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Intervallfasten (OMAD + Zusatz) als Diabetiker

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    am 14.10.2020 13:43:00 | IP (Hash): 1517458151
    Hallo Zusammen.

    Ich habe 3 Wochen lang (außer am Wochenende) eine "OMAD-Diät" gemacht. Mir lag das richtig gut und ich hatte eigentlich keinerlei Probleme damit. Jedoch hat sich dann eine Art "Hungerketose" entwickelt. Rückblickend war das sicherlich zu krass, obwohl ich mich gut gefühlt habe. Aber es folgte anhaltender Schwindel und Grippeähnliche Symptome wie Angeschlagenheit. Das legte sich erst 1-2 Wochen später.

    Ich würde gerne mein Intervallfasten (16/8) verschärfen, aber ohne mich dabei unnötig in Gefahr zu bringen.

    Meine Idee: 1x Mahlzeit am Tag (wie OMAD) + eine kleinigkeit wie z.B. 1 oder 2 Bananen ein paar Stunden vorher/nachher.

    Was sagt ihr dazu?
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    am 14.10.2020 17:07:47 | IP (Hash): 1321970517
    [quote=El Diabetiko;106480]Ich würde gerne mein Intervallfasten (16/8) verschärfen, aber ohne mich dabei unnötig in Gefahr zu bringen.[/quote]
    Und was für eine Gefahr befürchtest Du?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 14.10.2020 17:38:15 | IP (Hash): 1478233145
    El_Diabetiko schrieb:
    Aber es folgte anhaltender Schwindel und Grippeähnliche Symptome wie Angeschlagenheit. Das legte sich erst 1-2 Wochen später.

    Hallo Diabetiko,

    ist doch gut, dass sich das gelegt hat. Jetzt hast du die Umstellungsprobleme überstanden und brauchst, wenn du bei IF bleibst, keine weiteren zu befürchten. Dein Gehirn kann jetzt ganz normal mit Ketonkörpern umgehen und diese als Energie nutzen. Daran musste es sich erst mal wieder gewöhnen. (Es wird ein Enzym benötigt, dessen Bereitstellung der Körper bei unserer normalen KH-lastigen Ernährung verlernt.)

    Ob du auf OMAD umsteigst oder bei IF 16/8 bleibst, kannst du dir nach Lust und Laune und nach dem Erfolg aussuchen. Dein Körper und auch dein Gehirn kann mit beidem gut umgehen. Hungerketose ist übrigens nur ein Schimpfwort, was die Ketose-Gegner geprägt haben.

    Weiter viel Erfolg, Rainer
    Bearbeitet von User am 14.10.2020 17:39:40. Grund: .
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    am 14.10.2020 18:45:19 | IP (Hash): 1517458151
    Mein Hausarzt meint, dass es für mich sehr Gefährlich wäre, wenn ich nur eine Mahlzeit zu mir nehmen würde. Es müssten schon mindestens 2 am Tag sein +1x Metformin zu der Mahlzeit (Als 2 pro Tag). Meine Apotheke sagt übrigens das gleiche. Eine zusätzliche "Banane" (ein paar Stunden vorher oder nachher) bringt dann wohl auch nichts.

    @Rainer

    Es hat sich gelegt, weil ich damit aufgehört habe und wieder 2 Mahlzeiten gegessen habe.
    Bearbeitet von User am 14.10.2020 18:46:11. Grund: Update
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    am 14.10.2020 20:29:26 | IP (Hash): 1321970517
    Also hast Du während Deines ersten Versuchs wahrscheinlich weiter fleißig Deine 2 Metformin Pillen genommen und wahrscheinlich keinen Blutzucker gemessen, richtig?

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    am 14.10.2020 21:57:39 | IP (Hash): 1517458151
    Nein.

    Ich habe die erste (von 2) Mahlzeiten ausgelassen und damit auch die erste (von 2) Metformin-Tabletten. Also nur noch 1x1000mg am Tag. Als ich dann immer gegen 20 Uhr gegessen habe, lag mein Blutzucker (vor dem essen) zwischen 70-85 soweit ich mich errinere. Ich fühlte in diesen 3 Wochen sehr gut.

    Das Fasten viel mir sogar noch leichter als mit 2 Mahlzeiten.

    Mich würde interessieren, was hinter der Warnung (Arzt und Apotheke) steckt.
    Bearbeitet von User am 14.10.2020 22:03:23. Grund: Update
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    am 14.10.2020 22:17:21 | IP (Hash): 1478233145
    [quote=El Diabetiko;106490]Mich würde interessieren, was hinter der Warnung (Arzt und Apotheke) steckt.[/quote]Da musst du wohl die beiden genauer ausfragen und deren Begründungen dann sorgfältig in Theorie und Praxis überprüfen.

    Für mich scheinen es einfach nur allgemein bestehende Vorurteile zu sein, ohne dass sich diese Spezialisten tiefer mit diesem Thema beschäftigt haben. Am Ende wirst du dir dein eigenes Urteil bilden müssen.
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    am 14.10.2020 22:50:59 | IP (Hash): 1321970517

    Diabetes Typ 2 gilt als chronische progrediente Krankheit. D.h. dass man die nicht los wird und dass die sich mit den Jahren verstärkt und für den selben Blutzucker-Verlauf immer mehr Medis braucht.
    Es gibt zwar längst immer mehr Menschen, die ihren Typ 2 so weit zurück gedreht haben, dass sie für 24/7 völlig gesunden Blutzucker überhaupt keine Medi mehr brauchen, aber die sind in D fachoffiziell noch nicht anerkannt.
    In GB läuft seit einigen Jahren die DiRECT Studie, in der die Hälfte aller Neudiagnosen zum Zurückdrehen angeleitet werden.

    Bei uns gilt nach wie vor die gute Behandlung eines Typ 1 als Maßstab, und die bedeutet HBA1c 6,5-7. Alle Empfehlungen sind darauf ausgerichtet, und alle Abweichungen von diesen Empfehlungen gelten als schlecht, egal ob nach oben oder nach unten. Auch wenn nach unten gesünder wäre, gilt das konventionell als ungesund für Menschen mit Diabetes.
    Lästerhaft sage ich, dass unsere Diabetologie in der gegenwärtigen Form den Typ 2 züchtet und fördert. Das gilt auch für die dazugehörigen Institutionen bis hin zu kranken Kassen. So ist mir z.B. juristisch sehr eindeutig ein Hilfsmittel zur Bewegung abgelehnt worden, das ich mit dem Hinweis darauf beantragt hatte, dass ich bei dessen gezielter Nutzung nur die Hälfte vom Insulin brauche.
    ABER diabetologisch ordentlich braucht man mit mehr Bewegung nicht weniger Insulin, sondern mehr BEs, eben Sport-BEs, und die Kasse sponsert doch keine Hilfsmittel für mehr Essen.

    Will noch einmal ausdrücklich sagen: Du wirst nur in sehr seltenen Ausnahmefällen hier in D auf eine ärztliche oder pharmazeutische oder apothekische Beratung treffen, die Dich zum BZ im völlig gesunden Bereich mit wenig bis keinen Medis anleitet.

    Metformin bremst die Zuckerausgabe der Leber, und zwar in Abhängigkeit vom Spiegel des Wirkstoffs über 24 Stunden im Blut. Wenn Du die Pille zum Essen schluckst, hat die überhaupt keinen messbaren Einfluss darauf, wie hoch der BZ nach dem Essen ansteigt. Zusammen mit dem Essen wird die Einnahme nur deswegen empfohlen, weil die Verträglichkeit im Wanst damit am besten ist und Metformin für viele ja nun mal nicht so verträglich ist.

    Wenn Du am Ende des Tages vor dem Essen 70-85 gemessen hast, war das VÖLLIG GESUNDER BZ mit überhaupt keinem Grund für irgendeine Zuckermedi, wenn dafür die eine Met-Pille gereicht hat. Und die Vermutung liegt nahe, dass die eine Pille Dich über den Tag öfter ein ganz kleines bisschen unter Deinen wohlfühl-Nüchtern-Blutzucker gedrückt und damit Deine Beschwerden verursacht hat. Denn ohne zuckersenkende Medikation sinkt der BZ bei Deiner Art Diät allenfalls nach viiiielen KHs für mehrere Stunden unter diese Wohlfühl-Grenze, und überhaupt nicht in dem Stoffwechselzustand, der seehr missverständlich abwertend als Hungerketoazidose bezeichnet wird.

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    am 17.10.2020 08:07:40 | IP (Hash): 1487376100
    hattest du eigentlich auch deinen blutdruck gemessen?(wegen schwindel)
    ich mußte in der ersten woche schon weniger blutdrucktabletten nehmen
    sonst wäre ich aus den latschen gekippt.
    nehm nach 3 monaten nur noch 1/3.

    keto"grippe" ist normal(geht vorbei)
    keto"ausschlag" is auch was ganz tolles lol(geht aber auch vorbei)

    1 metformin müßte da eigentlich dicke reichen, in dem fall sind 1000 vielleicht schon zu viel
    kannst du doch ausprobieren.

    dein körper ist gerade schwer am arbeiten bzw umstellen
    je nach alter und gesundheitszustand hat er damit erstmal mehr oder weniger probleme.
    (geht aber auch alles vorbei)