen des Zuckers. Es ist für mich schwierig zu erklären. Also versuche ich es mal so. Immer wenn ich ein Missverhältnis zum im Körper vorhandenen Insulin und meinem momentanen Blutzucker habe (hier plötzlicher Anstieg durch falsch eingeschätztes Essen oder teils Anstieg wegen sonstiger Zuckerausschüttung der Leber) dann habe ich einen blanken und alkoholischen Geruch in der Nase. Ich bemerkte dann damit meist Anstiege, die ich dann auch behandeln konnte. Es tritt nicht bei einer Grenze wie 8mmol auf, sondern die Grenze ist unterschiedlich. Jedenfalls steigt der BZ immer zu 100% an. Ich kann mich also darauf verlassen. Das hat mir bereits oft in der Vergangenheit, bevor es CGM gab, geholfen. Selbst jetzt hilft es mir, bevor mich mein CGM warnt. Ich teste das immer gern und 10 - 20 Minuten später warnt mich auch das CGM wegen zu hohen Zucker ( hab Grenze bei 8,9mmol eingestellt). Den Geruch kann ich leider nicht genauer erklären. Jedenfalls ist er sehr auffällig und mir als Vergleich unbekannt. Auch generell merke ich hohe Blutzuckerwerte sofort und fühle mich unwohl. Werde teilweise auch wach von. Ich rieche es nicht immer. Wie gesagt, das Verhältnis zwischen Insulin im Körper und zugenommener Nahrung oder sonstigen Zuckerausschüttung muss nicht stimmen. Habe auch postbrandiale Werte die mal kurz hochschnellen, dann aber wieder sinken, da ja genug Insulin im Körper verabreicht wurde. So etwas rieche ich dann nicht. Nur wenn etwas nicht stimmt quasi.

    Ich kenne niemanden aus der Diabetes-Gemeinschaft, der das auch hat. Auch Ärzte kennen keinen, der das hat bzw. kann. Leider forschen sie auch nicht weiter nach und nehmen es nur als Geschenk oder Gabe hin. Das gefällt mir aber nicht als Antwort. Würde es schon gerne teilen wollen irgendwie, da es sehr praktisch ist. Gibt es hier einen, der das auch hat? Kann man das trainieren? Gibt es Erfahrungen?
    Bearbeitet von User am 08.06.2020 15:32:10. Grund: Ergänzung
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 08.06.2020 18:33:15 | IP (Hash): 1590471592
    Dass jemand recht zuverlässig eine besondere Gefühlswahrnehmung mit dem Überschreiten einer persönlichen BZ-Schwelle verbindet, ist schon ab und zu zu finden. Aber mit dem Festmachen am Geruch bist Du für mich die erste und einzige.

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
  • Seit91

    Rang: Gast
    am 08.06.2020 22:19:44 | IP (Hash): 282647509
    Ich dachte zuerst, dies kann jeder Diabetiker irgendwie... bis mein Bruder auch erkrankt ist und ich mitbekam, dass er keinerlei Wahrnehmungen gegenüber seinem BZ hat. Das hat mich sehr erschreckt, da man ja ohne eine „Gefühl“ und meiner Wahrnehmung als Geruch ja völlig ziellos und hilflos ist. Und somit nur nach Dauersensor gehen kann. Den es ja auch nicht so lange eigentlich gibt. Wahr mir so nie bewusst. Hatte bisher auch immer gute Hba1c Werte und noch nie erschreckende Mengen an im Körper trotz der langen Zeit. Entgleisungen natürlich im Bezug auf Unterzuckerungen, aber nie außer Kontrolle geratene Hyperglykämien. Ich hoffe es findet sich vielleicht doch noch jemand mit einer vergleichbaren Wahrnehmung. Denn ich bin dennoch der Meinung und hoffe!, auch wenn ich bisher der Einzige bin, dass man dies vielleicht mit Sensibilisierung des Körpergefühls auch schaffen kann. Vielleicht stößt ja doch noch jemand hierüber, der das so kennt...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 277
    Mitglied seit: 14.01.2018
    am 08.06.2020 22:59:33 | IP (Hash): 1721329326
    Da ich als 2er in Remission keine erhöhten BZ- Werte kenne, weiß ich nicht, ob ich kurzfristig steigende Werte riechen könnte.

    Aber in den Monaten bzw. ca. 2 Jahren vor meiner Diagnose kannte ich einen spezifischen für mich damals nicht erklärbaren Körpergeruch, der vor allem morgens wahrnehmbar war. Ich nannte das Morgengeruch und wollte den durch Abwaschen loswerden, da mir das unangenehm war, was aber nicht half. Neben mir hat eine Freundin das wohl noch deutlicher gerochen.