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Diabetes typ 1 und PCO

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    Mitglied seit: 17.12.2020
    am 17.12.2020 10:58:29 | IP (Hash): 1163602963
    Hallo,
    nachdem die Einträge diesbezüglich alles schon recht alt sind, mache ich einfach mal einen neuen auf.
    Ich habe jetzt seit ca 4 Jahren Diabetes Typ 1 (bin jetzt 21) und bei mir wurde jetzt PCO diagnostiziert( Von den Typischen Symptomen habe ich aber nur die Stimmungsschwankungen bemerkt, sonst hab ich keinerlei Problem).
    Meine FA meinte jetzt das ich Tavrella nehmen soll, jetzt habe ich schon längere Zeit recherchiert und nichts dazu gefunden. Kennt hier vielleicht einer Tavrella und hat eventuell auch noch Erfahrungen damit gemacht?
    Noch ein Thema besteht schon länger, nämlich Thema Gewichtsreduktion von aktuell 106kg bei 1,70m Körpergröße. Die PCO Diagnose habe ich seit 3 Tagen. Was das Thema angeht habe ich schon einiges ausprobiert wie Kaloriendefizit und Intervalltraining, reines Kaloriendefizit, nur Sport, Ausdauersport und und und. Mein Diabethologe meinte ja ich müsse dringend abnehmen, auf Schilderung das es nicht funktioniert wusste er nicht weiter. Meine FA hat jetzt erstmal nur das Thema PCO angegangen. Jetzt ist die Frage habt Ihr da Ideen, kann da eventuell das Tavrella auch Auswirkungen drauf haben (noch nehme ich es nicht...)?
    VG
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    am 17.12.2020 23:06:01 | IP (Hash): 1654199283
    Als alter T2 Junge kann ich zu Deiner Frage nur sehr begrenzt mitschreiben. Allerdings hatte ich über viele Jahre sehr viel mehr Kilos mit mir rumzuschleppen, als ich eigentlich wollte. Und natürlich hab ich da auch immer mal wieder sehr vergeblich abzunehmen versucht. Das ist mir erst vor gut 6 Jahren gelungen, und dafür sehe ich 4 Gründe zusammenwirken:
    1. BZ-Verlauf im völlig gesunden Rahmen.
    2. Mit um 600 kcal pro Tag nahezu Fasten.
    3. Ketogene Diät.
    4. Über den Tag verteilt wenigstens 1 Stunde täglich intensivere Bewegung.

    Gemein an der Geschichte: Mein neues Normal nach annähernd 3 Monaten und um die 25 kg Abspecken bedeutete im Vergleich zum Tagesbudget vorher FrissDieHälfte, gefühlt sogar noch weniger.
    Mein Gewinn: Fühle mich den ganzen Tag lebendiger und wacher und brauche für meinen nach wie vor gesunden BZ im Vergleich zu vorher nur noch knapp die Hälfte (vor allem auch Basal!) an Insulin und weniger.
    Allerdings war ich Ende 60, als ich damit angefangen habe, und ich kann mir schon vorstellen, dass son Ansatz mit Anfang 20 erheblich schwerer fällt. Daumendrück!

    Interessant für mich bezüglich PCO:
    Kenne ich bislang nur mit T2 Mädels. Und auch denen, die noch keinen auffälligen BZ haben, wird ihre Fehlfunktion fachärztlich immer als Ergebnis von praktisch T2-mäßig zu viel Insulin- und Glukoseumsatz erklärt und die gute Off-Label-Wirkung von Metformin mit der Verringerung dieser Umsätze.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 20.12.2020 09:29:09 | IP (Hash): 753860682
    hjt_Jürgen schrieb:
    Interessant für mich bezüglich PCO:
    Kenne ich bislang nur mit T2 Mädels.

    Da besteht ja nun wirklich kein Widerspruch. Als Typ1-Diabetiker kann man Insulinresistenz und Typ2-Diabetes zusätzlich haben - das nennt sich dann Doppeldiabetes.


    Hallo Sophia,

    bist du sicher, dass das Medikament "Tavrella" heißt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gewöhnliche Tabletten gibt, deren Namen man mit den Suchmaschinen nicht im Web findet. Selbst bei kleinen Schreibfehlern bekommt man meistens etwas richtiges angeboten. Wie Jürgen schon geschrieben hat, wird bei PCO oft ein Metformin-Präparat verordnet.

    Wenn deine Tabletten auch Metformin enthalten, dann hat das natürlich auch Einfluss auf dein Insulinmanagement. Voraussichtlich sinkt dann der Insulinbedarf für Basal- und für Mahlzeitinsulin. Wahrscheinlich ist die zusätzliche BZ-Senkung nicht sehr groß, so dass es kaum gefährlich wird. Aber vorsichtig musst du schon ran gehen. Für dich ist vielleicht noch wichtig, dass Metformin seine Wirkung erst langsam aufbaut, etwa in drei Tagen, und nach dem Absetzen auch mindestens so lange nachwirkt.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 21.12.2020 05:47:57. Grund: .
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    am 20.12.2020 19:39:10 | IP (Hash): 1024013249
    Hallo Sophia,

    bei mir wurde jetzt auch mal vom Endokrinologen PCO vermutet, da meine männlichen Hormone etwas hoch sind, jedoch habe ich keine Insulinresistenz.

    In der Regel wird ja PCO mit einer Antibabypille behandelt. Daher vermute ich, dass dein Präparat auch irgendeine Pille sein wird. Sollte zusätzlich eine Insulinresistenz bestehen (bei Typ1 merkt man dies, wenn man sehr große Mengen Insulin benötigt), wird zusätzlich noch Metformin gegeben.

    Frage nochmal den Frauenarzt, was genau dieses Präparat ist (Pille oder Metformin?) und rede auf jeden Fall auch mit deinem behandelnden Diabetologen darüber. Da sich beide Krankheiten beeinflussen können.

    LG
    Bearbeitet von User am 20.12.2020 19:39:33. Grund: -
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    am 21.12.2020 14:36:00 | IP (Hash): 1163602963
    Hallo July,

    Ich habe meine FA falsch verstanden, es soll eine GestagenPille sein namens Zavrilla. Ich hatte mich auch gewundert warum ich nichts zu finde.
    Bevor ich das jetzt anfange zu nehmen muss ich mal mit meinem Diabethologen & FA reden, schlichtweg weil in der Packungsbeilage zum Zavrilla ( habe vorhin das Rezept bekommen und mal gegoogelt) steht das an es bei Diabetes nicht nehmen soll.
    Ich muss das nochmal abklären, weil wenn schon dabei steht das bei Diabetes, von der meine FA weiß , Zavrilla nicht nehmen soll, dann muss das nochmal diskutiert werden.
    Thema Metformin muss ich mal ansprechen.

    Danke schonmal!
    Liebe Grüße
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    am 21.12.2020 14:38:48 | IP (Hash): 1163602963
    Danke dir schonmal für deine Tipps! Muss ich schlichtweg mal testen.
    Danke dir!
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    am 21.12.2020 14:42:54 | IP (Hash): 1163602963
    Hallo Rainer,

    Ich hab mich schlichtweg verhört.Es soll Zavrilla heißen, ich hatte aber Tavrilla verstanden. Es handelt sich dabei um eine Gestagen-Pille in der laut Angaben keinerlei Metformin drin ist. Zusätzlich kommt dazu dass in der Packungsbeilage steht, dass man Zavrilla bei Diabetes nicht nehmen soll. Ich muss also nochmal in den Dialog mit meiner FA und meinem Diabethologen gehen.
    Von Metformin hab ich jetzt schon einiges gelesen, das muss ich mal mit meinem Diabetologen besprechen ob das eine Idee wären, ebenfalls mit meiner FA.

    Danke Dir schonmal!
    VG
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    am 21.12.2020 15:20:26 | IP (Hash): 1054604819
    "Wenn Sie während einer Schwangerschaft einen Diabetes entwickelt oder ein Kind von mehr als 4 000 Gramm geboren haben, wenn Sie selbst übergewichtig oder mehrere nahe Verwandte Diabetiker sind, sind das Hinweise, dass Sie selbst einmal Diabetikerin werden könnten. Wenn Sie dann ein Gestagen anwenden, kann es sein, dass der Diabetes zum Ausbruch kommt."
    steht zu Deinem Medi unter Gegenanzeigen hier https://www.test.de/medikamente/wirkstoff/hormon-dienogest-w698/

    Sagt mir, dass das den BZ erhöhen kann. Wo Du eh seit Jahren ICT machst, kannst Du das natürlich recht einfach ausgleichen.

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    am 08.02.2021 17:19:57 | IP (Hash): 733481720
    Hallo Sophia,

    wie geht es dir mittlerweile mit dem PCO?
    Ich habe mittlerweile auch die Diagnose PCO bekommen, allerdings ist das ganze bei mir sehr untypisch. Ich bin untergewichtig und habe keine Insulinresistenz, sondern bin sehr insulinsensibel. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei mir eine Nebenwirkung von meinem Crohn-Medikament ist, weil ich passe halt nicht ins typische PCO-Bild. Meine Ärzte wissen nicht so wirklich, wie sie mich jetzt behandeln wollen. Meine Frauenärztin ist grundsätzlich gegen hormonelle Verhütungsmittel bei mir, auch die Pille findet sie in meiner Situation nicht gut. Das wäre ja die Standardbehandlung bei PCO. Allerdings da ich halt auch andere Probleme mit Bauchspeicheldrüse, Morbus Crohn und Schilddrüse habe, ist sie absolut gegen ein hormonelles Eingreifen. Metformin scheidet auch aus, da ich absolut keine Insulinresistenz habe.
    Also so wirklich weiter bin ich nicht, ich habe weiterhin Zyklusschwankungen und dementsprechend auch Probleme mit dem Insulinbedarf, der zu dieser Zeit sehr schwankt und kein Muster wirkliches Muster zu erkennen ist. Daher hat mich ja Diabetologe, Endokrinologe wie auch die Ärzte in Bad Mergentheim zum Frauenarzt geschickt. Jetzt weiß ich zwar eine Ursache, aber so wirklich behandeln, kann man es ja anscheinend bei mir auch nicht. Also werde ich irgendwie damit leben müssen. Wie kommst du denn damit klar? Hast du auch so schwankende Werte während dem Zyklus?

    LG