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FreeStyle Libre 2 Kostenerstattung
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am 05.12.2020 19:03:05 | IP (Hash): 2120981742
Hallo, ich mache zwar ICT habe aber Probleme mit der blutigen Blutzuckermessung und deshalb sehr unregelmäßig gemessen. Nun habe ich den Sensor getestet und komme gut damit zurecht. Leider sperrt sich meine Kasse (BIG direkt gesund) und will die Kosten nicht übernehmen. Meine Frage: welche Kasse ist da nicht so kleinlich? Ich kann jederzeit wechseln. -
am 05.12.2020 20:54:41 | IP (Hash): 1976670685
Jede Krankenkasse übernimmt mittlerweile das Libre 2, das ist nicht mehr krankenkassenabhängig.
Viele Kassen verlangen jedoch folgende Dinge:
- ICT
- Rezept vom Diabetologen (nur der kann auch in das Gerät einweisen und die Daten auslesen)
- ggf. Gutachten von Diabetologe warum ein FreeStyle Libre notwendig ist
- ggf. Blutzuckertagebuch mit Blutzuckerwerten, gegessenen Kohlenhydraten und gespritzen Insulineinheiten
Viel Glück.
Ich mag auch überhaupt nicht gerne blutig messen, aber auch mit FreeStyle Libre MUSS man hin und wieder blutig gegenmessen. Also bitte keine falschen Hoffnungen. Komplett um das blutige Messen kommt man auch mit Freestyle Libre nicht. Falsch messende Sensor: Sensor 46, blutig 140... Sensor steigt plötzlich aus/lässt sich unterwegs gar nicht erst starten, .... Selten auch Lieferprobleme, etc. -
am 17.12.2020 11:14:42 | IP (Hash): 1163602963
Hallo,
Bei mir hat die KK das Libre übernommen. An deiner Stelle würde ich mal bei deinem Diabethologen drum bitten, dass der eine Art Gutachten schreibt warum du das Libre brauchst und nicht blutig messen sollst (Gründe: Stark Schwankender BZ, Ungeklärter Morgen Überzucker)
Ich höre jetzt aber tatsächlich zum ersten Mal davon das die KK es nicht übernimmt. Ich wrde ansonsten einfach mal Angebote einholen. (BSP AOK, GHV,...) -
am 19.12.2020 23:35:42 | IP (Hash): 2015992124
Hi,
meine Krankenkasse hat auf ein erstes Rezept auch erst mal mit der Anforderung mehrerer Unterlangen reagiert.
Sie möchten mein Blutzuckertagebuch, die letzten 3 Hb1A Werte und ein Schreiben des Arztes.
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am 20.12.2020 19:41:05 | IP (Hash): 1024013249
Turbotobi schrieb:
Hi,
meine Krankenkasse hat auf ein erstes Rezept auch erst mal mit der Anforderung mehrerer Unterlangen reagiert.
Sie möchten mein Blutzuckertagebuch, die letzten 3 Hb1A Werte und ein Schreiben des Arztes.
Spritzt du jetzt schon Mahlzeiteninsulin?
Weil die Voraussetzung für ein FreeStyle Libre ist in der Regel ICT, also das Spritzen von Basal- und Mahlzeiteninsulin. Nur in seltenen Ausnahmefällen könnte man ggf. auch ohne Mahlzeiteninsulin ein Libre bekommen. -
am 21.12.2020 15:36:11 | IP (Hash): 2015992124
Hi,
nein nur Lantus und Metformin. Mein Arzt hat schon gesagt das das vermutlich nicht ausreichen wird. Aber die BKK sind da manchmal etwas großzügiger.
Seit der Insulin Behandlung habe ich ziemliche Schlafstörungen, möglicherweise durch niedrigen BZ, da wäre so ein FreeStyle halt schon praktisch gewesen, zumindest mal für die ersten Monate.
Heute habe ich auch erfahren das ich gar nicht so oft blutig messen soll weil die KK nicht so viele Teststreifen bezahlt, echt nervig. -
am 21.12.2020 16:50:43 | IP (Hash): 766287760
Dann lass dir doch wenigstens den kostenlosen Testsensor (mit oder ohne Lesegerät) nicht entgehen - dieses tolle Angebot steht bestimmt nicht mehr lange:
https://www.FreeStylelibre.de/libre/keinfingerstechen.html -
am 22.12.2020 18:41:10 | IP (Hash): 1024013249
Turbotobi schrieb:
Hi,
nein nur Lantus und Metformin. Mein Arzt hat schon gesagt das das vermutlich nicht ausreichen wird. Aber die BKK sind da manchmal etwas großzügiger.
Seit der Insulin Behandlung habe ich ziemliche Schlafstörungen, möglicherweise durch niedrigen BZ, da wäre so ein FreeStyle halt schon praktisch gewesen, zumindest mal für die ersten Monate.
Heute habe ich auch erfahren das ich gar nicht so oft blutig messen soll weil die KK nicht so viele Teststreifen bezahlt, echt nervig.
Dann wird es echt schwierig. Seit das Libre 2 ins Hilfsmittelkatalog gekommen ist, sind die Krankenkassen noch mehr an die Regeln dort (ICT, Diabetologe, etc.) gebunden. Ich hatte damals noch nur mit Basalinsulin ein Libre 1 bekommen, als es noch freiwillige Satzungsleistung der Krankenkassen war, allerdings zählt mein seltener Diabetes Typ (Typ3c) in der Krankenkassen/Ärztewelt zu Typ1 und wenn dann Typ1 und insulinpflichtig auf dem Rezept draufsteht, wird von vornhinein davon ausgegangen, dass ein Typ1 ICT spritzt. Zumal bei mir ja sowieso schon zum Zeitpunkt, wo ich erstmal nur mit Basalinsulin angefangen habe, längst die ICT geplant war.. Eben weil von vornhinein klar war, dass ich ICT brauchen werde..
Ich denke tatsächlich dass bei dir in der momentanen Situation ein Probesensor erstmal ausreicht um zu überprüfen, ob dein Verdacht tatsächlich zutrifft. Solltest du tatsächlich nachts unterzuckern, kann man immer noch überlegen, wie es weitergeht.
Viele Diabetespraxis bieten auch einen Probesensor an, z.T. auch bei Patienten, die keinen Anspruch auf eine Libre-Jahresverordnung haben, aber wenn in einer bestimmten Situation wie Verdacht auf nächtliche Unterzuckerungen, etc. eine kontinuierliche Kurve sinnvoll wäre. Und da reicht ja erstmal ein Sensor um zu schauen, wie denn der Tagesverlauf aussieht.
Das Problem mit den Teststreifen haben viele Diabetiker. Mit Basalinsulin reicht der Nüchternwert und hin und wieder ein Tagesprofil. Laut vorherrschender Meinung.. Dementsprechend reichen dann auch die wenigen Teststreifen. Wer selbst was machen will, mit Messen den BZ besser in den Griff bekommen möchte, etc. hat dann leider Pech, da er sich die Teststreifen dann selbst zukaufen muss..
Ich würde trotz allem schauen, solange du es dir leisten kannst, weiter so viel zu messen, wie du benötigst und nicht einfach die Messungen einzustellen, weil es keine Streifen gibt.
Was du machen solltest, du testet Mahlzeit xy und die passt blutzuckertechnisch, dann brauchst du diese Mahlzeit nicht jedes Mal wieder testen. Sondern nur unbekannte Mahlzeiten oder unbekannte größere Mengen einer bekannten Mahlzeit. Oder halt auch in unbekannten Situationen (Krankheit, etc.). Auch brauchst du nicht jeden Tag den Nüchternwert messen, der verändert sich nicht so stark. Was du misst, sind meist nur unbedeutsame Schwankungen, ob jetzt Tag 1) 100 Tag 2) 110 Tag 3) 90. Ist egal, im Schnitt ist das alles das gleiche. Auch mal ein Ausrutscher von 140 hätte jetzt keine Bedeutung, wenn du sonst bei 100 bist. Alle paar Tage reicht deswegen dort.
LG -
am 22.12.2020 19:40:37 | IP (Hash): 2015992124
Testsensor werde ich mir auf jeden Fall mal bestellen.
Die ein oder andere Dose Teststreifen werde ich mir wohl auch leisten, habe mir erst mal ein neues Akku Guide Testgerät bestellt, da sind die Teststreifen ein bisschen günstiger.
Mit dem aktuellen Stand bin ich ziemlich zufrieden ( Hb1A ist von 13,5 auf 7,1 gesunken) da kann ich durchaus etwas sparsamer messen.
Aber falls ich die Lantus Menge reduzieren will oder den spritzzeitpunkt verändere würde ich wieder intensiver messen.
Schade das die KK nicht wenigsten mal für 3 Monate den Libre Sensor genehmigen, gerade für Neu Diabetiker wie mich wäre das doch sehr hilfreich um Erfahrungen zu sammeln wie man den BZ in einen normalen Bereich drücken kann. -
am 22.12.2020 22:38:39 | IP (Hash): 336818235
1. Fachoffiziell wird der BZ bislang ausschließlich zur Vermeidung von Hypos getestet. Die Spitzen nach den Mahlzeiten messen und ggf. durch entsprechendes Verhalten verringern, ist bislang keine fachoffiziell anerkannte Behandlungsmöglichkeit.
2. Fachoffiziell ist der Blutzucker im möglichst völlig gesunden Bereich keine Option für Menschen mit Diabetes. Für die gilt der HBA1c im Bereich von 6,5-7,5 als Beweis für eine sehr gute bis gute Behandlung. Und solange die sich ohne Hypos erreichen lässt, ist Messen fachoffiziell nicht nur völlig überflüssig, sondern gilt auch als irritierend gefährlich. Denn wer da plötzlich einen hohen BZ sieht, könnte ja mehr Medi nehmen und sich damit ne Hypo machen.
3. Fachoffiziell wird Menschen mit Diabetes vom BZ im völlig gesunden Rahmen dringend abgeraten, denn es gibt keine ärztliche Einstellung, mit der man den ohne viele Hypos erreichen und halten könnte.
Mir ist schon klar, dass sich das nicht nach gesundem Menschenverstand liest. Aber die weit überwiegende Mehrheit der Betroffenen will nun mal morgens+mittags+abends nach Schema und ohne eigenen Hirneinsatz. Und die Mehrheit der Ärzte und Fachärzte ist mit der Versorgung der Mehrheit der Betroffenen voll ausgelastet. Da bleibt nur noch selten Zeit und Interesse für eigene Information und ggf. Anleitung darüber hinaus.
Übrigens, Deine 7,1 haben noch einen guten Anteil an verzuckerten Blutkörperchen aus Deinen höheren Zeiten. Wahrscheinlich bist Du längst bei 6,5 oder sogar besser. Das könnte also gut der nächste Testwert sein, wenn Du das nächste Quartal einfach weiter machst, wie die letzten 4 Wochen. Gratuliere :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.