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Ich verstehe es nicht mehr
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am 18.08.2020 07:47:31 | IP (Hash): 1405894044
Und zwar die Sache mit dem hba1c. Hier vermehren sich Diagnosen bei welchen der hba1c im unteren gesunden Bereich liegen und die Glukose Werte komplett diabetisch sind. Noch vor Jahren wurde dies in Foren von Vielschreibern wie Jürgen und Rainer als unmöglich dargestellt und nun als Selbstverständlichkeit verkauft. Was läuft da schief? -
am 18.08.2020 12:56:50 | IP (Hash): 1562157417
Als Beispiel:
Jemand hat Typ 2 und nimmt "nur" Metformin. Das schlägt gut an. HbA1c und Nüchternwerte sind prima.
Nimmt er dann aber eine Mahlzeit mit reichlich Kohlenhydraten zu sich, schnellt der Blutzucker unter Umständen für einige Zeit nach oben.
Trotzdem ist der HbA1C-Wert in Ordnung, da er die höheren Werte nach dem Essen nur für einige Zeit hat. Den Rest vom Tag ist der Blutzucker prima.
Der HbA1c-Wert ist nur ein Durchschnittswert von den letzten 8 bis 12 Wochen.
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am 18.08.2020 15:58:11 | IP (Hash): 1318109534
Ich schreibe dir jetzt mal meine eigene Meinung zu dem ganzen Thema
Laut DDG gibt es ein klares Vorgehen:
Liegt ein Wert knapp über dem diabetischen Grenzwert, muss mit einem weiterem Test die Diagnose bestätigt werden um Fehlerquellen auszuschließen
Leider sieht die Realität anders aus.
Siehe DDG Praxisempfehlung "Diagnostik" Seite S113
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/behandlung/leitlinien
Zudem darf man nicht allen Forenteilnehmern alle Werte glauben, bzw. Werte mit Handmessgeräten weisen noch eine erhebliche Toleranz auf und sind deswegen ja nicht zur Diagnose zu gelassen.
Man weiß nicht, wie sich die Patienten vor dem OGTT verhalten haben. Stichwort: Kohlenhydratarme Kost bis hin zu Low Carb. Dann ist es kein Wunder, dass HbA1C normal und OGTT falsch positiv sind. Genauso kann man mit einer kohlenhydratarmen Kost einen bestehenden Diabetes soweit in Griff haben, dass der HbA1C eben im gesunden Bereich verläuft, aber bei der Extrembelastung OGTT zeigt sich dann die Diagnose. Wobei hierbei dann fragwürdig ist, warum überhaupt ein OGTT gemacht werden soll.
Periode, Krankheit, Stress, etc. kann alles den OGTT beeinflussen und ihn ggf. falsch positiv machen. Darum sollte der Test ja wiederholt werden, wenn dieser als einziges positiv ausfällt. Aber welcher Arzt macht das..
Zudem kann bei den Diabetes-Typen mit beginnenden Insulinmangel (allen voran LADA; Typ1) im Frühstadium nur der OGTT auffällig sein, in der normalen Situation schafft die Bauchspeicheldrüse NOCH die Leistung zu erbringen, dass der Blutzucker im normalen Bereich bleibt. Später wird der Diabetes dann eindeutig sichtbar.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.08.2020 16:59:30 | IP (Hash): 1405894044
Danke july, du missverstehen da was Chris, es geht nicht um einen diagnostizieren der ggf. Metformin nimmt sondern jemand der einfach so getestet wird ohne dich entsprechend zu verhalten -
am 18.08.2020 18:21:51 | IP (Hash): 1811411649
Ich denke, wir haben dazugelernt, und dieser Prozess kann durchaus lebenslang weiterlaufen ;)
Angefangen hab ich ähnlich wie Du mit der Idee, dass die DDG in ihren Richtlinien organisch-physiologisch fixe Zusammenhänge in Zahlen schreibt: Was da nicht zusammen steht, kommt auch nicht zusammen vor.
Kam und kommt aber doch immer mal wieder vor und mit der Zeit auch in immer mehr Fällen, die ich selbst ganz persönlich beobachten konnte und kann. Zum Teil sogar bei mir selbst.
Was also beinhalten die Richtlinien der DDG tatsächlich: Tatsächlich das, was ihre Entscheidungsträger alle paar Jahre nach Aktenlage zu Diagnose- und Behandlungs-Kriterien beschließen. Denn tatsächlich gibt es wenigstens beim Diabetes Typ 2 keine organisch-physiologisch fixen Zusammenhänge.
Kern der Akten ist immer die statistische Auswertung von Beobachtungen. Beobachtungen haben immer einige und häufig sogar eine recht große Streubreite, die auf einen Kern reduziert werden muss, wenn man daraus z.B. Diagnosegrenzwerte ableiten muss. Das Ergebnis kann folglich die Streubreite nur ausblenden und nicht ausschließen.
Ohne diesen Hintergrund müssen natürlich alle Punkte in den ausgeblendeten Randbereichen irritieren, wenn man da mal auf einen stößt.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 21.08.2020 13:37:32 | IP (Hash): 1668109226
Ich habe Diabetes Typ 2 und nehme nur Metformin. Und der hilft mir sehr gut. Worin liegt das Problem?