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Ketogene Ernährung und Diabetes-Typ 1
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am 10.06.2020 19:41:27 | IP (Hash): 1882069182
Hallöchen liebe Community,
sicherlich ist der Ansatz der ketogenen Ernährung bei Diabetes-Typ 2 nicht gänzlich neu. Im Rahmen meiner Bachelor-Arbeit durfte ich jedoch feststellen, dass es im Hinblick auf Diabetes-Typ 1 kaum relevante Studien gibt. Meinem an Diabetes-Typ 1 erkrankten Freund ist es jedoch gelungen durch die Umstellung der Ernährung seinen HbA1c-Wert so weit zu senken, dass er per Definition nicht mehr als erkrankt gilt. Freilich ist das keine Heilung, aber doch zumindest ein Stück mehr Lebensqualität. Gerne würde ich auf dieser Plattform weitere betroffene finden und sie bezüglich ihrer Erfahrungen in Form eines Interviews befragen.
Über Rückmeldungen freue ich mich sehr !
Mit sonnigen Grüßen
Julchen
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.06.2020 20:27:24 | IP (Hash): 1479649628
Julchen63 schrieb:
Meinem an Diabetes-Typ 1 erkrankten Freund ist es jedoch gelungen durch die Umstellung der Ernährung seinen HbA1c-Wert so weit zu senken, dass er per Definition nicht mehr als erkrankt gilt.
Nicht mehr als erkrankt, also ohne Medis nur passend mit Essen & Bewegen mit HBA1c 6 und besser git als Remission. Die würde allerdings nach Jahren mit Diabetes der Diagnose Typ 1 mächtig widersprechen ;)
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 10.06.2020 22:36:01 | IP (Hash): 1579799731
Hallo Julchen,
du kannt ja mal versuchen, mit Stefan in Kontakt zu kommen. Hier sein Erfahrungsbericht:
https://www.lchf.de/lchf-bei-typ-1-diabetes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.07.2020 19:16:50 | IP (Hash): 368337793
Bin Typ-1 Diabetiker seit 4 Monate.
Mein HbA1c-Wert habe ich von 8,9% bis 5,3% durch Low-Carb Ernährung gesenkt.
Mein GIV (Faktor für die Höhe und Häufigkeit der Spitzen) ist dabei 1,08 (sogar besser als bei gesunden Menschen)
Spritze dabei nur Basalinsulin. Würde fast jedem weiterempfehlen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
specki
Rang: Gastam 29.07.2020 10:49:10 | IP (Hash): 1487376100
hallihallohallölle erstmal
hoffe mal, das ich hier richtig bin.
habe typ 2 und werde mit xelevia und forziga behandelt meine werte sind aber jenseits von gut und böse.
aus dem grund habe ich vor 2 wochen mit keto/lowcarb angefangen.
vor zwei wochen waren meine werte abends so bei 160-180
und morgens 140 plus.(ergo viel zu viel)
mit keto/lowcarb nach ein paar tagen abends 105-120
morgens 115-130
dann dachte ich mir so unbedarft wie ich bin,lass ich mal forziga weg
(zum teil wegen einem anderen problem das ich habe)
und seit dem sind die werte
abends 100-130
morgens und hier ist das problem ,gehen die werte wieder hoch 122-132(bis jetzt)
was ja bedeutet, das ich nachts unterzucker?
was mach ich jetzt?
bei meiner "diät" a) esse ich nur einmal am tag(funktioniert prima)
b)sind kaum kohlehydrate drin
c) ich absolut keinen hunger habe(genial)
lass ich spaßhalber xelevia auch weg oder werf mit forziga auch wieder ein?
in meinem unbedarften zustand,bilde ich mir ja ein
das, wenn man kaum kohlehydrate(quasi ein mü :-) ) zu sich nimmt
man demzurfolge, nicht zwangsläufig medikamente braucht.
wäre lieb, wenn sich einer mit ahnung/erfahrung
meine litanei durchliest
und mich an seinen gedanken teilhaben läßt
lg
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am 29.07.2020 12:02:56 | IP (Hash): 792853321
specki schrieb:
dann dachte ich mir so unbedarft wie ich bin,lass ich mal forziga weg
(zum teil wegen einem anderen problem das ich habe)
und seit dem sind die werte
abends 100-130
morgens und hier ist das problem ,gehen die werte wieder hoch 122-132(bis jetzt)
in meinem unbedarften zustand,bilde ich mir ja ein
das, wenn man kaum kohlehydrate(quasi ein mü :-) ) zu sich nimmt
man demzurfolge, nicht zwangsläufig medikamente braucht.
Hallo Specki,
wäre schön, wenn du ein neues Thema aufmachst, hier passt du nämlich mit deinen Fragen gar nicht rein.
Wenn du dich Low Carb ernährst, wirst du in jedem Fall weniger Diabetesmedikamente brauchen. Ob du die Medikamente ganz weglassen kannst, richtet sich danach, wie weit dein BSD bereits geschädigt ist. Was du auf jeden Fall brauchst, ist mehr Geduld. Die Nüchternwerte gehen als letztes nach unten.
Forxiga hat einen großen und schnell wirkenden Einfluss auf die Nüchternwerte. Dass die beim Weglassen nach oben gehen, ist normal. Wenn du Probleme mit dem Medikament hast, dann probiere es doch mal eine Weile ohne und beobachte mit viel Geduld, ob die Nüchternwerte auch ohne Forxiga langsam in vertretbare Regionen kommen. Wie kommst du übrigens auf die Idee, dass du nachts unterzuckern könntest? Bei den Werten ist weit und breit nichts davon zu sehen. Außerdem wirst du weder mit Xelevia noch mit Forxiga, egal ob Low Carb oder nicht, gefährlich unterzuckern. Beide Medikamente wirken nur, wenn der BZ zu hoch ist.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 29.07.2020 12:03:19. Grund: . -
am 29.07.2020 12:38:55 | IP (Hash): 1865569124
Dies hier ist Typ 1 und ketogen. Für Dich würde doch sehr viel besser passen, wenn Du ein neues Thema "Typ 2 und ketogen" anfangen würdest.
Und wenn ich vermute, dass ich bei der Nacht unterzuckern könnte, stell ich mir den Wecker auf 02.00 Uhr und grummel dann für’s Wecken und messe. Denn alles andere ist reine Spekulation und meistens ohne jede Unterzuckerung.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. Für bis wann gesund und ab wann Prä- oder Diabetes gibt es keine organisch "harten" Fakten.
ALLE Grenzwerte befinden sich in dem Bereich, der für eine ordentliche Diabetes-Behandlung nach DDG als gut bis sehr gut und symptomfrei gilt.
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specki
Rang: Gastam 29.07.2020 12:49:16 | IP (Hash): 1487376100
vielen dank für die info
und viel mehr wollte ich eigentlich garnicht wissen.
ergo lohnt sich ein eigenes thema nicht wirklich.
forziga vertrage ich gut hat aber auswirkungen auf ein problem
das ich "untenrum" habe, deshalb habe ich das zuerst weggelassen :-)
lg -
am 31.01.2021 21:59:47 | IP (Hash): 468169811
Hallo, schade, daß dieses Thema im Sande verlaufen ist, hat jemand noch Tips und Anmerkungen?
LG Rolando007 -
am 31.01.2021 23:15:21 | IP (Hash): 1331907618
Vielleicht schreibst Du einfach, was Dich dazu interessiert?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 01.02.2021 21:57:01 | IP (Hash): 1019160116
Hallo,
Ich kann dir in Bezug auf dein Interview leider nicht weiterhelfen, aber ich wollte dich und deinen Freund beglückwünschen, dass ihr die Ernährungsumstellung trotz fehlender Garantie sozusagen, trotzdem durchgezogen habt und vor allem, dass es gewirkt hat. Respekt, dass ihr das gemacht habt. Hoffentlich ermutigt das andere auch vielleicht einmal kleine Dinge zu verändern, um zu sehen, ob sich nicht doch irgendwie Verbesserungen einstellen.
Viel Glück noch bei deiner Bachelorarbeit 👍
LG -
am 08.02.2021 14:53:52 | IP (Hash): 2062706550
Hallo Julchen,
...besteht dein Interesse noch?
Bin Typ-1-Diab. und versuche mich seit einem halben Jahr ketogen zu ernähren.
Gewichtsreduktion geglückt, aber; HbA1c nur wenig gesunken: immer noch postprandiale BZ-Spitzen trotz KH-freier Mahlzeiten. ...
Liebe Grüße, Stefan
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am 08.02.2021 15:03:52 | IP (Hash): 1671175427
Glückwusch zur Gewichtsreduktion! Berücksichtigst Du beim Bolus die FPEs (Fett-Protein-Einheiten) ?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 08.02.2021 15:24:43 | IP (Hash): 2062706550
Danke, Jürgen.
Das ist ganz schwierig. Hatte erst jetzt, mittags, einen schnellen Anstieg, als hätte ich KHs gegessen, dabei waren sicher keine drin. Ein anderes Mal esse ich eine gute Portion Mandeln und es tut sich - Stunde(n) später - gar nichts.
Kennst du das?
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am 08.02.2021 15:45:55 | IP (Hash): 2062706550
Generell ist die Vorausberechnung der Bolus-IE sehr kritisch, weil meine Insulinempfindlichkeit sehr stark von der Bewegung nach der Mahlzeit abhängt. Und dann kommt noch der "Faktor X" dazu - schwierig.
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am 08.02.2021 17:35:31 | IP (Hash): 1671175427
Erinnert mich an mein erstes INSULINER-Leben mit 12-14 BEs nach Doctor’s Orders. Wobei ich mir die Geschichte noch dadurch erschwert hab, dass ich gehorsam immer erst zur nächsten Mahlzeit gemessen hab. Was da in der Zwischenzeit alles wie beeinflussen kann, hab ich ja gar nicht mitgekriegt.
Im einzelnen:
20-30 Minuten Bewegung in der ersten halben bis Stunde nach dem Bolus verdoppelt bei mir dessen Wirksamkeit. Danach macht dieselbe Menge an Bewegung nur noch 30-20 mg/dl weniger oder auch gar nix.
Und dann hat mich ziemlich lange fürchterlich irritiert, dass manche BE bei mir wie ne halbe wirkt und ne andere wie anderthalb. Klar hab ich da lange Zeit gedacht und mir auch vom Dok einreden lassen, dass ich mich nur verschätzt hätte. Und klar kam Verschätzen noch dazu, z.B. gerne bei vielen Wurst- und Kombifleischsorten und Burgern usw, wo selbstverständlich jede Menge Zucker drin sein kann oder’n halbes Brötchen.
Meine Abhilfe:
Statt BE und FPE berechnen/schätzen konkrete Benennungen der Portionen auf dem Teller und Einrichten der passenden Bolusmengen nach Beobachtung: Wenn nach Bolus-Auslauf höher als beim Spritzen, war’s zu wenig. Wenn dann wie beim Spritzen, hat’s gepasst.
Das selbstverständlich in nem fortlaufenden Protokoll mit Einträgen von möglichst allem, was meinen BZ beeinflussen kann. War früher rein technisch komplizierter, weil ich das immer erst auf nem Zettel oder auch in meinem löchrigen Hirn zwischengespeichert und anschließend hier am Schreibtisch eingetragen hab. Mache ich längst in nem fortlaufenden Google-Doc, das ich hier am Moni lesen und bearbeiten kann und am Handy in Küche und Esszimmer und im Restaurant (wenn's denn wieder mal offen ist) immer dabei hab.
Und dann hab ich mir ein Spiel draus gemacht, das mich alten Sack immer noch beim Ehrgeiz gepackt und super in der Spur hält. Wenn ich im Auslauf sehe, dass der Bolus gepasst hat, notiere ich mir zum Messwert einen Wow!-Punkt. Und wenn der nächste Bolus wieder gepasst hat, notiere ich mir dafür nicht einen, sondern zwei Wow!-Punkte usw. usw. Bis die Reihe von einem unpassenden Wert beendet wird und mit nem neuen passenden wieder neu startet.
Geht beim alten Sack natürlich auch deswegen einfacher, weil sich in meinen Tagen vieles auch an Essen regelmäßig wiederholt. Aber mit den Jahren der Übung funktioniert mein Spiel auch dann meistens ganz zufriedenstellend, wenn aus irgendeinem Anlass mal deutlich außer der Reihe anders und viel gegessen und wenig bewegt wird ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.02.2021 23:06:48 | IP (Hash): 2062706550
hjt_Jürgen schrieb:
Erinnert mich an mein erstes INSULINER-Leben mit 12-14 BEs nach Doctor’s ...
Meine Abhilfe:
Statt BE und FPE berechnen/schätzen konkrete Benennungen der Portionen auf dem Teller und Einrichten der passenden Bolusmengen nach Beobachtung: Wenn nach Bolus-Auslauf höher als beim Spritzen, war’s zu wenig. Wenn dann wie beim Spritzen, hat’s gepasst.
...
Wie ich sehe, hast du es nicht einfacher gehabt, nur weil die vielen Kohlenhydrate durch Fett und Eiweiß ersetzt waren. Das ist schade, aber Realität.
Ich nehme Fiasp für meine Boli und überlege, für die FPEs ein langsamer wirksames Insulin zu nehmen - wie machst du das? Da ich meine Patchpumpe nicht mehr verwende, sondern zu Pens zurückgegangen bin, kann ich nicht einfach "verzögern" wie bisher.
Danke für deine ausführliche obige Antwort.
Bearbeitet von User am 08.02.2021 23:07:48. Grund: vertippt -
am 09.02.2021 10:06:47 | IP (Hash): 1128275226
Weiter oben schreibst Du von schnellem Anstieg wie KHs, wo Du davon ausgehst, dass keine drin waren, und von Mandeln, die bei Dir nix machen. Bei mir auch nicht.
Sagt mir, dass ich an Deiner Stelle meine BZ-Reaktion auf die verschiedenen Speisen erst einmal systematisch austesten würde. Also nicht einfach nur nach der Analyse auf dem Beipack oder in Kalorien mundgerecht, sondern "was bewirken ganz konkret in meinen normalen Mengen Mandeln (Vorsicht! Geschmacklich behandelte können KHs mitbringen!), Schnitzel, Eier, meine Lieblingswurst, die Sorten Käse, die ich gern aus der Hand esse, ... bei mir?"
Dazu wenigstens 3mal gleiche Mengen mit gleichem Vorlauf zur etwa gleichen Zeit am Tag und davon dann den Spitzenwert - bei mir meistens nach etwa 1 Stunde auch mit LCHF (hab ich Jahre gemacht) - und dann der Auslauf. Der Bolus hat ausgewirkt, wenn der BZ nach dem Absinken wieder flach verläuft oder ansteigt.
Also nicht, ich hab morgens den Faktor und multipliziere damit …, sondern ich hab das konkrete Essen auf dem Teller, und für die Portion und Zusammensetzung brauche ich nach meinen Tests ...
So hab ich jedenfalls die Wirkprofile bei mir von allem, was ich normal esse, so umfassend ausgetestet, dass ich mich super und mit erträglich wenigen Ausreißern danach richten kann.
Wenn ich die Wirkung von meinem Apidra verzögern und damit z.B. die Wirkkurve von meinem Lantus nachbauen will, verteile ich die jeweilige Gesamtmenge auf entsprechend viele Stunden- bis 2-Stunden-Schritte.
Und auch hier gehe ich nicht nach den angegebenen Wirkkurven und -zeiten für Apidra oder nach irgendwelchen ärztlichen Vorgaben, sondern nach den Verläufen, die ich bei mir zu den verschiedenen Tageszeiten mehrfach ausgetestet habe.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 09.02.2021 10:10:29. Grund: Ergänzung