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Ululu Diabetes Typ 2 neu

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    am 06.02.2021 22:48:38 | IP (Hash): 953165792
    Hallo,

    nach einer Blutuntersuchung und einem Langzeitwert von 11,5 habe ich vor drei Tagen die Diagnose Diabetes erhalten.

    * Schock.

    Ich schleiche gerade Metformin ein mit 2 mal 500 mg.
    Meine Werte liegen immer zwischen 200 und 350, obwohl ich fast nicht esse, weil mir das solche Sorgen macht.
    Wie lange wird es dauern, bis das Metformin da etwas verbessern kann oder müsste es das vielleicht schon längst getan haben ?

    Ab wann wird ein Wert bedrohlich.
    Ich bin absoluter Neuling und habe große Angst.

    LG Ululu
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    am 06.02.2021 23:05:13 | IP (Hash): 733481720
    Hallo Ululu,

    Die Diabetes-Diagnose war immer ein Schock für alle von uns.
    Bei Typ2 Diabetes sind diese Werte nicht besorgniserregend oder gefährlch kurzfristig. Sehr wahrscheinlich sind diese Werte über Jahre entstanden.

    Du kannst ohne Probleme und ohne schlechtes Gewissen Gemüse, Hartkäse, Fisch, Fleisch (unparniert!) etc. essen. Das beeinflusst den Blutzucker kaum. Wichtig ist auch viel ungesüßte Getränke wie Wasser und Tee zu dir zu nehmen.

    Sollten die Werte sich weiter stark verschlechtern, du plötzlich starke Übelkeit, starke Bauchschmerzen oder ein säuerlichen Atem entwickeln solltest, dann sofort ab ins Krankenhaus. Es könnte dann nämlich sein, dass du statt einen Typ 2 einen Typ1 Diabetes entwickelt hast. Und dieser benötigt Insulin. Dieser tritt deutlich seltener auf, unter 10% der Diabetiker hat Typ1 Diabetes und meistens erkranken daran bereits Kinder und Jugendliche. Aber manchmal erkranken daran eben auch Erwachsene. Ist halt seltener, solltest du aber in den oben genannten Fällen im Hinterkopf haben.

    Ansonsten dauert es einfach etwas, bis die Werte sinken. Du kannst zusätzlich zum Metformin selbst viel beitragen. Indem du deine Ernährung umstellst. Keine gesüßten Getränke und sonst beim Essen schauen, dass du die Kohlenhydrate reduzierst. Dort gibt es mehrere Möglichkeiten von Logi bis hin zu LCHF. Oder auch die Tellermethode Auf dem Teller 50% Gemüse, 25% Eiweiß, 25% Kohlenhydratbeilagen am besten Vollkorn und zusätzlich hochwertige Öle. Da musst du rausfinden, was zu dir passt. Dazu Bewegung. Am bestem wirkt sich diese direkt nach dem Essen auf. Es muss jetzt kein Marathon oder Fitnessstudio sein. Ein längerer Spaziergang, Fahrrad und zu Fuß statt Auto, Treppe statt Aufzug, etc.
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    am 06.02.2021 23:10:46 | IP (Hash): 245327711
    Normal hast Du den Blutzucker nicht neu, sondern schon ein paar Jahre. Vielleicht nicht ganz so hoch, aber er kann auch noch deutlich höher, ohne dass Deine Welt gesundheitlich zusammenbricht. Also mach erstmal Metformin, wenn’s bauchmäßig zu ungemütlich werden sollte, auch erstmal ne Woche nur 1 Pille pro Tag. Und dann liest Du morgen mal, was wir hier schon alles zu Typ 2 geschrieben haben. Und morgen abend hast Du schon ganz konkrete Fragen, über die wir dann rudelmäßig herfallen. - N8 :)

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 06.02.2021 23:17:31 | IP (Hash): 733481720
    Andieh89 schrieb:
    Das erreichst du am besten, in dem du darauf achtest, nicht zu viel zu trinken. Zusätzlich kann man da noch Ibuprofen nehmen.



    Totaler Schmarrn. Bei solchen hohen Werten ist viel trinken sehr wichtig! Und Ibuprofen hilft bei Diabetes gar nix. Genauso wenig wie deine Antibiotika oder Blutverdünner. Bei deinem HbA1C von 20٪ sieht man es ja deutlich, dass man auf solche Tipps definitiv nicht hören sollte.
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    am 06.02.2021 23:24:28 | IP (Hash): 953165792
    Danke für die Antworten.

    Ich könnte auch überhaupt nicht wenig trinken.
    Ich bin wie ausgedörrt.

    Ich esse seit drei Tagen fast nur Gemüse und überhaupt keinen Zucker, auch keinen versteckten und kaum Kohlehydrate.

    Es tut sich aber bislang nichts bei den Werten.
    Ich bin wohl zu ungeduldig.
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    am 06.02.2021 23:33:37 | IP (Hash): 733481720
    Ululu schrieb:
    Danke für die Antworten.

    Ich könnte auch überhaupt nicht wenig trinken.
    Ich bin wie ausgedörrt.

    Ich esse seit drei Tagen fast nur Gemüse und überhaupt keinen Zucker, auch keinen versteckten und kaum Kohlehydrate.

    Es tut sich aber bislang nichts bei den Werten.
    Ich bin wohl zu ungeduldig.



    Wann war die Diagnose vor wie vielen Tagen?
    Sind deine Beschweren plötzlich aufgetreten oder hast du gemerkt, dass es langsam immer mehr wurde?
    Wie alt bist du?
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    am 07.02.2021 06:50:05 | IP (Hash): 1881531756
    Ululu schrieb:
    Es tut sich aber bislang nichts bei den Werten.
    Ich bin wohl zu ungeduldig.

    Hallo Ululu,

    mit deinem jetzigen Essen tut sich auf jeden Fall etwas mit den Werten, allerdings erst mal nur mit den BZ-Werten nach den Mahlzeiten. Die Nüchternwerte, die du wahrscheinlich am meisten beobachtest, sinken nur langsam ab. Das passiert erst im Nachgang, nachdem die Nachessenswerte besser werden.

    Ich wünsche dir etwas Geduld und viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 07.02.2021 06:50:20. Grund: .
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    am 07.02.2021 10:04:26 | IP (Hash): 1881531756
    Andieh89 schrieb:
    July woher willst du wissen, dass meine Aussage nicht stimmt?

    Anders herum:
    Woher willst du wissen, dass an deiner Aussage irgend etwas stimmt. Hast du dafür Quellen, Beweise, eigene Erfahrungen oder irgend welche anderen Grundlagen?

    Es geht übrigens um diese Aussage, die bereits auf den ersten Blick total unsinnig ist:

    Andieh89 schrieb:
    Das erreichst du am besten, in dem du darauf achtest, nicht zu viel zu trinken. Zusätzlich kann man da noch Ibuprofen nehmen.

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    am 07.02.2021 10:25:47 | IP (Hash): 1270895596
    Hallo Ululu,
    ich habe meine Diabetes-Diagnose an Silvester erhalten und kam als Notfall ins Krankenhaus. Da war mein Wert 516, ging dann im Laufe des Tages runter auf 348. Ich bekam Insulin gespritzt und die nächsten Tage außerdem Metformin, wurde eingeschlichen, erst eine Tablette, dann zwei täglich, die ich auch heute noch nehme. Dazu spritze ich momentan noch Insulin, aber sehr wenig und ich denke, dass ich demnächst total auf Tabletten umgestellt werde.
    Ab Diagnosetag, also Silvester, bis Mitte Januar gingen meine Werte ganz, ganz langsam herunter. Also sind Deine drei Tage mit Metformin noch gar nichts. Du bist zu ungeduldig. Es wird sich frühestens in 14 Tagen etwas tun.
    Inzwischen sind meine Werte nahezu normal und so wird es bei Dir auch sein, Du wirst sehen.

    Lass Dich im übrigen nicht von diesem komischen Spaßvogel Andie durcheinander bringen, er hat ganz einfach zu viel Insulin im Kopf.
    Lieben Gruß,
    Biggi
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    am 07.02.2021 11:32:28 | IP (Hash): 953165792
    Vielen Dank für eure Antworten.

    Ich bin weiblich und 51 Jahre alt.
    Ich nehme seit Jahren Psychopharmaka, unter denen ich stolze 45 kg zugenommen habe.

    In der betreuenden Klinik würde regelmäßig Blut abgenommen. Die Gewichtszunahme, die Erschöpfung, der ständige Durst wurden als NW der Medikamente abgetan.
    Was mit meinem Blut gemacht wurde, weiß ich nicht. Offensichtlich wurde es nicht untersucht, denn angeblich war immer alles in Ordnung.
    Letzte Woche hat dann meine Hausörztin ein großes Blutbild gemacht und hat dann am Mittwoch morgen angerufen.
    Der Langzeitwert war über 11 und der Nüchterntucker 309.
    Sie hat mich dann gleich bei einem Diabetologen anmelden können, zu dem ich sofort kommen konnte.

    Seit Mittwoch nehme ich jetzt 2 mal 500 mg Metformin, was nach und nach auf 2 mal 1000 g gesteigert werden soll.
    Seitdem habe ich keinen Zucker mehr gegessen und kaum KH und wenn dann nur aus "echtem" Vollkorn und Haferflocken.

    Es ist unfassbar, dass man so gut wie nichts einkaufen kann, wenn man mal genau liest. Fast überall ist Zucker drin. 😳

    Ich habe seit Tagen Kopfschmerzen und kein einziges Mal einen Wert unter 200, weder vor noch nach dem Essen.

    Ach so, ich wiege inzwischen 115 kg bei 1,75.

    Eine echte Wuchtprumme, also.
    🙄
    Zuallererst muss ich irgendwie von dem Gewicht runter. Leider wirken auch meine Psychopharmaka auf den Stoffwechsel und ich hoffe, das klappt trotzdem irgendwie.

    Jetzt habt ihr etwas Einblick.

    Ich werde mich jetzt hier etwas einlesen.
    Es beruhigt, wenn man "alte Hasen" an der Seite hat, die selbst betroffen sind und nicht nur die Arztseite sehen.

    Danke also für die Aufnahme und einen schönen Sonntag an alle.

    LG Ute