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    am 19.10.2020 11:06:02 | IP (Hash): 72970431
    Hallo!

    Ich hatte vor zwei Wochen eine (nicht vom Arzt angeordnete) Überprüfung auf Diabetes.
    Dabei wurde vom Labor ein Nüchternwert von 98 mg/dl und ein Hba1c von 5,1 Prozent (32 mmol/mol Hb, Hba1c (IFCC)) ermittelt.

    Laut Internetrecherche liegen damit zwei normale Werte vor.

    Eine Frage hätte ich aber trotzdem: Mein Labor gibt den Referenzbereich im Gegensatz zur DDG bei der Nüchternglukose mit 60 bis 110 mg/dl und 4 bis 6,1 Prozent beim Hba1c an. Die DDG hat aber andere Werte festgelegt, nämlich bis 5,7 Prozent und bis 100 mg/dl.

    Es wird ja immer wieder behauptet, dass andere Labore auch andere Referenzbereiche für den jeweiligen Wert haben, doch frage ich mich, ob sich so überhaupt die Möglichkeit ergibt, die beiden Werte mit den normalen Werten zu vergleichen bzw. den Ausschluss eines DM überhaupt möglich zu machen. Sollte ich die Werte vielleicht noch einmal von einem anderen Labor überprüfen lassen?

    LG
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    am 19.10.2020 14:27:06 | IP (Hash): 94786228
    Hallo neues Mitglied,

    nimm bloß nicht die Labore allzu ernst. Die müssen für die ermittelten Werte gerade stehen, alles andere ist Prosa.

    Die Diagnose stellt der Arzt und der wird sich nicht nach den Grenzwerten richten, die ein Labormitarbeiter irgendwo rausgesucht hat, sondern nach den Grenzwerten, die die DGE vorgibt. Die Angaben auf dem Laborzettel können einen ersten Anhaltspunkt geben, mehr aber nicht.
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    am 19.10.2020 14:53:35 | IP (Hash): 72970431
    Danke für die Info, lieber Rainer.

    Ich wurde nicht vom Arzt zur Testung geschickt, sondern ich habe die Messung(en) aus eigener Tasche bezahlt. Konkreter Verdacht zur Messung bestand (von meiner Seite) eigentlich keiner - außer, dass ich aufgrund meiner körperlichen Statur (ich bin korpulent) so gesehen gefährdeter für die Entwicklung eines Diabetes bin, als andere und mir dementsprechend schon länger Gedanken diesbezüglich mache.

    Das Vorliegen eines Diabetes kann ich aber mit ziemlicher Sicherheit (vorerst) einmal ausschließen, oder? Denn ich bin ja sowohl laut den Grenzwerten der DDG als auch meinem Labor unter den cut-off-Werten. Gibt es da einen Unterschied bei der Probengewinnung/Messung bzw. den Ergebnissen im Hinblick auf die unterschiedlichen Referenzwerte?

    Konkret: Wenn ein Labor nicht nach den Leitlinien der DDG arbeitet, wären doch die Messergebnisse auch unterschiedlich, oder? Oder sind die Messergebnisse unabhängig davon immer die gleichen? Wenn also Labor A meint, dass der Referenzwert bei bis 5,7 Prozent beim Hba1c liegt und Labor B bis 6,2 Prozent und ich einen gemessenen Hba1c von z.B . 5,1 Prozent habe, würden beide Labore dann den gleichen Hba1c von 5,1 Prozent messen?
    Bearbeitet von User am 19.10.2020 15:27:51. Grund: Korrektur
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    am 19.10.2020 15:34:49 | IP (Hash): 94786228
    Mitglied schrieb:
    Das Vorliegen eines Diabetes kann ich aber mit ziemlicher Sicherheit (vorerst) einmal ausschließen, oder?

    Na klar. Du kannst sogar auch Prädiabetes ausschließen - also in der Richtung ist alles in Ordnung.

    Auf den Laborberichten steht schon seit langem in der Spalte "Referenzbereich" nicht mehr wirklich ein Referenzbereich, sondern der Nornalbereich, so wie ihn irgend ein Labormitarbeiter rausgesucht hat. Früher hatte tatsächlich der Referenzbereich der Messmethode mal eine Bedeutung und es konnten bei unterschiedlichen Referenzbereichen durchaus auch mal andere Werte rauskommen. Heute ist das so weit standardisiert, dass diese Bedeutung weggefallen ist.
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    am 19.10.2020 15:59:46 | IP (Hash): 134806048
    Danke Rainer, das sind ja tolle Neuigkeiten. :)

    Eine Frage hätte ich noch: Gibt es einen medizinischen Konsens dazu, wie es um die durchschnittlichen Blutzucker-Werte der letzten 8 - 12 Wochen täglich bestellt war?
    Umrechnungstabellen im I-Net liefern hierzu nämlich ganz unterschiedliche Ergebnisse und die durchschnittlichen Normwerte fangen - tabellenabhängig - in der Regel erst bei 68 mg/dl (im Gegensatz zu Normwerten ab 60 mg lt. DDG, nüchtern) an.
    Bearbeitet von User am 19.10.2020 16:02:02. Grund: .
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    am 19.10.2020 16:10:11 | IP (Hash): 134806048
    Gratulation zu Deinen Werten :-)

    Bitte erschlage mich nicht, wenn ich unrecht habe, aber ich glaube gelesen zu haben, dass man sich aus medizinischer Sicht dazu noch nicht endgültig festgelegt hat. Basierend auf Umrechnungstabellen im Netz wäre der gemessene Hba1c-Wert von 5.1 Prozent gleichzusetzen mit einem durschnittlichen Blutzuckerspiegel von etwa 100 mg/dl. Allerdings sind diese Angaben mangels medizinischem Konsens eher mit Vorsicht zu interpretieren.
    Bearbeitet von User am 19.10.2020 16:10:52. Grund: Ko
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    am 19.10.2020 18:00:23 | IP (Hash): 1139442841
    Du scheinst dir ja viele Gedanken über Diabetes zu machen.

    Im jetzigen Moment deutet absolut nix auf irgendeine diabetische Störung hin. Also momentan bist du diesbezüglich gesund.

    Das heißt aber leider nicht, dass du nicht doch in 5 oder 10 oder 15 Jahren ggf. doch an Diabetes erkranken könntest. Das jetzt ist nur eine Momentaufnahme und liefert leider keinerlei Garantie für die Zukunft. Ob du irgendwann mal an Diabetes erkrankst, kann dir niemand sagen.

    Da du ja Angst vor Diabetes hast, kannst du aber bereits jetzt etwas unternehmen, damit du das Risiko ggf. irgendwann an Diabetes zu entwickeln, reduzieren kannst. Diese Maßnahmen sind sehr einfach und tun der Gesundheit generell gut. Also schaden können sie definitiv nicht.
    Die Maßnahmen sind gesunde Ernährung, mehr Bewegung und der Versuch etwas abzunehmen.
    Du brauchst jetzt keine Crash-Diäten machen oder jeden Tag ins Fitnessstudio gehen. Sondern Kleinigkeiten, Treppe statt Aufzug, mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad benutzen. Mehr Gemüse und eher Vollkorn-Produkte. Weniger Weißmehlprodukte, etc. Einfach Kleinigkeiten.

    Lg
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    am 19.10.2020 18:44:49 | IP (Hash): 788275954
    Hallo
    Deine Werte sehen doch ganz gut aus. In unserem Labor werden alle Werte über 90 nüchtern mit einem einfachen minus deklariert, da dies laut unserem Labor etwas zu hoch für einen gesunden Nüchternwert ist, und nur knapp unter 100 liegt. Laut meinen Ausbildern ist alles über 90 nicht gesund
    Bei Dir scheint dies so nicht gewertet werden, daher ist es doch schön für Dich.
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    am 19.10.2020 19:13:05 | IP (Hash): 134806048
    July95 schrieb:
    Du scheinst dir ja viele Gedanken über Diabetes zu machen.

    Im jetzigen Moment deutet absolut nix auf irgendeine diabetische Störung hin. Also momentan bist du diesbezüglich gesund.

    Das heißt aber leider nicht, dass du nicht doch in 5 oder 10 oder 15 Jahren ggf. doch an Diabetes erkranken könntest. Das jetzt ist nur eine Momentaufnahme und liefert leider keinerlei Garantie für die Zukunft. Ob du irgendwann mal an Diabetes erkrankst, kann dir niemand sagen.

    Da du ja Angst vor Diabetes hast, kannst du aber bereits jetzt etwas unternehmen, damit du das Risiko ggf. irgendwann an Diabetes zu entwickeln, reduzieren kannst. Diese Maßnahmen sind sehr einfach und tun der Gesundheit generell gut. Also schaden können sie definitiv nicht.
    Die Maßnahmen sind gesunde Ernährung, mehr Bewegung und der Versuch etwas abzunehmen.
    Du brauchst jetzt keine Crash-Diäten machen oder jeden Tag ins Fitnessstudio gehen. Sondern Kleinigkeiten, Treppe statt Aufzug, mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad benutzen. Mehr Gemüse und eher Vollkorn-Produkte. Weniger Weißmehlprodukte, etc. Einfach Kleinigkeiten.

    Lg



    Danke, July. Dazu nur eine kleine Ergänzung: Vollkornprodukte sind nicht per se gesünder, sondern je nach Brot und den Tabellen, die im Netz zum Blutzuckeranstieg herumlungern, nur etwas gesünder bis sogar schlechter als Weißmehlbrot. Dass Vollkornbrot gesünder ist, war eine meines Wissens bis heute wissenschaftlich NICHT belegte Behauptung, die Ende der Siebziger von einem Arzt aufgestellt wurde, als man entdeckte, dass Vollkornbrot geringe Mengen bestimmter Inhaltsstoffe enthält, die gesundheitsfördernd sind bzw. sein sollen. Dies sind aber Inhaltsstoffe, die in anderen Lebensmitteln auch vorkommen, die also nicht so wertvoll und von einzigartiger Güte sind, dass man deswegen nur noch an Vollkornprodukten knabbern dürfe ;) Ich zB bevorzuge trotz des gehaltvolleren Geschmacks ganz eindeutig weißes Brot oder Fitness-Brot mit weniger KH und zusätzlichem Anteil an Proteinen. Nur weil Weizenprodukte diese zusätzlichen Stoffe nicht enthalten, sind sie auch nicht automatisch als ungesund anzusehen. Ein Mitglied der DDG äußerte sich dazu, dass Vollkornbrot NICHT gesünder sei und die Ernährungexperten und Ärzte oft wider besseren Wissens nur Vollkornbrot empfehlen, prinzipiell aber beide Brotsorten gleich gesund oder ungesund für den menschlichen Körper seien. Einen Link zur Quelle werde ich morgen nachschießen; aktuell ist das schwer möglich, da ich am Handy aktiv bin. ;)

    Dazumal sind Ärzte erfahrungsgemäß oft NICHT 'a jour was ernährungstechnische Fragen betrifft und geben nur allgemeingültige, aber nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Empfehlungen ab. Meines Wissens gibt es auch KEINE wissenschaftlich fundierten Quellen, dass Weißbrot per se ungesünder ist. Ob ein Lebensmittel an sich ungesund ist, ist ohnehin definitionssache - KEIN Lebensmittel enthält ausschließlich unbrauchbare und ungesunde Inhaltsstoffe bzw. Zutaten. Der menschliche Körper braucht all die Inhaltsstoffe wie Protein, KH, Vitamine, etc. Salami zB enthält einerseits viel Fett aber auch wertvolles Eisen. Ein Schokoriegel wiederum Zucker. Der wiederum versorgt uns mit Energie, usw usf. Die Frage sollte eher lauten: Welche Balance ergibt sich in unserer täglichen Ernährung? Essen wir jeden Tag 10 kg Speiseeis und 5 Liter Coca Cola oder greifen wir mehrmals am Tag eher zu Gemüse und Obst? Treiben wir Sport oder stehen wir nur auf, um zum WC zu gehen? Die Ernährung ist in der Diabetes-Vorbeugung nur eine von mehreren Säulen.
    Bearbeitet von User am 19.10.2020 19:20:06. Grund: .
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    am 20.10.2020 13:55:05 | IP (Hash): 72970431
    Noch einmal Glückwunsch zu den Werten, liebes Mitglied!

    Die Schreibe von Miss Tati (aka DanielaW) kannst Du übrigens gedanklich "kübeln". Für uns sind die Empfehlungen der DDG ausschlaggebend, die für die ermittelten Nüchternwerte ganz eindeutig alles bis inkl. 99 mg/dl (sprich: unter 100) als normal bzw. gesund deklarieren. Sie bezieht sich vmtl. auf die Empfehlungen der DDG aus dem Jahr 2001, die aber im Jahr 2020 längst überholt und damit nicht mehr gültig sind, dass bei Werten oberhalb von 90 mg/dl einmal jährlich der Blutzucker überprüft werden sollte.

    Hier übrigens der Link zur genannten Quelle betr. Weißbrot/Vollkornbrot:
    https://www.grin.com/document/181053
    Bearbeitet von User am 20.10.2020 13:58:52. Grund: .
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