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Nüchterwert am Morgen

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    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 10.06.2020 10:23:32 | IP (Hash): 2120864078
    Hallo,
    ich habe meine Werte 1 Woche nach Diagnose schon deutlich gesenkt. Bis auf meinen Aufsteh-Nüchternwert, der lag heute früh wieder bei 120 (6,7) Ich weiß ja, dass er länger braucht. Aber wie groß ist der Einfluss meines Gewichtes? Kann es sein, solange ich zu viel Bauchfett habe, der Wert auch hoch bleibt?
    Die Zusammenhänge hab ich noch nicht richtig verstanden?

    Ansonsten möchte ich mich nochmal herzlichst bei allen bedanken, die mir so geduldig meine vielen Fragen beantworten. Ihr seid toll!

    LG
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    am 10.06.2020 10:43:44 | IP (Hash): 1479649628
    Der Nüchternwert morgens beginnt meistens zu steigen, wenn die Spitzenwerte nach den Mahlzeiten viele Tage bis einige Wochen höher angestiegen sind. Und umgekehrt ist es meistens genauso: Tage bis Wochen nach dem Absenken der Sitzen nach den Mahlzeiten folgt auch der Nüchternwert.

    UND wo Du für weniger BZ möglichst wenige KHs einverleibst, Dich also eher ketogen ernährst, kannst Du so langsam in den Bereich kommen, in dem auch völlig gesunde Menschen einen praktisch völlig gesunden leicht erhöhten Morgen-BZ haben.

    Viele Geschichten ranken sich um Fett und Gewicht und laden dazu ein, das eine oder andere selber mal gezielt zu probieren. Macht aber eigentlich erst wirklich Sinn, wenn man über längere Zeit einen stabilen Stand erreicht hat und dann darauf zurückführen kann, dass sich was deswegen ändert, weil man am Verhalten was geändert hat. - Weiter Daumendrück :)

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    Mitglied seit: 03.06.2020
    am 11.06.2020 20:27:28 | IP (Hash): 1667699085
    Danke dir Jürgen.

    Ich habe meine Ernährung speziell wegen der Leberentfettung ja seit 1 Woche auf max. 600 kcal umgestellt und meine Blutzuckerwerte sind echt toll nach unten gegangen.
    Wenn ich dann von der strengen Diät auf eine sagen wir bis 1200 kcal wechsle, muss ich dann wieder mit einer Werteverschlechterung rechnen? LG
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    am 11.06.2020 21:31:10 | IP (Hash): 766285679
    Neu_hier schrieb:
    Wenn ich dann von der strengen Diät auf eine sagen wir bis 1200 kcal wechsle, muss ich dann wieder mit einer Werteverschlechterung rechnen? LG

    Hallo Neue,

    erst mal herzlichen Glückwunsch zu deinem Riesenerfolg. :=)

    Wenn du es schaffst, Leber und BSD mit der hypokalorischen Ernährung ganz oder wenigstens zu einem großen Teil zu entfetten, dann werden die BZ-Werte auch mit vorsichtigem normalen Essen gut bleiben. Du musst dann aber darauf achten, dass die Organe nicht erneut verfetten. Dabei kommt es nicht nur auf die Kalorien an, sondern auch stark auf die Güte des Essens. Besonders bei den KH solltest du auf die Menge und auf gute Qialität achten. Sieh dir vielleicht mal LOGI an. Diese Ernährung ist gut geeignet, um damit die BZ-Werte langfristig gut im Griff zu behalten.

    Um leicht erhöhte Nüchternwerte brauchst du dir übrigens nicht so große Sorgen zu machen. Nach dem Essen akzeptierst du ja auich höhere Werte. Der NBZ hat so große Bedeutung, weil er meistens anzeigt, dass die gesamten Werte nicht in Ordnung sind. Dass das bei dir nicht der Fall ist, weißt du durch deine BZ-Selbsrkontrolle ja genau.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 11.06.2020 21:45:49. Grund: .
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    am 11.06.2020 21:46:20 | IP (Hash): 1667699085
    Das mache ich, dankeschön.
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    am 11.06.2020 22:03:44 | IP (Hash): 1108071230
    Schließe mich Rainer voll an. Vor allem ja auch auf der Grundlage meiner persönlichen super Erfahrung.

    Nachdem ich mich über 14 Tage an das wenige Essen gewöhnt hatte, hab ich das halt fast bis zu meinem Wunschgewicht verlängert. Jedenfalls einigermaßen. D.h. ich hab dann nach 4-6 Wochen schon mal das eine oder andere Häppchen zugelegt, und mit der Zeit wurden aus den Häppchen auch Happen ;)

    In der Nähe meines Wunschgewichtes haben dann die kcals so zu dem Gewicht gepasst, dass die Waage nicht weiter sinken wollte. Im Vergleich zu dem, was ich bis zu meiner Leberentfettung gegessen hatte, war ich damit praktisch bei FDH.

    JA, ich brauche damit wieder mehr Insulin als in der zweiten Woche meiner Sehrwenigesserei, ABER noch immer weniger als die Hälfte von dem, mit dem ich in die Entfettung gestartet war. So wenig, dass ich mir gut vorstellen kann, dass ich heute noch kein Medikament für meinen gesunden Blutzucker bräuchte, wenn ich das damals in 91 mit meiner Diagnose oder wenigstens in den folgenden 3-4 Jahren mit dem Essen & Bewegen wie heute angefangen und bis heute durchgehalten hätte.

    Ich denke, Deine Aussichten auf bleibenden gesunden BZ ohne Medis sind super, aber mehr gibt meine und wohl auch jede andere Glaskugel nicht her. Für das meiste vom Rest bist Du zuständig, und dazu wünsche ich Dir dann immer das passende Quäntchen Glück :)

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    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!