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Ernährungstipps Diabetes Typ 2

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 13.06.2020
    am 13.06.2020 20:59:06 | IP (Hash): 1200408150
    Hallo,

    ich habe mich hier angemeldet um mehr über meinen Diabetes Typ 2 und den Umgang damit zu erfahren.
    Der Diabetes wurde nach einem verlängertem OGTT und Blutuntersuchungen in einer Fachpraxis letztes Jahr im Herbst festgestellt. Seit Januar bin ich auf Metformin eingestellt und bin in regelmäßiger Behandlung. Ich habe mit Adipositas zu kämpfen, bei einer Größe von 1,64 m wiege ich ca. 87 kg. Habe viel zugenommen in den letzten Jahren (unter anderem durch Medikamentennebenwirkungen..)

    Meine Fragen richten sich um das Thema abnehmen mit Diabetes. Wie sind da euren Erfahrungen nach gute Strategien. Ich versuche mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Das klappt mäßig aber es geht.

    Ernährung wäre mir ein wichtiges Thema. Doch dadurch dass ich öfter zu reaktiven Unterzuckungen tendiere esse ich öfter als ich sollte.. oft wenn ich unterwegs bin auch nicht das gesündeste wenn es schnell und einfach gehen muss. Das ich das ändern muss weiß ich, aber noch nicht so recht wie. Vollkornprodukte waren so eine Idee mit der ich mich aber nur mäßig anfreunden kann. Prinzipiell habe ich auch oft mit Magenverstimmungen und Unverträglichkeiten zu kämpfen und vertrage nicht alles.
    Prinzipiell wollte ich versuchen, mir besonders für die Arbeit, öfter essen vorzukochen um eben nicht auf das Schnelle unterwegs zurückgreifen zu müssen. Normal esse ich ca. 3-4 Mahlzeiten am Tag. Also vor der Arbeit, Mittagspause Kleinigkeit, Nachmittag warm und Abends meinst noch was kleines. Insgesamt erscheint mir das etwas viel.

    Vielleicht gibt es die ein oder andere Anregung für mich?

    Liebe Grüße


  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4943
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 14.06.2020 10:26:00 | IP (Hash): 205010973
    Reaktive Unterzuckerungen entstehen ja als Reaktion auf zu hohe Blutzuckerspitzen. Und zu hohe Spitzen sorgen mit der Zeit für nen immer höheren Nüchternwert morgens. Und wenn der Tag schon mit zu hohem Zucker anfängt, kann der mit dem Frühstück ja nur noch höher werden. Und höherer Blutzucker sorgt bei uns 2ern recht automatisch dafür, dass wir leichter zunehmen und schwerer abnehmen. Denn höherer Blutzucker steigert bei uns die Ausgabe von immer mehr Insulin, das immer schlechter für die Senkung des Blutzuckers wirkt, aber besonders gut dafür, dass der Organismus seine Fettspeicher nicht angreift und bei jeder sich bietenden Gelegenheit weiter ausbaut und füllt :(

    Lauter Gründe für den Blutzucker im möglichst gesunden Rahmen. Dafür gibt es bei den meisten von uns 2ern einen "einfachen" Trick: Wir entfetten Leber und Pankreas. Aber nicht etwa, indem wir Lösungsmittel trinken, wie vielleicht ein hochrangiger usa-nischer Würdenträger empfehlen würde, sondern indem wir 6 Wochen beinahe fasten. Das bedeutet die Beschränkung des Tagesbudgets auf 600 kcal. Mit dieser geringen Energiezufuhr muss der Organismus auf seine gespeicherten Reserven zurückgreifen, und da greift er immer zuerst die nächstliegendsten, die in der Leber: Schon nach gut 1 Woche Leberfasten lassen sich bei den meisten Fastern von einem Tag auf den anderen völlig gesunde Blutzuckerwerte messen. Denn das Fett in der Leber sorgt bei den meisten von uns für die Störung in der Regelung mit dem zu vielen Zucker im Blut. Und einige Wochen weiter gibt der Pankreas auch nur noch so viel Insulin aus wie bei völlig gesunden Menschen. Der so erreichte Zustand heißt Remission.

    Nicht missverstehen: Remission ist keine Heilung, sondern nur das effiziente Zurückdrehen des krankhaft und krankmachend zu hohen Blutzuckers usw. auf den völlig gesunden Rahmen. Nach dem Erreichen der gesunden Spur ist natürlich das Drinbleiben das Ziel, und das funktioniert sehr zuverlässig mit dieser Art der Essensauswahl https://a7582688-a1e5-4056-88a2-dfd422642832.filesusr.com/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf

    Für die passende Menge ist die Waage zuständig. In der ersten Woche bis zur Normalisierung des Blutzuckers bewegt die sich noch nicht nennenswert. Aber in der Verlängerung bis 6 Wochen für die Entfettung der übrigen Innereien sinkt sie schon deutlich. Denn mit weniger bis gar nicht mehr zu vielem Insulin werden alle Fettspeicher einfacher abgebaut und aufgebraucht.
    Und weil ich mit den 6 Wochen längst an das Sehr-viel-weniger-Essen gewöhnt war, hab ich das halt fast bis zum Erreichen meines Wunschgewichtes beibehalten.
    Ich hab übrigens ganz normal nach LOGI gegessen, nur eben ganz wenig. Einfacher ist für die Zeit der sehr wenigen Kalorien die Shake-Ernährung, wo man ohne große Versuchungen in der Küche morgens-mittags-abends einfach die passende Löffelmenge mit Wasser auffüllt und trinkt. Aber egal ob Du’s so oder anders machen willst, in jedem Fall Daumendrück für gutes Gelingen!

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!